Charakterliste
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gespielt von Mimi
21 Jahre
Reiterin
Fayah Shiobhan Nixon ist ein Einzelkind - zumindest wuchs sie 22 Jahre in diesem Wissen auf. Geboren und aufgewachsen im Küstendorf Penrith wurde sie von einer Schankfrau und einem Fischer erzogen. Dass Calvin nicht ihr leiblicher Vater war wusste Fay - wie man sie meist nennt - schon immer, dennoch war er der Mann, der ihr seit ihrem zweiten Lebensjahr Liebe, Geborgenheit und allerlei Wissen über die Fischerei beibrachte. Daher war sein Verlust, als sein Fischerboot in einen starken Sturm geriet und dabei kenterte enorm schmerzlich für die damals Dreizehnjährige, deren Augen selbst so blau sind wie die See. So hatte Calvin sie immer beschrieben. Er war von ihren Eltern immer der Besonnenere, Ruhigere, während ihre Mum Elaine aufgeweckt, gesellig und fröhlich war. Mit ihr verband sie ein sehr enges Band, und eindeutig hat Fay ihre Sturköpfigkeit von ihrer Mutter geerbt. Oder den Drang zur Gemeinschaftlichkeit und Zusammenhalt, denn nach dem Tod ihres Dads gab es nur noch die beiden Frauen. Ihre Mutter verlor sie bei einem Brand in der Schenke, in der Elaine arbeitete. Ein betrunkener Mann hatte während eines Streits mit einem Anderen eine Laterne unbemerkt umgerissen und dabei die Schenke in Brand gesetzt. Das Feuer hatte sich zu schnell verbreitet und Elaine eingeschlossen. Als wäre das nicht schon tragisch genug geschah genau das zu Beginn von Fays Rookie-Zeit in Basgiath. So wurde also ihre Freude darüber, endlich ihre Mum wieder zu sehen und ihr zu schreiben damit zerstört, dass man ihr ihre Todesnachricht überbrachte. Nicht einmal verabschieden hatte sie sich können, etwas, was sich die Reiterin, die mittlerweile als Junior im 1. Geschwader, Klauenschwarm, 3. Staffel ihre Ausbildung im Basgiath War College absolviert, bis heute nicht verzeiht. Ihre Mum war nie glücklich darüber gewesen, dass ihre Tochter Reiterin werden wollte. Ob es sie an den Mann erinnerte, der ebenfalls Reiter gewesen war und mit dem sie Fay gezeugt hatte? Mehr als das weiß sie selbst nicht über ihren Erzeuger, einen Namen hatte ihre Mutter nie genannt.
In ihrer ist sie jemand, der sich wünscht, dass dort mehr Zusammenhalt herrscht und wird dafür von nicht wenigen Leuten belächelt und nicht ernst genommen. Ansonsten versucht Fay tapfer, ihre Mutter und ihren Vater stolz zu machen und der Mensch zu bleiben, zu dem sie erzogen wurde. Dass das nicht immer klappt und Fay öfter ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden kann wurmt sie sehr, dennoch will sie sich nicht von dem College zu einer gefühllosen Kampfmaschine ohne Skrupel verbiegen lassen und immerhin das klappt bisher ganz gut! Auch dafür wird sie belächelt und als weich bezeichnet, doch das ist ihr tatsächlich egal. Sie träumt eben davon, dass sie als Reiter etwas bewirken und die Welt sicherer und besser machen können und sie glaubt auch an die große Liebe, die sie aber bisher noch nicht getroffen hat. Allein fühlt sie sich dadurch aber nicht, immerhin hat sie sich an Thara gebunden, die alte Drachendame, die für Fay Mutter, Großmutter und beste Freundin in einem ist. Zumindest, was Strenge angeht. Thara tritt Fay regelmäßig mental in den Arsch, erinnert sie gern daran, dass sie keine Jammertante gebunden hat und bestärkt Fayah darin, ihre Grenzen immer wieder zu erweitern. Gegenseitige Liebe? Naja, vermutlich ist das zu hoch gegriffen, doch Fay liebt Thara, ganz gleich, dass Thara ihre Reiterin manchmal lediglich toleriert, manchmal unheimlich lästig findet und doch mehr und mehr auch eine nette Seite von sich zeigt. Immerhin ist die Grüne nicht das Monster, welche andere ihrer Art durchaus sein können.
19 Ingameposts | 23.03.2025, 14:55
Basgiath War College
gespielt von Miri
45 Jahre
Reiter
Dir fällt es leicht — ruhig zu sein, gelassen. Tiefenentspannt, wenn du willst. Braucht meistens schon ein bisschen mehr damit du aus der Haut fährst, damit sich in deinem Gesicht ein bisschen mehr abzeichnet als das leichte Schmunzeln. Es scheint als könnte die Welt um dich herum untergehen, alles an Katastrophen passieren, die Ruhe würdest du nicht verlieren. Ein Schulterzucken (ist was?). Coolness, wie die Kinder sagen. Die Kinder, ha, seine, nicht deine. Es ist leicht der coole Onkel zu sein, der zwei, drei Kinder auf den Armen trägt als wär’s nichts. Der für jede Dummheit zu haben ist und Geschichten erzählt, die sie mit großen Augen verfolgen. Vom Leben auf dem Hof, deinem Vater mit den Tieren, den vielen Geschwistern und Cousins. Alles ist dann immer schön, aufregend. Nie schwer, weil vor Kinderohren muss es nicht schwer sein.
Leicht, alles so verdammt leicht. Es ist einfach sich im Chaos Zuhause zu fühlen, wenn man zwischen so vielen Menschen aufwächst, dass man manchmal nicht weiß wo man beginnt und der andere aufhört. Findest Gesicht um Gesicht, Freund an Freund, die du dichter und dichter lässt als würde es sich dann wieder anfühlen wie inmitten deiner Geschwister zu stehen. Es hilft ständig in einer Staffel zu sein, die wie Familie sein soll. Und es hilft Teil einer Familie zu sein, die eigentlich nicht deine Familie sein sollte (oder?). Egal. Nicht drüber nachdenken. Obwohl du’s tust. Immer, ständig. Der Kopf, der rotiert. Du bist zwei breite Arme, die jedes Problem nehmen, hochheben, zerdrücken. Warst Six, für deine Familie und wirst es für die neue wieder, der Spitzname kommt von selbst, wie ein Bumerang zu dir zurück. Sechs Leute, die du gleichzeitig bezwingen könntest. Sechs Jahre in denen du nie das Wort: Nein benutzt hast. Sechs Sekunden, die du brauchst um auf deinen Drachen aufzusteigen, Sechs Minuten um jeden deiner Staffel zum Lachen zu bringen — die Sprüche sind endlos; das bist alles du. Du bist beim Armdrücken gewinnen und lachen. Immer im Nahkampf, immer nah dran. Die zwei kurzen Äxte über Kreuz auf dem Rücken, weil es leicht ist. Leicht ist groß zu sein und ein bisschen finster zu gucken, was von Außen schnell alles erledigt. Dass es da Drinnen eher weich und ruhig ist, dafür muss man dich besser kennen. Besser für die Wärme und den Tierfreund, der jedem Vogel einen Namen gibt, mehr Hühner als Familie kennt und Eichhörnchen entdeckt, wo andere nur wackelndes Geäst sehen. Würdest dich nie als weich bezeichnen, nie als sanft, weil sich das Leben immer ganz anders angefühlt hat, ganz andere Worte dafür gefunden hat. Für die familiäre Liebe, die du kennst und so gerne weitergibst, für die Wärme, die da in dir schlummert, für die hoffnungsvollen Gedanken, die da hinter dem Stirnrunzeln hausen. Bist gerne mitten drin, ganz vorne dabei, das ist da wo man dich kennt, wo man dich sieht, wo man dich — erwartet. Nicht still, sondern laut. Nicht so sehr in deinem Zimmer, heimlich, mit den Büchern und den Notizen über alles mögliche, die bei ausgedachten Geschichten anfangen wo du dir die Charaktere aufschreibst damit du sie dir besser merken kannst und irgendwo bei Manövern für Flüge und Kämpfe enden. Liebst die Seifenopern und das Drama, das du manchmal zwischen den Zeilen findest. Vielleicht, weil du selber als der andere Mann inmitten einer Ehe so viel eigenes Drama hast, dass das erfundene dir irgendwie gut tut. Und du liebst ihn, das Gesicht, das all das kennt und der nie ganz dir gehört.
20 Ingameposts | 14.05.2025, 19:38
Militär Navarre
gespielt von Lini
51 Jahre
Reiter
Ich werde Navarre auf dem Rücken eines Drachens beschützen! Ein Satz der nicht deine Lippen verlassen hatte in deiner Kindheit, sondern die deines großen Bruders. Es war sein Traum eines Tages Drachenreiter zu werden, du hattest dir über deine Zukunft noch keine Gedanken gemacht. Drachen fandest du immer… furchteinflößend. Besonders, als du mal einen gigantischen Drachen mit dunkelbraunen - fast schwarzen - Schuppen gesehen hast, der knapp über deinen Kopf hinweg flog. Der Schwertschwanz größer als du selbst. Dennoch fandest du sie auch faszinierend. Dir war noch nicht bewusst, dass dir dieser Drache nochmal begegnen würde. Einige Jahre später. Denn nachdem deine Eltern und schlussendlich auch dein großer Bruder gestorben war, warst du allein auf der Welt - allein in einer Pflegefamilie, de dich nur als Geldquelle sah und sich nicht kümmerte - und du hattest den Entschluss gefasst den Traum deines Bruders weiter zu leben: Drachenreiter zu werden. Niemand hatte dich darauf vorbereitet wie hart die Ausbildung sein würde. Niemand hatte dir das Kämpfen beigebracht. Du kanntest Kämpfe von deinem Überleben auf der Straße mit deinem Bruder und schließlich alleine, aber richtiges Kämpfen war dir fremd. Somit warst du zu Beginn deiner Ausbildung auch einer der schlechtesten Kadetten, dennoch hattest du dich durch gebissen. Denn an Ehrgeiz und dem Willen zu überleben hatte es dir noch nie gemangelt. Genauso wenig an Wut darüber, dass man dir deine ganze Familie genommen hatte und du alleine warst. Deine Wut spiegelte sich in deinen Kämpfen wieder, weshalb du auch - besonders gegen trainierte Kadetten - eher nicht so eine gute Figur machtest.
Eher durch ein Wunder überlebtest du bis zur Präsentation und da sahst du einen dir bekannten Drachen wieder - oder zumindest warst du dir relativ sicher sie zu erkennen. Als könntest du so eine gewaltige Gestalt vergessen. Dann kam das Dreschen und du machtest dich auf die Suche nach ihr. Nicht, weil du glaubtest, dass sie dich binden würde, sondern, weil du sie in Gänze sehen wolltest. Sie hatte dich fasziniert. Du fandest sie. Auf einer Lichtung, nicht zu übersehen mit ihrer gewaltigen Gestalt. Reckte den Kopf in die Luft und beachtete dich offensichtlich nicht, während du fasziniert den Drachen ansahst. Als ihr Schwertschwanz auf dich zugerast kam, hast du mit deinem Leben abgeschlossen, aber du hast einen Drachen von ganz nah gesehen und es hat etwas in dir verändert. Doch der Angriff war nicht dir bestimmt sondern einem Kadetten hinter dir der dich angreifen wollte. »Du musst aufmerksamer werden.«, raunte eine weibliche Stimme durch deinen Kopf. »Steig schon auf.« Nochmal diese Stimme, nachdem du unsicher warst, ob die Stimme von ihr kam. Du musstest dich abmühen das erste Mal auf ihren Rücken zu klettern und kaum warst du oben, durchflutete dich ein Gefühl. Ein Gefühl, dass du kein kleines Licht mehr warst. »Halt dich fest.« Und es ging los. Der Start eines neuen Abschnittes. Als du das erste Mal mit Sìth durch die Lüfte flogst. Du dachtest an deinen Bruder, der dieses unglaubliche Gefühl niemals erleben würde. »Lass die Vergangenheit hinter dir. Deine Zukunft wartet.« Sìth‘ Stimme wurde dir so vertraut wie deine eigene. Sie war Familie für dich - zumindest von deiner Seite aus, wusstest du doch, dass Drachen diese Form der Bindung nicht mit Menschen eingehen. Lange hat es gedauert, bis deine Siegelkraft sich manifestiert hatte. Du hattest fast schon Angst, dass das gar nicht passieren und die Magie dich umbringen würde. Deine Siegelkraft gab dir die Fähigkeit den Ausgang von Kämpfen und Schlachten zu sehen und kaum hattest du sie manifestiert, hattest du noch mehr Ehrgeiz entwickelt, besser zu werden. Stärker. Gefürchteter. Und genau das wurdest du mit den Jahren. Du hast gelernt deine Siegelkraft und die Magie die Sìth dir zuteil werden ließ zu perfektionieren und zu verstehen. Du wurdest besser, mit jeder Vision die sich dir bot und die dir half zu verstehen, Kämpfe zu deinen Gunsten zu lenken. So weit, dass man mittlerweile munkelt, dass du nicht zu töten seist, weil du jeden Kampf und Handlung vorher siehst. So präzise ist deine Siegelkraft nicht, aber du lässt andere gerne im Glauben und nach all den Jahren bist du auch gut darin geworden Dinge deutlich öfters korrekt zu interpretieren und die Puzzleteile der Visionen zusammen zu fügen, als es früher der Fall gewesen war. Nach deinen anfänglichen Schwierigkeiten in den Reihen der Reiter, wurdest du mit dem Manifestieren deiner Siegelkraft zu einem effizienten und tödlichen Gegner. Durch deine Frau, lerntest du dich in gehobenen Kreisen zu bewegen, deine Stärken noch besser einzusetzen und dir einen Namen zu machen, sodass du in recht kurzer Zeit die Karriereleiter des Militärs nach oben geklettert bist. Du hast dich als Anführer bewiesen, als Führungsperson und als einer der loyalsten Personen des Königreiches gegenüber dem Königshaus. Die größte Ehre und Erfüllung deiner Loyalität folgte als du im Sommer 626 n.V. vom König zum Commanding General befördert wurdest. Stolz machte sich in deiner Brust breit und du wusstest, dass es nicht nur dein Stolz war, sondern auch Sìth‘, die mindestens genauso stolz darüber war wie du selbst. Du hast diese Aufgabe mit der gleichen Entschlossenheit angetreten wie seit dem Tag, als du den Viadukt überquert hattest. Mit Härte und ohne Gnade bekleidest du die Position, triffst harte Entscheidungen. Eine der härtesten sollte dich 628 n.V. erwarten, als du - nach Monaten der unklaren Visionen und Fetzen derer - notwendiges Militär mobilisiert hast, um Aretia dem Erdboden gleich zu machen, genauso wie die Rebellion, kaum als sich das Bild für dich klar ergab und den Verrat offenbarte. Dies war auch der Grund wieso die öffentliche Hinrichtung der noch lebenden Verantwortlichen durch geführt wurde. Du und das Königshaus haben die Verschonung der minderjährigen Kinder der Rebellen als Gnade verkauft und gleichzeitig wurden sie gezwungen dem Reiterquadranten beizutreten. Vielleicht auch mit ein wenig Hoffnung, dass es sowieso nicht alle schaffen würden - nicht nur auf dem Viadukt oder Gauntlet, sondern auch, weil genügend Kadetten im College waren, die Verluste aufgrund ihrer Eltern hatten erleiden müssen.
11 Ingameposts | 21.07.2025, 12:19
Militär Navarre
gespielt von Maj
56 Jahre
Reiter
Vielleicht hast du schon von ihm gehört. Von diesem Mann, der so stark ist, dass er mit bloßen Händen
Sicher hast du von ihm schon gehört. Von ihm. Von seinen Fähigkeiten. Von seinen Heldentaten. Von allem, was Kinder in ganz Navarre davon träumen lässt, zu werden wie er: Ein Drachenreiter – und ein lebender Mythos. Und wie in jeder Legende steckt auch in dieser ein Fünkchen Wahrheit. Thordars Wahrheit ist, dass er nicht nur seine Arbeitszeit, sondern seine vollkommene Existenz in den Dienst des Reichs – oder konkret: von König Alaric – gestellt hat. Kurz vor dessen Krönung hat Thordar das Amt des Königskämpen übernommen. Er macht ihn im Kampf zum Stellvertreter oder persönlichen Sinnbild des Königs. An ihm persönlich wird gemessen, wie stark eben jener König ist, denn es gibt keinen Grund, warum ein herausragender Kämpfer sich einem schwachen, unfähigen Menschen unterordnen sollte. Es gibt Rituale und Traditionen, die Thordar im Rahmen dieses Amtes zufallen. Dazu zählt, sich – zumindest in der Theorie – als Gegner zur Verfügung zu stellen, wenn jemand die Rechtmäßigkeit und Befähigung des damaligen Thronanwärters und heutigen Königs anfechten will. Dazu zählt, an Verfahren teilzunehmen, in denen über Schuld oder Unschuld durch ein Duell entschieden wird. Dazu zählt, das Recht des Königs und seinen Herrschaftsanspruch auch an jenen Orten im Reich durchzusetzen, die sich von der Hauptstadt zu weit entfernt, zu wenig beachtet oder in anderer Form berechtigt fühlen, auszuscheren. Dazu zählt, als Symbolfigur für den König aufzutreten und in einem Krieg nicht regelmäßig mit der gleichen Einheit die Grenzen zu verteidigen, sondern dort zu sein, wo die Luft am heftigsten zu brennen scheint, die Truppenmoral zu verstärken und deutlich zu machen: Es ist dem König bewusst, was seine Soldaten exakt hier leisten, welchen Gefahren sie sich für Navarre aussetzen und er sendet ihnen die höchste Form von persönlicher Anteilnahme und Verstärkung, die ihm möglich ist. Formal ist es ein Amt, doch mit der Propaganda des Reichs im Rücken, mit der persönlichen Loyalität und der permanenten Bedrohung ist es eine Identität und die Aufgaben, die Thordar zufallen, liegen oftmals nicht an der Grenze, sondern innerhalb des Reichs selbst. Es ist das Statement, dass der König nicht nur auf seine Armee und seine Außengrenzen sieht, sondern auch darauf, dass das Recht im Land gewahrt bleibt und sich (nach Tyrrendor) keine (weitere) Region gegen die Krone erhebt. Selbst ist Thordar in seiner Kindheit damit konfrontiert worden, wie genau jenes Recht versagt und ihm ebenso sein Zuhause wie seinen Vater genommen hat. Es besser machen zu wollen, ist eine ebenso tief verwurzelte Intention, wie Ängste in ihm Wurzeln geschlagen haben. Meistens aber merkt man Thordar dergleichen nicht an, sondern hat den Eindruck, hinter allen Legenden zwar ‚bloß‘ einen Mann anzutreffen, aber auch einen tatsächlich überragenden Drachenreiter. Und Thordar weiß es. Das Ego ist so groß, dass er schon wieder leise ist. Es gibt keinen Bedarf – mehr –, anderen sein Talent und seine Erfahrungen nachzuweisen. Wohl aber noch danach, die Randstunden seines Lebens, in denen er nicht einen Dienst am Königreich erfüllt, auszunutzen, sich auszuleben. Ohne Gesellschaft trifft man Thordar selten an. Er hat keine Scheu, seine Emotionen zu zeigen, wenn ihm ein aufrichtig amüsiertes Lachen darunter auch eine der liebsten ist. Meistens agiert er wohlwollend und warmherzig gegenüber anderen, die sich jedoch keine Illusionen darüber machen sollten, dass kaum jemand Thordar je wichtiger sein wird als seine Pflicht. Wenn er mit leerem Blick vor einem steht und sich an Namen offenbar nicht mehr erinnern kann, ist es einfach, das mit Pflichtversessenheit und Prioritätensetzung zu entschuldigen. Auch jetzt noch, wo es häufiger vorzukommen scheint. Auch jetzt noch, wo er es ist, der keine Geduld mit sich selbst zeigt und auf das Versagen der eigenen Psyche mit Aggressivität reagiert. Thordar ist es nicht gewohnt, etwas nicht im Griff zu haben. Er ist es nicht gewohnt, dass etwas von ihm, in ihm, nicht seinen Befehlen gehorcht. Denn auch das gehört zu Thordars Wahrheiten: Er ist Blutheiler und das rückt ihn tatsächlich in die Nähe von Unverwundbarkeit und Unsterblichkeit. Auf jeden Fall aber unterstützt es, dass er Situationen allein händeln kann, für die man sonst verschiedene Militärsektoren kombiniert. Formal zugeordnet ist allerdings auch er einer Einheit, die sein Zuhause ist und zu der er immer wieder zurückkehrt. Oftmals aber sind es seine Drachendame und er aber allein, die irgendwohin aufbrechen, um ein Abenteuer zu bestehen, aus dem weiterer Stoff für Legenden geformt werden kann. Kinder in Calldyr Stadt spielen längst
151 Ingameposts | 09.02.2025, 17:17
Militär Navarre
gespielt von Moni
22 Jahre
Flieger
Aufgewachsen als Sohn einer Fliegerin und eines Alchemisten, war dein Leben schon immer vorherbestimmt. Es war kein Wunder, dass du irgendwann einen ähnlichen Weg wie deine Eltern gehen würdest. Für dich war das schon immer das Richtige, der Weg den du gehen wolltest. Du liebtest es, wenn du auf Danns Körper durch die Gegend flogest. Schon früher hattest du deine Mutter ein wenig darum beneidet, wie frei und leicht sie sich gefühlt hatte. Das Leben, die Zukunft, all das was vor dir lag, das war so viel mehr, als du es bestimmen konntest. Das alles machte dir ein wenig Angst, das konntest du nicht ausschalten. Aber gleichzeitig warst du niemand, der einfach so aufgab. Für dich gab es immer diesen einen Kampf, den du bestreiten wolltest. Auch wenn du wusstest, dass das Leben schneller vorbei sein konnte, wenn man auch nur einen Fehler machte. Und doch hattest du immer diesen Funken von Hoffnung, dass du einen Weg finden würdest, das alles zu überstehen.
Dein Weg an die Cliffsbane war von Anfang an klar gewesen, du würdest alles dafür tun, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Denn du träumtest von einer sicheren Welt. Einer Welt, wo alle in Frieden leben konnten. Du warst dir nicht sicher, du fragtest dich, wieso man so ein Geheimnis um die Bedrohung machte, die euch bevor stand. Du konntest es nicht ganz verstehen, wieso man die Drachenreiter nicht aufklärte. Es war dir ein Rätsel. Du würdest nicht sagen, dass es Hass war, der dich deswegen anleitete, es war eher Verwirrung und Unverständnis. Beziehungen waren bei dir relativ kompliziert, es war nicht so, dass du keine Erfahrungen gesammelt hattest bisher, die hattest du definitiv. Aber du warst dir nicht sicher, ob du wirklich was Ernstes wolltest oder entwickeln wolltest. Du warst eher Jemand, der die Dinge ausprobieren und herausfinden musste. So hattest du den Glauben daran, dass du irgendwann auch was Ernstes haben könntest, aber das würde trotzdem noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Es gab in deinem Leben im Moment einfach wichtigere Dinge. Dinge, die du zu erledigen hattest. Manchmal vermisstest du deinen Heimatort, wenn du an der Cliffsbane warst. Es war nicht so, dass du nicht dort willkommen warst. Aber das Meer, der Duft, den dieser mit sich brachte. Die Erinnerungen an deine Heimat, die klangen immer nach, und du spürtest eine Sehnsucht. Gleichzeitig wusstest du jedoch, dass du immer willkommen sein würdest. Und daran würdest du immer festhalten, so lange wie es eben möglich war.
3 Ingameposts | 09.05.2026, 07:59
Cliffsbane Akademie
gespielt von Moni
21 Jahre
Reiter
Verblassende Erinnerungen, Gedanken an einen Moment, der so tragisch war, dass er dir immer noch schwer auf dem Herzen lastet. Immer wieder musst du daran denken, was deinen Eltern passiert ist. Die Gedanken die an diesen Tag zurück gehen, sind immer präsent, sie sind ein Teil von dir und es schmerzt ungemein, wenn du daran denken musst. Du hasst alles daran, und du weißt nicht wie du das verkraften kannst. Es zerreißt dich von innen, es nimmt jeden Zentimeter von dir auf. Deine Eltern zu verlieren ist ein hartes Stück, und du kämpfst jeden Tag damit, musst nach vorne schauen. Die Regentropfen klopfen an dein Fenster, du schaust nach draußen. Wenn es regnet, erdet es dich irgendwie, es gibt dir Kraft, es ist eine Beruhigung. Und wenn sie ans Fenster prasseln kannst du besser schlafen, kannst besser damit umgehen. Du fühlst dich besser, ein kleines Stück jedenfalls. Du hast aber immer noch deine jüngere Schwester, sie ist dein Anker, der Mensch der dir alles bedeutet und ohne den du nicht mehr leben kannst. Ohne sie wärst du verloren, ohne sie könntest du nicht weiter machen. Denn du bist dir sicher, dass es keinen Weg gäbe. Sie ist die einzige, deren Meinung dich interessiert. Mal abgesehen von deinen Freunden die du hast. Aber besonders auf ihre Meinung legst du einen Wert. Sie ist dir unheimlich wichtig, und du wüsstest nicht was du ohne sie machen würdest.
Du hast Schwierigkeiten dich in die militärische Struktur einzufinden. Immer mal wieder sind da Probleme, die du nicht beschreiben kannst. Dinge, die dir den Kopf zerbrechen. Jetzt bist du Reiter und da führt kein Weg dran vorbei, das musst du wohl akzeptieren, ob du willst oder nicht. Du bist gezeichnet, du weißt mehr als du eigentlich wissen solltest, und du denkst immer wieder daran, was es bedeutet, wenn man einen großen Verlust verzeichnet. Wenn es um dich geht, du hast eine große Klappe und nimmst kein Blatt vor den Mund, du kannst manchmal sehr aufbrausend und aufmüpfig sein. Die Angst, dass dir oder deiner Schwester mal hier was passieren könnte, die ist immer da, die nimmt dich ein, und verblasst niemals. Wenn du mal zu viel riskierst, dann zuckst du einfach nur mit den Schultern. Denn du bist vollkommen risikobereit. Was wäre das Leben ohne ein wenig Adrenalin, das durch deine Adern schießt? Manchmal redest du unglaublich viel, oft wie ein Wasserfall und dann bist du meistens unaufhaltsam. Du liebst die Natur und die Wälder, das alles was es mit sich bringt. Immer wieder musst du daran denken wie schön es dort ist. Und mit deinem Drachen würdest du überall hinfliegen, wenn das möglich wäre. Du willst einfach nur frei sein, das ist dein Traum. Aber du wirst immer zum Militär gehören. Und irgendwann akzeptierst du vermutlich auch diese Tatsache.
6 Ingameposts | 30.04.2026, 09:07
Basgiath War College
gespielt von Moni
22 Jahre
Reiterin
Der Regen prasselt leise an dein Fenster, es fühlt sich an als wäre es eine Nachricht, eine die an dich gerichtet ist, die du nicht ignorieren kannst. Eine Nachricht bei der du dich fragst, ob es ein Gruß sein könnte. Vielleicht der deiner Eltern? Wer weiß. Du bist eine Gezeichnete, gezwungen dazu dem Reiterquadranten beizutreten, und wenn du genauer überlegst, hast du alles daran gehasst. Der Moment als du deine Eltern verloren hast, weil sie Rebellen waren, war der Moment, als man dich gebrochen hatte. Es war so ein Schmerz, der sich in dir kanalisiert hatte, den du kaum ausschalten konntest. Und dann denkst du auch heute noch daran, kannst es nicht hinter dir lassen, bist eher besonders geplagt und geprägt von diesen Schatten, die dich immer wieder heimsuchen.
Hal ist deine Partnerin, dein Drache, ohne sie, hättest du die Jahre auf dem Basgiath nie überstanden. Und sie hat dich auch dazu gebracht, dass alles ein wenig weniger zu hassen. Wenn sie nicht wäre, wärst du vermutlich schon längst vollkommen aufgeschmissen. Aber sie hat dich an einen Punkt gebracht, wo du realisiert hast, dass es gar nicht so schlecht ist eine Reiterin zu sein. Deine Fähigkeit ist die Pflanzenmanipulation, was kein Wunder ist, da du dich schon immer zu der Natur hingezogen gefühlt hattest. Kein Wunder, denn du kommst ja aus einem Ort, der am Meer ist. Du liebst das Rauschen der Wellen, die Freiheit, die dieser Ort ausstrahlt und die Momente, an denen du dich einfach nur sicher und richtig fühlst. Auch wenn dein Zuhause dich schmerzlichst immer daran erinnern wird, was du wirklich verloren hast. Du bist eher von einer zurückhaltenden Natur, ziehst dich zurück und schnitzt deine kleinen Holzfiguren, das ist es was dir am meisten Spaß bereitet. Deine Freunde wählst du mit Bedacht, aber du bist niemand, der richtig auf andere zugeht, es ist einfacher wenn das jemand anders übernimmt. Du bist keine Kampfmaschine, du übst dich aber auch nicht in Zurückhaltung, denn wenn es einmal klar ist, dass du kämpfen musst, dann hältst du dich nicht zurück. Manchmal kannst du ein wenig melancholisch sein, was vermutlich daran liegt, dass du deine Eltern vermisst. Als du erfahren hast, dass Hal an eine andere Drachin gebunden war, und das ausgerechnet dein Professor Zarek war, wusstest du nicht wie du damit umgehen solltest. Doch irgendwas an ihm, ist anziehend, und du kannst es nicht ignorieren. Nur dürfest du das niemals zulassen, denn solche Beziehungen sind verboten.
5 Ingameposts | 03.04.2026, 17:21
Basgiath War College
gespielt von Moni
28 Jahre
Fliegerin
Leises Rascheln, der Duft des Meeres, die angenehme Luft, das Gefühl der Freiheit, das alles hatte dich geprägt, du warst ein Mensch, der das Meer liebte, der auch dort aufgewachsen war. Für dich gab es nichts besseres, als dort zu sein, einfach das Gefühl zu genießen, dass es dir gab. Du konntest nicht anders, du wolltest gerne noch sehr viel mehr davon. Es war von vorneherein klar, dass du eine Fliegerin werden würdest, denn deine Eltern waren es ja schließlich auch. Doch irgendwann, du warst gerade auf der Cliffsbane Academy, da kamen deine Eltern ums Leben. Das Gefühl und der Verlust, hatte dich durchaus verändert, du konntest nichts fühlen, da war so viel was auf einmal auf dich einprasselte. Du wolltest wissen, wer sie ermordet hatte, wer dir sowas angetan hatte. Deine Gedanken sprangen im Dreieck und du warst dir nicht sicher was du damit anstellen solltest. Es hatte dich verändert, und auch gleichzeitig geprägt. Der Verlust war eine Sache, die dich sehr beeinflusst hatte, die dich in einen Menschen verwandelt hatte, der damit umgehen konnte. Auch wenn du nicht damit umgehen wolltest. Du wolltest deine Eltern zurück. Und über die Jahre wuchs vor allem ein Gedanke: Rache. Und immer wieder dachtest du daran, wolltest mehr darüber herausfinden was ihnen passiert war. Du warst dir nicht sicher, ob du es konntest. Du wusstest es nicht. Schon seit Jahren forschtest du danach, aber konntest nichts herausfinden.
Mit den Jahren wuchs dementsprechend auch die Resignation, irgendwann konntest du nicht anders, als dich damit abzufinden. Dein Hass auf den Mörder deiner Eltern wurde immer stärker, aber gleichzeitig auch die Tatsache, dass du es nicht mehr rückgängig machen konntest. Du hattest eine große Klappe, und es steckte auch viel dahinter. Auch wenn du relativ klein warst, so konntest du doch sehr aufmüpfig sein. Das Gefühl der Einsamkeit schlich sich immer wieder an dich heran und du konntest es nicht verbergen, dass du doch das Gefühl hattest, dass diese dich einholte. Das wolltest du allerdings nicht, nein, du wolltest viel lieber, jemanden an deiner Seite haben. Doch du warst nie richtig verliebt, hattest einfach keine Zeit und die Motivation dafür. Deswegen warst du ganz zufrieden. Du hattest dennoch gerne Menschen um dich, denn du warst eine offene und lustige Gesellschaft. Wenn du abends alleine in deinem Bett lagst, dann schweiften die Gedanken immer wieder zurück zu deinem Verlust. Doch es kam noch schlimmer, du warst 26 Jahre alt, da kam deine beste Freundin bei einem Einsatz ums Leben. Es zerstörte dich innerlich, und du konntest nicht anders, als das Schicksal und die ganze Welt zu verfluchen. Dadurch hatten sich bei dir auch Bindungsängste sowie Verlustängste entwickelt, die du nicht ganz ausschalten konntest. Und auch wenn alles um dich herum nur noch schwarz-weiß war, warst du eine Kämpferin. Eine, die mit ihrem Greif die Welt verändern wollte. Eine, die mehr Einfluss haben wollte, und die nicht anders konnte, als das zu machen, was sie am besten konnte: überleben und kämpfen.
7 Ingameposts | 23.12.2025, 16:54
Militär Poromiel
gespielt von Maj
43 Jahre
Diplomatin
Es sind die Juwelen um ihren Hals und an ihren Ohren, die funkeln und strahlen – nicht etwa der Verstand von Nicaea Darikos, geb. Valy. Sie funkelt am Arm eines einflussreichen Ehemanns, der in der militärischen Hierarchie nicht mehr höher kommen kann, ist er doch schon Commanding General der navarrianischen Streitkräfte. Dass Nicaea für diese Hochzeit formal ihren Adelstitel aufgeben musste und vor dem Gesetz und bei höflichen Ansprachen ‚bloß‘ als Bürgerliche gilt, spielt keine Rolle. Mit ihrer Biographie ist sie immer noch das Wunsch- und Vorzeigekind ihrer Eltern, was diese auch über die 43jährige noch immer so formulieren.
Als Sandwichkind wurde sie in eine adelige Familie hineingeboren, die von ihrem Stammsitz in Calldyr Stadt aus ihre Fäden webt und konkrete Vorstellungen davon hatte, wie Töchter der Familie zu sein hatten: liebreizend und schön. Ausgestattet mit einem Familiennamen, der sie zwar aufrechter gehen lässt als jedes Korsett, zugleich aber nicht einschnürt. Denn als Valy kann man es sich erlauben, mit Erwartungen zu spielen, auszubrechen aus dem klassisch adeligen Muster und Wege zu gehen, durch die doch niemals Grenzen gesprengt würden. Der Grad zwischen goldenem Käfig und Freiflug war schmal, doch Nicaea hat es gemeistert, das zweite zu haben und nach dem ersten auszusehen. Perfekter als ihre jüngere Zwillingsschwester fügt sie sich in die traditionelle Gesellschaft aus Hochadel, Militär und Politik ein, lächelt und stimmt zu, dass sie Glück hatte. Glück, einen Mann zu heiraten, der eine strahlende Karriere absolviert hat. Glück, mit ihm zwei leibliche Kinder zu haben, während sie mit ihm noch ein drittes groß zog. Glück, neben all ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen noch Zeit dafür zu finden, ihrem Hobby der Ahnenforschung nicht nur privat nachzugehen, sondern auch in einem Archiv Calldyrs angestellt zu sein. Glück, das Nicaea nicht bloß zugefallen ist, sondern das sie sich auch erarbeitet hat. War es in ihrer Teenagerzeit noch ein Spaß, harmlos zu wirken und doch Fäden zu ziehen, hat Nicaea es über die Jahre perfektioniert. Hier ein Stoß, da eine persönliche Information über seinen Gegenüber oder die Gesellschaft als Ganzes war der Karriere ihres Ehemanns sicher nicht abträglich. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit zeigt sich auch, dass Nicaeas Organisationstalent und Loyalität kontrollierende Züge hat. Doch es war nie sie selbst, die sie damit in den Mittelpunkt gespielt hat. Ob hinter Mann, Schwester oder einer Lüge: Nicaea kann zurücktreten. Und so ausdauernd, wie Nicaea über die Bedeutung von Familienlinien und Traditionen, die Qualität von Papier oder Tintenfraß reden kann, glaubt man ihr mit Leichtigkeit, dass die entsprechende Ahnenforschung ihr Vollzeitjob sei. Dahinter tritt zurück, dass Nicaea keine Tempelbücher, sondern im Amt für inner Angelegenheiten geheime Berichte aus dem ganzen Land auswertet.
6 Ingameposts | 05.11.2025, 10:22
Zivil Navarre
gespielt von Emma
38 Jahre
Reiter
Kato Rochan flog fast 20 Jahre im navarrianischen Militär, ehe er im August 633 offiziell an der Grenze zu Poromiel (nahe Sumerton) ums Leben kam. So heißt es jedenfalls offiziell. Vom Roten Terror, seinem über 150 Jahre alten Drachen, fehlt seither scheinbar jede Spur. Gerüchteweise heißt es, der Drache sei mit Rochan zugrunde gegangen. Andere behaupten, der Wahnsinn hätte sie - beide - letztlich doch heimgesucht, denn ganz ohne Risiko war es gewiss nicht, als der rote Drache vor 18 Jahren ausgerechnet den Sohn seines letzten Reiters band. Viel von dem, was man sich über die Jahre so erzählt hat, fügt sich gut ins Bild: skrupellos, gewalttätig, brutal und grausam, sollen Reiter und Drache gewesen sein. Fast ausnahmslos an der Frontline, an der Grenze zu Poromiel, eingesetzt; nah am Feind und weit weg von der zivilen Bevölkerung, deren Sicherheit an jenen Grenzen verteidigt wird. Kato hat fast sein gesamtes Leben in der ein oder anderen Form im Krieg, im Kampf ums nackte Überleben, verbracht: Er kennt es nicht anders. Er wüsste mit Frieden nichts anzufangen. Glücklicherweise sah es zeit seines Lebens nicht so aus, als würde es jemals an Krieg mangeln: nicht, nachdem der Verteidigungskrieg gegen den Aggressor im Osten seit Jahrhunderten tobte. Vor allem nicht, wenn sogar die Provinz im Süden sich gegen die eigenen Leute stellte und eine Rebellion startete. Mit seinen 38 Jahren hat Kato beinahe zwanzig Jahre seine Pflicht getan, Befehle befolgt und Navarre verteidigt. Verteidigt gegen einen falschen Feind. Seit August 633 weiß er, dass östlich von Poromiel noch ein ganz anderer Feind lauert. Nun weiß er von der Existenz der Veneni. Und gestorben sind weder er noch sein Drache. Desertiert sind sie: Hals über Kopf, um das eigene Leben zu retten, fort aus Navarre, die Heimat verlassen, die sie unter Einsatz ihres Lebens ach so lange verteidigten und die sie nun beseitigen wollte. Nur weil sie über ein Geheimnis stolperten - weil das Geheimnis sich ihnen regelrecht aufdrängte! Dem Staffelführer und den Kameraden sind sie nach Poromiel (Keld) gefolgt und mit ihnen Wochen später an die Ostgrenze von Poromiel: nach Mirik.
40 Ingameposts | 01.04.2025, 13:30
Militär Poromiel
gespielt von Lucy
21 Jahre
Reiterin
0 Ingameposts | 16.07.2026, 22:50
Basgiath War College
gespielt von Katja
22 Jahre
Reiter
Lange ist mein Leben ziemlich normal verlaufen. War einfach nur ein Junge, hab mich für viel interessiert, wusste nur noch nicht so richtig wohin mit meinem Leben. Aber das war ein Problem für später. Ist einfach es zusammenzufassen. Bis dann alles anders wurde.
Jetzt finden mich viele seltsam. Ist wohl auch komisch. Der Typ der nicht spricht. Habs seit dem nicht mehr. Vielleicht fehlten mir damals einfach die Worte. Wusste nicht wie ich mein Entsetzen ausdrücken sollte. Wie ich begreifen, verstehen sollte was genau passiert ist. Wie soll man in Worte fassen, dass man gesehen hat, wie die eigenen Eltern sterben. Auf diese Art. Also hab ich geschwiegen. Es nicht versucht und seit dem einfach keine Worte mehr gefunden. War einfach am Anfang einfach nicht darüber zu reden. Keine Fragen zu beantworten. Ich weiß um die Gründe der Rebellion. War damals alt genug um genug mitzubekommen, dass meine Eltern Geheimnisse hatten und hab Fragen gestellt. Erst haben sie diese abgewiegelt, wollten mich schützen, aber als ich nicht aufgehört hab, haben sie es mir erklärt. Haben mir ihre Ansichten erklärt, von den Veneni erzählt und mich zu einem gewissen Grad einbezogen. Dann hab ich gesehen was mit denen passiert ist, die es wussten. War dabei, als es jenen den Tod brachte. Vielleicht wars auch mit die Angst, die mir die Worte nahm. Worte können nichts rückgängig machen. Können keine Toten zurückbringen. Worte geben Wahrheit Form und Wahrheit bringt Schwierigkeiten. Absurd, dass ausgerechnet ich das sag? Wo Wahrheitssagen meine Siegelkraft ist? Vielleicht deswegen auch besonders passend. Ich kenn die Wahrheit, teil sie aber mit niemanden, der nicht davon weiß. Muss nicht noch wem das Gewicht auf die Schultern legen. Nicht noch jemanden in Gefahr bringen. Nicht zu sprechen, macht es einfacher, ich sag halt einfach nichts. Hier ein Nicken. Da ein Kopfschütteln. Ist geblieben. Ist dabei geblieben. Jetzt ist es normal. Für mich. Hab Zettel und Stift. Hab meine Mimik. Hab meine Hände. Meine Tattoos. Mir reichts. Wem’s nicht reicht. Nun. Einen Mittelfinger versteht jeder, oder? Kann mich verständlich machen. Hier kennen mich die meisten nur so. Haben mich nie Reden gehört. Bin nicht hier um etwas zu beweisen. Bin hier, weil ich es muss. Wollte nie Reiter werden. Aber ich wollte auch nicht sterben. Ich will leben und wenn das der Weg ist, lerne ich eben gut darin zu werden. Also mach ich das beste draus. Hab akzeptiert, dass ich Reiter werde. Werds überleben und mich hier nicht ganz verlieren. Bin immer noch ein Typ mit dem man lachen kann. Hab vielleicht trockenen Humor. Mag Sarkasmus. Aber weiß, bin eigentlich ein liebenswerter Kerl. Jemand der einem die Hand hinhält. Niemand der einem in den Rücken fällt. Vertraue nicht jedem sofort, aber bin niemand der einen sofort fallen lässt, wenns unbequem wird. Wer sich meine Loyalität verdient hat, verliert sie auch nicht so schnell … svg credit: SVG Repo
8 Ingameposts | 16.06.2026, 17:52
Basgiath War College
gespielt von Josi
35 Jahre
Reiter
Träumer. Ein Leben in einem Wort, ein Mensch, beschrieben, erkannt in seinem tiefsten Herzen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gemalt in sanften, hellen Farben und leisen Tönen. Seine Träume waren so klein und doch für ihn das Größte, die schönste Vorstellung und doch zu viel verlangt um in Erfüllung zu gehen. Träume, noch immer vorhanden und doch tief vergraben. Träume, still und leise in seinem Herzen, in seinen Nächten, nicht im Schlaf, aber im Wachsein, wenn er den Blick in einer klaren Nacht auf die Sterne richtet, den hellen, vollen Mond und sich fragt, ob andere Augen auch in dieses sanfte Licht blicken. Träume, die Wünschen, Sehnsüchten gleichen, aber nicht Hoffnungen, weil die lange begraben sind. Die Vorstellung an ein wunderschönes Leben in einem kleinen Haus am Meer an der Küste des arktischen Ozeans. Ein kleines Haus, voller Bücher, voller Lachen, voller Sonnenschein, in seinen Träumen in denen er das grelle Licht des Tages noch zu ertragen vermochte, die Wärme nicht zu viel war, sondern gerade genug. Träume von ihr, mit ihr, von einem gemeinsamen Leben. Träume, die Visionen gewichen sind.Vergangenheit in die es kein zurück zu geben scheint, ausgeträumt. Farben die verblassen, Töne die verklingen, tief eingeschlossen im Inneren, begraben. Kühl die Gegenwart, erfüllt von Pflicht und Dienst und selbstgewählter Einsamkeit, weil die Zukunft nichts mehr zeichnet als den Tod. Dunkler Schleier, der sich über jedes Gesicht legt in das er blickt, Visionen von schwarz und weiß und rot, der Lärm von Schlachten und Schreien und das Wehklagen jener, die am Ende zurückbleiben. Zu selten, zu wenig Frieden, zu selten hohes Alter und sanftes Einschlafen, zu viel Schmerz, zu viel Gewalt. Ungleichgewicht, in den Visionen, im Herzen, welches sucht sich zu verschließen, verstecke, festzuhalten, was ihm aus den Händen gleitet. Wut, Enttäuschung, Eifersucht. Vermissen. Sehnen. Weil jeder glücklich werden kann, aber nicht alle. Nie Alle. Nicht er. Vielleicht sie. Er hofft, sie. So lange nicht gesehen, außer in jeder Nacht, in wenigen Träumen, in zu vielen Visionen. Nie vergessen. Nie einen Tag nicht an sie gedacht, nie einen Tag sich selbst nicht verflucht und jeden einzelnen Gott dazu, trotzdem fast zu beten versucht, für diese eine Gnade, ihren Tod nicht mehr sehen zu müssen. Bereut, einen Anderen so viele Jahre hinterfragt zu haben. Geblieben, eingebrannt, das Bild der toten Augen seiner Mutter, die Tränen seiner Schwester, die Frage nach dem Warum. Warum? Die Frage nach dem Wie. Wie? Wer? Die Frage wer es getan hat und eine Ahnung, aber nie eine Antwort, nie ein Beweis. Ein ungeklärter Tod, diese Fragen unbeantwortet, diese Erlösung nie gefunden, nur andere Antworten bekommen auf zu viele Fragen die er nie gestellt hat. Zu viele Tode, die er nie hätte sehen wollen und doch nicht weg sehen kann. Kein Träumer mehr. Seher. Kein Gelehrter mehr, kein Künstler mehr, kein Schreiber, Reiter. Kein pastellbunt. Schwarz.
23 Ingameposts | 12.04.2025, 13:32
Militär Navarre
gespielt von Sarah
39 Jahre
Reiterin
„Wenn ich am Nachthimmel den Halbmond sehe, dann regt sich etwas in mir, das ich nicht häufig zulasse: Unsicherheit. Ich sehe dort am Himmel etwas Unvollständiges. Halb Licht, halb Schatten. Nichts Ganzes auf beiden Seiten, aber in sich irgendwie auch perfekt ausbalanciert. So wie ich? Oder ist da mehr Licht in mir? Oder gar mehr Schatten? Ist da mehr Ungewissheit als Klarheit? Oder genau umgedreht? Und warum fühle ich mich nach all den Jahren immer noch nicht vollständig, spüre immer noch eine Leere in mir, die ich nicht weiß, wie sie zu füllen ist?"
- Notizen von Gráinne Iraola, 633 Es sind Worte einer scheinbar zweifelnden Frau. Zweifelnd an sich selbst und dem, was sie in ihrem Leben erreicht hat und wo sie noch hinmöchte. Untypisch, denn eigentlich wusste Gráinne scheinbar schon immer, wohin sie in ihrem Leben wollte. Reiterin werden. In den militärischen Rängen aufsteigen. Karriere machen. Ihrem Familienname Ehre bringen. Aber heute scheint es, als habe sie sich irgendwo auf dem Weg vielleicht selbst verloren. Verloren in den hohen Ansprüchen, die sie an sich selbst hat und die sie antreiben. Etwas, das ihr in ruhigen Momenten auffällt. Oder in den stürmischen Momenten, in denen ein Sturzflug mit ihrem Drachen dafür sorgt, dass es ihr im Magen kribbelt und ihr das Herz bis zum Hals schlägt. So sehr in ihrer Brust schlägt, dass sie das Gefühl hat, wirklich am Leben zu sein. Nicht nur ein Rädchen in einer Maschine zu sein. Sie möchte mehr von diesen Momenten und verschließt sie und diesen Wunsch doch in ihrem Inneren, ist pflichtbewusst und würde niemals so agieren, dass ihr Handeln ihre Staffel gefährden könnte. Ihre Staffel. Es fühlt sich immer noch surreal an, dass sie es wirklich geschafft hat, zur Staffelführerin aufzusteigen. Da ist stolz in ihr, den sie selten zeigt. Aber da ist auch Anspannung. Sie fühlt sich verantwortlich für ihre Staffel. Aber was ist da nun in Gráinne? Mehr Licht oder mehr Schatten? Sie ist sich manchmal selbst nicht mehr sicher, möchte mehr das strahlende Licht sein, das sie früher einmal gewesen ist. Häufig lachend, strahlend und freudig bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Aufgaben, die ihr heute Schatten unter die Augen zeichnen, weil sie sich erneut in ihrem Perfektionismus verloren hat und in der Tatsache, dass sie ungern abgibt. Obwohl sie ihrer Staffel vertraut und keine Zweifel daran hat, dass sie weitaus mehr Aufgaben delegieren könnte, um selbst nicht auszubrennen. Denn vielleicht ist genau das es, was die Leere verursacht, die sich in ihre Gedanken schiebt, wenn sie den Halbmond in ruhigeren Nächten betrachtet. Und dabei den stillen Wunsch so klar empfindet, dass sie gerne jemanden an ihrer Seite hätte, um ihre Erfolge zu teilen. Ihre Gedanken, ihre Träume und ihr großes Herz, das sie schon immer angetrieben hat, das jedoch dieser Tage zu wenig zum Vorschein kommt. Irgendwo gefangen ist zwischen Verpflichtung und eigenem Anspruch.
4 Ingameposts | 17.05.2026, 15:49
Militär Navarre
gespielt von Katja
47 Jahre
Reiter
Ob es das Alter oder die Erfahrung ist, oder ob man den Glauben daran verloren hat, dass Licht einen noch erreicht. Hunter schert sich nicht mehr groß darum, was Menschen von ihm halten, oder denken. Wenn man von sich selbst im Grunde nur Schlechtes erwartet, dann kann man auch getrost darauf scheißen – pardon – was andere glauben zu wissen. Das Auftreten des Mannes wird häufig von einer gewissen Bitterkeit und Härte geprägt. Freundlichkeit sucht man grundsätzlich erst einmal lange bei ihm und seine Art ist – nett beschrieben – eher als barsch und direkt zu beschreiben. Höflichkeit betrachtet er als reine Zeitverschwendung und setzt stattdessen nachdrücklich auf schonungslose Ehrlichkeit. Dabei nimmt er selten ein Blatt vor den Mund und seine Ausdrucksweise ist häufig alles andere als Jugendfrei. Über sich selbst macht der Reiter sich keine großen Illusionen. Er teilt die Welt vor allem in Schwarz und Weiß ein, wobei er Weiß nur einen kleinen Raum gibt. Dunkelheit sieht er als vorherrschend an, um ihn herum, in ihm selbst. Seine eigene Dunkelheit, hat er angenommen und sieht in sich selbst keinen guten Menschen. Aber vielleicht ist er ein schlechter Mensch, der versucht auf der richtigen Seite zu stehen. Einer der bereit ist Grenzen zu überschreiten und vielleicht so Dinge erreichen kann, an denen andere scheitern, weil sie diese Grenzen nicht bereit sind zu durchbrechen, weil sie Angst davor haben, was es sie selbst kosten könnte. Hunter kennt diese Angst nicht, weil er glaubt, dass nicht mehr viel in ihm verloren gehen kann. Er ist bereit den Preis zu zahlen, wenn es Jene beschützt, die ihm noch etwas bedeuten, denen er Loyalität entgegenbringt. Dabei kann er schonungslos sein und ein erneutes Versagen, will und kann er sich nicht gestatten. Zu schwer wiegt die Schuld, die auf seinen Schultern liegt, als Vater versagt zu haben und die Hinrichtung seiner Tochter nicht verhindert haben zu können. Dieses Ereignis hat einen Großteil seines heutigen Charakters geprägt. Die Hilflosigkeit, die immer noch in seinen Eingeweiden wühlt, hat sich seit dem nie ganz vertreiben lassen und sich nur von dieser gewissen Wut in Griff halten lässt, die er immer mit sich rumzutragen scheint. Vorher schon. Seit dem noch mehr. Vertraut und ein willkommenes Ventil. Hunter scheint immer ein wenig angespannt zu sein und nicht selten kommt es vor, dass er die Kontrolle verliert. Ein Stück Erleichterung und für einen Moment eine Hilfe, um den Schmerz im Inneren zu vergessen. Zu den meisten pflegt er ein eher distanziertes Verhältnis und hinter diese Mauern zu kommen – ist erst einmal nicht leicht. Er ist verschlossen und abweisend. Es fällt ihm schwer, andere an sich ran zu lassen. Er weiß, dass er eher verbittert ist und nicht mehr viel Gutes sieht. Er weiß, dass er sich verändert hat, weniger lacht als früher und allem etwas Schweres anzuhaften scheint. Über sich selbst würde Hunter nicht viele positiven Eigenschaften aufzuzählen wissen. Dabei sind sie durchaus vorhanden. Ohne zu Zögern, würde er für andere sein Leben geben, vielleicht weil ihm sein eigenes nicht mehr so viel bedeutet. Denen, die ihm etwas bedeutet – die Wenigen Freunde, sein Sohn, der Rest Familie – bringt er unerschütterliche Loyalität entgegen und würde für sie immer Alles stehen und liegen lassen. Mit seiner stillen Art ist er ein guter Zuhörer und seine Ratschläge sind nicht immer schlecht, manchmal etwas derb geäußert.
44 Ingameposts | 03.03.2025, 18:57
Militär Navarre
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