Charakterliste
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gespielt von Maj
56 Jahre
Reiter
Vielleicht hast du schon von ihm gehört. Von diesem Mann, der so stark ist, dass er mit bloßen Händen
Sicher hast du von ihm schon gehört. Von ihm. Von seinen Fähigkeiten. Von seinen Heldentaten. Von allem, was Kinder in ganz Navarre davon träumen lässt, zu werden wie er: Ein Drachenreiter – und ein lebender Mythos. Und wie in jeder Legende steckt auch in dieser ein Fünkchen Wahrheit. Thordars Wahrheit ist, dass er nicht nur seine Arbeitszeit, sondern seine vollkommene Existenz in den Dienst des Reichs – oder konkret: von König Alaric – gestellt hat. Kurz vor dessen Krönung hat Thordar das Amt des Königskämpen übernommen. Er macht ihn im Kampf zum Stellvertreter oder persönlichen Sinnbild des Königs. An ihm persönlich wird gemessen, wie stark eben jener König ist, denn es gibt keinen Grund, warum ein herausragender Kämpfer sich einem schwachen, unfähigen Menschen unterordnen sollte. Es gibt Rituale und Traditionen, die Thordar im Rahmen dieses Amtes zufallen. Dazu zählt, sich – zumindest in der Theorie – als Gegner zur Verfügung zu stellen, wenn jemand die Rechtmäßigkeit und Befähigung des damaligen Thronanwärters und heutigen Königs anfechten will. Dazu zählt, an Verfahren teilzunehmen, in denen über Schuld oder Unschuld durch ein Duell entschieden wird. Dazu zählt, das Recht des Königs und seinen Herrschaftsanspruch auch an jenen Orten im Reich durchzusetzen, die sich von der Hauptstadt zu weit entfernt, zu wenig beachtet oder in anderer Form berechtigt fühlen, auszuscheren. Dazu zählt, als Symbolfigur für den König aufzutreten und in einem Krieg nicht regelmäßig mit der gleichen Einheit die Grenzen zu verteidigen, sondern dort zu sein, wo die Luft am heftigsten zu brennen scheint, die Truppenmoral zu verstärken und deutlich zu machen: Es ist dem König bewusst, was seine Soldaten exakt hier leisten, welchen Gefahren sie sich für Navarre aussetzen und er sendet ihnen die höchste Form von persönlicher Anteilnahme und Verstärkung, die ihm möglich ist. Formal ist es ein Amt, doch mit der Propaganda des Reichs im Rücken, mit der persönlichen Loyalität und der permanenten Bedrohung ist es eine Identität und die Aufgaben, die Thordar zufallen, liegen oftmals nicht an der Grenze, sondern innerhalb des Reichs selbst. Es ist das Statement, dass der König nicht nur auf seine Armee und seine Außengrenzen sieht, sondern auch darauf, dass das Recht im Land gewahrt bleibt und sich (nach Tyrrendor) keine (weitere) Region gegen die Krone erhebt. Selbst ist Thordar in seiner Kindheit damit konfrontiert worden, wie genau jenes Recht versagt und ihm ebenso sein Zuhause wie seinen Vater genommen hat. Es besser machen zu wollen, ist eine ebenso tief verwurzelte Intention, wie Ängste in ihm Wurzeln geschlagen haben. Meistens aber merkt man Thordar dergleichen nicht an, sondern hat den Eindruck, hinter allen Legenden zwar ‚bloß‘ einen Mann anzutreffen, aber auch einen tatsächlich überragenden Drachenreiter. Und Thordar weiß es. Das Ego ist so groß, dass er schon wieder leise ist. Es gibt keinen Bedarf – mehr –, anderen sein Talent und seine Erfahrungen nachzuweisen. Wohl aber noch danach, die Randstunden seines Lebens, in denen er nicht einen Dienst am Königreich erfüllt, auszunutzen, sich auszuleben. Ohne Gesellschaft trifft man Thordar selten an. Er hat keine Scheu, seine Emotionen zu zeigen, wenn ihm ein aufrichtig amüsiertes Lachen darunter auch eine der liebsten ist. Meistens agiert er wohlwollend und warmherzig gegenüber anderen, die sich jedoch keine Illusionen darüber machen sollten, dass kaum jemand Thordar je wichtiger sein wird als seine Pflicht. Wenn er mit leerem Blick vor einem steht und sich an Namen offenbar nicht mehr erinnern kann, ist es einfach, das mit Pflichtversessenheit und Prioritätensetzung zu entschuldigen. Auch jetzt noch, wo es häufiger vorzukommen scheint. Auch jetzt noch, wo er es ist, der keine Geduld mit sich selbst zeigt und auf das Versagen der eigenen Psyche mit Aggressivität reagiert. Thordar ist es nicht gewohnt, etwas nicht im Griff zu haben. Er ist es nicht gewohnt, dass etwas von ihm, in ihm, nicht seinen Befehlen gehorcht. Denn auch das gehört zu Thordars Wahrheiten: Er ist Blutheiler und das rückt ihn tatsächlich in die Nähe von Unverwundbarkeit und Unsterblichkeit. Auf jeden Fall aber unterstützt es, dass er Situationen allein händeln kann, für die man sonst verschiedene Militärsektoren kombiniert. Formal zugeordnet ist allerdings auch er einer Einheit, die sein Zuhause ist und zu der er immer wieder zurückkehrt. Oftmals aber sind es seine Drachendame und er aber allein, die irgendwohin aufbrechen, um ein Abenteuer zu bestehen, aus dem weiterer Stoff für Legenden geformt werden kann. Kinder in Calldyr Stadt spielen längst
144 Ingameposts | 09.02.2025, 16:17
Militär Navarre
gespielt von Keks
58 Jahre
Heilkundiger
How to save a life…
Ashandor verschrieb sich dem Quadranten der Heilkundigen, weil es genau das war, was er können wollte. Leben retten. Zum Krieger war er nie geboren worden, eine Tatsache, die jeder in seiner Familie schon früh verstand und erkennen konnte. Er war definitiv kein Reiter und fairerweise sah man ihn auch nicht im Quadrant der Infanterie. Am meisten sah er sich selbst bei den Schriftgelehrten oder bei den Heilkundigen. Wo seine Geschwister das Spiel Soldat und Reiter liebten und sich gegenseitig mit den Spielzeugwaffen und manchmal gar mit einfachen Stöcken spielerisch bekämpften, war er stets derjenige mit einem Buch vor der Nase. Nicht zu begeistern für solche Spiele, doch immer in der Nähe der jüngeren Geschwister anzutreffen. Früh war er sich seiner privilegierten Stellung bewusst, immerhin war es nicht selbstverständlich, dass seine Eltern ihm und den Geschwistern alle Wünsche erfüllten. Als ältester von insgesamt sechs Söhnen übernahm Ashandor schon früh Verantwortung für seine jüngeren Geschwister und bis heute spielt er eine zentrale Rolle in deren Leben. Warmherzig, offen, tolerant, geduldig… als dies sind Beschreibungen, die seine Geschwister und Freunde wohl für ihn wählen würden. Liebevoll und ein Familienmensch. Bei allen Erfolgen, die Ashandor im Laufe seines Lebens erzielen konnte: Sein größter waren und sind seine Kinder. Er machte nie und gegenüber niemanden ein Geheimnis daraus, dass sie für ihn der Mittelpunkt seines Lebens sind. Generell war und ist Ashandor niemals jemand gewesen, der sich für seine eigenen Gefühle geschämt hat. Für andere immer da sein zu wollen ist eine Eigenschaft, die man sowohl positiv als auch negativ betrachten kann. Denn wo er für andere da ist, sich kümmert und auch für sie aufopfert, kann er die gleiche Hilfe nicht für sich selbst annehmen. Wie sehr der Verlust seiner beider selbstgewählten Familien ihn getroffen und traumatisiert hat, fällt ihm bis heute unendlich schwer zu verbalisieren und kann er nur gegenüber sehr wenigen Vertrauten äußern. Die Haltung, dass er zurechtkommt, ist eine, die ihm in Fleisch und Blut übergegangen ist. Und an der er gleichzeitig zerbricht und die ihm doch auch Stärke verleiht. Denn auch wenn er glaubte, dass er nach dem Verlust seiner Jugendliebe und ihrer beider Kinder nie wieder in der Läge wäre, auf diese Weise zu lieben, ist es ihm gelungen. Neue Hoffnung in einer Wüste aus Verzweiflung und Trauer. Doch auch sie währte nicht für die erhoffte Ewigkeit. Es hätte ihn zerstören und brechen sollen. Für immer und endgültig. Und das hat es auch, auf nahezu jede erdenkliche Art und Weise. Sein Herz und sein Heim für ein Rebellenkind zu öffnen, war eine Entscheidung, die Ashandor freiwillig und nicht aus Loyalität dem Staat gegenüber getroffen hat. Denn wer selbst alles, was er kennt und liebt, verloren hat, ist vielleicht am besten in der Lage jemand anderen zu verstehen, dem es genauso ergangen ist. Wenn er von Cascar spricht, dann nie mit dem Zusatz, dass er ein Rebellenkind ist. Sondern einzig und alleine mit dem Zusatz ‘mein Sohn’. Cascar war und sollte auch nie ein Ersatz für Ashandors verlorene Kinder sein. Ihm war immer bewusst, dass das nie Casvars Rolle im Leben sein sollte und genauso wusste er, dass er ihn nicht dazu bringen könnte einen Vater in ihm zu sehen. Sie waren zwei Menschen, die auf die gleiche und doch verschiedene Art und Weise fremd, kaputt, unvollständig und farblos waren. So wie Ashandor Cascar seine Farben zurückgab, tat Cascar das gleiche für Ashandor. Als Heilkundiger hatte Ashandor Leben retten wollen. Und lernen müssen, dass es immer mehr Leben sind, die er nicht retten können wird. Aber nun ist es für ihn wichtig, dieses eine Leben retten und schützen zu können. Und es ist nicht sein eigenes, welches er retten würde. Es wären immer die Leben anderer, die er seinem vorziehen würde. Es wäre Cascar’s Leben das er seinem eigenen vorziehen würde.
18 Ingameposts | 06.05.2025, 18:23
Militär Navarre
gespielt von Berrie
36 Jahre
Infanterist
Du gehst. Gehst einen Schritt nach dem anderen. Nimmst die Hürden, siehst sie auf dich zukommen, sie rollen wie die meterhohen Wellen eines Meers, das du nicht gesehen hast, auf dich zu. Du überwindest sie, als seien sie nur eins: Illusionen in deinem Kopf. Der Glaube an dich geht weiter als Hoffnung, ist Teil von dir. Verankert in jedem Zentimeter, in deinem Geist, in deinem Körper, in deinem Selbst. Glaubst daran, dass du dieses Leben leben kannst, dass du jede Schwierigkeit meistern kannst, gleich, was sie dich kostet. Der Preis war hoch, hätte dich zaudern lassen können. Aufgeben lassen können. Mit einem Fuß über der Klippe, hast du die Schlucht vor dir gesehen. Aussichtslos, endlos weit und so tief, dass du den Grund nicht erkennen konntest. Du hast dich ihr gestellt; dieser Herausforderung. Und tust es noch. Jeden einzelnen Tag.
Du fällst. Die Realität stellt sich dir entgegen, kein Schwert, kein Hammer, keine Axt konnte dir helfen, den Gegner zu bezwingen, der in deinem Kopf sitzt. Spürst noch immer die Schmerzen, sie pulsieren, genau dort, wo einst ein Teil von dir war, der heute fehlt. Eine Hand zur Faust geballt, ringst du sie nieder, die Dämonen. Die Qual, die dich einholt, wenn die Wolken sich dicht über dem Himmel verschließen. Das Ziehen und Zurren, das Pochen. Du bist unvollständig – und bist es nicht. Nie gewesen, für immer gezeichnet. Stolperst, verlierst dein Gleichgewicht, die Waage in dir gerät aus dem Lot, doch wo anfangen, wo beginnen mit dem Kampf gegen den eigenen Körper? Du gibst nicht auf, nie, bist ein Kämpfer, beißt die Zähne zusammen, spürst das Leder in deinem Kiefer, das den letzten Schrei schluckt. Wenn du träumst, träumst du vom Laufen. Du rennst. Gegen deine eigenen Grenzen an, gegen die Mauern, die sich vor dir aufbauen. Überwindest täglich neue, als Pendant zu Träumen, die du auch ohne Schlaf leben willst. Glaubst an den Grund, für den du morgens aufstehst, glaubst an den Wert, den Freiheit besitzt. Kein Verlust groß genug, der Ziele und Ideale aus drei Jahrzehnten zerstreuen könnten. Bist nicht gebrochen, nicht zerbrochen, nicht daran, dass du nicht mehr ganz, nur noch halb bist, nicht an den Blicken, nicht an den Zweifeln, nicht an all den schweren Worten. Du lebst für deinen Dienst, lebst für die Person, die du bist, für den Wert, den du bringen kannst. Weiter, weiter, immer weiter treibt es dich. Muss dich mehr kosten als ein Bein, um dich zu verlieren.
4 Ingameposts | 22.09.2025, 06:57
Militär Navarre
gespielt von Berrie
20 Jahre
Sonstige
Du bist zwanzig und dein ganzes Leben liegt noch vor dir.
Du bist zwanzig und zwei Leben liegen schon hinter dir. Du bist zwanzig und weißt nicht, welches Leben Jeliora Calthyr führen wird, kann, darf oder soll. Du bist jung genug, um noch so grün hinter den Ohren zu sein, dass die erste Liebe noch nicht wehgetan hat. Du bist alt genug, um Familie zu Grabe getragen und keine Träne vergossen zu haben. Du bist jung genug, um die Welt in bunten Farben zu sehen, noch kein Blut an deinen Fingern zu tragen und nicht zu wissen, was es heißt, Krieg zu führen oder Leben zu nehmen. Du bist alt genug, um die Entscheidung getroffen zu haben, genau das zu wollen. Du bist weder alt noch jung genug, um sagen zu können, ob das, was dich jetzt beschäftigt, das ist, was dich glücklich machen wird. Du bist weder alt noch jung genug, um zu wissen, dass glücklichsein und glücklichsein dürfen zwei unterschiedliche Dinge sind. Hast dein ganzes junges Leben auf Erwartungen hingearbeitet, ein Häkchen ans nächste gereiht und Und: wer willst du sein?
7 Ingameposts | 30.06.2025, 16:51
Zivil Navarre
gespielt von Berrie
37 Jahre
Sonstige
”Es war einmal ein Mädchen mit einem Herz wie lauwarmes Licht.” An der Wand steht ein Regal, es ist aus Holz, alt, abgegriffen und verfärbt die Bücher darin. Geschichten von fliegenden Fabelwesen, halb Löwe, halb Adler. Geschichten von Drachen. Geschichten von der einzig wahren Liebe, vom Weg hin zu sich selbst und Herausforderungen, die mutige Prinzessinnen und hübsche Prinzen meistern. Verlieren kannst du dich in einer Welt von Fantasterei, glauben kannst du an höhere Mächte, an Magie, die dir doch nie zur Verfügung gestanden hatte. Hoffen kannst du, dass jedes Schicksal eines Tages gerechtfertigt wäre, dass auf jedes verwelkte Blütenblatt eine Knospe in schillernden Farben erstrahlen wird. Du bist Hoffnung, bist niemals-aufgeben, bist Kopf-hoch, während blonde Locken deine Wangen kitzeln. Du bist Frühling, Sommer, Herbst und Winter, keine Präferenz, Lebensmut und Demut gleichermaßen. Betrachtest die Welt aus anderen Winkeln und Perspektiven, still liegt sie dir zu Füßen – oder du ihr?
”Man bat es, leiser zu treten, bis selbst ihr Herz zu flüstern begann.” Fingerspitzen streichen über ausgeblichene Buchseiten, endlose Falten und Eselsohren zeugen von der Häufigkeit, in der du dich in fremde Welten flüchtest. Friedlich ist es dort, frei bist du dort. Ketten abzuschütteln, Schlösser gelöst mit Zauberstaub, die Arme von dir gestreckt, umgeben von Wasser und Blumen, einem Meer aus Blüten. In Träume flüchten ist, was dir bleibt, in dieser Realität. Zwei Zimmer, Küche, Waschkammer. Spielzeug, dem du nur knapp entgehst. Das fröhliche Glucksen, das dir ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Und während Magie nie Teil von dir war, du stets nur Statistin, fühlt sie sich an, wie Magie. Sie, rosa Wangen, Zahnlücke, Strahlen in ihrem Gesicht. Sie, Eden, blaue Augen, vier Jahre. Dein ganzes Leben. Dein Mittelpunkt, dein Sinn, das einzig wahrhaftig Gute, was du je geschaffen hast. ”Und weil sie ein Herz wie lauwarmes Licht hatte, tat sie, was man von ihr verlangte.” Ein halbes davon an dir vorbeigezogen: Leben. Teil von dir jede Erfahrung, jeder Tag, jede Nacht, ob hell, ob dunkel. Du bist Pastelltöne, weich und sanft. Du bist der erste und der letzte Sonnenstrahl. Schließt das Buch in deinem Schoß, vorsichtig. Kaputt könnte es gehen, ist zerbrechlich, wie du. Geschichten trägst du in dir, bist gezeichnet. Feine Stickereien verbergen, was sich anderer Menschen Augen entzieht. Was sich deinen Augen entzieht. Du bist unsichtbar für die Welt und sie ist unsichtbar für dich. Alles was zählt sind blonde Locken, die durch deine Finger gleiten. Alles was zählt ist ein Lächeln, so rein. Alles was zählt, bist nicht du. Musst nicht sehen können, um zu wissen, wie sich Liebe anfühlt. Dein Herz aus lauwarmen Licht leitet dich durch den Tag, durch die Nacht, durch finstere und schimmernde Träume. Und das Leben.
9 Ingameposts | 12.06.2025, 07:20
Zivil Poromiel
gespielt von Berrie
35 Jahre
Reiter
Gibt nur wenige Regeln im Umgang mit Drachen. Dreh' dich nicht weg, lauf nicht davon, senke den Blick - und bete zu den Göttern, dass sie dich nicht trotzdem bei lebendigem Leib verbrutzeln. Vor über zehn Jahren hast du all diese Regeln live und in Farbe gelebt, hast am Basgiath War College zwei Mal das erste Jahr durchlebt, nachdem beim ersten Mal offenbar keiner der bindungswilligen Drachen dein Potenzial erkannt hat (O-Ton). War zunächst ein herber Schicksalsschlag für dich, war für dich immer klar, dass du ein verdammt guter Reiter werden würdest. Dass du immer eher ein Händchen für Drachen hast, die nicht deine sind, war vielleicht ausschlaggebend, vielleicht auch nicht. Hat ja aber schließlich doch dazu geführt, dass dein Leben nicht so trostlos wurde, wie angenommen. Neben deiner körperlichen Fitness war dein Köpfchen eigentlich schon immer deine stärkste Waffe. Wärst damals schon von Anfang an gut bei den Heilkundigen untergebracht gewesen, aber Menschen heilmachen war irgendwie nicht dein Ding. Drachen hingegen ... Vor 'nem Jahrzehnt hat man dich dafür belächelt, sogar ganz offen über dich gelacht. Heute flattern Briefe in deine Gemächer, Befehle und Bitten gleichermaßen, die dich durch das ganze Königreich führen, um fremder Leute Drachen zu behandeln. Manchmal wirst du der Drachenflüsterer genannt; bist der, der eine Bindung zu ihnen aufbauen kann, ohne sich zu (erneut) binden. Der Respekt von denen bekommt, die keinen Respekt vor sich selbst haben. Bist somit rastlos, nirgends wirklich heimisch, nie länger an einem Ort. Obwohl du dein Engagement in deiner Staffel in Samara ernst nimmst, ist deine Anwesenheitsquote nicht selten sporadisch. Bist häufig da, wo du eigentlich gar nicht sein wolltest: an Außenposten, irgendwo nahe der Grenze. Dort, wo man dich gesehen hat, kurz, nachdem die große Blaue mit dem Dolchschwanz dich gebunden und für Raunen und Aufsehen gesorgt hat. Bist auch ein ausgemachter Glückspilz: erst gar nicht gebunden werden und dann von einer der seltenen blauen, die man sich besser nicht zum Feind macht. In der Hinsicht passt ihr wirklich ausgezeichnet zueinander. Wenn du schon sonst nur selten jemanden wirklich als ‘an deiner Seite stehend’ bezeichnen kannst, bist du dir bei ihr so sicher, wie bei niemandem sonst. Dann allerdings nicht in der Front Row zu stehen und ihren Dolchschwanz in die gefiederte Brust zu kurz geratener Löwe-Adler-Mischungen zu bohren, hat überraschend nicht für Wohlwollen gesorgt. Da stehst du nun also, machst irgendwie nie das, was man von dir erwartet. Brichst mit althergebrachten Traditionen und über Jahrhunderte hinweg übermittelten Wissen. Bist experimentierfreudig, denn nur, weil was die letzten 6 Jahrhunderte geklappt hat, heißt das ja nicht zwangsläufig, dass man das nun auch so beibehalten muss. Findest du. Sonst niemand. Ist dir aber auch egal.
11 Ingameposts | 08.02.2025, 14:39
Militär Navarre
gespielt von Jasmin
29 Jahre
Fliegerin
Deine Kindheit war schön gewesen, obwohl du an einem Stützpunkt aufgewachsen bist. Schon immer wohnte deine Familie dort, deine Vorfahren haben sogar beim Aufbau geholfen. Natürlich gibt es deutlich bessere Orte, an denen man leben kann, was halt kein Stützpunkt ist. Dadurch dass deine Familie Schutzgeld an den Khar’vash's gezahlt hatte, brauchtet ihr nicht wirklich Angst zu haben. Sie sorgten für Recht und Ordnung. Ein Nachteil war schon immer, dass dort sehr wenige Familien lebten, also hattest du auch nie viele Kinder, mit denen du spielen konntest. Zum Glück hast du aber in deiner Heimat deinen besten Freund Calyon getroffen. Ja, er war anders als die anderen Kinder, doch dir war es egal und es hat zwar am Anfang etwas gedauert, bis ihr so wirklich richtig beste Freunde wurde.
Natürlich hast du dir oft Gedanken, um deine Zukunft gemacht, doch großartig einen Plan hattest du zuerst nicht gehabt. Außer dass du gerne irgendwie den Menschen helfen möchtest. Danach war es dein Wunsch gewesen, viel zu reisen, aber leider ist die Welt da draußen gefährlich, weswegen du dies nicht getan hast. Der Wunsch ist noch da, nur auf später verschoben. Zudem hast du im Altern von 21 Jahren deine Ausbildung zur Fliegerin gestartet. Außerdem kannst du so die Menschen beschützen, die dir wichtig sind. Das hat für dich hohe Prioritäten. Großartiges Training für die Ausbildung hattest du nicht gehabt, deine Eltern besaßen dafür zu wenig Geld und sie selber hatten damit auch keine Erfahrung gehabt. Zumindest hast du versucht die Flieger in eurem Dorf zu beobachten und so dir irgendwas zu merken, worauf du achten musst und wie sich bei einem Training verhalten. Klar lernt man dadurch nur sehr wenig, aber ist besser als gar nicht. Dabei hast du die Bücher dazu viel gelesen und dir etwas Theorie angeeignet, also so gut es halt ging. So bist du nicht als ein totaler Noob an der Clifffsbane Akademie angekommen. Schnell hast du dich da eingelernt, das Training fiel dir leicht, die Zeit dort verflog schnell. Deine Gabe Telekinese fiel dir am Anfang schwer einzusetzen, doch mit viel Übung hast du es dann mit der Zeit geschafft. Nach deiner Ausbildung wurdest du zum Handelsaußenposten nach Resson geschickt. Da konntest du gut an Erfahrung sammeln, neue Kontakte knüpfen und es fühlte sich ein bisschen wie ein zu Hause an. So konnte man auch gut an Erfahrungen austauschen, denn einige sind schon länger von der Akademie weg. Du hast jedoch eigentlich versucht, dich nach Mirik versetzen zu lassen. Somit hast du schon ein paar Versetzungsanträge eingereicht. Du wolltest lieber bei deinem besten Freund Calyon sein und seiner Freundin, die damals noch lebte und auch deine beste Freundin war. Es hatte aber sehr lange nicht geklappt, da andere vor dir dahin versetzt worden sind. Seit kurzem bist du nun jedoch da, man hatte dein Versetzungsantrag eingewilligt.
1 Ingameposts | 13.12.2025, 11:58
Militär Poromiel
gespielt von Miri
45 Jahre
Reiter
Dir fällt es leicht — ruhig zu sein, gelassen. Tiefenentspannt, wenn du willst. Braucht meistens schon ein bisschen mehr damit du aus der Haut fährst, damit sich in deinem Gesicht ein bisschen mehr abzeichnet als das leichte Schmunzeln. Es scheint als könnte die Welt um dich herum untergehen, alles an Katastrophen passieren, die Ruhe würdest du nicht verlieren. Ein Schulterzucken (ist was?). Coolness, wie die Kinder sagen. Die Kinder, ha, seine, nicht deine. Es ist leicht der coole Onkel zu sein, der zwei, drei Kinder auf den Armen trägt als wär’s nichts. Der für jede Dummheit zu haben ist und Geschichten erzählt, die sie mit großen Augen verfolgen. Vom Leben auf dem Hof, deinem Vater mit den Tieren, den vielen Geschwistern und Cousins. Alles ist dann immer schön, aufregend. Nie schwer, weil vor Kinderohren muss es nicht schwer sein.
Leicht, alles so verdammt leicht. Es ist einfach sich im Chaos Zuhause zu fühlen, wenn man zwischen so vielen Menschen aufwächst, dass man manchmal nicht weiß wo man beginnt und der andere aufhört. Findest Gesicht um Gesicht, Freund an Freund, die du dichter und dichter lässt als würde es sich dann wieder anfühlen wie inmitten deiner Geschwister zu stehen. Es hilft ständig in einer Staffel zu sein, die wie Familie sein soll. Und es hilft Teil einer Familie zu sein, die eigentlich nicht deine Familie sein sollte (oder?). Egal. Nicht drüber nachdenken. Obwohl du’s tust. Immer, ständig. Der Kopf, der rotiert. Du bist zwei breite Arme, die jedes Problem nehmen, hochheben, zerdrücken. Warst Six, für deine Familie und wirst es für die neue wieder, der Spitzname kommt von selbst, wie ein Bumerang zu dir zurück. Sechs Leute, die du gleichzeitig bezwingen könntest. Sechs Jahre in denen du nie das Wort: Nein benutzt hast. Sechs Sekunden, die du brauchst um auf deinen Drachen aufzusteigen, Sechs Minuten um jeden deiner Staffel zum Lachen zu bringen — die Sprüche sind endlos; das bist alles du. Du bist beim Armdrücken gewinnen und lachen. Immer im Nahkampf, immer nah dran. Die zwei kurzen Äxte über Kreuz auf dem Rücken, weil es leicht ist. Leicht ist groß zu sein und ein bisschen finster zu gucken, was von Außen schnell alles erledigt. Dass es da Drinnen eher weich und ruhig ist, dafür muss man dich besser kennen. Besser für die Wärme und den Tierfreund, der jedem Vogel einen Namen gibt, mehr Hühner als Familie kennt und Eichhörnchen entdeckt, wo andere nur wackelndes Geäst sehen. Würdest dich nie als weich bezeichnen, nie als sanft, weil sich das Leben immer ganz anders angefühlt hat, ganz andere Worte dafür gefunden hat. Für die familiäre Liebe, die du kennst und so gerne weitergibst, für die Wärme, die da in dir schlummert, für die hoffnungsvollen Gedanken, die da hinter dem Stirnrunzeln hausen. Bist gerne mitten drin, ganz vorne dabei, das ist da wo man dich kennt, wo man dich sieht, wo man dich — erwartet. Nicht still, sondern laut. Nicht so sehr in deinem Zimmer, heimlich, mit den Büchern und den Notizen über alles mögliche, die bei ausgedachten Geschichten anfangen wo du dir die Charaktere aufschreibst damit du sie dir besser merken kannst und irgendwo bei Manövern für Flüge und Kämpfe enden. Liebst die Seifenopern und das Drama, das du manchmal zwischen den Zeilen findest. Vielleicht, weil du selber als der andere Mann inmitten einer Ehe so viel eigenes Drama hast, dass das erfundene dir irgendwie gut tut. Und du liebst ihn, das Gesicht, das all das kennt und der nie ganz dir gehört.
13 Ingameposts | 14.05.2025, 18:38
Militär Navarre
gespielt von alice
24 Jahre
Reiter
Du sitzt auf einem Pulverfass wie andere im Schaukelstuhl — lässig und entspannt zurückgelehnt, am liebsten mit ‘ner schönen Tasse Kaffee (Milch und Zucker, bitte). Fehlen nur noch warme, weiche Pantoffeln (zum nächsten Geburtstag?! ich mein, du rockst eh jedes Outfit) und ein gutes Buch (oh, schwierig, du liest halt nicht so gern) und du würdest deinem Großvater echte Konkurrenz machen.
Nur, dass dein Pulverfass ein riesiger, orangener Drache ist und obendrein bist du das auch selber; das Pulverfass, nicht der Drache. Deine Zündschnur ist manchmal kurz, manchmal lang, manchmal kriegt man dich gar nicht angezündet, manchmal reicht ein Funke fünf Meilen weit entfernt. Heißt nicht, dass du Probleme gleich mit Fäusten klären musst. Du bist eitel genug um dir nach Möglichkeit nicht jeden Tag ein blaues Auge einzufangen und du bist locker genug, um nicht alles direkt super duper ernst zu nehmen. Aber wen du gefressen hast, den hast du gefressen; vermutlich für immer. Keine Frage, du bist nachtragend as fuck und du bist definitiv kein Köter, rennst niemandem hinterher (na, oder fast niemandem) und das betonst du gerne. Was du dafür aber umso lieber tust: über jeden Trägst das Herz auf der Zunge, erst reden, dann denken, aber leider auch: erst machen, dann überlegen. Gehst mit dem Kopf durch die Wand, hinterlässt nicht jeden, aber vielleicht jeden dritten Tag ein kleines Chaos, ‘ne Schneise der Verwüstung (im übertragenen Sinn und nicht unbedingt im Bezug auf den Dienst), aber immerhin bist du ein guter Freund, du bist nur eklig zu Leuten, die du nicht leiden kannst — gern auch hinter deren Rücken. Handelst dir immer mal wieder kleine Strafdienste ein, weil du die Klappe nicht halten kannst, ziehst dir den Hals aber auch (so gut wie) immer wieder aus richtig üblen Schlingen. Dein Baby-Face ist definitiv einer deiner hottesten Benefits: große, helle Augen, lange, dunkle Wimpern, so blass, dass man die roten Bäckchen am liebsten dreimal kneifen will (in einer anderen Welt würd dein Gesicht Werbung für korean skincare, Armani-Parfums oder Matcha Pulver machen) — aber da wären wir bei einer ganz, ganz wichtigen Sache angekommen: Baby-Face. Baby. Du bist Baby. Du bist kein Baby, aber du bist Baby. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Hast den Spitznamen (als Baby, ha) von deinen großen Brüdern bekommen (die dachten, die ärgern dich, wenn sie dich für immer so nennen, aber du hast den Spieß gedreht, Baby ist keine Beleidigung, Baby ist eine Institution, so nämlich) und irgendwie trägst du den Namen mit dir, egal wohin du gehst. Klar, gibt Dinge, die vielleicht cooler klingen, Leutnant Stark, Ehre! aber ganz ehrlich, Baby Stark oder Leutnant Baby?! Das crazy,.
7 Ingameposts | 23.10.2025, 20:46
Militär Navarre
gespielt von Josi
43 Jahre
Diplomat
Dass Diplomat nur seine Berufsbezeichnung ist, hat bisher weder seine Eltern, noch Brüder noch Freunde geschafft Leif so richtig klar zu machen. Seine neutrale Grundeinstellung lebt er sowohl im privaten wie im beruflichen Leben beinahe instinktiv und vor allem konstant aus. Es ist schwer ihn aus der Reserve zu locken, es ist schwer eine wirklich spontane Reaktion von ihm zu erlangen. Der absolute Kopfmensch trifft selten eine emotionale Entscheidung und findet sich dabei selbst auch vollkommen vernünftig. Seinen Verstand hat er schließlich, um ihn auch zu benutzen, nur der Spaß bleibt dabei manchmal auf der Strecke. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, wobei böse Zungen behaupten es gäbe einfach Keines in seinem Leben. Arbeitet er zu viel? Mit Sicherheit. Bereitwillig schlägt er sich die Nächte um die Ohren und priorisiert die Erledigung der Dinge die ihm aufgetragen werden stets hoch. Er hat gelernt mit wenigen Stunden Schlaf auszukommen und er kann auch im Alltag nicht ganz damit aufhören, Vor- und Nachteile oder mögliche Folgen seiner Handlungen abzuwägen. Ja, er denkt zu viel, hat aber eben auch gelernt, dass Fühlen sich manchmal schwieriger gestaltet, als planen, abwägen und logikbasiert entscheiden. Eine Mitschuld an der gescheiterten Ehe gibt er sich genau so wie der Ex-Frau. Seine Arbeit war vielleicht immer ein bisschen zu wichtig, besonders in den letzten fünf Jahren, aber Tyrrendor liegt ihm nun einmal am Herzen. Die alte Heimat nur noch Schutt und Asche, das Elternhaus nicht mehr existent, wie könnte er sich nicht dafür einsetzen, dass es der Gegend in der er lebt nicht langsam wieder besser geht? Das Herz, nämlich durchaus vorhanden, gebrochen als er erfahren hat, dass sein Kind eben genau das nicht ist. Seins. Der endgültige Bruch in der Beziehung, die nun schon zwei Jahre zurück liegt, das Herz? Geheilt, vielleicht nicht beim ersten Blick auf die wohl wundervollste Frau die ihm jemals begegnet ist, aber es hat auch nicht furchtbar lange gedauert. Fasziniert war er von Beginn an, von ihrer Wärme, ihrem Lachen, ihrem Glitzer, ihrer Lebensfreude. Sie lockt ihn aus der Reserve, bringt seine Selbstbeherrschung ins Schwanken, bringt ihn zum Lachen, an jedem Tag in ihrer Nähe. Calanthe gibt ihm ein Gefühl von zu Hause, wie er es beinahe vergessen hatte, dass es existieren kann und mit jedem Blick in türkiesblaue Augen ist die Welt in Ordnung, auch wenn sie es um ihn Herum nicht immer ist. Es ist herausfordernd, die politische Lage im tyrrischen Herzogtum und manchmal ist es ermüdend, nach fünf Jahren noch immer viele offene Punkte, aber wenig Verbesserung zu sehen, dann, wenn man hinter die Kulissen schaut, nicht die geschönten öffentlichen Nachrichten. Den alten Freund der so unerwartet zum Herzog wurde weiter zu unterstützen, helfen den Frieden zu sichern, wieder aufzubauen was kaputt ging, das sind die großen, fernen Ziele in seinem Leben. Die Kleinen, beinhalten Cal jeden Tag zu sehen, manche Gewohnheit hinter sich zu lassen, genießen, dass dieses Leben doch noch so viel mehr als Arbeit zu bieten hat, dass ihm mehr als eine Sache viel bedeuten kann. Sie passen nicht zusammen, sagen vielleicht manche und es fühlt sich doch genau passend an.
17 Ingameposts | 20.04.2025, 10:39
Zivil Navarre
gespielt von Josi
50 Jahre
Heilkundige
Das Leben – ein Tanz auf dem Drahtseil, dünn, manches Mal ein bisschen wackelig, gespannt über dem unendlichen Abgrund voller Möglichkeiten. Ein Abenteuer, wenn man es denn wagt, welches nicht nur Schrecken und Gefahren birgt, sondern auch eine fantastische, atemraubende Aussicht und das wahre Glück. Da ist kein Sicherungsseil im Leben, kein Netz, kein doppelter Boden, aber da ist jene Hand, jenes im Gleichtakt schlagende Herz, dass einen die Angst vor allem Unbekannten vergessen lässt. Mit großen Hoffnungen, bunten Träumen und offenem Herzen hat Maylin ihr Abenteuer begonnen und selten ein Risiko gescheut, so lange klar war sie ging es an der Seite ihres Mannes ein. Manchmal war da das Gefühl, beinahe zu fallen, alles verloren zu haben, aber Aufgeben kam nie in Frage. Lebenswille und Liebe ungebrochen gibt es doch immer eine zweite Chance, die es zu suchen gilt, immer etwas, dass man nicht gehen lassen kann, festhalten muss, etwas für das es sich lohnt, weiter zu machen und darauf zu vertrauen, dass am Ende alles gut wird.
Geboren wurde die Blonde mit den wohlklingenden Vornamen Maylin Alyona Neaynin in die altehrwürdige Elsumer Adelsfamilie Bhailis. 50 Jahre später ist von ihrem kindlichen Glauben an Wunder und Märchen nur noch die Liebe geblieben, an der sie unbeirrt festhält. Adelig und reich zu sein bescherte ihr eine Kindheit voller Traditionen und Regeln in der es ihr nie an etwas fehlte, außer vielleicht an Freiheit. Diese fand sie, als sich mit ihrer Ehe ihr Nachname zu Sayre änderte, und Draven ihr ein Leben frei von Einschränkungen und dafür voller Abenteuer schenkte. Das Streben nach Geld und Luxus liegt ihr heute so fern wie die Motivation an gesellschaftlichen großen Feierlichkeiten teilzunehmen. Ballkleider und seidene Schühchen tauschte sie schon vor vielen Jahren gegen die hellblaue Uniform des Heilerquadranten und hat sich darin auch mehr selbst gefunden, als in jedem Schmuckstück oder besticktem Stoff. Im militärischen Dienst hat sie mehr gearbeitet, aber auch mehr erlebt, als sie es je zu träumen gewagt hätte und ja, auch mehr verloren als es in einem behüteteren Leben vielleicht der Fall gewesen wäre. Aus dem verträumten Mädchen ist eine pragmatische Frau geworden, die was die Traditionen ihrer Familie angeht, nur an der Liebe und Loyalität zu ihrem Heimatland festgehalten hat. Ansonsten ist ihr Leben nicht mehr bestimmt von altem Adel und steifen Anstand, sondern Familiensinn und Wärme. Diese spürt man selbst in der Familienwohneinheit die sie im Stützpunkt Samara mit ihrem Mann bewohnt. Es ist nicht nur ein Schlafplatz, sondern ihr Heim. Großen Luxus sucht man hier vergebens, dafür ist die Wohnung voller Blumen, hell eingerichtet und mit der Anwesenheit eines roten Katers namens Constantin auch nie wirklich still. Das Zentrum ihrer Welt ist ihre kleine Familie, das Glück und Glücklichsein ihres Sohnes, der inzwischen Basgiath besucht um Reiter zu werden. Ihre Gedanken und Sorgen weilen oft bei ihm und sie ist durchaus froh, wenn sein letztes Jahr überstanden ist, auch wenn sie weiß, das dass Leben als Reiter auch danach gefährlich bleibt, schließlich ist sie seit beinahe 30 Jahren mit einem, beinahe zwei von ihnen Verheiratet. Dass sie sich mit ihrem Mann auch auf ein Paar gebundener Drachen und damit auch den zweiten Reiter eingelassen hat, hat sie schon im Laufe ihres ersten Ehejahres verstanden, aber wahrscheinlich wäre sie am besten Freund ihres Mannes auch ohne die Drachen nicht vorbei gekommen, die irgendwie auch zur ihrem Leben gehören. Sicher nicht im familiären Sinne, schließlich hat May auch nach 30 Jahren im Schatten dieser gefährlichen Wesen noch den größten Respekt und Bewunderung, aber weniger der oft so verbreitete instinktiven Angst.
1 Ingameposts | 11.01.2026, 20:43
Militär Navarre
gespielt von alice
21 Jahre
Reiterin
Du bist wie eine Katze — landest immer auf den Pfoten.
Mit Krallen und Zähnen kennst du dich auch aus. Du ziehst an Haaren, du kratzt und du beißt, wenn du musst (oder willst). Deine Finger sind so flink, dass du damit früher nicht nur Brote klauen konntest, auch Münzen im Vorbeigehen aus Taschen irgendwelcher Herren, die definitiv mehr Glück in der Lebenslotterie gehabt haben, als du. Dass du deinen Vater nie kennengelernt hast, ist eine Sache, nennen wir’s: Pech (oder Glück?!). Dass deiner Mutter die Mittel gefehlt haben, ihren Kindern ‘ne warme Mahlzeit auf den Tisch zu stellen, ist doppelt Pech. Hast früh gelernt dich durchzuschlagen. Ellenbogen raus. Du bist nicht leise, du bist laut — außer dann, wenn du schnell wie der Wind durch die enge Gasse rennst, Herzschlag bis zum Hals, hier abbiegst und da über eine Mauer springst, nein, fliegst und du liebst das Gefühl. Ob du auch Drachenreiterin geworden wärst, wenn du’s nicht gemusst hättest? (Ja. Nein. Vielleicht.) Hast nie die Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Kein Platz für Träume zwischen aufgeschürften Knien und blauen Flecken, zwischen: wer spuckt am weitesten und wer lacht am hässlichsten. Dir fehlen lange Zeit gute Vorbilder, auch wenn du’s nicht zugeben willst. Dir fehlt die strenge Hand des Vaters (oder eines anderen Mannes), denken Nachbarn und du denkst: fick dich und zeigst deinen Mittelfinger. Du lässt dir deine Welt nicht erklären, lässt dir die Butter nicht vom Brot nehmen, bist Straßenköter wenn es darum geht, deine Meinung durchzusetzen. Du bist ein Wildfang, nur fangen lässt du dich nicht. Hätte alles besser werden können. Erst die Exekution. Dann die neue Familie. Ein anderes Umfeld, eine andere Stadt, eine Mutter, die wirklich da ist, ein Vater, der gutes Geld nach Hause bringt (und manchmal greifst du einfach zu und niemand merkt’s — weil sie nicht damit rechnen oder weil sie die Münzen nicht vermissen, ist dir scheiß egal). Aber nichts wird besser. Du bist wütend und traurig und allein und du wirst noch lauter, schleichst dich heimlich weg, nachts, tags, immer dann wenn man dich zwei Minuten aus den Augen lässt, dann bist du weg. Dich kann man nicht einsperren, du findest immer einen Weg. Bist lieber überall, nur nicht da, wo man dir Worte in den Mund legt, die nicht deine sind und dich in Kleider steckt, die dir nicht passen wollen. Du schlägst deiner „neuen Schwester“ ‘nen Zahn aus, weil sie schlecht über deine tote Mutter spricht. Du klaust eine goldene Uhr auf einem vollen Marktplatz und wirst zum ersten Mal erwischt. Tränendrüse rettet dich. Du bist froh, als du da weg kannst und du bist traurig (schon wieder), weil’s heißt, dass du Calanthe erstmal nicht mehr siehst. Der einzige Mensch, der dir (noch wirklich) wichtig ist. Das Gute an Basgiath?! Du musst nicht mehr um deine warme Mahlzeit kämpfen. Das Schlechte?! Überall sind Männer, die denken, sie müssen dir die Welt erklären. Das findest du ä t z e n d und zum k o t z en . Aber du findest auch die Freundinnen, mit denen man das aushalten kann — und wenn du heut noch klaust, dann entweder Messer auf der Matte oder einfach nur zum Spaß oder den Süßkram anderer, weil’s sich mit Schokolade eben am besten lästern lässt.
31 Ingameposts | 21.04.2025, 13:31
Basgiath War College
gespielt von alice
23 Jahre
Reiterin
„Du siehst aus wie deine Mutter.“ — ja, das weißt du.
Das hast du schon so oft gehört. Immer, eigentlich. Jedes Mal, wenn deine Oma zu Besuch kommt, immer, wenn’s mal wieder alte Familienfreunde schaffen, nach Wochen, Monaten oder Jahren in Montserrat vorbei zu sehen. Selbst der eine, uralte Heiler in Basgiath hat’s gesagt, als du zum ersten Mal mit einer angeknacksten Rippe und einer aufgeplatzten Lippe bei ihm auf einer Liege sitzt. Dann hat er dir erzählt, dass sie eine seiner Lieblinge war, so eine sanfte Seele und so eine liebevolle und nette Frau und dann sagt dir dieser Mann, der dich eigentlich gar nicht kennt, dass er das auch in dir sieht. Und er hat Recht. Du bist deiner Mutter nicht nur wie aus dem Gesicht geschnitten. Es sind nicht bloß ihre Augen, ihre Haare, ihre Wangenknochen, ihr süßes Lächeln, die helle Porzellanhaut und die zierliche Statur. Es ist noch mehr: du hast auch ihre Empathie bekommen und das hohe Maß an Mitgefühl und Einfühlungsvermögen. Du hast die gleiche, sanfte Seele und ein ähnliches, zartes Gemüt. Manchmal hängt dein Kopf zwischen Wolken und Sternen fest, aber wenn’s drauf an kommt, bist du da. Immer. Ganz. Wach. Ja, vielleicht liegt dir Theorie nicht besonders gut. In praktischen Fächern bist du schon während der Schulzeit besser als in Mathe und Geschichte. Du bist kreativ, die kannst backen und kochen und du malst für dein Leben gerne, du bist gern draußen und barfuß und, ja, du bist vielleicht auch eine Träumerin, dann und wann. Du liest gern, findest dich in Buchzeilen wieder — oder gehst darin verloren. Du schreibst gern Briefe. Du magst Sommer lieber als den Winter weil du nicht gerne frierst, du magst Tiere und bist der Meinung, dass sie’s Leben genauso verdient haben wie du selbst. Du bist süß, niedlich, auf den ersten Blick nicht so ein furchteinflößender oder furchtloser Drachenreiter, wie’s die meisten anderen sind. Du bist — anders, ja, vielleicht, aber deswegen nicht schlechter in deiner Arbeit. Dein Drache denkt für dich mit und du vertraust ihm, aber an deiner Siegelkraft hast du von dir aus immer hart und immer viel gearbeitet, tust du auch heute noch, willst noch viel lernen. Oh, und du schießt mit einer Armbrust verdammt zielsicher, auch (oder eher: besonders) auf bewegte Ziele. Liegt vielleicht daran, dass du ein ganz natürliches Gefühl dafür hast, Situationen zu lesen und, ja, nächste kleine Schritte vorherzusehen. Das hilft dir im Kampf, vor allem im Einsatz deiner Gegenmagie. Aber darüber hinaus?! Würdest du kein Schwarz tragen, dann würde man dich auf den ersten Blick ganz sicher den Heilern zuordnen. So wie deine Mutter. Da zeigt’s sich: auch, wenn du ihr so ähnlich bist, bist du am Ende doch ganz anders. Du reitest einen Drachen und das sagt doch schon alles, oder!? Und jetzt, an diesem neuen Ort an dem niemand deine Mutter kennt, hast du zum ersten Mal die Chance nur Aella (oder Aelly) zu sein und nicht "die Tochter von" und nicht "du siehst so aus wie sie", nein — hier siehst du nur aus wie du. Ein Blatt Papier auf dem nicht schon ein anderer Name über deinem eigenen steht. Und das ist neu und aufregend und spannend. (Oh und manchmal vielleicht ein kleines bisschen beängstigend.)
10 Ingameposts | 23.05.2025, 17:25
Militär Navarre
gespielt von Miri
22 Jahre
Reiter
„Welcher ist der Echte?“
Die Illusion ist — täuschend echt. Das sind deine Grübchen, deine Nasenspitze, das dumme Grinsen. Original und Kopie, die in lautes Gelächter ausbrechen. Dann ist der Moment vorbei. Leichtigkeit. Die gibt’s auch in langen Umarmungen. In der Geste in der du wie selbstverständlich einen Arm um andere legst, beim Gehen in den selben Schritt fällst. Neugieriger Blick, offene Ohren. Du hörst dir die Sorgen anderer an, bist der Erste, der sich mit aufregt, mit den Augen rollt; mitfühlst. Passiert wie von selbst. „Ganz links fällt gleich in Ohnmacht.“ Das Lachen fühlt sich gut an, warm, die bösen Blicke von der Seite lassen dich die Hände heben, nicht entschuldigend, nicht wirklich. Irgendwo weiter vorne ermahnt euch jemand das Dreschen nicht zu unterschätzen. Der nächste Witz liegt schon auf deiner Zunge, aber du sprichst ihn nicht aus. Gibt’s wirklich irgendwen der die Chance von 'nem Drachen flambiert zu werden unterschätzt? Du überholst ihn beim morgendlichen laufen, nur um 'nen Moment lang rückwärts vor ihm zu rennen, breites Grinsen im Gesicht. Selbstgefällig. Unbesiegbar nuschelst du und wenn du auf dem feuchten Gras ins Stolpern gerätst, ist’s Drachen Lachen beinahe am lautesten. Schnippser gegen deine Stirn als du beim Lesen einschläfst, von einer Zukunft ohne Kämpfe träumst. Von Sonne im Gesicht und nie wieder wanken, nie wieder straucheln müssen. Träumst von der Kindheit in der deine größte Sorge war, dass deine Freunde irgendwann nicht mehr deine Freunde sein wollen, oder Eltern sich doch noch zu gut an die vereinbarte Schlafenszeit erinnern. Träumst von 'nem Leben, das so leicht wirkt wie du — (Welcher ist der Echte?) Als dir auf der Matte jemand: Verräter ins Ohr nuschelt und du einmal mehr zuschlägst als du wolltest, solltest. Die Kapitulation überhört, vergessen, schlägst nur zu, nochmal, nochmal. Da gibt’s nichts zum drüber hinweg lächeln. Kein täuschendes Lachen, kein nichts. Starrst nur den ganzen Abend auf deine Hände, fühlst das Brennen bis runter auf die Knochen. Ist sein Gesicht, das du dir einprägst, jedes von denen, jeden beschissenen Namen, der sich in dir stapelt als könnte es das Loch stopfen, das man dort reingerissen hat als über deine Familie gerichtet wurde. Du holst zittrig Luft während’s schon dunkel wird. Die letzten eintreffen, aber nicht das Gesicht nachdem du Ausschau hältst. Die andere Seite, die ist merkwürdig, ungewöhnlich still. Ihr dürft das Dreschen nicht unterschätzen. Und er hätt’s nicht gemacht, hätte nie — er’s nicht wie du, er ist so ernst, so überlegt, so — durchdacht in allem was er tut. Und dann kommt er nicht zurück. Du ziehst, zerrst an dem Band; sag’s mir. Er kommt nicht zurück. Der Junge mit dem Grinsen, das an deins erinnert, mit dem viel zu weichen Herz, mit der Angst auf den Schultern, der Unsicherheit. Ein Streit unter Kadetten, sie kommen beide nicht zurück. Aber der andere ist dir egal. Und du wütest. Schreist, brichst ein Stück für deinen Bruder, der nie Reiter sein wollte und für’s Leben, das ihm keine Wahl lässt. Freunde. Freunde, die dich halten. Und die Sorge darum sie zu verlieren. Wirst verbissener, ehrgeiziger, entschlossener. Noch einen Schritt weiter. Die Illusion flackert, bricht, das Bild von Zuhause, das es nicht mehr gibt, die Menschen, die da nicht mehr sind. Wischt dir Tränen unwirsch aus dem Gesicht; weiter, der Schwere zum Trotz.
82 Ingameposts | 03.04.2025, 05:52
Basgiath War College
gespielt von alice
36 Jahre
Reiter
Dein Lachen ist ansteckend und ungehemmt, dein Lächeln ist offen und herzlich und ehrlich — mit dir in der Nähe kann man’s gut aushalten. Bist lieber leicht als schwer, siehst hin statt weg, bist hilfsbereit, bist aufmerksam und einfühlsam. Mama sagt, du hast eine zarte, liebevolle Seele. Hast als Kind verletzte Vögel aus dem Wald nach Haus getragen und kleine Schnecken vom Waldweg vorsichtig zurück ins hohe Gras gesetzt. Du schätzt das Leben und das fast ohne Ausnahme — kein Wunder, dass deine Siegelkraft das Gegenteil von einer der vielen verheerenden Mächte ist. Du zerstörst nicht, du lässt wachsen und neu entstehen und wächst dabei regelmäßig über dich selbst hinaus. Dass man dich nicht nur einmal (aber meist hinter deinem Rücken) als wandelnde green flag bezeichnet, hat nichts mit deinem Händchen für Pflanzen zu tun, sondern mit einem Herzen am rechten Fleck und einer Einstellung, auf die deine Eltern stolz sind — weil du die Werte, die sie dir mitgegeben haben nie verloren hast.
Fast nie. Dass du in der Schlacht von Aretia auf Seiten des Königreiches viel getan und viel gesehen und sehr viel verloren hast, hat deinen Schatten dunkelrot gefärbt und auch, wenn du dir davon heut nur noch selten etwas anmerken lässt (oder anmerken lassen willst), verändert hat’s dich trotzdem. Über die Zeit sprichst du so gut wie nie, noch weniger über die alte Verletzung, die nie komplett geheilt ist und dich nach besonders langen Tagen oder bei besonders heißem Wetter heimsucht; wie ein Geist, der mit Ketten rasselt und dich nicht vergessen lässt was fünf Jahre her ist. Nur, dass du dich darüber nicht definieren willst. Du bist ein lebensfroher und lebensbejahender und lebensschätzender Mensch, du hast die Frau für’s Leben gefunden, du liebst deine Familie, du hast Freunde und der Vater deiner Freundin ist wie ein Vater vor Ort für dich, wo dein eigener nicht so schnell erreichbar ist. Du rückst Nymrith immer wieder in ein hübsche(re)s Licht, weil du weißt wie viel Blumen und Bäume ausmachen können (Hoffnung, vor allem geht’s um Hoffnung). Du bist ein Kindermagnet und kannst ziemlich gut mit kleinen Menschen. Du stellst eigenen Honig her, hast die Bienen im Garten deines sozusagen (noch nicht ganz, aber hoffentlich bald) Schwiegervaters angesiedelt und manchmal bringst du heut noch ein verletztes Vögelchen nach Hause. Du bereitest Picknicke im Sonnenuntergang vor — auch, wenn dein Drache dich für deine romantische Ader still belächelt; ihr seid dennoch ein verdammt gutes und eingespieltes Team. Ihr fliegt zusammen immer mal wieder durch’s halbe Königreich um anfordernden Stützpunkten mit Nutzpflanzen die Versorgung zu erleichtern und du liebst es, das Rumkommen, das Aushelfen, aber du liebst es noch mehr danach wieder Zuhause zu sein. Bei ihr. Du liebst sie. Oh, und du wärst ein wundervoller Vater und hoffst, dass du das irgendwann auch wirklich bist. Du bist Leben und Liebe und Wachstum und Hoffnung und du bist ein guter Mann.
17 Ingameposts | 21.06.2025, 12:59
Militär Navarre
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