Codex of Flame and Fury
codex of flame and fury
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Charakterliste
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gespielt von Minnie
21 Jahre
Reiterin
Du eroberst mit deiner strahlenden Präsenz und deinem warmen Lächeln das Herz deiner Mitmenschen im Sturm. Bist Sonne und Lebensfreude in Person: warm, hell und herzlich, mit einem Lächeln, das so breit ist, dass man glaubt, es könnte die ganze Welt erleuchten. Dein Lachen ist ansteckend und begleitet dich jeden Tag, ist wie eine stetige Hintergrundmelodie, die du mit dir trägst, egal wie dunkel die Wolken am Himmel hoch über dir aussehen mögen.

Bist Optimismus in Person, obwohl du weißt, dass die Realität anders aussehen kann. Trägst den Verlust mit dir, jedes Mal wenn sich deine Finger um den Anhänger der Kette schließen, die dein Bruder dir vor Jahren als Abschiedsgeschenk überreicht hat, ehe er nach Aretia gezogen ist, dort eine Familie gegründet hat – nur um dann der Rebellion vor fünf Jahren zum Opfer zu fallen. Weil es Menschen gibt, die gegen das System sind und in Kauf genommen haben, dass viel zu viele Menschen als Kollateralschaden enden. Darunter dein Bruder mit seiner Frau und den beiden Kindern. Dir wurde jede Möglichkeit genommen, am Leben deines Bruders teilzuhaben, ihm von deinem Drachen zu erzählen und eure Geschwisterbindung zu vertiefen, die aufgrund eures Altersunterschied nie so tief war, wie du’s dir gern gewünscht hättest.

Sind die Gezeichneten, die für dich Sinnbild dieser (sinnlosen) Rebellion sind. Denen du ins Gesicht lächelst, gar so weit gehst und dich mit ihnen anfreundest, sie im Glauben lässt, du wärst auf ihrer Seite. Weil man seinen Feinden nun Mal näher sein soll, als seinen Freunden. Dass die Gezeichneten sich ihr Los nicht ausgesucht haben, ist dir egal, wiegt in deinen Augen die Ungerechtigkeit und Trauer, die durch den Tod deines Bruders und seiner Familie entstanden ist deutlich schwerer – trägst die Wut (über diesen sinnlosen Verlust) wie eine unsichtbare Rüstung. Lässt dir nicht in die Karten schauen, weil du eigene Ziele verfolgst.

Wolltest schon als Kind Reiterin werden, einen Drachen binden und für dein Land kämpfen, für die Strukturen und Regeln einstehen, die dir als Kind von deinem Opa eingebläut wurden. Die Ehre deiner Familie zu bewahren, weil’s weder dein Bruder noch dein Cousin mehr können, ist dein täglicher Antrieb, der Grund weshalb aufgeben keine Option ist und du optimistisch bleib(en mus)st. Dir ist bewusst, dass du nicht an vorderster Front stehen wirst, weil du dafür nicht gut (und stark) genug bist, deine Stärke liegt in deiner Fähigkeit dich anzupassen.

Wandelst zwischen den Menschen in der Menge, ohne aufzufallen, lauschst Gesprächen, ohne erwischt zu werden – wenn’s nur nicht so kompliziert wäre, auszumachen ob’s real ist oder sich nur so anfühlt, als wär’s tatsächlich passiert. Sind Momente, Gefühle, die du nicht zuordnen kannst, Bilder in deinem Kopf die du siehst und dich fragst, wo das passiert ist, weil deine Erinnerung dir einen Streich spielt. Sind Erinnerungen an deine Traumreisen in die Astralwelt – oder doch nicht?
22 Ingameposts | 23.06.2025, 15:31
Basgiath War College
gespielt von Jella
31 Jahre
Reiterin
Es gibt viele Rollen, die ich in diesem Leben schon füllen durfte. Rebellin war vielleicht die Netteste, Verstoßene die Tragischste. Gibt viele Schubladen, in die man mich stecken kann – Träumerin, Kämpferin, Enttäuschung, Eigenbrötlerin, Närrin – und doch nur einen Namen, den ich seit Geburt trage: Calanthe Ann Trevalion. Trage ihn noch, auch wenn meine Familie ihn mir am liebsten entziehen würde. Dabei bin ich für die meisten ohnehin einfach Cal, nicht die Frau, die von ihrer Familie verstoßen wurde. Ist der letzte rebellische Akt, dass ich den Nachnamen nicht ablege, dessen andere Träger von mir nichts mehr wissen wollen. Ist der letzte rebellische Akt, dass der Name, den ich trage, nicht mit den Werten gefüllt wird, die er fordert. Es gibt viele Bezeichnungen, die auf mich zutreffen, aber genauso viele, die es nicht tun. Ich wollte nie Hausfrau werden, nicht die Unterstützung sein, die zuhause wartet. Ich wollte raus aus den Zwängen, die mich hielten und bin doch in anderen neuen gelandet. Sie sehen besser aus, aber sind doch Zwänge. Das Schwarz, welches meine Gestalt seit mehr als einem Jahrzehnt die meiste Zeit kleidet ist mir zu farblos. Ist mir zu langweilig, als dass ich meinen Kleiderschrank nur damit füllen will. Ich bin Reiterin geworden, weil das keiner aus meinem näheren Umfeld wollte. Weil das leise „ich zeig’s dir“ schon immer in mein Herz eingraviert war und seinen Rhythmus bestimmt hat. Ich zeig’s dir, aber nicht immer in Schwarz, weil’s mir zu dunkel ist. Ich zeig’s dir, indem ich Jahr für Jahr überlebe, in dem ich das tue, was Frauen in meiner Familie nie tun sollten. Ich bin eigenständig, dabei war ich immer ein Teil von Zwei, bin ein Teil von Zwei, weil mein Zwilling an einem anderen Außenposten genau das tut, was von ihm erwartet wird. Hurra Doppelmoral! Feiert den einen, verstoßt den anderen. In meiner Familie war schon immer alles eine Frage des Geschlechts und ich hatte das Falsche. Dabei habe ich genau das Richtige, mag die filigranen Schwünge von Glitzer auf meinen Augenlidern, mag Frausein, auch wenn ich meiner Familie schon immer zu stürmisch darin war. Aus mir ist kein Sturm geworden, könnt vielleicht irgendwann dank meines Drachens und meiner Siegelkraft Sonnenstürme produzieren und bin doch nie so weit gekommen. Ich nutze Licht, aber nicht stürmisch. Nutz es magisch, weil es durch meine Hände fließt. Ich nutze Licht gegen die Schatten meines eigenen Lebens. Nutze es, um andere zu blenden. Könnte es nutzen, um zu verletzen und doch hat meine Stationierung es fast nie benötigt.

Ich habe mit meinem Weg über’s Viadukt von Abenteuern geträumt, von Heldentum und hab die Erwartungen doch an den Steilküsten meines letzten Außenpostens zerschellen sehen. Es gab viel Zeit zum Üben, gab viel Zeit für Einsamkeit und doch keine mehr. War damals ein Teil von Zwei, bin es heute wieder, aber anders. Das, was man mir und meinem Zwillingsbruder nachgesagt hat, ist, was mein Drache und ich wirklich leben: Ein telepathischer Bund. Nie wieder ohneeinander. Ich halt mich dran fest, weil das meine neue Familie ist. Weil das ist, worauf ich mich verlassen kann, genauso wie auf die Spur von Glitzer auf meinen Augenlidern. Bin irgendwann neben Träumerin, Rebellin, Enttäuschung, auch im Herzen Reiterin geworden. Ich fühl mich frei, wenn ich auf einem schuppigen Rücken durch die Lüfte segle. Fühle mich frei, wenn Magie durch meine Adern fließt. Es ist schön und ich fühl‘ mich dabei so unfassbar lebendig. Leben ist das Einzige, was ich immer wollte. Leben zu meinen Bedingungen. Leben so gut es geht, so lange ich kann. Leben, leben, leben. Bis zum letzten Atemzug, den ich irgendwann in hoffentlich weit entfernter Zukunft machen werde. Ich hab‘ die Fesseln abgelegt, die mich dran hindern wollten und keine neuen gefunden. Lebe, auch ohne Heldentum, vielleicht sogar besser ohne. Ich mag die Taverne, hinter deren Theke ich mich in Nymrith manche freie Stunde befinde. Mag das Chaos der neuen Hauptstadt Tyrrendors, auch wenn’s Trümmer eines Kampfes sind, aus der sie gewachsen ist. Bin Rebellin, aber war’s nicht in dem Fall, nur im kleinen familiären Umfeld. Trage Schwarz und mir steht’s gut, aber das Licht steht mir noch besser. Ich habe in meinem Leben schon viele Schubladen aufgezogen und Rollen ausprobiert, aber bin vor allem Cal. Ich, bis zum Ende und vor allem im Tanz dazwischen. Ich zeig’s dir. Zeig dir, wie man tanzt, wenn du willst.
22 Ingameposts | 14.04.2025, 09:42
Militär Navarre
gespielt von alice
22 Jahre
Reiter
Du solltest das Feuer fürchten.
Erst geht deine Heimat in Flammen auf. Dann deine Eltern; und mit ihnen alles, woran du dein Leben lang geglaubt hast. Auf den Schmerz folgt Traurigkeit, folgt Wut, folgt Sorge um deine Geschwister — du tobst drei Tage lang, am Vierten wachst du auf, schüttelst deinen verbissenen Trotz wie Staub von den Schultern und lächelst in die Gesichter der Menschen, die dich aufgenommen haben. Oh, du bist dankbar, so unsagbar dankbar (nicht). Für alles (eher für nix). Für jedes Training (dafür wirklich), für gemeinsame Ausflüge (ätzend), für alle sitzen jeden Abend zusammen und spielen Karten (du hasst das), für die Extra-Einheiten Geschichtsunterricht, die nur du bekommst, weil sie deinen Kopf geradebiegen möchten (du bist zu stur dafür), für Gesichter, die du kennenlernst, alles königstreue Menschen (alle dumm, alles Verräter, alles Lügner (so wie du)), für einen Garten voll mit Blumen (manchmal pisst du ins Rosenbeet), für eine Kerze auf deinem Geburtstagskuchen, weil’s der erste Geburtstag in einem neuen, besseren Leben ist (du pustet sie aus und wünscht dir, dass sie am Kuchenstück verrecken).
Ooh, und du bist wirklich so unfassbar dankbar — für deine Eltern, die der Wahrheit ins Auge gesehen und dir deinen Blick dafür geöffnet haben.
Für alles andere?!

An dem Tag, als du mit federleichtem Gepäck über den Viadukt läufst, lässt du diesen erzwungenen Teil deiner Geschichte hinter dir. Dein Lächeln zum Abschied ist gespielt. Dein „bald sehen wir uns wieder“ klingt wie der Wunsch eines Jungen, der bekehrt wurde, jetzt glücklich ist; es klingt nicht nach der Drohung, die du damit wirklich meinst: wenn wir uns wiedersehen, brenn ich erst euren Garten nieder, dann euer Haus, dann euch und mit euch alles, woran ich keinen Augenblick geglaubt hab.

Du kannst das gut: so tun als ob. Du lügst. Du passt dich an, weil du’s musstest und weil du am Leben hängst, weil du eben nicht aufgehört hast an das zu glauben, was deine Eltern dich von Kindestagen an haben glauben lassen wollen.
Die ersten Wochen im Quadranten waren hart, kein Wunder, dass du lieber unter, na, deinesgleichen bist, da, wo du Freunde (wieder)gefunden hast, ein paar wenige Menschen, die sich dein sparsames Vertrauen geangelt haben, einer, der dein Herz hält. Dass unter deiner Haut und hinter deiner Stirn Rache tiefe Löcher frisst, das sieht man dir nicht an. Ja, du kannst die Ellenbogen und wenn’s sein muss auch die Fäuste zeigen, aber du lachst auch gern, du bist charmant, mit dir kann man Spaß haben, du hilfst den gezeichneten Rookies auf der Matte und im Training, denn darin bist du gut. Außerhalb vom Sparring versuchst du dich zurück zu halten, du kannst schweigen, wenn du willst, sonst hast du ein lockeres, loses Mundwerk, trägst dein Herz auf der Zunge, aber die Zunge, die ist scharf und deine Zähne sind das auch. Du beißt, passt man nicht auf. Und, ooh, du siehst verdammt gut aus, das weißt du, dafür müsst du nicht tun als ob.
Und apropos, so tun als ob: dein Drache kann das auch. Was genau das heißt?
Mhm.
107 Ingameposts | 02.04.2025, 20:37
Basgiath War College
gespielt von Maj
29 Jahre
Fliegerin
Hübsch aufreizend ist sie in ihrem Abendkleid, die Prinzessin von Caldrith. Sie ist die Tochter eines Fürsten aus dem Norden von Poromiel, aus Cygnisen – und stammt damit aus einem Landstrich, der von Zivilisation nur vage etwas gehört hat und in dem man sich auf Adel und Erblinien nur wenig verlassen kann. Doch wer als Familie nach Generationen noch immer nicht entmachtet oder ermordet wurde, hält es offenbar für an der Zeit, nach Einfluss jenseits der eigenen Grenzen zu streben. Dass man ausgerechnet Sathia Valdriksri fa Caldrith für diese Aufgabe ausgewählt und an den Königshof nach Suniva entsandt hat, scheint eine fragwürdige Entscheidung zu sein. Oder ist sie doch das Zivilisierteste, was Caldrith zu bieten hat?
Auf jeden Fall aber ist ihr Adelstitel hoch genug, um ihr selbst eine Einladung zu königlichen Empfängen und Ausflügen zukommen zu lassen. Hoch genug, um ihren Namen auf die Gästeliste zu setzen, statt sie unter das Personal zu mischen – und doch arbeitet Sathia auf solchen Veranstaltungen wie jeglichen Freizeitvergnügen der königlichen Familie und meint damit nicht, dass sie daran arbeitet, ein familiäres Kontaktnetzwerk zu spinnen. Als Teil der königlichen Leibgarde ist sie stattdessen anwesend und trägt die Kleidung so, dass sie Bewegungsfreiheit ermöglicht und Optionen bietet, Waffen bei sich zu tragen.
Vor etwa einem halben Jahr ist Sathia von der Ostküste in die poromische Hauptstadt versetzt worden. Man hat sie nicht gefragt, sondern dazu abkommandiert, mindestens für eine Weile ihren Dienst in unmittelbarer Nähe zur Königsfamilie zu leisten. Entschieden hat sie sich dafür, sich dauerhaft dem Militär zu verpflichten. Also muss sie damit leben, herumgeschoben zu werden wie ein Bauer auf dem Schachbrett.

Das aber kennt Sathia aus ihrem Elternhaus kaum anders. Opportunismus und die stete Bereitschaft, Pläne zu ändern und versprochene Loyalitäten über den Haufen zu werden, sind kennzeichnend für die Familie Caldrith und notwendig in Cygnisen, um Macht und Einfluss zu behalten. Dass man sich dabei auch gegen eigene Familienmitglieder wendet, ist keine Seltenheit – und Sathia ist ein Opfer gescheiterter Pläne.
Ursprünglich hatte ihre Familie sie als zentrale Figur in einem Putsch und als Begründerin einer neuen Herzogslinie gehandelt. Doch nachdem der dazugehörige Verlobte starb, verfolgte Familie Caldrith ihre Machtinteressen ohne Sathia.
Halb verstoßen, halb verloren und depressiv ohne Identität und Ziele für das eigene Leben war der nachträgliche Wehrdienst nicht Sathias Plan B, sondern eine Notlösung, um einen Platz im Leben zu haben. Diesen für wenige Jahre an der poromischen Ostgrenze zu finden (kaum jemand wird in der direkten Auseinandersetzung mit Veneni alt), hatte sie sich vorstellen können.
Sie hat sich wieder gefangen, auch wenn die Versetzung nach Suniva die Unsicherheit über ihren Platz im Leben wieder an die Oberfläche geholt hat.

Im Alltag ist Sathia nichts dergleichen Anzumerken und auch ihre militärische Akte bietet andere Erklärungen für den verspäteten Wehrdienst. Sie strotz vor Selbstbewusstsein, streift regelmäßig die Grenzen zu purer Provokation und verströmt dabei so viel positive Energie, dass es schwer ist, gegen sie zu sein.
46 Ingameposts | 23.03.2025, 18:36
Militär Poromiel
gespielt von Jasmin
21 Jahre
Reiterin
Eigentlich hast du ein schönes Leben gehabt. Du bist in eine gut behütende Familie aufgewachsen, dein Vater zählt zu den reichen und angesehenen Kaufleuten, er hat schnell herausgefunden, an wen er seine Waren verkaufen muss, um gut Geld zu bekommen. Früher hat er als Bauarbeiter (bei der Firma seines Vaters) gearbeitet, wodurch er sich den Rücken kaputt gemacht hatte. Dadurch fiel sein Wunsch ein Drachenreiter zu werden ins Wasser. Ihm war bewusst gewesen, dass er so nicht lange überleben wird. Deine Mutter konnte ihren Wunsch anderen Menschen zu helfen nachgehen. Sie ging in den Heilerquadranten und blieb auch bei diesem Beruf. Immerhin lernte sie so deinen Vater kennen, der zu ihr in die Heilstätte kam. Es ist klischeehaft, doch für beide war es Liebe auf den ersten Blick. Es ging auch alles sehr schnell und schon nach der Hochzeit kam dein erster Bruder auf die Welt, danach dein zweiter und am Ende bist du dann geboren. Ihr habt ein perfektes Familienleben geführt, deine Brüder trainierten für den Reiterquadranten, während du von deiner Mutter darauf vorbereitet wurdest, eine Heilerin zu werden. Eigentlich hilfst du auch gerne anderen Menschen und hast dich für ihren Beruf schon immer interessiert. Doch insgeheim war da auch das Verlangen eine Drachenreiterin zu werden, doch von der Familie deiner Mutter gehörte es sich nicht. Da sollten nur die Männer ein Drachenreiter werden und die Frauen waren für den Haushalt zuständig, sowie das Kümmern, um die Familie und als Beruf kam nur Heilerin infrage. Für sie war es nicht schlimm diesen Beruf zu machen, denn sie hat schon immer gerne anderen Menschen geholfen. Die Drachen haben dich schon immer fasziniert, hast die Reiter gerne beobachtet, wenn du nebenbei gelernt hast. Jedoch hast du dich eigentlich für den Weg entschieden, anderen Menschen zu helfen, in dem du eine Heilerin wirst.
Manchmal treffen jedoch dann unerwartete Schicksalsschläge ein. Eine Rebellion startete gegen das Königshaus, wodurch es zu einem Krieg kam und es gab viele Opfer. Eine davon war deine Mutter, sie arbeitete zu diesem Zeitpunkt in der Heilstätte in Aretia, was durch einen Angriff einstürzte. Sie lebte eigentlich ja bei euch, in Callydr, doch sie wurde gefragt, da ein wenig auszuhelfen. Am Anfang hatte sie da sogar gearbeitet, bevor sie deinen Vater kennengelernt hatte und hatte daher auch noch Freunde da.
Es gab kaum Überlebenden und wenn dann waren sie körperlich davon für ewig gezeichnet. Man fand deine Mutter tot vor. Natürlich brach eine Welt für euch alle zusammen, sie war quasi der Stützpunkt eurer Familie. Es dauerte natürlich eine Weile, bis ihr alle es wieder zurück zum Alltag schaffte. Wobei es noch heute Momente gibt, an denen ihr an sie denken müsst. Du hast immer mit ihr über alles geredet, egal was es war und nun ist sie weg. Die Traurigkeit wandelte sich langsam in Wut um. Du bist wütend auf die Rebellen, nur ihretwegen ist deine Mutter tot. Du hast dir geschworen, dass es nie wieder soweit kommen darf und das kannst du nur schaffen, in dem du in die Offensive gehst. So hast du deinen Dad darum gebeten, eine Drachenreiterin zu werden. Natürlich hat er zunächst gezögert, aus Angst dich zu verlieren, denn viele sterben schon beim Viadukt. Jedoch ließ er es zu, denn er weiß, du bist zäh und lässt dich nicht so leicht unterkriegen. Er hat dir einen Trainer besorgt, genauso wie deine Brüder damals einen bekommen hatten.
Es wäre gelogen, wenn der Viadukt eine Leichtigkeit für dich gewesen wären. Es gab sogar einen Augeblick, da hast du kurz gedacht, es wäre nun vorbei mit dir. Aber nein, du hast es geschafft und schlägst dich seitdem gut. Schon zur Schulzeit hast du dich immer auf deinen Arsch gesetzt und gelernt. Genau das Gleiche tust du im Reiterquadranten, bist inzwischen sogar 1. Offizierin vom 2. Geschwader Klauenschwarm 1. Staffel und willst in deinem letzten Jahr natürlich Staffelführerin werden. Dafür nimmst du sogar in Kauf, dass du zu den Gezeichneten nett sein musst. Du kannst sie natürlich nicht leiden, denn durch ihre Eltern hast du keine Mutter mehr. Am Anfang war es dir nicht leicht gefallen, dein Unmut ihnen gegenüber dir nicht anmerken zu lassen. Inzwischen hast du es jedoch gut drauf, musst ja nur während es Trainings mit ihnen etwas zu tun haben. Du hast ja zum Glück Freunde hier, somit bist du nicht alleine. Und dann ist da noch dein Drache Undra, du kannst mir über alles reden, sie hört dir zu. Sie ist allgemein eher von der stillen Sorte, die lieber zuhört und nicht viel redet. Natürlich ist dir klar, dass sie kein Familienmitglied ist und du bist für sie einfach nur ihre Reiterin.
12 Ingameposts | 04.09.2025, 23:04
Basgiath War College
gespielt von Mimi
34 Jahre
Reiter
Der Kerl mit dem ekelhaften Dauergrinsen, dem das Reiterschwarz so verdammt gut steht? Ja, der kann schon eine Nervensäge sein, aber eigentlich ist Kalenor Vryndor einer von den Guten. Großgeworden in einer Reiterfamilie war sein erster Berufswunsch jedoch nicht, der Familientradition zu folgen, hatte ihm doch der Heilerquadrant auch zugesagt. Fand aus seiner Familie natürlich niemand so toll. Tja, aber gegen Gene kann man nicht ankommen, weshalb es kaum verwundert, dass auch der Jüngste der Vryndor-Geschwister in die Fußstapfen der Älteren trat. Nicht zuletzt seiner verstorbenen Schwester zuliebe, die bereits bei Überquerung des Viadukts den Tod fand gab er sein Bestes, sich das Schwarz der Reiter zu vedienen. Ehrgeizig wie er ist hat der 34jährige Kal, wie er von allen genannt wird, es bisher echt weit gebracht und ist nun beim Aufstieg zum 1. Offizier des Ostgeschwader Schwingenschwarm 1. Staffel. Das hat er nicht seinem Charme, sondern seinem Können, seiner Disziplin und seiner Art mit Menschen umzugehen zu verdanken. Er ist gut in dem was er macht und das weiß er auch.
Während es beruflich bergauf geht sieht sein Privatleben ziemlich mau aus. Anders als sein Bruder Zarek kann Kal noch nicht mit Frau und Kind dienen. Beides hätte er gern und es hatte vor einigen Jahren auch eine Frau in seinem Leben gegeben, aber es hatte nicht sollen sein. So tobt Kal sich weiter in den Betten verschiedener Frauen aus und hat noch nicht die Eine gefunden, mit der er sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen kann. Und das Kind, das er sich wünscht? Naja, er hat eine Nichte, die ganz nach Vater und Onkel eifert und auf die ist er schon ziemlich stolz!
Den Bund fürs Leben hat er ja sowieso schon mit einer anderen Dame geschlossen, nämlich mit seinem braunen Keulenschwanz namens Sage. Die Drachendame lässt öfter verlauten, dass sie ihren Reiter wegen seiner dummen Sprüche und dem übersteigertem Selbstbewusstsein gern mal rösten möchte. Tut sie aber nicht, denn eigentlich weiß sie ja auch, dass es sie hätte schlechter treffen können als mit ihm. Dank ihr hat sie die Siegelkraft der Schutzzaubererweiterung, ein weiterer Grund, weshalb er die Position inne hat, die er nun mal hat und weshalb er genau in der Einheit gelandet ist, dessen 1. Offizier er nun wird: Den Schutz seiner Kameraden sowohl vor Gefahren von außen, als auch Gefahren von innen, denn sein Staffelführer ist ein mächtiger Mann, der nicht immer Herr seiner Kräfte ist und Kal? Der ist quasi der Konter dazu. Dass die beiden Männer nicht nur in ihrer Siegelkraft recht verschieden sind wird sicherlich noch für die eine oder andere Spannung sorgen.
10 Ingameposts | 08.06.2025, 19:01
Militär Navarre
gespielt von Keks
58 Jahre
Heilkundiger
How to save a life…
Ashandor verschrieb sich dem Quadranten der Heilkundigen, weil es genau das war, was er können wollte. Leben retten. Zum Krieger war er nie geboren worden, eine Tatsache, die jeder in seiner Familie schon früh verstand und erkennen konnte. Er war definitiv kein Reiter und fairerweise sah man ihn auch nicht im Quadrant der Infanterie. Am meisten sah er sich selbst bei den Schriftgelehrten oder bei den Heilkundigen.
Wo seine Geschwister das Spiel Soldat und Reiter liebten und sich gegenseitig mit den Spielzeugwaffen und manchmal gar mit einfachen Stöcken spielerisch bekämpften, war er stets derjenige mit einem Buch vor der Nase. Nicht zu begeistern für solche Spiele, doch immer in der Nähe der jüngeren Geschwister anzutreffen.
Früh war er sich seiner privilegierten Stellung bewusst, immerhin war es nicht selbstverständlich, dass seine Eltern ihm und den Geschwistern alle Wünsche erfüllten. Als ältester von insgesamt sechs Söhnen übernahm Ashandor schon früh Verantwortung für seine jüngeren Geschwister und bis heute spielt er eine zentrale Rolle in deren Leben.
Warmherzig, offen, tolerant, geduldig… als dies sind Beschreibungen, die seine Geschwister und Freunde wohl für ihn wählen würden. Liebevoll und ein Familienmensch.
Bei allen Erfolgen, die Ashandor im Laufe seines Lebens erzielen konnte: Sein größter waren und sind seine Kinder. Er machte nie und gegenüber niemanden ein Geheimnis daraus, dass sie für ihn der Mittelpunkt seines Lebens sind.
Generell war und ist Ashandor niemals jemand gewesen, der sich für seine eigenen Gefühle geschämt hat.
Für andere immer da sein zu wollen ist eine Eigenschaft, die man sowohl positiv als auch negativ betrachten kann. Denn wo er für andere da ist, sich kümmert und auch für sie aufopfert, kann er die gleiche Hilfe nicht für sich selbst annehmen. Wie sehr der Verlust seiner beider selbstgewählten Familien ihn getroffen und traumatisiert hat, fällt ihm bis heute unendlich schwer zu verbalisieren und kann er nur gegenüber sehr wenigen Vertrauten äußern. Die Haltung, dass er zurechtkommt, ist eine, die ihm in Fleisch und Blut übergegangen ist. Und an der er gleichzeitig zerbricht und die ihm doch auch Stärke verleiht. Denn auch wenn er glaubte, dass er nach dem Verlust seiner Jugendliebe und ihrer beider Kinder nie wieder in der Läge wäre, auf diese Weise zu lieben, ist es ihm gelungen. Neue Hoffnung in einer Wüste aus Verzweiflung und Trauer. Doch auch sie währte nicht für die erhoffte Ewigkeit.
Es hätte ihn zerstören und brechen sollen. Für immer und endgültig. Und das hat es auch, auf nahezu jede erdenkliche Art und Weise.
Sein Herz und sein Heim für ein Rebellenkind zu öffnen, war eine Entscheidung, die Ashandor freiwillig und nicht aus Loyalität dem Staat gegenüber getroffen hat. Denn wer selbst alles, was er kennt und liebt, verloren hat, ist vielleicht am besten in der Lage jemand anderen zu verstehen, dem es genauso ergangen ist.
Wenn er von Cascar spricht, dann nie mit dem Zusatz, dass er ein Rebellenkind ist. Sondern einzig und alleine mit dem Zusatz ‘mein Sohn’. Cascar war und sollte auch nie ein Ersatz für Ashandors verlorene Kinder sein. Ihm war immer bewusst, dass das nie Casvars Rolle im Leben sein sollte und genauso wusste er, dass er ihn nicht dazu bringen könnte einen Vater in ihm zu sehen.
Sie waren zwei Menschen, die auf die gleiche und doch verschiedene Art und Weise fremd, kaputt, unvollständig und farblos waren. So wie Ashandor Cascar seine Farben zurückgab, tat Cascar das gleiche für Ashandor.
Als Heilkundiger hatte Ashandor Leben retten wollen. Und lernen müssen, dass es immer mehr Leben sind, die er nicht retten können wird. Aber nun ist es für ihn wichtig, dieses eine Leben retten und schützen zu können. Und es ist nicht sein eigenes, welches er retten würde. Es wären immer die Leben anderer, die er seinem vorziehen würde.
Es wäre Cascar’s Leben das er seinem eigenen vorziehen würde.
23 Ingameposts | 06.05.2025, 19:23
Militär Navarre
gespielt von Jani
30 Jahre
Flieger
Du bist dein ganzes Leben davon umgeben gewesen; vom Meer. Hast dich im Hafen herumgetrieben, bist durch die Gassen gewandert und hast dich nicht nur einmal auf eines der Schiffe geschlichen. Bist in der Hektik untergegangen, hast dich in ihr versteckt und bist immer froh darum gewesen, nicht gesehen zu werden. Dieses Gefühl hat sich weitergetragen, bis in die Schule: wo du auf einmal realisiert hast, was dich von den anderen Kindern unterschieden hat. Deine Schulsachen in einem gebrauchten Zustand, die Ärmel deines Pullovers zu kurz für deine Arme. Deine Hose mehr als nur einmal geflickt und genäht, weil sie dir ständig beim Spielen kaputt gegangen ist. Deine Mutter, sie hat es mit einem leisen Seufzen hingenommen, obwohl bereits damals Sorgenfalten auf ihrer Stirn gewesen sind; du bist nur zu jung gewesen, um es zu realisieren. Um es zu deuten. Hast erwachsen(er) werden müssen, um zu verstehen – die Streitereien zuhause, die Trennung deiner Eltern, die Jahre der Armut, die hinter dir und zeitgleich vor dir gelegen haben. Wie ein Kreislauf, der nicht zu durchbrechen war. Wie das Gesetz des Wassers, das der Ebbe und Flut, das immer wiederkehrend ist. Aber du – du hast dir vorgenommen, einen Weg herauszufinden. Ein besseren Leben zu ermöglichen, für dich und deine Familie. Es ist maßgeblich für die Entscheidungen gewesen, die du getroffen hast. Die dich an diesen Punkt in deinem Leben geführt haben; zurück zum Meer. Nicht nach Malkam – deiner Heimatstadt – sondern nach Draithus. Es gibt verschiedene Gründe dafür, sich für ein Leben im aktiven Dienst zu entscheiden, die Freiheiten der Selbstbestimmtheit aufzugeben: deiner ist immer die Sicherheit gewesen, die diese Arbeit dir versprochen hat. Die Tatsache, dass du dich nur an die Regeln zu halten hast, um nicht entlassen zu werden. Und durch die Bindung deines Greifens ist es beinahe unmöglich geworden. Poromiel braucht Flieger. Es braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen. Und das ist vielleicht das Einzige, wovor du dich nie gefürchtet hast – wonach du insgeheim gestrebt hast. Verantwortung. Unterstützung. Hilfe. Willst der Fels in der Brandung für deine Kameraden und Freunde sein. Willst anders sein, als dein leiblicher Vater es ist. Nicht die Augen verschließen vor Wahrheiten. Nicht die Geduld verlieren. Nicht in Hoffnungslosigkeit verfallen. Nicht weglaufen, wenn die Situationen schwer sind. Es fällt dir nicht immer leicht: manchmal bist du nun einmal der Sohn deiner Eltern. Unfähig, auszusprechen, was dich belastet. Abwehrend, bevor du dich selbst zu verletzlich machst. Ablenkend, wenn sich das Thema zu stark in Richtung deiner Vergangenheit bewegt. Schämst dich nicht (mehr) für die Verhältnisse, in denen du aufgewachsen bist, weil du weißt: Geld ist nebensächlich. Auf die Familie kommt’s an. Auf die Menschen, die man in sein Leben lässt. Auf das Vertrauen, das man aufbaut. Aber dir fällts leichter, zu lachen und dich anzupassen, statt im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Willst dich nicht mehr wie damals verstecken, aber brauchst die Augen anderer noch immer nicht auf dir; vielleicht weil’s dich zu sehr daran erinnert, wie es in deiner Schulzeit gewesen ist. Weil du dich automatisch fragst, was sie reden und ob’s mit dir zutun hat. Diese Unsicherheit – du wirst sie vermutlich niemals gänzlich abschütteln können, auch wenn du inzwischen anders bist. Auch wenn du inzwischen weißt, wer du bist.
22 Ingameposts | 03.06.2025, 17:37
Militär Poromiel
gespielt von Jella
27 Jahre
Fliegerin
Mein Blick gleitet über die Akte zwischen uns. Akte 349 steht oben, in klaren dicken Lettern darunter mein Name. Rowena Averan. Niemand hat notiert, dass man mich im engeren Kreis nur Wren nennt oder wer meine Familie eigentlich ist. Es gibt nur die Benennung der Akte und meinen Namen. Ich hebe den Blick von dem Umschlag zum Gesicht mir gegenüber. Ich weiß nicht, was alles in der Akte steht, aber ich bin mir sicher ich werde zumindest Teile heute herausfinden. Also lächle ich freundlich, bin froh, dass ich meine langen Haare heute morgen zurückgebunden habe und meine Uniform frisch gebügelt ist. Professionell, aber nicht einschüchternd ist der Eindruck den ich machen will. Ich will ernstgenommen werden, auch wenn ich weiß, dass ich auf den ersten Blick nicht aussehe, als wäre ich zur Fliegerin geboren. Ich bin schmal, zierlich, trotz mittlerweile jahrelangem Training nicht wirklich muskulös. Ich strecke meine Schultern durch und warte. Warte darauf, dass man mich zu irgendetwas befragt, aber man bietet mir nur Kaffee an. Ich nehme das warme Getränk an, auch wenn es wohl kaum etwas gegen meine Anspannung tun wird. „Leutnant Averan, wir wollen heute über ihre Stationierung sprechen“, beginnt die Frau mir gegenüber mit einem Lächeln. Meine Stationierung. „Wir wissen, dass Sie eigentlich einen anderen Wunsch eingereicht hatten.“ Es stimmt, dass ich eigentlich gerne an die Grenze zu den Ödlanden gegangen wäre. Ich bin schließlich Fliegerin geworden, um unser Land zu beschützen und so schwierig unser Verhältnis zu Navarre auch ist, empfinde ich die Veneni derzeit als größere Bedrohung. „Wie ist es Ihnen seit Ihrem Abschluss ergangen?“ Ich blinzle. Ich habe nicht um dieses Gespräch gebeten, also kann es nur ein Versuch sein, Mitarbeiterinnenführung zu betreiben. „Ich gehe dorthin, wo ich gebraucht werde.“ Professionell und respektvoll. „Und in meiner Schwadron und auf dem Schiff ist meine Gabe recht nützlich.“ Ich bin nicht mehr ganz so frisch. Ich bin 27 Jahre und weiß langsam deutlicher, was ich will. Beispielsweise meinen Kameradinnen und Kameraden eine echte Hilfe zu sein. Sie haben mich nie anders behandelt. Wir wissen alle, dass sie es könnten.

„Und Ihre Eltern?“ Ich schweige, aber spüre wie die Anspannung unweigerlich in meine Kiefer zieht. „Die sind weiterhin in Draithus, dementsprechend muss ich für Besuche nicht allzu viele Urlaubstage opfern.“ Ahne, dass das nicht das ist, was sie wissen wollte. Es ist kein Geheimnis, dass die Averans bisher keine Fliegerinnen und Flieger hervorgebracht haben. Zumindest keine, deren Namen man behalten hat. Meine Familie ist bekannt für ihren Großgrund vor Draithus und in ganz Krovla. Einflussreiche Händler nennen sie uns, aber ich könnte auch einfach sagen, ich gehöre nicht mehr dazu. Mein Nachname erscheint mir seit geraumer Zeit nicht besonders hilfreich für die Wege, die ich gehen möchte. Wege, die sich nicht so leicht gehen lassen, wenn der eigene Nachname in die wichtigen Handelsabkommen mit Navarre verwickelt ist. Wenn der Einfluss bis in die Politik reicht und schlussendlich wohl auch dafür gesorgt hat, dass ich auf dem Schiff gelandet bin, anstatt an der anderen Grenze. „Sehr hilfreich, die Familie so nah zu haben.“ Ich verstehe nicht wirklich, was das zur Sache tut, aber ich nicke lediglich. Hilfreich, aber auch erdrückend. Ich liebe meine Eltern, aber wär‘ ihrem Geschäft gern schon vollends entwachsen. Ich würde ihren Einfluss gern ablegen, auch wenn ich weiß, dass er ein Privileg ist. Bin trotzdem zu oft Averan und nicht Wren. In meiner Schwadron ist’s anders. Da sehen mich die Meisten einfach nur als Soldatin. „Ich bin gerne auf See.“ Mein Versuch das Thema wieder umzulenken. Auf das Wasser, welches mich fasziniert. Auf die Weiten, die mich anderes vergessen lassen. „Und ich lerne auch die Grenzen der Telepathie auszutesten.“ Bis nach Draithus reicht man Radius lange nicht, wenn wir weit rausgefahren sind. Aber auf andere Schiffe. Oder an die Küste, wenn wir uns nähern. Es ist praktisch, auch wenn es sich an manchen Tagen noch immer seltsam anfühlt, telepathische Verbindungen mit anderen aufzubauen. Mein Gegenüber schlägt die Akte auf und notiert etwas. Ich lächle wieder, als sich der Blick zurück zu mir hebt.
25 Ingameposts | 02.06.2025, 19:39
Militär Poromiel
gespielt von Rebie
21 Jahre
Reiter:in
Ich bin bei meinen Eltern aufgewachsen, ich hatte keine Geschwister. Meine Eltern gaben alles für mich, sie halfen mir und brachten wir viele Dinge bei. Mein Vater half mir besonders viel, zum Beispiel im Nahkampf und auch Reaktionsgeschwindigkeit, er versuchte mir das Wichtigste beizubringen, was ich brauchte im Leben.
Ich war ein sehr zielstrebiges Mädchen, wenn ich was möchte, dann möchte ich es auch erreichen, dazu bin ich aber offen und für jeden Spaß zu haben, dazu lache ich gerne und habe immer gute Laune. Man kann mit mir die Pferde stehlen und ich habe immer für jeden ein Ohr offen. Ich stelle gerne andere über mich, weil sie mir wichtiger sind als ich mir selbst. Dazu trainiere ich hart, manchmal Stunden lang um besser zu werden. Trotzdem vernachlässige ich nicht meine Freunde oder meine Familie, weil sie mir am wichtigsten sind, man muss beides unter einen Hut bekommen. Ich hatte Freunde, mit denen ich viel trainierte, aber auch einfach mal nur an einem See saß und die Natur beobachtete. Den Tieren zu hören und mal nicht nur ans Training zu denken, sondern auch mal Kind zu sein. Mal das tun, was alle anderen machten, einfach mal nichts tun. Aber immer im Hinterkopf wachsam sein, ob da nicht doch was lauern könnte. Das hatte auch mein Vater immer gelehrt, dass man immer im Leben aufpassen wusste, was man tat und mit wem man sprach. Aber trotzdem auch nicht zu vorsichtig zu sein, deshalb hatte ich nur ausgewählte Freunde, eben jene, bei denen mir mein Herz sagte, das man ihnen trauen konnte. Sie waren mir sehr wichtig und ich war ihnen sehr loyal gegenüber, ich würde alles für sie tun und auch für meine Familie würde ich alles tun.
Meine Familie stand an oberster Stelle, ich war immer für sie da, sie waren immer für mich da, das würde mein ganzes Leben so sein. Da sie auch immer für mich da waren, tat ich es auch für sie.
Natürlich kümmerte ich mich auch verantwortungsvoll um meinen Drachen Cym, wir kannten uns noch nicht lange. Aber wir waren auf dem Weg uns kennen zu lernen. Wir waren auf einem guten Weg Partner zu werden, damit wir uns, wenn es hart auf hart kommt, gegenseitig vertrauen könnten.
6 Ingameposts | 18.04.2026, 19:52
Basgiath War College
gespielt von Berrie
56 Jahre
Reiter
Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Die Straßen sind vollgestopft, gelbe und schwarze Muster auf dem Boden. Du bist zu klein, um über die Köpfe zu sehen, reckst und streckst dich, doch reichst nicht an sie heran. Sacht ist der Druck, aber eindeutig, als du den Blick abwendest, dich stolpernd in Bewegung setzt. Durch die Massen Lotrotums, deiner Heimat, des Ortes, von dem du später sagen würdest, dort geboren worden zu sein, wie du dort sterben wollen würdest. Damals hast du nicht ans Sterben gedacht, nur ans Leben, nur an Abenteuer und Geschichten, an Träume, die dich genauso überragen wie die Menschen, denen du ausweichst. Du bist jung, hast noch dein ganzes Leben vor dir. Aufgeweckt, mutig, neugierig erkundest du die Welt.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Du spürst das Kribbeln unter deiner Haut, es schabt an deinem Inneren. Neu und aufregend, es peitscht in dir, entzündet jede deiner Synapsen. Deine Hände vibrieren, Schweiß steht dir auf der Stirn, doch du weißt: es ist richtig. Du bist richtig. Dieser Weg, den du gewählt hast, ist richtig. Könnte dich dein Leben kosten; wird dich dein Leben kosten. Irgendwann, aber nicht jetzt. Nicht heute. Heute sammelst du weitere blaue Flecken, verteilst sie auf den Matten Basgiaths. Heute schreibst du Briefe an deine Verwandten. Heute betrachtest du die Tür, die du dir verdient hast. Die, die sich nur öffnet, wenn du das willst. Wenn die Magie in dir prickelt. Vor den Toren wartet die Verpflichtung deines Lebens und du bist bereit.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Ein Dutzend Meilen liegen zwischen dir und deiner Heimat, hast die Grenzen überschrittenflogen, ohne Fragen zu stellen. Der Brief wog schwer in deiner Hand, schwerer die Erkenntnis: das würde fortan dein Leben sein. Tyrrendor solange dein Zuhause, bis du den ersten Antrag schreiben konntest. Und nach ihm den zweiten. Und den dritten. Hast über die Jahre so viele Bitten um Versetzung unterzeichnet, wie du Kilometer entfernt bist von deiner Partnerin, deinen Kindern, für die du viel, aber kein wirklicher Vater bist. Hast an deinem Stützpunkt den Halt gefunden, den du gebraucht hast. Wärst sonst zerbrochen am inneren Konflikt. Eine Aufgabe hast du gefunden, Verantwortung, nach der du nicht gefragt, die du aber ohne Zögern angenommen hast. Die Jahre sind an dir vorbeigezogen, bist an ihnen gewachsen, über dich hinaus. An jeder neuen Erfahrung, jeder neuen Herausforderung, jedem Stein auf jedem Weg.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Einsam fühlen sich vier Wände an, nach denen du dich so lang gesehnt hast. Einsam fühlt es sich an, durch Straßen zu gehen, die nach Kindheit und Erinnerung riechen. Kannst sie auf der Zunge schmecken, spürst sie tief in deinem Inneren und doch ist in Lotrotum so viele Jahre später kaum noch etwas, wie du es hinterlassen hast. Du bist nicht mehr der, den du hinterlassen hast. Deine Beziehung an der Distanz zerbrochen, deine Kinder ohne dich erwachsen geworden, hast du dennoch nicht erwogen, dein Ansuchen zurückzuziehen, als die Bestätigung ins Haus stand. Hast stattdessen alle Zelte abgebrochen, bist mit Rückenwind in die Heimat zurückgekehrt, um dich einerseits deinem zersplitterten Privatleben zu stellen und andererseits den Aufgaben, die dich ohne Zweifel geformt haben, zu entkommen. Eine Flucht nach vorn, ins bekannte Unbekannte. Umwege hast du genommen, bis sich etwas – bis du dich – wieder richtig angefühlt hat. Bis Licht am Ende eines sehr, sehr langen Tunnels auf dich wartete. Die Wärme, die die Liebe mit sich bringt, und das Gefühl, angekommen zu sein.

Die Sonne geht auf und ein neuer Tag beginnt. Viele Menschen pflegten über lange Zeit viele schlaue Dinge zu sagen. Dass Wandel niemals endete, dass das Ende nicht gekommen war, bis Malek persönlich die Hand nach einem streckte. Du hast dich gesonnt in eben jener kurzen Zeit, die dir bestimmt war. Hast dir gewünscht, hier und fortan bleiben zu können. Immer jedoch im Hinterkopf das Bewusstsein dafür, dass du einem höheren Wohl als deinem eigenen, einem höheren als das deiner Familie, verschrieben warst. Dass du immer, immer folgen würdest, würde der Ruf nach dir ertönen. Du hast ihn gehört, hörst ihn immer noch und mit einem ersten Ton war dir klar, was es dich kosten würde. Wieder. Du hast dich auf den Weg gemacht, zurück in eine Provinz, die nach der Rebellion in Scherben lag. Stellst dich in Nymrith der naiven Hoffnung, flicken zu können, was Kilometer weit klafft. Der Aufgabe, die man für dich vorgesehen hat. Ein Kampf gegen Windmühlen.

Zahllos die Erinnerungen – an endlos viele Tage. Sie vergehen, ziehen an dir vorbei, gelebt nach bestem Wissen, gelebt nach dem Prinzip der Folgsamkeit, der Loyalität, die weit über dein eigenes Wohl und Glück hinausgeht. Morgen würde ein neuer Tag folgen. Und nach ihm ein weiterer. Bis deine Tage gezählt wären. Bis nichts mehr zu verrichten wäre. Doch bis dahin; betrachtest du die Sonne, jeden Morgen, jeden Abend.
8 Ingameposts | 04.01.2026, 15:11
Militär Navarre
gespielt von
26 Jahre
Flieger
Ich bin bei meinen Eltern aufgewachsen, meine Mutter tat immer alles für mich. SIe ist immer für einen da, ich hatte keine Geschwister, also hatte ich ihre vollkommende Aufmerksamkeit. Sie hatte ein großes Herz und wollte mir alles recht machen, sie ist eine sehr wichtige Person in meinem Leben. Im Gegensatz zu meinem Vater, der immer schlecht gelaunt war. Dem man nichts recht machen konnte egal wie viel man tat und we fleißig man war. Das interessierte ihn Herzlich wenig, er interessierte sich für nichts und niemanden nur um sich selbst. Er war schnell wütend und das konnte für meine Mutter und mich nicht immer gut. Dies hieß, wenn er wirklich schlecht drauf war, das man von ihm dies zu spüren bekam, in dem man verprügelt wurde und ihm das alles egal war ob man verletzt wurde oder nicht. Als ich jung war lies ich mir noch vieles gefallen aber nicht mehr als ich älter wurde. Weil ich nicht mehr wollte, dass er meine Mutter schlug, also stellte ich mich da zwischen und fing viele Schläge auf. So wurde ich immer ein wenig stärker im Kampfbereich und auch mit den Reflexen um ihm auszuweichen. Ich trainierte auch mit meinen Freunden, aber nur meinen Ausgewählten den ich alles anvertraute. Die ich seid ich klein war kannte, bei fremden war ich noch ein wenig zurückhalten, aber wenn ich diese auch kennen lernte war ich ein toller Freund und war loyaler Typ. Der wusste das ich niemals so sein werden wollte wie mein Vater, das hatte och mir geschworen. Niemals würde ich meine Kinder und meine zukünftige Frau die Hand heben, ich wollte das meine Zukunft harmonisch verbringen. Dazu hoffte ich auch das ich die alles schaffen werde in meiner Zukunft. Das hatte ich mir fest vorgenommen, das waren meine Regeln.
Meine Mutter hatte es geschafft von meinem Vater zu lösen, wir lebten jetzt alleine und ich war stolz auf meine Mutter, da merkte man wie stark diese Frau war und so wollte ich auch werden, sie war mein Vorbild und würde es auch immer bleiben, egal wie alt ich bin. Wir beide schafften das Leben auch ohne diesen Mann, auch wenn es hieß meiner Mutter mehr unter die Arme zu greifen, das tat ich gerne, weil ich wusste wie viel sie für mich gegeben hatte.
0 Ingameposts | 13.06.2026, 11:09
Militär Poromiel
gespielt von Josi
50 Jahre
Heilkundige
Das Leben – ein Tanz auf dem Drahtseil, dünn, manches Mal ein bisschen wackelig, gespannt über dem unendlichen Abgrund voller Möglichkeiten. Ein Abenteuer, wenn man es denn wagt, welches nicht nur Schrecken und Gefahren birgt, sondern auch eine fantastische, atemraubende Aussicht und das wahre Glück. Da ist kein Sicherungsseil im Leben, kein Netz, kein doppelter Boden, aber da ist jene Hand, jenes im Gleichtakt schlagende Herz, dass einen die Angst vor allem Unbekannten vergessen lässt. Mit großen Hoffnungen, bunten Träumen und offenem Herzen hat Maylin ihr Abenteuer begonnen und selten ein Risiko gescheut, so lange klar war sie ging es an der Seite ihres Mannes ein. Manchmal war da das Gefühl, beinahe zu fallen, alles verloren zu haben, aber Aufgeben kam nie in Frage. Lebenswille und Liebe ungebrochen gibt es doch immer eine zweite Chance, die es zu suchen gilt, immer etwas, dass man nicht gehen lassen kann, festhalten muss, etwas für das es sich lohnt, weiter zu machen und darauf zu vertrauen, dass am Ende alles gut wird.

Geboren wurde die Blonde mit den wohlklingenden Vornamen Maylin Alyona Neaynin in die altehrwürdige Elsumer Adelsfamilie Bhailis. 50 Jahre später ist von ihrem kindlichen Glauben an Wunder und Märchen nur noch die Liebe geblieben, an der sie unbeirrt festhält. Adelig und reich zu sein bescherte ihr eine Kindheit voller Traditionen und Regeln in der es ihr nie an etwas fehlte, außer vielleicht an Freiheit. Diese fand sie, als sich mit ihrer Ehe ihr Nachname zu Sayre änderte, und Draven ihr ein Leben frei von Einschränkungen und dafür voller Abenteuer schenkte. Das Streben nach Geld und Luxus liegt ihr heute so fern wie die Motivation an gesellschaftlichen großen Feierlichkeiten teilzunehmen. Ballkleider und seidene Schühchen tauschte sie schon vor vielen Jahren gegen die hellblaue Uniform des Heilerquadranten und hat sich darin auch mehr selbst gefunden, als in jedem Schmuckstück oder besticktem Stoff. Im militärischen Dienst hat sie mehr gearbeitet, aber auch mehr erlebt, als sie es je zu träumen gewagt hätte und ja, auch mehr verloren als es in einem behüteteren Leben vielleicht der Fall gewesen wäre. Aus dem verträumten Mädchen ist eine pragmatische Frau geworden, die was die Traditionen ihrer Familie angeht, nur an der Liebe und Loyalität zu ihrem Heimatland festgehalten hat. Ansonsten ist ihr Leben nicht mehr bestimmt von altem Adel und steifen Anstand, sondern Familiensinn und Wärme.

Diese spürt man selbst in der Familienwohneinheit die sie im Stützpunkt Samara mit ihrem Mann bewohnt. Es ist nicht nur ein Schlafplatz, sondern ihr Heim. Großen Luxus sucht man hier vergebens, dafür ist die Wohnung voller Blumen, hell eingerichtet und mit der Anwesenheit eines roten Katers namens Constantin auch nie wirklich still. Das Zentrum ihrer Welt ist ihre kleine Familie, das Glück und Glücklichsein ihres Sohnes, der inzwischen Basgiath besucht um Reiter zu werden. Ihre Gedanken und Sorgen weilen oft bei ihm und sie ist durchaus froh, wenn sein letztes Jahr überstanden ist, auch wenn sie weiß, das dass Leben als Reiter auch danach gefährlich bleibt, schließlich ist sie seit beinahe 30 Jahren mit einem, beinahe zwei von ihnen Verheiratet. Dass sie sich mit ihrem Mann auch auf ein Paar gebundener Drachen und damit auch den zweiten Reiter eingelassen hat, hat sie schon im Laufe ihres ersten Ehejahres verstanden, aber wahrscheinlich wäre sie am besten Freund ihres Mannes auch ohne die Drachen nicht vorbei gekommen, die irgendwie auch zur ihrem Leben gehören. Sicher nicht im familiären Sinne, schließlich hat May auch nach 30 Jahren im Schatten dieser gefährlichen Wesen noch den größten Respekt und Bewunderung, aber weniger der oft so verbreitete instinktiven Angst.
7 Ingameposts | 11.01.2026, 21:43
Militär Navarre
gespielt von Maj
31 Jahre
Handwerkerin
Gäbe die Welt sich damit zufrieden, würde Léonide Iarun, geb. Acalon, sich nur noch mit Vor- oder Spitznamen vorstellen. Frisch nach Nymrith umgezogen, ist sie jedoch nicht, um sich selbst neu zu erfinden und ihre Vergangenheit abzustreifen. Im Gegenteil würde sie Dinge gern wieder in Ordnung bringen - ohne, dass sie umgehend in einen bestimmten Kontext gesetzt und angenommen wird, wer sie ist und was sie getan hat.

Der Nachname Iarun ist bekannt in ihrer neuen Heimat. Es ist der Nachname eines Staffelführers, der jener Einheit angehört, die nach der Rebellion und extra für die neue Hauptstadt handverlesen wurde. Es ist der Nachname eines Manns, der über 20 Jahre älter ist als Léonide - und dessen Tochter nicht nur rechnerisch sein könnte, sondern für dessen Tochter sie oftmals gehalten wird. Dabei war seine Älteste nur Léonides beste Freundin. So lange zumindest, bis sie erfahren hat und nicht verzeihen konnte, dass Vater und beste Freundin nicht nur Gefühle für einander hatten, sondern diese auch leben wollten. Der Nachname ihres Manns ist es also, der in Léonides Papieren steht.
Auf einem Empfehlungsschreiben ihres bisherigen Arbeitgebers steht er beispielsweise, welches es ihr erleichtern soll, auch in Nymrith wieder Arbeit zu finden. Als Bogenmacherin will sie auch weiterhin tätig sein; hat schon vor ihrem Wehrdienst im Quadrant der Infanterie damit angefangen - und erst nach diesem feststellen können, wie froh sie darüber ist, dass die Handwerksmaterialien keine Urteile treffen, nicht abfällig flüstern können. Daheim in Lotrotum haben es allerdings genug Menschen übernommen, darüber zu spekulieren, inwiefern Léonide eine rücksichtslose Verführerin sei und die vorherige Familie ihres Manns kaputt gemacht habe. Oder wie unvernünftig es sei, einer Frau ihres Alters die Verantwortung für ein gezeichnetes Pflegekind anzuvertrauen, während ihr Mann zu beruflicher Abwesenheit gezwungen war - oder Léonide sich geweigert hätte, ihm zu folgen, weil's mit ihrer Liebe eben doch nicht so weit her sei.

Dafür, dass "sich Mühe geben" oftmals nicht reicht, ist Léonides Leben ein perfektes Beispiel. Obwohl älteste Schwester konnte sie nicht immer die Große und Vernünftige sein, die beispielsweise ihrem Bruder nach Schicksalsschlägen zur Seite stand. Obwohl sie ihre große Liebe kennengelernt und geheiratet hatte, konnte sie sich dieses Glück nicht bewahren. Stattdessen hat sie gestritten, unfair, hat ihn vertrieben und Gleichgültigkeit vorgetäuscht. Obwohl verheiratete Ehefrau war sie ihrem Pflegekind mehr Schwester als Mutterersatz - und kann jetzt höchstens aus der Ferne beobachten, ob es "gereicht" hat, ob sich im ungewollten Quadranten für ihr Pflegekind nun alles zum Guten wendet.
Während ihr Umzug der Versuch ist, das eigene Happy End zu suchen, Porzellan zu kitten und nicht nur ihrem Mann, sondern auch dem Bruder die Hand zu reichen. Ohne, dass die Welt - oder einfach nur einzelne Einwohner Nymrith' - zu genau zusieht.
16 Ingameposts | 18.12.2025, 23:16
Zivil Navarre
gespielt von Katja
20 Jahre
Reiterin
Ist selten, dass man die Dunkelhaarige nicht bemerkt, wenn sie anwesend ist. Da ist das manchmal etwas laute Lachen, die Tatsache, dass sie nicht sehr gut darin ist wirklich still zu sitzen und der Fakt, dass sie auch gerne redet. Das auch etwas Viel. Etwas Viel, kann sie allgemein sein. Zu Kontaktfreudig. Zu Aufgedreht. Zu aufdringlich.Tja. Wenn jemand nicht mir ihr umgehen kann, ist das nicht ihr Problem Ihr egal. Behauptet sie zumindest gerne. Selbstbewusstsein kann sie schließlich. Ob es jetzt wirklich da ist, oder ob die große Klappe manchmal nur darüber hinwegtäuschen soll, dass da genug Zweifel sind? Spielt das am Ende eine Rolle? Ja. Vielleicht ist manches mal ihr Verhalten etwas aufgesetzt. Im Grunde aber ein Versuch, das Leben zu nehmen wie es eben ist. Sie will genießen. Das Leben ist zu kurz, als dass man auch nur eine Minute verschwenden sollte. Ganz besonders als 20 Jährige Gezeichnete. Die Einstellung, die sie oft vor sich herträgt (‚Mir doch alles egal‘ – ‚Das wird schon‘ – ‚Genieß den Augenblick‘) manchmal eben Fassade. Aber Schwäche zeigen eben auch keine Option. Hier wo Schwarz nicht nur getragen wird, sondern auch seinen festen Platz in dem einen oder anderen Charakter hat. Hätte sie sich selber für den Reiterquadranten entschieden? Eher nicht. Aber die Wahl hatte sie nicht, musste sie also gar nicht drüber nachdenken. Jetzt ist sie also hier. Immerhin den Viadukt ja schon einmal überstanden und Rookie. Überleben also die Devise. Kampf liegt ihr nicht. Fühlt sie sich eigentlich auch nicht wohl mit. Aber auch das keine Frage. Weil überleben keine Frage ist und sie nutzt was sie kann. Reden kann sie. Leute von sich überzeugen auch oft genug. Manipulieren. Hier und da. Wenn sie in einer Beziehung zu Jemanden einen Vorteil sieht, dann investiert sie auch. Vielleicht auch ein Grund, warum sie immer alles Wissen will. Früher kindliche Neugierde, ist das Verlangen nach mehr Information heute auch ein Weg sich zu schützen. Wenn man nicht immer selbst auf sich aufpassen kann, muss man eben Andere dazu kriegen, es für sie zu tun. Klingt doch logisch. Ist es auch. Niki ist zu einem gewissen Grad durchaus auf sich selbst bezogen. Sie findet das aber auch nur logisch. Sich selbst am nächsten stehen macht in vielen Dingen auch Sinn. Auf der anderen Seite. Allein sein ist scheiße. Mag sie nicht. Sie mag Gesellschaft. Sie mag Menschen. Sie mag Nähe. Wenn man ehrlich ist, ist sie allein mit ihren Emotionen schnell überfordert und sucht dann lieber schnell Ablenkung in Zuneigung. Trost in Nähe. Geliehen, auch gut. Alles besser als nichts.
75 Ingameposts | 14.04.2025, 13:36
Basgiath War College

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