Charakterliste
|
gespielt von Miri
35 Jahre
Reiter
Heimaturlaub.
Mama legt ihre Hand auf deine, das hat sie schon gemacht als du noch klein warst, immer dann, wenn sie glaubte, dass du was ausbrütest. Du lächelst, sagst: alles gut, du Herz und stehst auf, streichst ihr über den Kopf. Ein Kuss auf ihr Haar bevor sie zu Bett geht. Gefahr abgewendet. Das kannst du gut. Deeskalieren. Eine Eigenschaft, die sie schon zu Schulzeiten an dir schätzen, selbst dann, wenn du zwei raufende Rookies mit Schatten voneinander reißt. Dann, wenn du in taktischen Besprechungen zeigst, was dir dein Vater alles beigebracht hat, dann wenn du weißt: besser nachgeben und abnicken als in den Sturm fliegen. Innerlich brodelnd. Sicher, aber das Lächeln, das bleibt, kämpft sich tapfer auf deine Züge (alles gut). Niemand ist dabei, wenn du später doch noch irgendwas gegen die Wand wirfst, wenn du fluchst, schreist, Schatten den Raum fluten, bis alles, alles, alles raus ist. Dann ist nicht alles gut, aber es ist kurz besser. Leben. Du bist charmant, lustig. Du sitzt mit den anderen zusammen, Schulter an Schulter. Spielst Karten und hast die Würfel in der Hand, du bist ein guter Verlierer, dann, wenn es um nichts geht. Der Ehrgeiz, der hinter deiner Stirn lauert, in morgendlichen Laufrunden steckt, der ist es der dich eigentlich bestimmt. Die Illusion, dass das nach der Schulzeit aufhört ist — dünn. Ambitionen bedeuten etwas anderes, wenn es darum geht das Land zu schützen, die Menschen zu schützen. Dein Antrieb so persönlich, so nah wie er nur sein könnte. Du kennst Verlust. Niemand fragt: was würden Sie tun um ihre Heimat zu schützen, weil die Antwort so sehr in dir brennt, dass kein Platz für fragen ist. Alles, du würdest alles tun. Du erklärst, zeigst, übst. In der Schule verbringst du mehr Zeit mit denen, die sich schwer tun, nicht das selbe hatten wie du. Da fließt die Zeit rein. Dein Vater wird später sagen, dass das gut war, eine schöne Idee um andere auf dich aufmerksam zu machen, sehen zu lassen wie gut und wichtig du für Navarre sein kannst. Er kommt nicht auf die Idee, dass du dich wirklich für andere interessierst, dass es dir gut tut zu helfen und dein Brustkorb vor Stolz schmerzt, wenn du siehst wie andere besser werden. Du nimmst das Lob trotzdem, die Anerkennung. Das Wissen, dass dein Name irgendetwas bedeutet, nicht nur in Verbindung mit deinem Vater, sondern auch mit dir. Mama ist stolz, wenn du erzählst wo du eingeladen bist, was die Staffel leistet von der du ein Teil bist, wenn du erzählen kannst, dass es Menschen gibt, die an deine Zukunft glauben. Man muss schon sehr genau hinsehen um in all dem die bittere Note zu entdecken. Wie sehr er in all dem drin steckt. Dem Wunsch anderen das zu geben, was er nie haben konnte, besser zu sein weil er’s gewollt hatte, anderen den Schmerz zu ersparen den du kennst. Alles für das kleine Bild in deiner Fliegerjacke, das niemand sieht. Fliegen. Deine Trauer findet einen gegenüber in ihrer. Wie eine Melodie, die aus deiner Leerstelle klingt und irgendwo hinter den Schuppen widerhallt. Da ist ein Verständnis füreinander, eine eigene Sprache, ein Empfinden, wie du es sonst nicht hast. Es ist besser, weit Oben in der Luft und es ist besser, wenn du dich konzentrierst, Muskeln angespannt. Dann denkst du selten an den der nicht ist. Nicht so wie Zuhause, oder Nachts in deinen Träumen, wo er überall ist, ist, ist. Dein Name in seiner Stimme klingt. Du hast keine Sprache dafür finden müssen, weil da einfach Verständnis ist. Sie ist diejenige, die sich nie Sorgen darum macht, dass die Schatten zu viel sein könnten, die echten, die unechten. Die mit dem gehässigen Lachen und die Gedanken ausspricht, die du hinter dem Lächeln, dem alles gut, versteckst.
433 Ingameposts | 26.03.2025, 21:40
Militär Navarre
gespielt von alice
28 Jahre
Reiter
So schwer ist das nicht: Ruairí — du wiederholst dich eigentlich nur ungern, hier tust du’s immerhin ein bis drei Mal bevor dir der Kragen platzt. Ruairí, das reimt sich auf jury, nicht! Rory, halt wie brewery ohne b,
Und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. (Aber du kannst ihn auch Kew nennen!) Du kannst hören. Du liebst fühlen. Gern immer ein bisschen am Limit. Du kratzt an Grenzen, weil du Ketten (die dich halten) gerne sprengst — du willst dich frei fühlen und das tust du immer mehr (und nein, für dich widerspricht sich das nicht mit dieser lebenslangen Militär-Sache). Dein Überlebenswille ist so tief in dir verankert, dass man feine Antennen haben muss um ihn zu erkennen. Auf den ersten Blick bist du witzig, laut, kess, erweckst den Eindruck als würdest du die meisten Dinge nicht sehr ernst nehmen und als würde dir das meiste eher leicht fallen, weil du’s leicht leicht aussehen lässt (und du bist neugierig und steckst deine Nase gern in Dinge, die dich eigentlich nichts angehen; zumindest dann, wenn du Drama witterst und das tust du wie ein Bluthund). Dich kontrollieren? Schwierig (in privatem Kontext, du kannst schon Befehlen folgen und diese Dinge machen). Deine Siegelkraft ist Sturmmanipulation, das sagt 'ne Menge über dich aus. Bist ein perfekt abgestimmter Cocktail aus resting bitch face, flirty smirky, sehr trainiertem Arsch in enger Hose, 'nem Schulterzucken und pretend i don’t see, statt mit Kirsche am Spieß getoppt mit einer guten Prise fake it till you make it. Hat geklappt. Du hast es gefaked, dann hast du’s gemaked. Papa wäre stolz auf — nein, wir fangen nicht mit den Lügen an, Papa ist nicht stolz auf dich, Papa hätte dich bei deinem einzigen Besuch nach dem College am liebsten im Meer ersoffen und’s nur nicht gemacht, weil der große Rote in deinem Rücken ausreichend Eindruck hinterlassen hat. Er ist wütend, weil du nicht zurück nach Haus und auf sein Boot kommen wirst, du bist wütend weil er dein Leben lang wütend mit dir war. Apfel, Stamm, schon klar. Aber egal. Wie gesagt: du hast es gemaked und heut sprichst du einfach nicht mehr viel über deine Vergangenheit und wenn doch, dann lässt du gekonnt Dinge weg oder schmückst sie aus. Die Gosse hört man dir aber bis heute an, dein Sprachgebrauch ist direkt und ungefiltert, Bastard ist dabei noch das Netteste, was du jemanden nennst, der dir eigentlich gar nichts getan hat. Die fehlende Grundbildung hast du dafür besser gelernt zu überspielen. Oh, und was noch geblieben ist, wenn man die ganze Kindheit und die ganze Jugend schuftet, aber nicht satt ins Bett geht (und Mama hat’s ja auch nie gegeben): ein Hunger nach mehr, der sich nicht stillen lässt. Und damit ist nicht nur Essen gemeint, eigentlich ist damit mittlerweile am wenigsten Essen gemeint, aber alles andere und jemand hat obendrein noch wenig Achtung vor dem, was anderen gehört (mit Ausnahmen) — ein Kombination, die dich in jedem anderen Leben fast schon dazu zwingen würde Schwarz und Leder und eine i don’t give a fuck Einstellung zu tragen, wenn das nicht eh dein Alltag wär.
485 Ingameposts | 01.04.2026, 08:39
Militär Navarre
gespielt von Rieke
22 Jahre
Reiterin
Ich hab nie an Sagen oder Mythen geglaubt. Auch nicht als kleines Mädchen. Wollte keine mutige Kriegerin in einem Kampf sein; keine Flieger und Feinde von außerhalb des Königreichs besiegen. Eigentlich habe ich nie darüber nachgedacht, wer ich sein wollte. War Tochter, Schwester. Das hat mir gereicht. War nicht allein, hatte Freundin und Konkurrenz in einem. Wenn man einer kindlichen Einstellung folgte. Kannte immer Regeln und Strukturen. Hab das alles für normal und selbstverständlich genommen. Habe eben nie hinterfragt, ob man all das auch verlieren kann.
Kann man. Auf einen Tag folgten Monate und alles war anders. Plötzlich hab ich die Dinge nicht mehr als selbstverständlich betrachtet, weil es wirkte, als würde alles fehlen. Da war keine Struktur mehr, keine Logik im Hintergrund. Von einem Tag auf den anderen war alles, was ich kannte, nur noch die Version, die ich als Mädchen kannte. Obwohl ich noch immer eines war. Eines, auf dem Erwartungen ruhten. Aber wenn ich meine Eltern ansah, hab ich Liebe gesehen. Habe neben leisen Zweifeln Zuversicht gesehen. Hätte mir fast gewünscht ich hätte an Legenden geglaubt. Hätte aber auch nicht gewusst, ob ich dann die sein wollte, die sie niederschreibt, oder Teil des Kampfes wäre. Glaube ich habe es nie in Worte gefasst, aber meine Welt hat sich mit der Zeit wieder aufgebaut. Strukturen kamen wieder, Routinen, aber auch neue Regeln und neue Gesichter. Würde nicht behaupten, dass ich schneller erwachsen geworden bin als andere. Habe dennoch den Schutz meiner Familie gespürt. Mit Schutz kommt Sicherheit, Vertrauen. Sie haben mir vertraut, dass ich eine Entscheidung treffen kann, also habe ich ihnen vertraut, dass sie die Grundlagen dafür geschafft haben. Dann habe ich mehr Leuten vertraut und kann heute voller Zuversicht sagen, dass ich mich erst nach meinem Umzug nach Blenanchor wirklich sicher gefühlt habe. Nicht, weil niemand mir etwas antun könnte, sondern weil sich das Gefühl von Sicherheit so vielseitig gestaltet hat: Ein Ort, ehrliche Worte, Menschen. Meine Familie ist kleiner geworden und dann gewachsen, auf eine Art, die ich nicht erwartet habe. Und sie wird es weiterhin. Den Gedanken mag ich irgendwie sogar. Glaube ich mag es so, weil ich es selbst entscheiden konnte. Zwischen all den Veränderungen. Hätte nein sagen können. Er auch. War uns bewusst. Vielleicht wären meine Eltern enttäuscht gewesen. Hab es damals nicht erkannt. Dass sie auch Sicherheit für mich wollten. Hatten gerade ihre Tochter verloren. War ein Versuch von Erwachsenen, Vätern, eine Freundschaft auf die nächste Generation auszubreiten, als sie ihre Kinder einander vorstellten. Ein Vorschlag, eine Idee. Die Entscheidung lag bei uns. Heißt aber nicht, dass wir das nicht ernst nehmen. Hätte ich an die Legenden geglaubt, die ich meiner Tochter erzählt habe, hätte ich gesagt, dass ich jetzt Kriegerin – Soldat, Reiterin – werden will, damit sie die sein kann, die sich um nichts sorgen muss. Und das stimmt. Sie wurde mein Grund, nicht aufzugeben. Hätte das niemals gedacht. Mutter zu sein, ist mir nicht zugeflogen. Im Gegenteil, wollte es lange nicht wahrhaben. Wollte nicht die Ausnahme sein, warten, zusehen. Wurde es doch. Wehrdienst verschoben. Bin älter als die meisten Rookies. Aber das bringt mir keine Vorteile. Muss genau so bestehen, wie sie alle. Werde ich. Ist mein Plan. Wenn es bedeutet zu bluten, blute ich. Wenn es bedeutet Ängsten zu begegnen, muss ich das wohl. Wollte nie die Heldin aus den Geschichten werden. Vielleicht lag’s auch nur daran, dass Helden so oft Reiter waren. Wollte zwar auch lange keine Reiterin werden, aber jetzt schon. Wie mein Vater vor mir; anstatt meiner älteren Schwester; wie jene, die zu meiner Familie wurden, zu meinem Gefühl von Sicherheit. Damit ich dieses Gefühl für andere werden kann.
22 Ingameposts | 09.06.2026, 08:10
Basgiath War College
gespielt von Maj
29 Jahre
Fliegerin
Auf jeden Fall aber ist ihr Adelstitel hoch genug, um ihr selbst eine Einladung zu königlichen Empfängen und Ausflügen zukommen zu lassen. Hoch genug, um ihren Namen auf die Gästeliste zu setzen, statt sie unter das Personal zu mischen – und doch arbeitet Sathia auf solchen Veranstaltungen wie jeglichen Freizeitvergnügen der königlichen Familie und meint damit nicht, dass sie daran arbeitet, ein familiäres Kontaktnetzwerk zu spinnen. Als Teil der königlichen Leibgarde ist sie stattdessen anwesend und trägt die Kleidung so, dass sie Bewegungsfreiheit ermöglicht und Optionen bietet, Waffen bei sich zu tragen. Vor etwa einem halben Jahr ist Sathia von der Ostküste in die poromische Hauptstadt versetzt worden. Man hat sie nicht gefragt, sondern dazu abkommandiert, mindestens für eine Weile ihren Dienst in unmittelbarer Nähe zur Königsfamilie zu leisten. Entschieden hat sie sich dafür, sich dauerhaft dem Militär zu verpflichten. Also muss sie damit leben, herumgeschoben zu werden wie ein Bauer auf dem Schachbrett. Das aber kennt Sathia aus ihrem Elternhaus kaum anders. Opportunismus und die stete Bereitschaft, Pläne zu ändern und versprochene Loyalitäten über den Haufen zu werden, sind kennzeichnend für die Familie Caldrith und notwendig in Cygnisen, um Macht und Einfluss zu behalten. Dass man sich dabei auch gegen eigene Familienmitglieder wendet, ist keine Seltenheit – und Sathia ist ein Opfer gescheiterter Pläne. Ursprünglich hatte ihre Familie sie als zentrale Figur in einem Putsch und als Begründerin einer neuen Herzogslinie gehandelt. Doch nachdem der dazugehörige Verlobte starb, verfolgte Familie Caldrith ihre Machtinteressen ohne Sathia. Halb verstoßen, halb verloren und depressiv ohne Identität und Ziele für das eigene Leben war der nachträgliche Wehrdienst nicht Sathias Plan B, sondern eine Notlösung, um einen Platz im Leben zu haben. Diesen für wenige Jahre an der poromischen Ostgrenze zu finden (kaum jemand wird in der direkten Auseinandersetzung mit Veneni alt), hatte sie sich vorstellen können. Sie hat sich wieder gefangen, auch wenn die Versetzung nach Suniva die Unsicherheit über ihren Platz im Leben wieder an die Oberfläche geholt hat. Im Alltag ist Sathia nichts dergleichen Anzumerken und auch ihre militärische Akte bietet andere Erklärungen für den verspäteten Wehrdienst. Sie strotz vor Selbstbewusstsein, streift regelmäßig die Grenzen zu purer Provokation und verströmt dabei so viel positive Energie, dass es schwer ist, gegen sie zu sein.
46 Ingameposts | 23.03.2025, 18:36
Militär Poromiel
gespielt von Jasmin
26 Jahre
Reiterin
Du hattest eine schöne Kindheit. Es ging dir gut und deine Eltern waren gute Menschen. Sie kümmerten sich stets gut um dich. Selbst als sie sich trennten, gab es keinen Streit zwischen ihnen darüber, wer dich bekommt oder wie oft der andere Elternteil dich sehen darf. Sie handelten wie Erwachsene und dass sie im Guten auseinandergegangen waren, machte alles natürlich leichter. Natürlich war es für dich am Anfang trotzdem schwer, dass deine Eltern getrennt waren. Eigentlich bleibt man doch bis zum Ende seines Lebens zusammen, sobald man verheiratet ist und/oder ein Kind bekommt. Ja, damals dachtest du noch so naiv, schließlich kanntest du es nur aus den Büchern, die dir deine Eltern abends vorgelesen hatten. Dort trennten sich die Eltern nie voneinander, sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Nun gut, die Trennung deiner Eltern belehrte dich eines Besseren und irgendwann verstandest du auch, dass das Leben nun mal nicht so ist wie in den Büchern. Mit der Zeit fandest du die Trennung deiner Eltern auch nicht mehr schlimm. Klar, du hättest es besser gefunden, wenn sie wieder zusammengekommen wären, aber lieber so, als wenn sie sich irgendwann nur noch gestritten hätten.
Am Anfang hast du bei deiner Mutter gelebt, doch sie war damit überfordert, allein für alles zu sorgen und sich gleichzeitig um dich und sich selbst zu kümmern. Das Haus sah oft chaotisch aus und aufgeräumt wurde meistens nur dann, wenn Besuch kam. Nach außen schaffte sie es allerdings gut, sich nichts anmerken zu lassen. Es ging dir bei ihr nicht wirklich schlecht, immerhin sorgte sie dafür, dass du in der Regel etwas zu essen bekamst. Nur bei neuen Klamotten und dem regelmäßigen Saubermachen hing sie oft hinterher. Hätte dein Vater dich nicht regelmäßig besucht, hättest du nur selten frische Kleidung bekommen, kaum gebadet und dauerhaft in einem dreckigen Haus gelebt. Im Jahr 614 sah deine Mutter es schließlich ein und überwand sich, deinen Vater um Hilfe zu bitten. Sie erzählte ihm alles und gestand, dass sie einfach nicht mehr konnte. Bei dem Gespräch warst du nicht dabei, doch am Ende nahm er dich mit zu sich. Bei ihm ging es dir deutlich besser. Wenn er mit seinem Drachen unterwegs war, sorgte er trotzdem dafür, dass du nicht alleine bliebst. Dir fehlte es an nichts mehr. Du genossest eine gute schulische Ausbildung und er half dir dabei, dich auf das Basgiath War College vorzubereiten. Dank des Trainings fiel es dir im Gegensatz zu vielen anderen Kadetten deutlich leichter, dort mitzuhalten. Klar, auch dir bereitete der Viadukt Schwierigkeiten und du hattest Angst, dabei zu sterben. Die größte Schwierigkeit war allerdings deine Siegelkraft. Du hattest die Fähigkeit des Energieentzugs erhalten und diese verlangte einem psychisch viel ab. Und dann passierte genau das, wovor du am meisten Angst hattest: Du hast bei einer Herausforderung mit einem anderen Kadetten getötet. Du entzogst ihm zu viel Energie und man konnte ihn nicht mehr retten. Das verfolgt dich bis heute. Damals dauerte es lange, bis du überhaupt wieder imstande warst, deine Siegelkraft zu benutzen. Seitdem hast du niemanden mehr aus Versehen getötet und auch heute gehörst du noch lange nicht zu den Besten. Aber das Wichtigste für dich ist, dass du deine Kräfte unter Kontrolle hast. Nach dem BWC bist du direkt nach Baridmeth gekommen. Einerseits wärst du lieber an einem actionreicheren Standort gelandet, andererseits bist du auch froh darüber, nicht an einem wirklich gefährlichen Ort stationiert zu sein. Im Moment liegt dein Fokus darauf, stärker zu werden und vorbereitet zu sein, falls Baridmeth angegriffen werden sollte. Bis dahin trainierst du weiter und genießt nebenbei dein Leben. Immerhin bist du noch jung und Single und der Standort bietet einiges an Möglichkeiten. An jemanden binden möchtest du dich ohnehin erstmal nicht. Man weiß schließlich nie, was die Zukunft noch bringt und Liebe ist eben nicht so, wie sie in Büchern oft beschrieben wird.
3 Ingameposts | 21.04.2026, 22:37
Militär Navarre
gespielt von Josi
35 Jahre
Reiter
Träumer. Ein Leben in einem Wort, ein Mensch, beschrieben, erkannt in seinem tiefsten Herzen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gemalt in sanften, hellen Farben und leisen Tönen. Seine Träume waren so klein und doch für ihn das Größte, die schönste Vorstellung und doch zu viel verlangt um in Erfüllung zu gehen. Träume, noch immer vorhanden und doch tief vergraben. Träume, still und leise in seinem Herzen, in seinen Nächten, nicht im Schlaf, aber im Wachsein, wenn er den Blick in einer klaren Nacht auf die Sterne richtet, den hellen, vollen Mond und sich fragt, ob andere Augen auch in dieses sanfte Licht blicken. Träume, die Wünschen, Sehnsüchten gleichen, aber nicht Hoffnungen, weil die lange begraben sind. Die Vorstellung an ein wunderschönes Leben in einem kleinen Haus am Meer an der Küste des arktischen Ozeans. Ein kleines Haus, voller Bücher, voller Lachen, voller Sonnenschein, in seinen Träumen in denen er das grelle Licht des Tages noch zu ertragen vermochte, die Wärme nicht zu viel war, sondern gerade genug. Träume von ihr, mit ihr, von einem gemeinsamen Leben. Träume, die Visionen gewichen sind.Vergangenheit in die es kein zurück zu geben scheint, ausgeträumt. Farben die verblassen, Töne die verklingen, tief eingeschlossen im Inneren, begraben. Kühl die Gegenwart, erfüllt von Pflicht und Dienst und selbstgewählter Einsamkeit, weil die Zukunft nichts mehr zeichnet als den Tod. Dunkler Schleier, der sich über jedes Gesicht legt in das er blickt, Visionen von schwarz und weiß und rot, der Lärm von Schlachten und Schreien und das Wehklagen jener, die am Ende zurückbleiben. Zu selten, zu wenig Frieden, zu selten hohes Alter und sanftes Einschlafen, zu viel Schmerz, zu viel Gewalt. Ungleichgewicht, in den Visionen, im Herzen, welches sucht sich zu verschließen, verstecke, festzuhalten, was ihm aus den Händen gleitet. Wut, Enttäuschung, Eifersucht. Vermissen. Sehnen. Weil jeder glücklich werden kann, aber nicht alle. Nie Alle. Nicht er. Vielleicht sie. Er hofft, sie. So lange nicht gesehen, außer in jeder Nacht, in wenigen Träumen, in zu vielen Visionen. Nie vergessen. Nie einen Tag nicht an sie gedacht, nie einen Tag sich selbst nicht verflucht und jeden einzelnen Gott dazu, trotzdem fast zu beten versucht, für diese eine Gnade, ihren Tod nicht mehr sehen zu müssen. Bereut, einen Anderen so viele Jahre hinterfragt zu haben. Geblieben, eingebrannt, das Bild der toten Augen seiner Mutter, die Tränen seiner Schwester, die Frage nach dem Warum. Warum? Die Frage nach dem Wie. Wie? Wer? Die Frage wer es getan hat und eine Ahnung, aber nie eine Antwort, nie ein Beweis. Ein ungeklärter Tod, diese Fragen unbeantwortet, diese Erlösung nie gefunden, nur andere Antworten bekommen auf zu viele Fragen die er nie gestellt hat. Zu viele Tode, die er nie hätte sehen wollen und doch nicht weg sehen kann. Kein Träumer mehr. Seher. Kein Gelehrter mehr, kein Künstler mehr, kein Schreiber, Reiter. Kein pastellbunt. Schwarz.
26 Ingameposts | 12.04.2025, 13:32
Militär Navarre
gespielt von Katja
47 Jahre
Reiter
Ob es das Alter oder die Erfahrung ist, oder ob man den Glauben daran verloren hat, dass Licht einen noch erreicht. Hunter schert sich nicht mehr groß darum, was Menschen von ihm halten, oder denken. Wenn man von sich selbst im Grunde nur Schlechtes erwartet, dann kann man auch getrost darauf scheißen – pardon – was andere glauben zu wissen. Das Auftreten des Mannes wird häufig von einer gewissen Bitterkeit und Härte geprägt. Freundlichkeit sucht man grundsätzlich erst einmal lange bei ihm und seine Art ist – nett beschrieben – eher als barsch und direkt zu beschreiben. Höflichkeit betrachtet er als reine Zeitverschwendung und setzt stattdessen nachdrücklich auf schonungslose Ehrlichkeit. Dabei nimmt er selten ein Blatt vor den Mund und seine Ausdrucksweise ist häufig alles andere als Jugendfrei. Über sich selbst macht der Reiter sich keine großen Illusionen. Er teilt die Welt vor allem in Schwarz und Weiß ein, wobei er Weiß nur einen kleinen Raum gibt. Dunkelheit sieht er als vorherrschend an, um ihn herum, in ihm selbst. Seine eigene Dunkelheit, hat er angenommen und sieht in sich selbst keinen guten Menschen. Aber vielleicht ist er ein schlechter Mensch, der versucht auf der richtigen Seite zu stehen. Einer der bereit ist Grenzen zu überschreiten und vielleicht so Dinge erreichen kann, an denen andere scheitern, weil sie diese Grenzen nicht bereit sind zu durchbrechen, weil sie Angst davor haben, was es sie selbst kosten könnte. Hunter kennt diese Angst nicht, weil er glaubt, dass nicht mehr viel in ihm verloren gehen kann. Er ist bereit den Preis zu zahlen, wenn es Jene beschützt, die ihm noch etwas bedeuten, denen er Loyalität entgegenbringt. Dabei kann er schonungslos sein und ein erneutes Versagen, will und kann er sich nicht gestatten. Zu schwer wiegt die Schuld, die auf seinen Schultern liegt, als Vater versagt zu haben und die Hinrichtung seiner Tochter nicht verhindert haben zu können. Dieses Ereignis hat einen Großteil seines heutigen Charakters geprägt. Die Hilflosigkeit, die immer noch in seinen Eingeweiden wühlt, hat sich seit dem nie ganz vertreiben lassen und sich nur von dieser gewissen Wut in Griff halten lässt, die er immer mit sich rumzutragen scheint. Vorher schon. Seit dem noch mehr. Vertraut und ein willkommenes Ventil. Hunter scheint immer ein wenig angespannt zu sein und nicht selten kommt es vor, dass er die Kontrolle verliert. Ein Stück Erleichterung und für einen Moment eine Hilfe, um den Schmerz im Inneren zu vergessen. Zu den meisten pflegt er ein eher distanziertes Verhältnis und hinter diese Mauern zu kommen – ist erst einmal nicht leicht. Er ist verschlossen und abweisend. Es fällt ihm schwer, andere an sich ran zu lassen. Er weiß, dass er eher verbittert ist und nicht mehr viel Gutes sieht. Er weiß, dass er sich verändert hat, weniger lacht als früher und allem etwas Schweres anzuhaften scheint. Über sich selbst würde Hunter nicht viele positiven Eigenschaften aufzuzählen wissen. Dabei sind sie durchaus vorhanden. Ohne zu Zögern, würde er für andere sein Leben geben, vielleicht weil ihm sein eigenes nicht mehr so viel bedeutet. Denen, die ihm etwas bedeutet – die Wenigen Freunde, sein Sohn, der Rest Familie – bringt er unerschütterliche Loyalität entgegen und würde für sie immer Alles stehen und liegen lassen. Mit seiner stillen Art ist er ein guter Zuhörer und seine Ratschläge sind nicht immer schlecht, manchmal etwas derb geäußert.
47 Ingameposts | 03.03.2025, 18:57
Militär Navarre
gespielt von Katja
23 Jahre
Reiter
Rian Eodhan weiß, dass es einige gibt, die ihm aus dem Weg gehen. Puscht hier und da durchaus auch sein Ego. Ist doch gut, wenn man respektiert wird. Jetzt vielleicht fraglich, wie man Respekt definiert, aber darüber macht er sich keine Gedanken. Mit seinem Ego hat er nämlich kein Problem, vermutlich auch ein Grund warum er durchaus Risikobereit ist. Hier und da ist vielleicht sein Temperament auch etwas problematisch. Impulsiv, wie er ist, kann es schon mal sein, dass er ein bisschen die Beherrschung verliert, wenn man ihm dumm kommt, kann schon mal blöd ausgehen. Wie blöd kommt noch darauf an, ob er einen prinzipiell mag und respektiert oder nicht. Sein Maß an Selbstbeherrschung ist sehr darauf abgestimmt. Gezeichnete haben es grundsätzlich schwer mit ihm, die verachtet er nämlich, steht ihnen misstrauisch gegenüber und – weil es das einfachste ist – lädt ihnen einfach Mal mit die Verantwortung auf, dass seine Schwester in Aretia bei der Niederschlagung der Rebellion auf Seiten des Königreichs ums Leben gekommen ist. Reiter zu werden hat er spätestens damals beschlossen - dem Regime zu dienen, mit zu verhindern das so etwas noch einmal vorkommt. Er steht hinter dem Königreich, macht aus seiner Treue auch kein Geheimnis, verachtet die ein wenig, die dem zu kritisch gegenüber stehen und lässt es die Jenigen auch merken. Sein Ehrgeiz und Motivation hat auch dazu geführt, dass er 1. Offizier seiner Staffel ist. Prinzipiell unterstützt er die Mitglieder dieser auch – nur Gezeichnete haben es auch hier nicht unbedingt leicht mit ihm, haben aber immerhin auch den Vorteil, dass er ihnen nicht wirklich etwas kann. An die Regeln und die Struktur des Militärs hält er sich nämlich.
Vor Herausforderungen schreckt er nicht zurück, er ist eher der, der gerne Herausfordert und seine Überlegenheit beweist, kann dabei aber nicht so wirklich gut damit umgehen, wenn er daran scheitert und verliert. Nimmt er persönlich und kann einen danach noch weniger ausstehen. Als wirklich bösartig würde ihn vermutlich trotzdem nicht jeder bezeichnen, weil er eben auch anders sein kann. Kommt eben sehr darauf an, wer ihm gegenüber steht. Freunde und Menschen, die ihm wichtig sind, bekommen durchaus auch ein gewisses Maß an Loyalität. Er mag zwar im allgemeinen sich selbst nicht ganz zu vergessen, macht aber für diejenigen Abstriche und kann ein guter Freund sein. Denen deckt er auch den Rücken, ist für sie da und Unterstützt sie.
35 Ingameposts | 17.06.2025, 21:18
Basgiath War College
gespielt von Jasmin
21 Jahre
Reiterin
Eigentlich hast du ein schönes Leben gehabt. Du bist in eine gut behütende Familie aufgewachsen, dein Vater zählt zu den reichen und angesehenen Kaufleuten, er hat schnell herausgefunden, an wen er seine Waren verkaufen muss, um gut Geld zu bekommen. Früher hat er als Bauarbeiter (bei der Firma seines Vaters) gearbeitet, wodurch er sich den Rücken kaputt gemacht hatte. Dadurch fiel sein Wunsch ein Drachenreiter zu werden ins Wasser. Ihm war bewusst gewesen, dass er so nicht lange überleben wird. Deine Mutter konnte ihren Wunsch anderen Menschen zu helfen nachgehen. Sie ging in den Heilerquadranten und blieb auch bei diesem Beruf. Immerhin lernte sie so deinen Vater kennen, der zu ihr in die Heilstätte kam. Es ist klischeehaft, doch für beide war es Liebe auf den ersten Blick. Es ging auch alles sehr schnell und schon nach der Hochzeit kam dein erster Bruder auf die Welt, danach dein zweiter und am Ende bist du dann geboren. Ihr habt ein perfektes Familienleben geführt, deine Brüder trainierten für den Reiterquadranten, während du von deiner Mutter darauf vorbereitet wurdest, eine Heilerin zu werden. Eigentlich hilfst du auch gerne anderen Menschen und hast dich für ihren Beruf schon immer interessiert. Doch insgeheim war da auch das Verlangen eine Drachenreiterin zu werden, doch von der Familie deiner Mutter gehörte es sich nicht. Da sollten nur die Männer ein Drachenreiter werden und die Frauen waren für den Haushalt zuständig, sowie das Kümmern, um die Familie und als Beruf kam nur Heilerin infrage. Für sie war es nicht schlimm diesen Beruf zu machen, denn sie hat schon immer gerne anderen Menschen geholfen. Die Drachen haben dich schon immer fasziniert, hast die Reiter gerne beobachtet, wenn du nebenbei gelernt hast. Jedoch hast du dich eigentlich für den Weg entschieden, anderen Menschen zu helfen, in dem du eine Heilerin wirst.
Manchmal treffen jedoch dann unerwartete Schicksalsschläge ein. Eine Rebellion startete gegen das Königshaus, wodurch es zu einem Krieg kam und es gab viele Opfer. Eine davon war deine Mutter, sie arbeitete zu diesem Zeitpunkt in der Heilstätte in Aretia, was durch einen Angriff einstürzte. Sie lebte eigentlich ja bei euch, in Callydr, doch sie wurde gefragt, da ein wenig auszuhelfen. Am Anfang hatte sie da sogar gearbeitet, bevor sie deinen Vater kennengelernt hatte und hatte daher auch noch Freunde da. Es gab kaum Überlebenden und wenn dann waren sie körperlich davon für ewig gezeichnet. Man fand deine Mutter tot vor. Natürlich brach eine Welt für euch alle zusammen, sie war quasi der Stützpunkt eurer Familie. Es dauerte natürlich eine Weile, bis ihr alle es wieder zurück zum Alltag schaffte. Wobei es noch heute Momente gibt, an denen ihr an sie denken müsst. Du hast immer mit ihr über alles geredet, egal was es war und nun ist sie weg. Die Traurigkeit wandelte sich langsam in Wut um. Du bist wütend auf die Rebellen, nur ihretwegen ist deine Mutter tot. Du hast dir geschworen, dass es nie wieder soweit kommen darf und das kannst du nur schaffen, in dem du in die Offensive gehst. So hast du deinen Dad darum gebeten, eine Drachenreiterin zu werden. Natürlich hat er zunächst gezögert, aus Angst dich zu verlieren, denn viele sterben schon beim Viadukt. Jedoch ließ er es zu, denn er weiß, du bist zäh und lässt dich nicht so leicht unterkriegen. Er hat dir einen Trainer besorgt, genauso wie deine Brüder damals einen bekommen hatten. Es wäre gelogen, wenn der Viadukt eine Leichtigkeit für dich gewesen wären. Es gab sogar einen Augeblick, da hast du kurz gedacht, es wäre nun vorbei mit dir. Aber nein, du hast es geschafft und schlägst dich seitdem gut. Schon zur Schulzeit hast du dich immer auf deinen Arsch gesetzt und gelernt. Genau das Gleiche tust du im Reiterquadranten, bist inzwischen sogar 1. Offizierin vom 2. Geschwader Klauenschwarm 1. Staffel und willst in deinem letzten Jahr natürlich Staffelführerin werden. Dafür nimmst du sogar in Kauf, dass du zu den Gezeichneten nett sein musst. Du kannst sie natürlich nicht leiden, denn durch ihre Eltern hast du keine Mutter mehr. Am Anfang war es dir nicht leicht gefallen, dein Unmut ihnen gegenüber dir nicht anmerken zu lassen. Inzwischen hast du es jedoch gut drauf, musst ja nur während es Trainings mit ihnen etwas zu tun haben. Du hast ja zum Glück Freunde hier, somit bist du nicht alleine. Und dann ist da noch dein Drache Undra, du kannst mir über alles reden, sie hört dir zu. Sie ist allgemein eher von der stillen Sorte, die lieber zuhört und nicht viel redet. Natürlich ist dir klar, dass sie kein Familienmitglied ist und du bist für sie einfach nur ihre Reiterin.
13 Ingameposts | 04.09.2025, 23:04
Basgiath War College
gespielt von Jasmin
22 Jahre
Reiterin
Dein Leben war schon immer leicht gewesen, du bist in einer wohlhabenden Familie geboren. Besser gesagt ist dein Vater ein Herzog und deine Mutter eine Herzogin, schon seit Anfang gehört euch Elsum. Somit hat dir an nie was gefehlt, du brauchtest nie Angst haben Hungern zu müssen, hattest immer ein Dach über den Kopf und in ei weichen Bett zu schlafen. Ja, all das ist natürlich schön und angenehm, musstest bis zu deinem 20. Lebensjahr nie um dein Leben kämpfen. Bis zu diesem Alter bestand deine Hauptaufgabe aus, die perfekte Tochter zu spielen. Und diese Aufgabe hast du auch gut gemeistert, hast aufgepasst dich nie danebenzubenehmen, hauptsächlich in der Öffentlichkeit. Du kannst eine kleine fiese Bitch sein, hast so keine Scheu stets das zu sagen, was du denkst, doch dank der Erziehung weißt du, wann du dich beherrschen musst.
Du wurdest privat unterrichtet, hattest trotzdem deine Freunde gehabt, natürlich kamen sie alle ebenfalls aus angesehen Familien. Natürlich war dir bewusst, dass sie dir auch gleichzeitig in den Rücken gefallen wären, um auf dem Thron zu sitzen. So hast du zumindest mit der Zeit gelernt, wem du vertrauen kannst und wen nicht, sowie dass du vorsichtig bist bei der Wahl deiner Freunde. Schon deine Eltern haben dir dies beigebracht, immer aufzupassen, wem du was anvertrauen tust und was nicht. Du genießt es im Rampenlicht zu stehen, durch zu Hause bist du es nicht anders gewohnt. Jedoch kannst du auch einschätzen, wann es richtig ist, sich nicht in den Vordergrund zu stellen. Es gibt auch Momente, wo du es nämlich mal genießt, für dich zu sein, mal nicht die perfekte Tochter spielen zu müssen. Du hast schon mit 14 Jahren angefangen für das Training, als Drachenreiter zu üben, mit 12 Jahren kam der Wunsch auf, eine davon zu werden. Und da du ja nicht in die Fußstapfen von deinem Vater treten musst, dank geht raus an deinem Bruder, hast du da mehr freie Hand gehabt. Eine der Gründe war auch, weil du nicht an einen fremden Mann verheiratet werden wolltest, denn natürlich wollen deine Eltern, dass du den perfekten Mann an deiner Seite hast. Doch du hältst von diesem verheiraten nicht viel, findest jeder soll die Person heiraten, die sie auch wirklich liebt. Natürlich würdest du es nie direkt ins Gesicht deiner Eltern sagen, sie würden ausrasten und kein Verständnis dafür haben, so war dir klar, dass du lieber weggehst. Doch nicht nur deswegen bist du in den Reiterquadrant gegangen, irgendwie haben dich die Drachen und deren Reiter schon immer fasziniert und du möchtest deinem Land irgendwie helfen. Der Scheibenquadrant und der Heilerquadrant kamen für dich nie infrage, erstes findest du langweilig und beim zweiten wirst du zu viel Wunden, sowie Blut sehen. Ist jetzt nicht so, dass du direkt umkippen wirst, aber ja. Es ist einfach nicht dein Ding. Dein Training war hart, dein Vater hatte dir einen guten Trainer organisiert, immerhin möchte er ja nicht, dass du Schande über die Familie bringst und es nicht überleben wirst. Du hast den Viadukt überlebt, genauso wie das Dreschen und warst natürlich erleichtert darüber. Genau da hast du das erste Mal jemanden getötet, als der Typ versucht hat dich zu töten. Beim Sparing hast du nämlich gegen ihn gewonnen und sein männliches Ergo hat dies nie verkraftet. Tja, er hat gedacht, dass er dieses Mal gegen dich gewinnen könnte, da hatte er falsch gedacht. Mit deinem Drachen Free kommst du zum Glück klar, er ist der Einzige der über deine wahren Gefühle Bescheid weiß und dich so richtig sieht, so wie du bist, was du immer versucht zu verdrängen. Keine Ahnung, wieso es dir so leicht fällt, mit ihm über alles reden zu können, zu gestehen, dass du auf jemanden stehst. Du hast ihn sehr schnell ins Herz geschlossen, auch wenn es dir am Anfang etwas schwerfiel, dich auf seinen Rücken zu halten oder es etwas gedauert hatte, bis du deine Siegelkraft ausüben konntest.
17 Ingameposts | 19.04.2025, 23:37
Basgiath War College
gespielt von Jasmin
29 Jahre
Fliegerin
Deine Kindheit war schön gewesen, obwohl du an einem Stützpunkt aufgewachsen bist. Schon immer wohnte deine Familie dort, deine Vorfahren haben sogar beim Aufbau geholfen. Natürlich gibt es deutlich bessere Orte, an denen man leben kann, was halt kein Stützpunkt ist. Dadurch dass deine Familie Schutzgeld an den Khar’vash's gezahlt hatte, brauchtet ihr nicht wirklich Angst zu haben. Sie sorgten für Recht und Ordnung. Ein Nachteil war schon immer, dass dort sehr wenige Familien lebten, also hattest du auch nie viele Kinder, mit denen du spielen konntest. Zum Glück hast du aber in deiner Heimat deinen besten Freund Calyon getroffen. Ja, er war anders als die anderen Kinder, doch dir war es egal und es hat zwar am Anfang etwas gedauert, bis ihr so wirklich richtig beste Freunde wurde.
Natürlich hast du dir oft Gedanken, um deine Zukunft gemacht, doch großartig einen Plan hattest du zuerst nicht gehabt. Außer dass du gerne irgendwie den Menschen helfen möchtest. Danach war es dein Wunsch gewesen, viel zu reisen, aber leider ist die Welt da draußen gefährlich, weswegen du dies nicht getan hast. Der Wunsch ist noch da, nur auf später verschoben. Zudem hast du im Altern von 21 Jahren deine Ausbildung zur Fliegerin gestartet. Außerdem kannst du so die Menschen beschützen, die dir wichtig sind. Das hat für dich hohe Prioritäten. Großartiges Training für die Ausbildung hattest du nicht gehabt, deine Eltern besaßen dafür zu wenig Geld und sie selber hatten damit auch keine Erfahrung gehabt. Zumindest hast du versucht die Flieger in eurem Dorf zu beobachten und so dir irgendwas zu merken, worauf du achten musst und wie sich bei einem Training verhalten. Klar lernt man dadurch nur sehr wenig, aber ist besser als gar nicht. Dabei hast du die Bücher dazu viel gelesen und dir etwas Theorie angeeignet, also so gut es halt ging. So bist du nicht als ein totaler Noob an der Clifffsbane Akademie angekommen. Schnell hast du dich da eingelernt, das Training fiel dir leicht, die Zeit dort verflog schnell. Deine Gabe Telekinese fiel dir am Anfang schwer einzusetzen, doch mit viel Übung hast du es dann mit der Zeit geschafft. Nach deiner Ausbildung wurdest du zum Handelsaußenposten nach Resson geschickt. Da konntest du gut an Erfahrung sammeln, neue Kontakte knüpfen und es fühlte sich ein bisschen wie ein zu Hause an. So konnte man auch gut an Erfahrungen austauschen, denn einige sind schon länger von der Akademie weg. Du hast jedoch eigentlich versucht, dich nach Mirik versetzen zu lassen. Somit hast du schon ein paar Versetzungsanträge eingereicht. Du wolltest lieber bei deinem besten Freund Calyon sein und seiner Freundin, die damals noch lebte und auch deine beste Freundin war. Es hatte aber sehr lange nicht geklappt, da andere vor dir dahin versetzt worden sind. Seit kurzem bist du nun jedoch da, man hatte dein Versetzungsantrag eingewilligt.
6 Ingameposts | 13.12.2025, 12:58
Militär Poromiel
gespielt von Jani
20 Jahre
Reiterin
Ich hab’ noch immer nicht gepackt. Seh‘ auf den leeren Rucksack vor mir und frag‘ mich, wie mein Leben dort hineinpassen soll. Wovon ich mich trennen muss, um es über’s Viadukt zu schaffen und ob’s überhaupt wichtig ist – weil nichts davon verschwinden wird. Meine Eltern werden mein Zimmer nicht ausradieren, als hätte es mich nie gegeben. Sie werden meine Tagebücher der letzten Jahre nicht im Winter nutzen, um den Kamin damit zu entzünden. Überall im Haus verteilt hängen noch immer Bilder, die ich gemalt habe, als ich gerade so einen Stift habe halten können. In deren Ecke unsäuberlich Juno steht, als gäb‘ es noch andere (semi-begabte) Künstler in meiner Familie. Ich brauch‘ nichts von den Dingen vor mir wirklich – die Bücher über Drachen sind zu schwer, sie verändern meine Balance zu sehr, als dass es Sinn ergeben würde, sie tatsächlich mitzunehmen. Das sonnengelbe Kleid, was ich gerade erst zum Geburtstag bekommen habe, werd‘ ich dort nicht tragen können. Selbst die Dolche werden mir keine große Hilfe sein: bei den meisten von ihnen handelt es sich sowieso um Trainings-Klingen. Hinterlassen nicht mehr als Kratzer auf der Haut. Bin mir sicher: ich hab‘ bereits das vierte Mal alles neu sortiert. Dinge eingepackt, um sie anschließend wieder heraus zu räumen. Frag‘ mich langsam, warum ich nicht meine beste Freundin gefragt habe, was sie für wichtig hält. Weswegen ich nicht dabei gesessen habe, als bereits letztes Jahr für den Quadranten der Reitenden gepackt worden ist. Vermutlich bin ich zu aufgeregt gewesen. Kann mich an den Tag nur noch lückenhaft erinnern, nur noch daran, wie fest ich ihn gehalten habe, bevor er sich endgültig verabschiedet hat. Und wie sicher ich mir gewesen bin, dass wir uns in diesem Jahr wiedersehen würden.
Bin mir immer noch sicher – dass er auf der anderen Seite auf uns warten wird und wir den Abend damit verbringen werden, uns gegenseitig zu erzählen, was wir im Leben des anderen verpasst haben. Zusammengekuschelt mit Nia, irgendwelche Süßigkeiten in uns hineinstopfend. Süßigkeiten. Mein Blick gleitet zu meinem Nachttisch, hab‘ die Schublade geöffnet, bevor ich weiter darüber nachdenken kann und zieh‘ die Ausbeute unseres letzten Markttages hervor. Bon-Bons. Schokolade. Kekse. Wir sind bisher nicht dazu gekommen, sie zu essen – aber ich weiß, dass wir so bald nicht mehr die Möglichkeit dazu haben werden. Weiß, dass wir sie vielleicht brauchen werden. Um die Laune zu heben, um nervös auf der Lakritze herum zu kauen (auch, wenn sie außer mir niemand zu mögen scheint). Bin froh, dass mir meine Mutter nicht über meine Schulter schaut, denn sie würde die Augen dabei verdrehen, würde sie sehen, dass ein Drittel meines Rucksackes ausgerechnet mit Konfekten und Pralinen gefüllt ist. Sie würd‘ einen Herzinfarkt bekommen, wenn sie sehen würde, dass ich den restlichen Platz nutz‘, um die kleine Märchensammlung einzupacken, die ich Jesper geschenkt habe, kurz nachdem er hier angekommen ist. Damit er etwas anderes zu lesen hatte als die Geschichte Navarres. Damit er mich kennenlernen konnte, weil’s mein Lieblingsbuch gewesen ist und weil er sich damals dafür entschuldigt hat, dass er’s zurücklassen musste. Bin mir sicher, selbst wenn der Herzinfarkt sie ins Grab gebracht hätte, hätt‘ sie noch Zeit, um sich dort umzudrehen, würd‘ sie von oben herab auf mich blicken und die Kristalle bemerken, die nicht mehr an meiner Decke hängen und das Licht im Raum verstreuen, sondern die geradewegs – und als Letztes – in den Rucksack wandern. Ich brauch‘ nicht mehr – etwas für Nia, etwas für Jesper, etwas für mich. So wie’s die letzten Jahre auch gewesen ist. So wie’s die nächsten Monate sein wird.
20 Ingameposts | 02.05.2025, 19:39
Basgiath War College
gespielt von Jella
20 Jahre
Reiterin
Vier Ich atme ein und zähle jeden einzelnen Atemzug. Mach das seitdem ich klein bin und vor lauter Angst vor den Schatten in meinem Zimmer nicht einschlafen konnte. Zieh die Luft durch meine Nase und zähle. Entspannt, fokussiert, lässt mich an etwas andere denken als das Kribbeln unter meinem Brustkorb. Die Fußstapfen meines Vaters sind in diesem Belang groß. Er ist Reiter, ich will eine werden. Das Schwarz der neuen Uniform kommt mir noch falsch vor. Zuhause hab ich’s lieber bunt. Mag weite Pullover, mag Pastelltöne, mag Schwarz nur in Ausnahmefällen. Aber das war die alte Nia Devi, die Neue macht gerade mit den anderen Kadettinnen und Kadetten immer wieder ein paar Schritte nach vorn. Ich will Reiterin werden, nicht nur weil es mein Vater ist, sondern auch, weil ich so zum Schutz des Landes beitragen kann, was ich liebe. Ich bin schon immer Kind von Navarre, war in Lotrotum nur ein paar Jahre, bevor’s nach Adruil ging. Erinnere mich nicht mehr an meine Kindheitstage in Deaconshire, nur an die Sommerurlaube, die mich immer und wieder hingetrieben haben. Der Weg aus Adruil war kürzer. Lege den Kopf in den Nacken und lasse meinen Blick über das College schweifen. Da ist das Gefühl wieder, was mich schon seit Jahren an Atemtechniken festhalten lässt. Angst. Ich hab‘ mich an sie gewöhnt. Ich nehme sie bei der Hand, auch wenn meine Rechte kurz nach den Fingern meiner besten Freundin greift. Damals hab‘ ich mich von der Angst lähmen lassen, heute ist sie mein bester Motivator. Lass zu, dass sich ein kurzes Grinsen über meine Züge schleicht. Spür das Kribbeln und deute es als Aufregung um. Sieben Halte den Atem an, zwing die Luft in meine Lungen. Verlangsamt meine Herzfrequenz, das weiß ich. Meine Mutter hat mir die Technik beigebracht, als ich mich nicht getraut habe zur Musikstunde zu gehen, die sie mir organisiert hat. Erinnere mich an meine leise Stimme „Was wenn sie mich nicht mögen?“ und an ihr sanftes Lächeln. Dann sind sie’s nicht wert, hat sie gesagt und mittlerweile bin ich mir sicher, dass sie Recht hat. Ich lass meinen Blick vom College wieder zu den Köpfen vor uns wandern. Es sind viele, die den gleichen Weg gehen wollen wie ich. Viele und doch werden nicht alle Freunde sein. Das ist okay und im Grunde nicht neu. Dass wir um unser Leben kämpfen werden aber schon. Frag‘ mich wer von denen vor und hinter mir als erstes jemanden töten wird. Frage mich, ob ich’s schon während der Ausbildung tun muss. Meine zwei Sicheln führ ich sicher. Ich habe keine Angst vor den ersten Kämpfen, aber der Gedanke daran, Malek zu begegnen lässt das Kribbeln wieder deutlicher werden. Ich halte den Atem an und kurz auch mein Leben. Jetzt, das ist das davor. Das ist noch Nia Devi, die mit den Pullovern und den Glitzersteinen auf den Wangen. Bald ist’s hoffentlich Nia Devi, Reiterin, die Person, auf die man auf der Matte aufpassen muss. Ich weiß die Fußstapfen meines Vaters sind zu groß, aber stolz machen will ich meine Eltern trotzdem. Möchte nicht nur überleben, sondern auch gut sein, indem war vor mir liegt. Gute Noten, die entlocken mir ein Lächeln. Erfolg, der fühlt sich an, als wär’s genau richtig. Als wäre ich richtig. Acht Lasse die Luft durch meinen Mund wieder raus. Lass‘ los. Hab‘ viele Erwartungen, vor allen an mich selbst, aber ich straffe die Schultern und lass‘ sie los. Überleben, das wird nicht reichen, aber ich muss auch nicht gleich nach den Sternen greifen. „Wer glaubst du wird Freund und wer Feind werden?“ Meine Stimme gleitet durch ein paar Reihen vor und hinter uns. Erkenn‘ ein paar Blicke, die schärfer werden, aber auch ein paar zuckende Mundwinkel. Das wird kein Kinderspiel, aber wir sind auch keine Kinder mehr. Weiß‘ nicht, ob ich mich schon ganz erwachsen fühl. Aber das wird wohl kommen. Mit den grauen Hallen, die uns zwingen erwachsen zu werden. Nehme ein paar weitere Schritte nach vorn. Ist noch nicht das Viadukt, erst der Aufgang, die Treppen. Meine Muskeln ziehen nicht, sind’s gewohnt. Würde gerne den Rhythmus der Schritte mit den Klängen einer Gitarre untermalen, stell‘ mir meine eigene kleine Hintergrundmusik vor. Meine Stiefel sind rutschfest, als wir schließlich oben ankommen. Oben und somit den Blick aufs Viadukt bekommen. Der schmale Überweg ist keine Klippe, an der man aus Spaß entlang balanciert. Er ist der Weg in unsere Zukunft. In meine. Hebe den Kopf, sorge dafür, dass meine Züge neutraler werden und klopf mit meinen Fingern kurz auf meine Brust. Das Kribbeln ist noch da. Die Angst auch. Ich nehme beides mit meinem ersten Schritt mit. Hält mich nicht auf, als der Wind an meinem Körper reißt. Fühlt sich nicht nur gefährlich an, sondern dank des Adrenalins auch nach Freiheit. Ich bin bereit für diesen Teil meines Lebens. Ich atme ein, ich atme aus und nehme den restlichen Weg.
28 Ingameposts | 02.05.2025, 19:34
Basgiath War College
gespielt von Sarah
22 Jahre
Reiter
Mir wackeln die Knie. Meine Hände suchen Halt, finden jedoch nur Leere. Und dann kommt der Wind, zerrt an mir, möchte mich in die Tiefe ziehen und mir vielleicht das Leid ersparen, das mich auf der anderen Seite erwartet. Ich spüre hinter mir die nächste Person. Ebenfalls gezwungen, diesen Weg zu gehen? Oder freiwillig an diesem Ort? Unverständlich für mich. Vor mir ein sicherer Gang über das Viadukt - mein Blick also auf diese Person gerichtet, während sich meine Beine vorsichtig in Bewegung setzen. Meine Gedanken rasen, fragen, wer überhaupt eine Nachricht bekommen würde, wenn ich hier sterbe. Laine? Laine! Sie hat es auch geschafft. Genauso wie meine Mutter, die Laine zu meiner Patentante gemacht hat. Entschlossenheit in meinem Blick, die meine Muskeln zwar nicht erreicht, mich aber über diesen schmalen Pfad führt. Ich bin nicht stolz darauf, dass meine Knie auf der anderen Seite nachgeben. Ich sofort Blicke auf mich ziehe, die in mir den Schwächling identifizieren, der ich wohl bin. Ein Sohn von Verrätern obendrein, wenn sie mein Rebellionsmal sehen.
Ich überlebe Basgiath. Irgendwie. Bisher. Die Entschlossenheit, die ich auf dem Viadukt gespürt habe, hat mich nicht komplett verlassen, wenngleich die Zweifel ständige Begleiter in meinem Leben sind. Ich überlebe Basgiath. Aber nicht allein. Verdanke mein Überleben anderen Personen, denen ich mich heute verpflichteter denn je fühle. Ich will nicht sterben. Nicht an diesem Ort und noch weniger nachdem Loga in mein Leben getreten ist, mir das Gefühl gegeben hat, doch nicht falsch an diesem Ort zu sein. Und dann? Ich erlaube es mir nicht, an die Zukunft zu denken. Muss mich auf das Hier und Jetzt konzentrieren, um meine Ausbildung zu überstehen. Um meine Staffel zu überstehen und die Anfeindungen in den eigenen Reihen, die ständige Begleiter sind. Während ich gleichzeitig mehr verstehe. Verstehe, warum meine Eltern den Weg der Rebellion eingeschlagen haben. Ob sie stolz darauf wären, dass ich zwar nicht offen rebelliere, aber einen anderen Weg eingeschlagen habe, um zu helfen? Auch wenn ich die Tragweite noch nicht ganz begreifen kann. Meine Gründe vielleicht andere waren, als die meiner Eltern. Ihr Idealismus, etwas zu veränderen, während ich doch vor allem das Gefühl habe, dass ich mich revanchieren muss für die Hilfe, die mich überhaupt in das letzte Ausbildungsjahr gebracht hat. Ich werde es niemals erfahren. Keine Frage, auf die die Zukunft eine Antwort geben wird. Eine Zukunft, an die ich nicht denken darf. Und – wenn ich ehrlich mit mir selbst bin – nicht denken will.
14 Ingameposts | 30.03.2026, 18:58
Basgiath War College
gespielt von Maj
34 Jahre
Schriftgelehrter
Vizekommandeur von Samara… mit einem Blick auf die militärisch-biographischen Daten erstaunt, dass Domacrydhan Nergal diesen Rang und Titel trägt. Ist er mit 34 Jahren doch recht jung für diesen Posten. Ist er als Schriftgelehrter doch nicht die typische Wahl in einem System, das in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem Drachenreiter in Führungspositionen kennt. Standortkommandeure sind oft genug stille Posten, die – so notwendig sie sind – wenig Aufmerksamkeit erregen.
Doch es gibt zwei Gründe, aus denen heraus Domacrydhan aus dieser Stille ausbricht. Der eine Grund liegt in seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten. Es ist nicht zu übersehen, dass Domacrydhan einen adeligen, vermögenden Hintergrund hat (und seine Familie es nicht auf dem Status Quo belassen möchte). Er liebt Luxus und ist daran gewöhnt, dass Menschen ihm zur Verfügung stehen. Diese betrachtet und behandelt Domacrydhan oftmals nicht ausgehend von ihrer Persönlichkeit, sondern von dem Ziel, das es zu erreichen gilt. Das macht ihn auf persönlicher Ebene kalt und manchmal gar schwer zu ertragen, wenn Provokation sein Ansatz ist, mehr Leistung heraufzubeschwören. Aus militärischer Sicht macht es ihn effizient und geeignet dafür, stellvertretend einen Standort zu organisieren und in das Wissen um die Veneniexistenz eingeweiht zu sein. Zwei Geschwister und ein (selbstgewähltes) Zuhause haben das Leben und der Krieg ihm bereits genommen und auch Teile seines Hörvermögens und Gleichgewichtssinns eingefordert. Dass er sich von letzterem nicht einschränken lassen will, hat seine Risikobereitschaft in körperlicher und… moralischer Hinsicht erhöht. Was offiziell nur durch den Besitz eines Bordells auffällt, reicht weit tiefer in die Kriminalität hinein. Dass sich ersteres – seit seinem 6. Lebensjahr in unterschiedlicher Frequenz – wiederholt, hat Domacrydhans Umgang mit Menschen definiert. Er wahrt gleichermaßen erhöhte Distanz und begegnet vielem gleichgültig und nimmt Menschen und ihre emotionale Verbindung zueinander ausgesprochen wichtig. Der andere Grund liegt in dem Standort, für den Domacrydhan stellvertretende Verantwortung trägt: Fast alle Reiter einer Staffel sind durch einen poromischen Angriff ums Leben gekommen. Dass der eigene Einsatz von Sumerton ausging, spielt nur geringfügig eine Rolle, denn für die Öffentlichkeit es ist Samara, wo nun eine Staffel neu aufgebaut und konzipiert wird. Für die militärische Führung ist es Samara, von wo aus jene Reiter desertiert sind, die offiziell als tot gelten. Das ist ein Unglück samt einer möglichen Sicherheitslücke, für die Domacrydhan zwar nicht zur Verantwortung gezogen wird – aber doch beweisen sollte: Es wird keine Wiederholung geben.
19 Ingameposts | 31.03.2025, 21:51
Militär Navarre
| |||||

