Codex of Flame and Fury
codex of flame and fury
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Charakterliste
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gespielt von alice
33 Jahre
Reiter
„Oh man, es ist nur Feuer!? Nichts Besonderes.“ — ist das Erste was du hörst, als du zum ersten Mal manifestierst. Der nächste dumme Kommentar, der zwei Tage später in die selbe Kerbe schlägt, kassiert versengte Haarspitzen, du erntest einen entsetzen Blick. Es stinkt nach Rauch, verbrannt, kurz ist alles (auch alles in dir) ganz still, dann fängt jemand an zu lachen; Eis gebrochen. Nur deins nicht, denn du brichst nicht. Vielleicht war’s dieser eine Tag, vielleicht ‘ne Mischung aus allen anderen Tagen, die danach kamen an denen irgendwas gebrannt hat (und die Welt brennt so verdammt schön, wenn du das Zentrum der Flamme bist) aber du lernst es schnell lieben; das Feuer und was du damit machen kannst und den Fakt, dass du diesen Waldbrand kontrollieren kannst, im Gegensatz zu dem, der unter deiner Haut alles verschlingt, wenn du wieder einmal Rot siehst. Und du siehst oft Rot. In der Schule eilt dir dein Ruf voraus, sorgt dafür, dass die einen einen Bogen um dich machen und die anderen versuchen, dir auf der Matte die Kehle durchzuschneiden — aber dein Ruf würde dir nicht vorauseilen, wenn das denn so einfach wär. Du bist nicht nur groß, das warst du schon als Kind, immer etwas größer als die meisten anderen und einem Alter und du bist stark, aber vor allem hast du nie gelernt auf- und nachzugeben. Dein Wille ist eisern (denn was Feuer nicht zerstört, das härtet es aus) und dein Überlebensinstinkt auch, da brennt etwas in dir und dies Feuer geht nicht aus.

Die harte Hand deines Vaters, so oft du sie als Kind verteufelt hast, hat dich zu einem Mann gemacht, dem man lieber nicht ans Bein pisst. Außer man hat wirklich Bock auf Stress, denn Stress kannst du verdammt gut. Du bist ein Pulverfass und deine Zündschnur ist kurz. Du fährst schnell aus der Haut, wenn man die richtigen Knöpfe drückt. Dein Stolz steht dir manchmal so dermaßen im Weg, dass du beinahe drüber stolperst. Fehler zugeben? Schwierig. Ein Valair macht keine Fehler, da fängt das Problem schon an.
Dein Gemüt ist wie deine Siegelkraft: unberechenbar, wenn man’s nicht kontrolliert; ein falscher Windhauch und du drehst dich um 180 Grad (und kochst direkt auf 200), ohne dass man weiß wieso. Macht den Umgang mit dir nicht immer einfach, auch wenn’s in den letzten Jahren besser geworden ist. Du bist besser geworden, zumindest innerhalb deiner Staffel. Und du kannst witzig sein, charmant, man kann sich mit dir unterhalten, wenn du willst. Aber nur, weil du Befehlen von oben gut Folge leisten kannst, heißt das nicht, dass du ein Schaf bist, das Gott im Schäfer sieht. Du hast einen eigenen Kopf und der ist wirklich sehr speziell. Aber mit deiner Staffel bist du trotzdem gut zusammengewachsen — mit allen bis auf einen. Darüber hinaus — da steckt immer noch sehr viel von dem Jungen in dir, der mit 20 Jahren einen anderen vom Viadukt geschubst hat, einfach weil das Tradition in deiner Familie hat. Und Familie hat halt einen ziemlich hohen Stellenwert. Im Gegensatz zu Liebe, denn Liebe hat dich nicht groß gemacht, Liebe hält dich klein (und wenn’s dein Vater sagt, dann muss es stimmen). Schlimm genug, dass dein Drache da bis kurzem noch einer Meinung mit dir war, sich jetzt aber ausgerechnet an den Drachen dieses einen Reiters binden muss.
Wie war das noch mit Bock auf Stress!?
Und wie war das — Feuer ist nichts Besonderes?! Sagst du das auch noch wenn dir der Tod seine brennende Küsse quer über Brust haucht und sich mit Flammenzungen zwischen deine vierte und fünfte Rippe schiebt, solange, bis dein Herz verbrennt? Denn das ist, was ich mache.
335 Ingameposts | 26.03.2025, 15:02
Militär Navarre
gespielt von Jani
30 Jahre
Reiter
„Komm wieder rein, Taron.“ Die Stimme deiner Mutter dringt kaum hörbar durch das Prasseln des Regens zu dir. Drehst den Kopf nur langsam in ihre Richtung, vielleicht weil du im ersten Moment glaubst, es dir eingebildet zu haben. Aber sie steht da: am Zugang zur Mauer, den Stoff ihrer Jacke vor ihrer Brust zusammenhaltend, um sich zumindest ein wenig vor dem Sturm zu schützen, der vom Meer heraufgezogen ist. Die Steine unter dir sind rutschig, deine Kleidung durchnässt, aber dich stört’s nicht. Im Gegenteil; du magst es. Die Ruhe, die dadurch entsteht. Dass deine Schritte im Wind verloren gehen und niemand bemerkt hat, wohin du verschwunden bist. Weder dein Bruder noch dein Vater. „Ich sollte üben.“ Es ist nur die halbe Wahrheit, eigentlich müsstest du gerade am Schreibtisch sitzen und die Geschichte des Königreiches durchgehen, aber die Alternative erschien dir für deine Zukunft hilfreicher. Kannst den Ausdruck im Gesicht deiner Mutter nicht deuten, dafür ist sie ist zu weit von dir entfernt. In Sicherheit, während du auf den Mauern balancierst und dich dazu zwingst, nicht nach unten zu sehen. Deinen Blick vorne zu behalten. Es ist ein weiter Fall, wenn du das Gleichgewicht verlierst. Wenn du ausrutscht und dadurch Malek begegnest. Dein Bruder hat dir davon erzählt, als er das erste Mal mit eurem Vater hier gewesen ist, um zu trainieren. Dass er ihn auf die Brüstung klettern ließ und ihn dabei beobachtete, wie er einen Fuß vor den anderen gesetzt hat. Du bist danach einige Male mit ihnen hier gewesen; hast jedes Mal den Atem angehalten, wenn er kurz ins Wanken geraten ist und sich wieder fangen musste. Damals dachtest du: ich werd‘ fallen. Aber seitdem sind zwei Jahre vergangenen. Du bist noch immer ein Kind, aber langsam verschwimmen die letzten deiner kindlichen Züge. Du wirst größer, stärker, koordinierter. Und du realisierst langsam, worauf du bereits dein gesamtes Leben vorbereitet worden bist. „Ich komm‘ gleich rein, Ma.“ Sie schüttelt den Kopf. Eine Bewegung, die du allein aus dem Augenwinkel heraus erkennst. „Jetzt.“ Normalerweise ist sie geduldig mit euch, sanft. Aber gerade klingt sie bestimmt, als würde sie abwägen, ob sie dich von der Mauer herunterholen muss, damit du gehorchst. Ist nicht das erste Mal, dass du dir denkst, dass sie anders ist. Anders als dein Vater, anders als dein Bruder, anders als du. An ihr ist nie etwas kalt, sie hat sich immer die Zeit genommen, dir Dinge zu erklären. Sie ist ruhig, nicht impulsiv, nicht unvorhersehbar. Deswegen verstehst du nicht, warum sie gerade verärgert erscheint: denn sie wird sich genauso wie du damit abfinden müssen, dass einer deiner Füße stets über der Schwelle zum Tod stehen wird. Streckst deine Arme bei der nächsten Böe aus, um nicht mitgerissen werden und für einen Augenblick glaubst du, dass es sich so vielleicht anfühlt, auf dem Rücken eines Drachens zu stehen; wild und unberechenbar und frei.

Du bist immer noch am Balancieren; nicht mehr über Baumstämme, Mauern oder Viadukte, sondern durchs Leben. Lehnst dich mal mehr in die eine, dann in die andere Richtung. Fast so als könntest du dich nicht entscheiden, wer du sein willst. Wer du bist. Manchmal bist du arrogant; hebst das Kinn an, wenn man dir zu nahe kommt. Lässt andere den Abstand spüren, den du brauchst, um die Kontrolle zu behalten. Dann gibt’s Momente, in denen du lachst. Laut und unbeständig und irgendwie ansteckend. Ist wie ein Riss im Mauerwerk, kaum sichtbar, aber beweisend, dass dahinter mehr steckt. Etwas, das dein Vater als weich bezeichnen würde, was du inzwischen aber auch als Stärke erkennst. Dein Kreis ist nicht mehr so klein wie damals zu Ausbildungszeiten; du hast Menschen, denen du vertraust und die eine Seite von dir zu sehen bekommen, die nach außen schwer mit dem Rest in Verbindung zu bringen ist. Mit der Kälte und der Grausamkeit. Die Seite, in der du dich beinahe instinktiv vor sie stellst. Unabhängig davon ob’s bedeutet, am anderen Ende einer Klinge zu stehen. Es ist dein größtes Geheimnis, dass du im Inneren genau weißt, wer du bist. Dass du gelernt hast, dich zu verstecken. Anzupassen. An jeden Raum, an jede Begegnung, an jede Erwartung. Selektierst, wer welche Version von dir sehen darf. Wechselst Masken und fragst dich trotz allem, ob du dich mit der Zeit nicht vielleicht doch in einer von ihnen verlieren könntest.
3 Ingameposts | 11.11.2025, 19:33
Militär Navarre
gespielt von Lena
34 Jahre
Reiter
0 Ingameposts | Gestern, 15:22
Militär Navarre
gespielt von Anna
21 Jahre
Reiter
Zerrissen und leer – so sieht es im Inneren des 21-Jährigen aus. Er fühlt sich losgelöst von seinem Körper, als wäre er Beobachter seines eigenen Lebens. Diese Leere versucht er mit verbissenem Training und Ehrgeiz, eiserner Disziplin und sturer Willenskraft zu füllen. Es gelingt im oft, aber nicht immer. Manchmal, wenn es keinen anderen Ausweg gibt oder er sich in die Ecke gedrängt fühlt, bricht der Schmerz, den er tief in sich vergraben hat, wie eine reißerische Bestie aus ihm. Der intelligente und anpassungsfähige junge Mann, der vielleicht ein wenig zu viel Wert auf seinen Erfolg legt und zu hohe Ansprüche an sich stellt, aber niemandem böswillig schaden will, wird einer, der Schwachstellen erkennt und erbarmungslos ausnutzt – mit Worten oder Taten. Wenn es niemanden gibt, den er verletzen kann, missbraucht er seinen Körper als Projektionsfläche.

Dieses Verhalten hat sich in der Pubertät eingeschlichen – Ciro erinnert sich genau an den Tag, an dem er zum ersten Mal zur Klinge griff. Schon lange vorher hat er vergessen, wie es sich anfühlt, geliebt zu werden. Seine Erziehung hat Personal übernommen, das nie gewalttätig war, Grenzen überschritten hat oder seine Bedürfnisse ignoriert hat. Er bekam alles, was sich ein Kind wünschen konnte und noch viel mehr. Lebte in einem weitläufigen Haus mit sorgsam gepflegten Gärten, hatte ein paar Freunde in der Nachbarschafft und jemanden, dem er sich verbundener fühlte als seinen eigenen Eltern. Heute glaubt Ciro, dass ihre Abwesenheit und die Distanziertheit, mit der sie ihn nach Tagen oder Wochen der Abstinenz begrüßt hatten, schuld an seiner Misere sind. Weil es so viel einfacher ist, jemandem die Schuld zu geben, der längst tot ist.

Für seine Eltern war es scheinbar wichtiger, eine Revolution zu planen, als sich um ihr eigenes Kind zu kümmern. Für sie gab es nichts Wichtigeres, nichts, wofür es sich mehr zu kämpfen lohnte als die Unabhängigkeit Tyrrendors – jedenfalls hatte Ciro diesen Eindruck. Er ahnte nicht, dass dahinter nicht der Wunsch nach Macht steckte, sondern die Unterstützung Poromiels vor einer Bedrohung jenseits seiner Vorstellungskraft, von deren Existenz er bis heute nichts weiß. Wenn er es wüsste, wäre es ihm dann möglich, seine Eltern zu verstehen und ihnen womöglich zu verzeihen?

Als Inhaber einer Werft, welche einige der schnellsten Handelsschiffe des Kontinents konstruierte, war sein Vater Ceres hochangesehen in Elysport. Sein Vater unterstützte die Aufständischen mit Geld und seinen Kontakten, während seine Mutter Elaya als Reiterin Ansehen im Militär genoss, Einblicke in Strategien hatte und wichtige Informationen beschaffen konnte. Keiner von beiden bedachte, in welche Gefahr sie das brachte, und sie verschwendeten keinen müden Gedanken daran, was ihr Sohn wollte. Dass sie ihn, ob er wollte oder nicht, als Kind von Verrätern brandmarkten.

Während seine Eltern gegen ihr Land rebellierten, rebellierte Ciro gegen sie. Als Jugendlicher war er aufmüpfiger, ungezügelter, aggressiver als die meisten in seinem Alter, nur richtete er diese Gefühle nicht nach außen. Er wurde nie laut und seine Gewalttätigkeit, der Drang, zu zerstören und zu verletzen, richtete sich gegen ihn selbst. Halt fand er neben seinem besten Freund in dem Entschluss, dem Militär beizutreten und Drachenreiter zu werden. Er verschlang alte Schulbücher seiner Mutter, stählte seinen Geist und Körper auf eigene Faust und fieberte dem Tag der Einberufung entgegen. Im Juni 628, einige Monate vor seinem sechzehnten Geburtstag, fiel Tyrrendors Hauptstadt Aretia und der Widerstand zerbrach. Er musste die Hinrichtung seiner Mutter in Caldyr und kurz darauf den Tod seines Vaters in ihrem privaten Anwesen in Elysport mitansehen – und er empfand nichts als Erleichterung dabei. Nach ihrem Tod fiel die Werft und das Anwesen Navarres König in die Hände und Ciro musste seine Heimat und alle, die er kannte, verlassen. Er wurde bei einer Familie in Meredain untergebracht und trotz seiner Herkunft gut behandelt. Dennoch ist sein Familienname für Ciro seither eine Last, die er niemandem aufbürden will. Wenn er je heiraten sollte, würde er ihn freiwillig ablegen und er hat sich geschworen, niemals Kinder in die Welt zu setzen. Was ohnehin schwierig ist, wenn man auf Männer steht.

Als Gezeichneter trägt Ciro ein unübersehbares Mal auf der Haut. Er ist geübt darin, es zu verstecken und meidet jeden Blick darauf. Zu widersprüchlich sind die Gefühle, die das Rebellionsmal in ihm hervorruft – Schuld, Trauer, Wut, Hass, Erleichterung… Mit denen, die sein Schicksal teilen, will Ciro nichts zutun haben. Weil nicht der Hass auf Navarres König oder das Militär überwiegt, sondern der auf seine Eltern. Sie haben sich dafür entschieden, ihr Heimatland zu verraten. Auch wenn ihr Tod grausam war, haben sie ihn verdient und diese Überzeugung ist es, die Ciro innerlich zerreißt.
0 Ingameposts | 24.01.2026, 10:47
Basgiath War College
gespielt von Lini
40 Jahre
Reiter
Der Weg des Reiters ist der einzig Richtige in dieser Familie für einen Mann. Alles andere wird nicht geduldet. - Schon früh lerntest du, dass du als Mann den Weg des Reiters gehen musst, ohne Wenn und Aber. Zumindest, wenn du in deiner Familie dein Ansehen und Respekt behalten wolltest. Deine ältere Schwester würde in den Heilerquadranten gehen, Menschen helfen. Während du von deinem Großvater und Vater dazu ausgebildet wurdest, eine tödliche Waffe zu sein. Reue, Gnade oder Mitgefühl gab es nicht - das gehörte in ihren Augen in die Welt der Frauen, immerhin waren sie sowieso das schwächere Geschlecht. Das hast du dein Leben lang gelernt und auch selbst verinnerlicht - und das größtenteils bis zum heutigen Tag. Auch wenn du deine Schwester ein Versprechen gegeben hast, auf deine Nichte Acht zu geben, kommst du da nicht immer aus deiner Haut, dass du dein Leben lang gelernt hast, dass Frauen bei den Reitern nichts zu suchen haben.

Du hast in jungen Jahren mitbekommen, dass das Dasein als Reiter auch Schattenseiten mit sich zog. Schattenseiten, die kein Reiter erleben wollte und du hast es hautnah mitbekommen, als der Drache deines Großvaters beschlossen hatte, dass er das Band lösen würde, aufgrund der Tatsache, dass sein Reiter zu alt für den aktiven Dienst war und der Drache noch zu jung, um schon zurück zu treten. Du hast mitbekommen, wie dein Großvater langsam den Verstand verlor und immer schlimmer wurde, was es für dich nicht einfacher machte an der Tradition Reiter zu werden festzuhalten. Hätte es diese nicht gegeben, hättest du den Weg vielleicht auch überdacht und einen anderen gewählt. Aber es gab keinen anderen, nicht für dich. Also bist du am Tag der Einberufung dennoch über den Viadukt gegangen und hast schließlich das Reiterschwarz angelegt. Tatsächlich hast du bei deinem eigenen Dreschen den Drachen deines Großvaters gesehen, wärst du lebensmüde genug gewesen, hättest du ihn wohl auch angesprochen - aber du wusstest, dass das am Ende eh nichts geändert hätte. Es hätte nicht ungeschehen gemacht, dass dein Großvater verrückt geworden ist.

Zu deiner Enttäuschung hat dich kein Drache direkt gewählt beim Dreschen, sodass die Wut über dieses Versagen dafür sorgte, dass du mehrere frisch gebundene Rookies getötet hast. Nicht einmal zwingend mit der Hoffnung, dass dich dann doch noch ein Drache binden würde. Offenbar hast du dennoch damit die Aufmerksamkeit eines Drachens bekommen, er zuvor keinen passenden Anwärter gefunden hatte. Somit wurdest du doch noch gebunden, von einem orangenen Drachen, der dein Temperament wiederspiegelt. Nicht unbedingt die beste Kombination, würde wohl so manch einer behaupten. Schon bevor du nach Basgiath gegangen bist und deine Siegelkraft nach der Bindung deines Drachen manifestiert hast, hattest du eine extreme Faszination für Feuer. Hast nicht selten eines zu Hause - nicht im Haus, sondern draußen - gelegt, um es zu beobachten. Hin und wieder, hast du dir dabei auch Verletzungen zugezogen, sodass du ein paar Brandnarben an deinen Händen und Unterarmen hast. Das hat sich nach dem Manifestieren deiner Siegelkraft noch vermehrt, da du Feuer nun kontrollieren und beschwören kannst.
8 Ingameposts | 15.09.2025, 14:34
Militär Navarre
gespielt von Emma
38 Jahre
Reiter
Kato Rochan flog fast 20 Jahre im navarrianischen Militär, ehe er im August 633 offiziell an der Grenze zu Poromiel (nahe Sumerton) ums Leben kam. So heißt es jedenfalls offiziell. Vom Roten Terror, seinem über 150 Jahre alten Drachen, fehlt seither scheinbar jede Spur. Gerüchteweise heißt es, der Drache sei mit Rochan zugrunde gegangen. Andere behaupten, der Wahnsinn hätte sie - beide - letztlich doch heimgesucht, denn ganz ohne Risiko war es gewiss nicht, als der rote Drache vor 18 Jahren ausgerechnet den Sohn seines letzten Reiters band. Viel von dem, was man sich über die Jahre so erzählt hat, fügt sich gut ins Bild: skrupellos, gewalttätig, brutal und grausam, sollen Reiter und Drache gewesen sein. Fast ausnahmslos an der Frontline, an der Grenze zu Poromiel, eingesetzt; nah am Feind und weit weg von der zivilen Bevölkerung, deren Sicherheit an jenen Grenzen verteidigt wird. Kato hat fast sein gesamtes Leben in der ein oder anderen Form im Krieg, im Kampf ums nackte Überleben, verbracht: Er kennt es nicht anders. Er wüsste mit Frieden nichts anzufangen. Glücklicherweise sah es zeit seines Lebens nicht so aus, als würde es jemals an Krieg mangeln: nicht, nachdem der Verteidigungskrieg gegen den Aggressor im Osten seit Jahrhunderten tobte. Vor allem nicht, wenn sogar die Provinz im Süden sich gegen die eigenen Leute stellte und eine Rebellion startete. Mit seinen 38 Jahren hat Kato beinahe zwanzig Jahre seine Pflicht getan, Befehle befolgt und Navarre verteidigt. Verteidigt gegen einen falschen Feind. Seit August 633 weiß er, dass östlich von Poromiel noch ein ganz anderer Feind lauert. Nun weiß er von der Existenz der Veneni. Und gestorben sind weder er noch sein Drache. Desertiert sind sie: Hals über Kopf, um das eigene Leben zu retten, fort aus Navarre, die Heimat verlassen, die sie unter Einsatz ihres Lebens ach so lange verteidigten und die sie nun beseitigen wollte. Nur weil sie über ein Geheimnis stolperten - weil das Geheimnis sich ihnen regelrecht aufdrängte! Dem Staffelführer und den Kameraden sind sie nach Poromiel (Keld) gefolgt und mit ihnen Wochen später an die Ostgrenze von Poromiel: nach Mirik.
31 Ingameposts | 01.04.2025, 12:30
Militär Poromiel
gespielt von Berrie
56 Jahre
Reiter
Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Die Straßen sind vollgestopft, gelbe und schwarze Muster auf dem Boden. Du bist zu klein, um über die Köpfe zu sehen, reckst und streckst dich, doch reichst nicht an sie heran. Sacht ist der Druck, aber eindeutig, als du den Blick abwendest, dich stolpernd in Bewegung setzt. Durch die Massen Lotrotums, deiner Heimat, des Ortes, von dem du später sagen würdest, dort geboren worden zu sein, wie du dort sterben wollen würdest. Damals hast du nicht ans Sterben gedacht, nur ans Leben, nur an Abenteuer und Geschichten, an Träume, die dich genauso überragen wie die Menschen, denen du ausweichst. Du bist jung, hast noch dein ganzes Leben vor dir. Aufgeweckt, mutig, neugierig erkundest du die Welt.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Du spürst das Kribbeln unter deiner Haut, es schabt an deinem Inneren. Neu und aufregend, es peitscht in dir, entzündet jede deiner Synapsen. Deine Hände vibrieren, Schweiß steht dir auf der Stirn, doch du weißt: es ist richtig. Du bist richtig. Dieser Weg, den du gewählt hast, ist richtig. Könnte dich dein Leben kosten; wird dich dein Leben kosten. Irgendwann, aber nicht jetzt. Nicht heute. Heute sammelst du weitere blaue Flecken, verteilst sie auf den Matten Basgiaths. Heute schreibst du Briefe an deine Verwandten. Heute betrachtest du die Tür, die du dir verdient hast. Die, die sich nur öffnet, wenn du das willst. Wenn die Magie in dir prickelt. Vor den Toren wartet die Verpflichtung deines Lebens und du bist bereit.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Ein Dutzend Meilen liegen zwischen dir und deiner Heimat, hast die Grenzen überschrittenflogen, ohne Fragen zu stellen. Der Brief wog schwer in deiner Hand, schwerer die Erkenntnis: das würde fortan dein Leben sein. Tyrrendor solange dein Zuhause, bis du den ersten Antrag schreiben konntest. Und nach ihm den zweiten. Und den dritten. Hast über die Jahre so viele Bitten um Versetzung unterzeichnet, wie du Kilometer entfernt bist von deiner Partnerin, deinen Kindern, für die du viel, aber kein wirklicher Vater bist. Hast an deinem Stützpunkt den Halt gefunden, den du gebraucht hast. Wärst sonst zerbrochen am inneren Konflikt. Eine Aufgabe hast du gefunden, Verantwortung, nach der du nicht gefragt, die du aber ohne Zögern angenommen hast. Die Jahre sind an dir vorbeigezogen, bist an ihnen gewachsen, über dich hinaus. An jeder neuen Erfahrung, jeder neuen Herausforderung, jedem Stein auf jedem Weg.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Einsam fühlen sich vier Wände an, nach denen du dich so lang gesehnt hast. Einsam fühlt es sich an, durch Straßen zu gehen, die nach Kindheit und Erinnerung riechen. Kannst sie auf der Zunge schmecken, spürst sie tief in deinem Inneren und doch ist in Lotrotum so viele Jahre später kaum noch etwas, wie du es hinterlassen hast. Du bist nicht mehr der, den du hinterlassen hast. Deine Beziehung an der Distanz zerbrochen, deine Kinder ohne dich erwachsen geworden, hast du dennoch nicht erwogen, dein Ansuchen zurückzuziehen, als die Bestätigung ins Haus stand. Hast stattdessen alle Zelte abgebrochen, bist mit Rückenwind in die Heimat zurückgekehrt, um dich einerseits deinem zersplitterten Privatleben zu stellen und andererseits den Aufgaben, die dich ohne Zweifel geformt haben, zu entkommen. Eine Flucht nach vorn, ins bekannte Unbekannte. Umwege hast du genommen, bis sich etwas – bis du dich – wieder richtig angefühlt hat. Bis Licht am Ende eines sehr, sehr langen Tunnels auf dich wartete. Die Wärme, die die Liebe mit sich bringt, und das Gefühl, angekommen zu sein.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Viele Menschen pflegten über lange Zeit viele schlaue Dinge zu sagen. Dass Wandel niemals endete, dass das Ende nicht gekommen war, bis Malek persönlich die Hand nach einem streckte. Du hast dich gesonnt in eben jener kurzen Zeit, die dir bestimmt war. Hast dir gewünscht, hier und fortan bleiben zu können. Immer jedoch im Hinterkopf das Bewusstsein dafür, dass du einem höheren Wohl als deinem eigenen, einem höheren als das deiner Familie, verschrieben warst. Dass du immer, immer folgen würdest, würde der Ruf nach dir ertönen. Du hast ihn gehört, hörst ihn immer noch und mit einem ersten Ton war dir klar, was es dich kosten würde. Wieder. Du hast dich auf den Weg gemacht, zurück in eine Provinz, die nach der Rebellion in Scherben lag. Stellst dich in Nymrith der naiven Hoffnung, flicken zu können, was Kilometer weit klafft. Der Aufgabe, die man für dich vorgesehen hat. Ein Kampf gegen Windmühlen.

Zahllos die Erinnerungen – an endlos viele Tage. Sie vergehen, ziehen an dir vorbei, gelebt nach bestem Wissen, gelebt nach dem Prinzip der Folgsamkeit, der Loyalität, die weit über dein eigenes Wohl und Glück hinausgeht. Morgen würde ein neuer Tag folgen. Und nach ihm ein weiterer. Bis deine Tage gezählt wären. Bis nichts mehr zu verrichten wäre. Doch bis dahin; betrachtest du die Sonne, jeden Morgen, jeden Abend.
5 Ingameposts | 04.01.2026, 14:11
Militär Navarre
gespielt von Josi
22 Jahre
Reiter
Wohin gehen die Sterne, dann, wenn es so hell ist, dass man sie nicht mehr sehen kann?, habe ich meine große Schwester gefragt, als ich vielleicht vier, oder fünf Jahre alt war. Sie gehen nirgendwo hin, sie sind immer da, auch wenn du sie gerade nicht sehen kannst, so wie ich. Das war ihre Antwort und ihre Stimme klingt noch immer in meinen Gedanken nach. Heute weiß ich, es war eine Lüge, wenigstens ein bisschen. Die Sterne sind noch da, aber sie ist es nicht mehr. Endgültig. Sie verbrannte, am 1. July 628 nach der Vereinigung von Navarre nach der Schlacht von Aretia, hingerichtet zusammen mit unserer Mutter und ich werde diesen letzten Blick in ihre Augen nie vergessen, das Geräusch ihres Schreies, an welchen ich mich meine zu erinnern, auch wenn man sagt Drachenfeuer sei zu heiß dafür, es ginge zu schnell. Sie war die Reiterin von uns, sie wollte hoch hinaus und in die weite Welt, zu den Sternen, über das Meer... ich wollte eigentlich immer nur zu Hause sein, in den vertrauten Straßen von Aretia. Wäre die Rebellion nicht gewesen... ich weiß, es ist ein mühseliger Gedanke, ein nutzloser vielleicht. Ich hätte trotzdem nicht immer da sein können, wegen der Wehrpflicht und jetzt, existiert es nicht mehr so, wie es damals war... aber wenn... ja, wenn... ich wäre vermutlich noch immer dort, würde die Einkäufe unserer Nachbarin in ihr Haus tragen, die mir schon als kleiner Junge steinalt vorgekommen war und deren Falten noch tiefer wurden, wenn sie dankbar lächelte. Ich würde den Ausblick genießen, wenn man in die umgebenden Berge wanderte und auf die Stadt herunter blickte, die frische Luft, das eiskalte Wasser der Bergseen, den Geruch, wenn es regnete, die Stille, wenn der erste Schnee fiel. Ich würde den leicht resignierten Blick meiner Mutter mit einem entschuldigenden Schulterzucken erwidern, den sie mir zugeworfen hat, wenn ich mal wieder eine kleine Katze, einen verletzten Vogel, das kaputte Spielzeug eines anderen Kindes nach Hause und sie mir helfen musste, beim gesund pflegen, beim reparieren... Zum Einberufungstag wäre ich in den Heilerdquadranten gegangen, hätte gelernt, meine Pflicht getan und wäre nach Hause zurück gekehrt. Ich wäre noch immer der kleine Bruder einer mutigen großen Schwester. Aber es gab die Rebellion. Ich bin heute nicht dabei Heilkunst zu erlernen, sondern als Gezeichneter in den Reiterquadranten gekommen. Gezeichnet... als würde das Muster, dass sich meinen rechten Arm hinauf zieht, irgendetwas von mir Beschreiben, als könnte es so einfach zeigen, was passiert ist, was sich verändert hat, was mich... gezeichnet hat, verändert. Die Chance auf ein anderes Leben, die Chance an einem anderen Tag zu sterben. Naja... es gab einige und ich bin noch da. Es wird weitere geben, hier, im Reiterquadranten, der sich inzwischen gar nicht mehr so fremd anfühlt, wie am ersten Tag, ein bisschen Schrecken verloren hat. Ich bin in meinem ersten Jahr als Rookie nicht gestorben, auch wenn kein Drache mich binden wollte. Nun eben ein zweites Mal. Zumindest jetzt noch, ist ein bisschen Familie hier und von vielen Fremden, sind ein paar zu Freunden geworden. Es ist nicht alles so schwarz, wie die Uniformen, ich bin immerhin nicht der Schlechteste, stärker als ich es zu Beginn war, auch hier gibt es Berge, ich lerne Nützliches und selbst in den dunklen Nächten, sind auch hier die Sterne.“
108 Ingameposts | 23.03.2025, 12:00
Basgiath War College
gespielt von Miri
35 Jahre
Reiter
Heimaturlaub.

Mama legt ihre Hand auf deine, das hat sie schon gemacht als du noch klein warst, immer dann, wenn sie glaubte, dass du was ausbrütest. Du lächelst, sagst: alles gut, du Herz und stehst auf, streichst ihr über den Kopf. Ein Kuss auf ihr Haar bevor sie zu Bett geht. Gefahr abgewendet. Das kannst du gut. Deeskalieren. Manchmal gewaltsam.

Eine Eigenschaft, die sie schon zu Schulzeiten an dir schätzen, selbst dann, wenn du zwei raufende Rookies mit Schatten voneinander reißt. Dann, wenn du in taktischen Besprechungen zeigst, was dir dein Vater alles beigebracht hat, dann wenn du weißt: besser nachgeben und abnicken als in den Sturm fliegen. Innerlich brodelnd. Sicher, aber das Lächeln, das bleibt, kämpft sich tapfer auf deine Züge (alles gut).

Niemand ist dabei, wenn du später doch noch irgendwas gegen die Wand wirfst, wenn du fluchst, schreist, Schatten den Raum fluten, bis alles, alles, alles raus ist. Dann ist nicht alles gut, aber es ist kurz besser.

Leben.

Du bist charmant, lustig. Du sitzt mit den anderen zusammen, Schulter an Schulter. Spielst Karten und hast die Würfel in der Hand, du bist ein guter Verlierer, dann, wenn es um nichts geht. Der Ehrgeiz, der hinter deiner Stirn lauert, in morgendlichen Laufrunden steckt, der ist es der dich eigentlich bestimmt. Die Illusion, dass das nach der Schulzeit aufhört ist — dünn. Ambitionen bedeuten etwas anderes, wenn es darum geht das Land zu schützen, die Menschen zu schützen. Dein Antrieb so persönlich, so nah wie er nur sein könnte. Du kennst Verlust. Niemand fragt: was würden Sie tun um ihre Heimat zu schützen, weil die Antwort so sehr in dir brennt, dass kein Platz für fragen ist. Alles, du würdest alles tun.
Du erklärst, zeigst, übst. In der Schule verbringst du mehr Zeit mit denen, die sich schwer tun, nicht das selbe hatten wie du. Da fließt die Zeit rein. Dein Vater wird später sagen, dass das gut war, eine schöne Idee um andere auf dich aufmerksam zu machen, sehen zu lassen wie gut und wichtig du für Navarre sein kannst. Er kommt nicht auf die Idee, dass du dich wirklich für andere interessierst, dass es dir gut tut zu helfen und dein Brustkorb vor Stolz schmerzt, wenn du siehst wie andere besser werden.

Du nimmst das Lob trotzdem, die Anerkennung. Das Wissen, dass dein Name irgendetwas bedeutet, nicht nur in Verbindung mit deinem Vater, sondern auch mit dir. Mama ist stolz, wenn du erzählst wo du eingeladen bist, was die Staffel leistet von der du ein Teil bist, wenn du erzählen kannst, dass es Menschen gibt, die an deine Zukunft glauben.

Man muss schon sehr genau hinsehen um in all dem die bittere Note zu entdecken. Wie sehr er in all dem drin steckt. Dem Wunsch anderen das zu geben, was er nie haben konnte, besser zu sein weil er’s gewollt hatte, anderen den Schmerz zu ersparen den du kennst. Alles für das kleine Bild in deiner Fliegerjacke, das niemand sieht.

Fliegen.

Deine Trauer findet einen gegenüber in ihrer.
Wie eine Melodie, die aus deiner Leerstelle klingt und irgendwo hinter den Schuppen widerhallt. Da ist ein Verständnis füreinander, eine eigene Sprache, ein Empfinden, wie du es sonst nicht hast. Es ist besser, weit Oben in der Luft und es ist besser, wenn du dich konzentrierst, Muskeln angespannt. Dann denkst du selten an den der nicht ist. Nicht so wie Zuhause, oder Nachts in deinen Träumen, wo er überall ist, ist, ist. Dein Name in seiner Stimme klingt. Du hast keine Sprache dafür finden müssen, weil da einfach Verständnis ist.

Sie ist diejenige, die sich nie Sorgen darum macht, dass die Schatten zu viel sein könnten, die echten, die unechten. Die mit dem gehässigen Lachen und die Gedanken ausspricht, die du hinter dem Lächeln, dem alles gut, versteckst.
338 Ingameposts | 26.03.2025, 20:40
Militär Navarre
gespielt von Keks
31 Jahre
Infanteristin
Leise, fast schon geräuschlos, glitt der kleine Papierflieger von der erhöhten Position hinab. Die Flugbahn genau kalkuliert, die Richtung des Windes natürlich mit bedacht, damit er sein Ziel sicher finden würde. Er fand sein Ziel, stupste gegen die braunen Haare des jungen Mannes, der ein wenig tiefer stand als sie.
‘Hab dich’ würde er in dem kleinen Flieger geschrieben finden und natürlich würde sein Blick hinaufwandern, in die Krone des Baumes in den Naya geklettert war um sich vor Zeke zu verstecken. Kleine Papierflieger mit Botschaften hatte sie ihm schließlich immer schon gerne geschickt.


Prinzessin Azenaya Thalor ist ihr offizieller Titel und gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder bildet sie das Geschwistergespann, welches kaum noch weiter vom Thron entfernt sein könnte. Daran, dass sie eine Prinzessin ist, ändern dieser Umstand dennoch sehr wenig. Genauso wenig, dass Naya unfassbar privilegiert aufgewachsen ist und sich dessen mittlerweile auch mehr als nur bewusst ist.
Als Kind war es für sie absolut selbstverständlich, dass es keinen Wunsch gab, den man ihr abschlagen konnte. Prinzessin des Reiches und Daddy’s Prinzessin. Prinzessin auf zwei Arten. Gefühlt wie eine von vielen hat sich Naya oft und gleichzeitig doch nie. Eine glückliche und unbeschwerte Kindheit wurde ihr geschenkt. Hunger, Armut und Sorgen waren Dinge, die Naya in ihrem jungen Leben nicht kennenlernen musste.
Wohl dafür aber Dinge wie stundenlanges Benimmtraining, Tanzunterricht und Konversationsübungen. Dabei war und ist Naya keine Prinzessin, wie die Menschen es sich auf eine romantisierte, verträumte Weise vorstellen. Ein Leben am Hofe, gefangen in einem Kleid aus Rüschen, einem Korsett, das einem die Luft zum atmen raubt. Es war nie der große Traum, den die junge Dame geträumt hat. Prinzessin sein. Das war nie ihr Traum. Das war ihre Welt. Aber sie wollte mehr als Rüschen, hohe Schuhe und sich von potentiellen Heiratskandidaten über die Tanzfläche führen zu lassen.
Ein Leben in dem sie über jeden einzelnen Schritt selbst bestimmen kann, war etwas wovon Naya nie wirklich zu träumen wagte, weil sie wusste, dass es nie in Erfüllung gehen würde. Weil es für eine Prinzessin eben doch Regeln gibt, egal wie sehr die Menschen auch glauben, dass dem nicht so wäre.
Militärisches Training sollte nicht das sein, was eine Prinzessin erlernt. Ihr Platz wäre bei den Schriftgelehrten gewesen, vielleicht noch bei den Heilern, wenn es nach ihrem Vater gegangen wäre.
Doch Naya wollte mehr. Zur Infanterie, weil der Weg des Reiters ihr als Prinzessin immer verwehrt gewesen wäre. Gemeinsam mit ihrem Bruder Zeke wollte sie mehr als Tanzen und hinter hervorgehaltener Hand standesgemäß lachen und kichern.
Naya wollte keine dumme Gans sein, sie wollte mehr sein. Talente brachte sie viele mit. Genügend um Reiterin zu werden, niemand hätte es in Frage gestellt, dass sie eine hervorragende Reiterin geworden wäre. Am allerwenigsten sie selbst.
Doch sie mochte rebelliert haben, als sie ihren Vater immer wieder anbettelte, dass auch sie richtiges militärisches Training will. So weit zu rebellieren, dass sie sich doch dem Reiterquadranten anschloss hat sie sich dann doch nicht gewagt.
Anders als ihr Zwillingsbruder, von dem sie immer geglaubt hatte, dass sie niemals irgendetwas würde trennen können. Es fühlte sich für Naya fast wie Verrat an, dass er ohne sie gegangen ist. Als hätte Zeke sie zurückgelassen, obwohl auch er wusste, dass sie die bessere Wahl für die Drachen gewesen wäre.
Ambitioniert, talentiert und fähig ist die Brünette in jedem Fall. Nicht dazu geschaffen in einem rüschenbesetzten Kleid geführt zu werden. ‘Nur’ Infanterie ist das was die meisten denken, wenn sie über ihre Position spricht. Für Naya war und ist es nie ‘nur’ gewesen. Es ist der Traum den sie hatte, gemeinsam mit ihrem Bruder. Den sie nun alleine lebt und träumt, während ihr Bruder ihren Traum lebt.
Sie ist fröhlich, sie ist traurig. Sie ist mutig. Sie ist ängstlich. Vor allem ist Naya immer noch zerrissen. Sie spürt, dass sich ihr Bruder weiter und weiter von ihr entfernt und es fühlt sich an, als könnte sie ihn nicht zurückholen. Zeke war immer ihre Sicherheit im Leben.
Denn mit ihm gemeinsam war sie nie eine von Vielen. Ein Abziehbild des Vaters. Eine Prinzessin ohne Thronanspruch. Sie war Naya. Seine Schwester.
Und noch heute, Jahre später, fühlt sie sich ihm immer noch am meisten verbunden und doch so weit von ihm entfernt.
10 Ingameposts | 09.07.2025, 20:43
Militär Navarre
gespielt von Katja
56 Jahre
Reiter
I am not perfect and I don't claim to be.

Die Haare und der Bart grau. Auf dem Gesicht, Narben die geblieben sind. Von Kämpfen zeugen, aber auch ein paar Furchen, die das Alter gezeichnet hat. Man sieht Draven an, dass er gelebt, gelitten, geliebt und gekämpft hat. Draven ist kein Mensch, der sich großartig verstellt. Er steht zu seinen Fehlern und er weiß, dass er einige davon besitzt. Er ist weit weg davon perfekt zu sein, aber er hat auch nicht den Anspruch es zu sein. Eigentlich kann er sich einfach zu den glücklichen Menschen zählen, die zufrieden sind, mit dem was sie sind. Er versucht nicht krampfhaft über sich herauszuwachsen oder jemand anderes zu sein als er ist. Das heißt nicht, dass er nicht bereit ist sich zu verändern, aber nur wenn es echt ist… er tut nicht nur so.

Er unterteilt die Welt nicht in schwarz und weiß. Zwischen Schwarz und Weiß gibt es unzählige Facetten und so kann man auch nicht einfach über einen Menschen urteilen und er nimmt sich selten das Recht dazu heraus. Es sind Taten, die man beurteilen kann, das Handeln. Schlussendlich bestimmen diese wer man ist. Draven versucht aus seinen Fehlern zu lernen, er versucht falsche Entscheidungen nicht ein zweites Mal zu treffen. Mag er ja in seiner Jugend häufig kopf- und sorgenlos gewesen sein, bedenkt er heutzutage die Konsequenzen seiner Entscheidungen und Taten. Trägt er schließlich auch Verantwortung. Für sich, für die Leute die unter ihm stehen und ganz ohne Frage immer auch für seine Familie und Jenen, die ihm am Herzen liegen.

Ehrlichkeit ist Draven wichtig. Er ist simpel gestrickt und seine Emotionen eben so wie sie sind. Wenn er liebt – dann liebt er. Wenn er hasst – dann hasst er. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt seine ehrliche Meinung. Das passt nicht immer allen, aber wenn jemand damit nicht umgehen kann, ist ihm das egal. Er muss sich nicht beweisen und er hat nicht den Drang dazu, sich bei allen beliebt zu machen. Er hat seine Ecken und Kanten und damit muss man eben zurecht kommen, oder man lässt es bleiben. Eigentlich ist er immer noch der Rebell, der er schon in seiner Jugend war. Er neigt dazu gegen Vorschriften und Regeln zu protestieren, er ist freiheitsliebend und in seinen Ansichten eingeschränkt zu sein stößt ihm auf. Auch wenn er das heutzutage sehr viel besser kann, als zu seiner Jugend und wenn es sein muss, dann tut er es auch. Manchmal mit zusammengebissenen Zähnen. Aber er kann Protest auch mal runterschlucken.

Draven würde sich nie als wirklich guten, aufopferungsvollen Menschen bezeichnen. Er weiß, dass er durchaus auch egoistisch handeln kann. Er bedenkt seine eigenen Vorteile – oder besser gesagt – die Vorteile für die Menschen, die ihm wichtig sind. Er setzt entsprechend seine Prioritäten. Aber er ist auch kein schlechter Mensch. Mittlerweile sieht er das Leben eher aus dem Blickwinkel: ‚Leben und leben lassen.‘
9 Ingameposts | 17.05.2025, 18:22
Militär Navarre
gespielt von Jasmin
22 Jahre
Reiterin
Dein Leben war schon immer leicht gewesen, du bist in einer wohlhabenden Familie geboren. Besser gesagt ist dein Vater ein Herzog und deine Mutter eine Herzogin, schon seit Anfang gehört euch Elsum. Somit hat dir an nie was gefehlt, du brauchtest nie Angst haben Hungern zu müssen, hattest immer ein Dach über den Kopf und in ei weichen Bett zu schlafen. Ja, all das ist natürlich schön und angenehm, musstest bis zu deinem 20. Lebensjahr nie um dein Leben kämpfen. Bis zu diesem Alter bestand deine Hauptaufgabe aus, die perfekte Tochter zu spielen. Und diese Aufgabe hast du auch gut gemeistert, hast aufgepasst dich nie danebenzubenehmen, hauptsächlich in der Öffentlichkeit. Du kannst eine kleine fiese Bitch sein, hast so keine Scheu stets das zu sagen, was du denkst, doch dank der Erziehung weißt du, wann du dich beherrschen musst.
Du wurdest privat unterrichtet, hattest trotzdem deine Freunde gehabt, natürlich kamen sie alle ebenfalls aus angesehen Familien. Natürlich war dir bewusst, dass sie dir auch gleichzeitig in den Rücken gefallen wären, um auf dem Thron zu sitzen. So hast du zumindest mit der Zeit gelernt, wem du vertrauen kannst und wen nicht, sowie dass du vorsichtig bist bei der Wahl deiner Freunde. Schon deine Eltern haben dir dies beigebracht, immer aufzupassen, wem du was anvertrauen tust und was nicht. Du genießt es im Rampenlicht zu stehen, durch zu Hause bist du es nicht anders gewohnt. Jedoch kannst du auch einschätzen, wann es richtig ist, sich nicht in den Vordergrund zu stellen. Es gibt auch Momente, wo du es nämlich mal genießt, für dich zu sein, mal nicht die perfekte Tochter spielen zu müssen.
Du hast schon mit 14 Jahren angefangen für das Training, als Drachenreiter zu üben, mit 12 Jahren kam der Wunsch auf, eine davon zu werden. Und da du ja nicht in die Fußstapfen von deinem Vater treten musst, dank geht raus an deinem Bruder, hast du da mehr freie Hand gehabt. Eine der Gründe war auch, weil du nicht an einen fremden Mann verheiratet werden wolltest, denn natürlich wollen deine Eltern, dass du den perfekten Mann an deiner Seite hast. Doch du hältst von diesem verheiraten nicht viel, findest jeder soll die Person heiraten, die sie auch wirklich liebt. Natürlich würdest du es nie direkt ins Gesicht deiner Eltern sagen, sie würden ausrasten und kein Verständnis dafür haben, so war dir klar, dass du lieber weggehst. Doch nicht nur deswegen bist du in den Reiterquadrant gegangen, irgendwie haben dich die Drachen und deren Reiter schon immer fasziniert und du möchtest deinem Land irgendwie helfen. Der Scheibenquadrant und der Heilerquadrant kamen für dich nie infrage, erstes findest du langweilig und beim zweiten wirst du zu viel Wunden, sowie Blut sehen. Ist jetzt nicht so, dass du direkt umkippen wirst, aber ja. Es ist einfach nicht dein Ding.
Dein Training war hart, dein Vater hatte dir einen guten Trainer organisiert, immerhin möchte er ja nicht, dass du Schande über die Familie bringst und es nicht überleben wirst. Du hast den Viadukt überlebt, genauso wie das Dreschen und warst natürlich erleichtert darüber. Genau da hast du das erste Mal jemanden getötet, als der Typ versucht hat dich zu töten. Beim Sparing hast du nämlich gegen ihn gewonnen und sein männliches Ergo hat dies nie verkraftet. Tja, er hat gedacht, dass er dieses Mal gegen dich gewinnen könnte, da hatte er falsch gedacht.
Mit deinem Drachen Free kommst du zum Glück klar, er ist der Einzige der über deine wahren Gefühle Bescheid weiß und dich so richtig sieht, so wie du bist, was du immer versucht zu verdrängen. Keine Ahnung, wieso es dir so leicht fällt, mit ihm über alles reden zu können, zu gestehen, dass du auf jemanden stehst. Du hast ihn sehr schnell ins Herz geschlossen, auch wenn es dir am Anfang etwas schwerfiel, dich auf seinen Rücken zu halten oder es etwas gedauert hatte, bis du deine Siegelkraft ausüben konntest.
10 Ingameposts | 19.04.2025, 22:37
Basgiath War College
gespielt von Keks
52 Jahre
Flieger
Viele fragen sich im Laufe ihres Lebens das eine oder andere Mal, wer sie eigentlich sind. Manchmal sind es kurze Momente, in denen diese Frage aufkommt, ein kurzer Zweifel an sich selbst und eigentlich weiß man die Antwort doch ganz genau. Dann gibt es jene, die nie eine Antwort auf diese Frage finden. Nicht für sich selbst und noch viel weniger für andere.
Sie fragen sich, wer sie sind, wer sie hätten sein können. Wurden sie, wer sie eigentlich hatten sein wollen?
Natürlich hatte auch Ark sich diese Frage gestellt. Damals, als er noch ein Junge gewesen war, als er älter wurde. Und irgendwann hörte er auf sich diese Frage zu stellen.
Ark weiß wer er ist. Wurde er, wovon er als Kind geträumt hatte? Nicht unbedingt. Als Kind träumte er davon ein Handwerker zu werden und Dinge mit seinen eigenen Händen zu erschaffen und er erwies sich als fähig und talentiert darin.
Er ist ein großer Bruder, ein Sohn, ein Onkel, ein bester Freund. Er ist ein Soldat.
Ark stellt sich nicht mehr die Frage, wer er eigentlich ist, ob er wurde, wer er sein wollte. Er ist, wer er geworden ist.
Früher sagten sie, dass der Junge so viele Flausen im Kopf hat, er würde doch nie wirklich erwachsen werden. Aus Spaß gesprochene Worte, die heute wohl keiner mehr so äußern würde. Ganz gleich, dass Ark weiß, dass er in den Augen seiner Eltern immer eines sein würde: Ihr Kind. Manchmal kommt es ihm heute noch so vor, dass sie in ihm einen kleinen Jungen sehen und nicht den erwachsenen Mann, der er geworden ist.
Die Briefe seiner Mutter haben oft die gleichen Fragen: Hast du genug gegessen? Achtest du auch auf dich? Bist du auch warm genug angezogen? Es ist die Sorge einer Mutter, die er in ihren Briefen liest. Es hat sich nie geändert und es wird für sie nie eine Rolle spielen, dass ihr Sohn die 50 längst erreicht hat. Ihm ist bewusst, dass es irgendwann keine Briefe dieser Art mehr geben wird. Irgendwann wird es enden. Die liebevoll gestalteten Briefe, ihre Sorge um ihre Kinder.
Familie ist für Ark so unendlich wichtig. Ganz gleich, dass es immer Dinge gab in denen sie sich nicht einig waren. Ganz gleich, dass sie sich stritten und es auch mal lauter im Hause wurde. Am Ende des Tages waren sie alle genau das: Eine Familie.
Ark wuchs in einem liebevollen Haushalt auf und bis heute sagt er ehrlich, dass er alle seine positiven Eigenschaften von seinen Eltern gelernt hat. Denn sie ließen ihn werden, wer er war. Nie übten sie Druck aus oder äußerten ein Verlangen nach einem Beruf, den er zu erlernen hatte. Keine Erwartungen, dass es seine Aufgabe als Erstgeborener wäre, das Familiengeschäft zu übernehmen und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten.
Ark bekam wohl die wundervollsten Dinge von seinen Eltern, die Eltern ihrem Kind geben können: Wurzeln, die ihm immer die Gewissheit gaben, dass es einen Ort gibt, der ein Zuhause für ihn ist und an dem er immer willkommen ist. Und gleichzeitig gaben sie ihm Flügel, um zu fliegen und alle Ziele zu erreichen, die er erreichen wollte.
Es gab keinen Groll darüber, dass er sich gegen das Handwerk entschied. Dass er nicht in die Fußstapfen seines Vaters trat. Sie waren stolz, als er sich mit tatsächlichen Flügeln in die Luft erhob und auf dem Rücken seines Greifes die Welt von oben sah. Nicht, weil sie eine besonders kriegswütige Familie gewesen wären, sondern weil sie Stolz darauf empfanden, dass ihr Sohn einen selbstgewählten Weg gefunden hatte.
Es spielte keine Rolle, dass sie keinen Krieger in ihrem Sohn sahen. Solange er diesen in sich selbst sah, waren sie glücklich und stolz. Und auch von Angst erfüllt, dass sein Leben enden würde. Viel zu früh und er die Welt vor ihnen verlassen würde.
Doch Ark wurde zu diesem Krieger. Zu einem der lebt. Zu einem, der seinen Platz irgendwo im Krieg und in der Politik gefunden hat. Die von seinem Greifen geschenkte Gabe passte sehr gut zu dem jungen Mann, dem es immer schon leicht gefallen ist, ein Gespür für die Emotionen seines Gegenübers zu finden.
Sie wurde durch seine Gabe für ihn sichtbar und hilfreich. Er selbst wurde nie der Politiker, sondern der Unterstützer seines besten Freundes. Nero ist der Politiker und Ark sein Unterstützer. Würden andere Neid empfinden wenn sie zusehen, wie der beste Freund eine Karriereleiter erklimmt und eine Rolle einnimmt, die einem selbst vielleicht auch hätte gehören können? Gewiss. Aber nicht Ark. Es scheint grundsätzlich, als wäre Neid ein vollkommen fremdes Gefühl für ihn. Er nahm wie selbstverständlich den Platz an der Seite seines besten Freundes ein, manchmal hinter ihm. Die Absichten und Motivationen anderer zu erkennen ist nützlich, für ihn und für Nero. Der für ihn längst zur Familie geworden ist. Der jeden Charakterzug von Ark kennt und vor dem er kein einziges Geheimnis hat.
Nero, der weiß, dass Ark manchmal doch einfach nur ein zu groß geratenes Kind ist. Der nicht zulässt, dass der Ernst des Lebens jede Stunde des Tages erfüllt und der nicht zulassen will, dass seinem besten Freund dies passiert. Die Zeiten mögen hart und manchmal grausam sein, genauso wie sie es manchmal sein müssen. Doch das ist nicht alles, was Ark ausmacht. Es gibt immer die zwei Seiten eines Menschen und Ark ist den meisten als Krieger bekannt, der ernst dreinblickt und andere wissen lässt, dass er ihre Motivationen und Absichten erkennen kann. Und dann ist da der andere Ark, der bis heute seiner Liebe zur Handarbeit treu geblieben ist. Schnitzereien, Stricken, Häkeln. Absolut unmännlich würde manch einer behaupten, doch wenn Ark immer auf das hören würde, was andere meinen, wäre er gewiss nicht der Mann, der er heute ist.
Einer, der sich keine Frage darüber stellt, ob er geworden ist, wer er einmal hatte sein wollen. Denn er wurde wer er ist.
Ein Sohn, ein großer Bruder, ein Onkel und ein bester Freund. Gleich wie hart die Zeiten sein mögen, Ark ist glücklich mit seinem Leben. Glücklich zu sein bedeutete aber eben nicht, dass man zu jeder Sekunde des Tages mit einem breiten Grinsen durch die Gegend läuft (auch wenn er dies durchaus könnte). Denn auch für ihn gibt es Dinge, die er vermisst, die er sich wünscht, auch wenn er weiß, dass sie vielleicht doch sehr unrealistisch sind. Eine eigene Familie wäre einer dieser Wünsche. Doch es ergab sich nie.
Dabei hat Ark ein großes Herz für Kinder, ist ein guter Onkel für seine Nichten und Neffen und die Kinder von Freunden.
Hoffnungslosigkeit oder Trauer über nicht erreichte Wünsche sind einfach nicht sein Ding und er will sich nicht davon runterziehen lassen. Bei so viel Glück im Leben sollte er keine Trauer über die Dinge verspüren, die er nicht bekommen hat. Er verspürt viel lieber Freude und Dankbarkeit für alles, was er erreicht und erhalten hat. Das Leben zu umarmen und die positiven Dinge des Lebens zu sehen, das ist sein Motto und sein Mantra. Wobei er sich gewiss nicht in Naivität oder in Kopflosigkeit verliert. Sein Blick auf die Welt ist realistisch und ungetrübt.

9 Ingameposts | 24.06.2025, 18:20
Militär Poromiel
gespielt von alice
30 Jahre
Flieger
„Hey, Pearl — fang!“
Du reagierst schnell genug um die Portion Seetang abzufangen statt direkt ins Gesicht geklatscht zu kriegen (nicht, dass dich das wirklich gestört hätte) und du wirfst postwendend zurück; seichte Wellen tragen nicht nur dich, sondern auch dein Lachen.
Hier draußen weiß eigentlich fast jeder, dass man sowas mit dir machen kann, dass man keine Sorge vor einer Retourkutsche in Form von geballten Fäusten zu befürchtet hat, obwohl du (sein wir mal ganz ehrlich) total danach aussiehst. Ist die Mischung aus einem trainierten Körper und den vielen Tätowierungen, den Ringen im Ohr und in der Nase und dem Blick, der einfach deiner ist, auch wenn du überhaupt keine resting bitch bist.
Du bist — nett. Also, du bist wirklich nett. Hilfsbereit. Zuvorkommend. Aufmerksam. Du kannst gut geben, besser als ohne Gegenzug zu nehmen. Mit dir kann man nicht nur Spaß haben sondern auch Späße machen, du bist nicht besonders nachtragend und nimmst Dinge nicht zu ernst, es sei denn es sind Dinge die wirklich ernstzunehmen sind (das kannst du schon ganz gut differenzieren) — oder man verletzt wirklich, aber das geht nicht so schnell. Du bist ein guter Zuhörer und verdammt emphatisch, hast ein natürliches Gespür für andere Menschen und eine Gabe, die das nur noch unterstützt und dich zu einem ziemlich guten Leser (und Freund) macht.

Dein verbissener Wille und die Fähigkeit genau zu wissen, was du willst und wo du sein und wo du (heute, morgen, übermorgen) stehen willst, hätte dich sicher zu einem verdammt guten Erben des Familiengeschäfts gemacht — aber das bist nicht du.
Du willst frei davon sein und dich selbst entscheiden und du selbst sein. Für deine Eltern ist es widersprüchlich, dass du aus diesen Gründen ausgerechnet Flieger geworfen bist, weil’s in ihren Augen das Gegenteil von Freiheit bedeutet. Aber du siehst das anders. Nichts Neues, du siehst Vieles anders als deine Eltern, nur ein Grund mehr um nicht in ihre Fußstapfen zu treten, sondern deinen eigenen Weg zu gehen.
Gegen an, wenn’s sein muss, auch wenn du am Ende eigentlich gar nicht so sehr Rebell bist, wie du oberflächlich betrachtetest den Anschein machst.

Was du stattdessen bist?!
Harte Schale, weicher Kern.
Das ist, was dich am besten beschreibt; die harte Schale, wie die von ‘ner Perle und dein weicher Kern, der besteht aus Salzwasser und Gischt.
Du liebst die Sonne im Gesicht genau so sehr wie den Sturm in den Haaren und die Schwerelosigkeit, wenn unter, über, vor und hinter dir, wenn überall nur’s Meer ist.
Mama hat nicht umsonst schon vor so vielen Jahren gesagt, dass du Fischblut in den Venen hast.
29 Ingameposts | 04.06.2025, 17:41
Militär Poromiel
gespielt von Luxi
33 Jahre
Reiterin
Unterschätz mich, das wird spaßig. - Als du damals in den Reiter Quadranten eingetreten bist und das Viadukt angesteuert hast, wurdest du vor allem erstmal eines: belächelt. Du mit deiner einfachen zerschlissenen Kleidung, den verbrauchten Schuhen und deiner geringen Körpergröße. In der Infanterie oder bei den Heilkundigen wärst du vermutlich besser aufgehoben gewesen. Doch das war dir nicht genug. Reiterin werden oder sterben, das war dein Weg - der Einzige. Dein Leben bis dato eine einzige Fußnote in einem Land, das sich nicht groß um Leute wie dich scherte.
Was andere über dich denken, interessierte dich zu dem Zeitpunkt ohnehin längst nicht mehr. Du würdest ihnen schon zeigen was passiert, wenn man dich unterschätzt. So wie ihm, dem Typen vor dir auf dem Viadukt. Der, der sich über dich lustig machte, als du nach ihm auf den schmalen steinernen Pfad in schwindelerregender Höhe getreten bist. Von seiner Fehleinschätzung konnte er nie berichten. Sein Körper von den Fluten unter dem Viadukt verschluckt, noch ehe er die andere Seite erreichte. Blind für das Lächeln auf deinen Lippen, das du ihm beim Fall hinterher geschickt hast.
Es war dein erstes ganz eigenes Geschenk an Malek - es sollte nicht das Letzte sein.

Mit der Zeit hast du echte Freude daran entwickelt, Menschen, die dich unterschätzen, eines Besseren zu belehren. Sie kalt zu erwischen, wenn sie nicht damit rechnen. Rache servierst du am liebsten kalt, überraschend und unvorhergesehen.
Das Leben lehrte dich schließlich hart und unerbittlich zu sein.

Niemand schenkte dir damals etwas aus reiner Herzensgüte. Du warst darauf angewiesen zu stehlen, um nicht verrückt vom Hunger zu werden oder im Winter zu erfrieren, weil euch gute warme Kleidung fehlte. Du musstest darum kämpfen, es dir selbst nehmen. Dieser Biss sorgte dafür, dass du Reiterin mit Leib und Seele wurdest, dich dem navarrischen Militär mit scheinbarer Ergebenheit verschrieben hast. Dass deine Beweggründe weitaus egoistischer sind, als du deine Vorgesetzten glauben lässt, behältst du für dich. Alles was sie sehen ist absolute regimetreue und einen Hass auf die Rebellion, der seinesgleichen sucht. Deine Motive dafür könnten kaum persönlicher sein, verbrannt mit der ursprünglichen Rebellion und deiner Heimatstadt.
Alles, was von ihnen übrig ist, baumelt an einem ledernen Band unter deiner Uniform auf Höhe deines Herzens. Ein einfach gearbeiteter Ring mit einem Schriftzug einer alten Sprache versehen das sentimentalste, was du besitzt und nah bei dir versteckst. Die Erinnerung an jene Menschen tief vergraben, die heute nur noch Asche sind. Längst Eins mit dem Erdboden von Aretia wurden. Nur noch ein ferner Gedanke, das stumme Flüstern im Wind.
Du denkst nicht mehr an sie. Hast auch gar keine Zeit dafür. Schließlich wurdest du Anfang August in eine neue Staffel versetzt. Ein klassifizierter Langzeiteinsatz der besonderen Art, bei dem du beinahe dauerhaft Aufpasserin spielen musst. Dein neuer Posten scheint von großem Risiko gezeichnet, jedenfalls erzählt das die verhältnismäßig hohe Sterberate deiner Vorgänger. Es schert dich ebenso wenig, wie es dich fürchtet. Du bist zäh und listig, so einfach wird er dich nicht los.
17 Ingameposts | 07.04.2025, 21:31
Militär Navarre

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