Codex of Flame and Fury
codex of flame and fury
Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Charakterliste
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
gespielt von Moni
28 Jahre
Fliegerin
Leises Rascheln, der Duft des Meeres, die angenehme Luft, das Gefühl der Freiheit, das alles hatte dich geprägt, du warst ein Mensch, der das Meer liebte, der auch dort aufgewachsen war. Für dich gab es nichts besseres, als dort zu sein, einfach das Gefühl zu genießen, dass es dir gab. Du konntest nicht anders, du wolltest gerne noch sehr viel mehr davon. Es war von vorneherein klar, dass du eine Fliegerin werden würdest, denn deine Eltern waren es ja schließlich auch. Doch irgendwann, du warst gerade auf der Cliffsbane Academy, da kamen deine Eltern ums Leben. Das Gefühl und der Verlust, hatte dich durchaus verändert, du konntest nichts fühlen, da war so viel was auf einmal auf dich einprasselte. Du wolltest wissen, wer sie ermordet hatte, wer dir sowas angetan hatte. Deine Gedanken sprangen im Dreieck und du warst dir nicht sicher was du damit anstellen solltest. Es hatte dich verändert, und auch gleichzeitig geprägt. Der Verlust war eine Sache, die dich sehr beeinflusst hatte, die dich in einen Menschen verwandelt hatte, der damit umgehen konnte. Auch wenn du nicht damit umgehen wolltest. Du wolltest deine Eltern zurück. Und über die Jahre wuchs vor allem ein Gedanke: Rache. Und immer wieder dachtest du daran, wolltest mehr darüber herausfinden was ihnen passiert war. Du warst dir nicht sicher, ob du es konntest. Du wusstest es nicht. Schon seit Jahren forschtest du danach, aber konntest nichts herausfinden.
Mit den Jahren wuchs dementsprechend auch die Resignation, irgendwann konntest du nicht anders, als dich damit abzufinden. Dein Hass auf den Mörder deiner Eltern wurde immer stärker, aber gleichzeitig auch die Tatsache, dass du es nicht mehr rückgängig machen konntest.

Du hattest eine große Klappe, und es steckte auch viel dahinter. Auch wenn du relativ klein warst, so konntest du doch sehr aufmüpfig sein. Das Gefühl der Einsamkeit schlich sich immer wieder an dich heran und du konntest es nicht verbergen, dass du doch das Gefühl hattest, dass diese dich einholte. Das wolltest du allerdings nicht, nein, du wolltest viel lieber, jemanden an deiner Seite haben. Doch du warst nie richtig verliebt, hattest einfach keine Zeit und die Motivation dafür. Deswegen warst du ganz zufrieden. Du hattest dennoch gerne Menschen um dich, denn du warst eine offene und lustige Gesellschaft. Wenn du abends alleine in deinem Bett lagst, dann schweiften die Gedanken immer wieder zurück zu deinem Verlust. Doch es kam noch schlimmer, du warst 26 Jahre alt, da kam deine beste Freundin bei einem Einsatz ums Leben. Es zerstörte dich innerlich, und du konntest nicht anders, als das Schicksal und die ganze Welt zu verfluchen. Dadurch hatten sich bei dir auch Bindungsängste sowie Verlustängste entwickelt, die du nicht ganz ausschalten konntest. Und auch wenn alles um dich herum nur noch schwarz-weiß war, warst du eine Kämpferin. Eine, die mit ihrem Greif die Welt verändern wollte. Eine, die mehr Einfluss haben wollte, und die nicht anders konnte, als das zu machen, was sie am besten konnte: überleben und kämpfen.
2 Ingameposts | 23.12.2025, 16:54
Militär Poromiel
gespielt von Keks
28 Jahre
Reiter
Als Kind wuchs Abb in Armut auf und natürlich hat ihn das damalige Leben sehr geprägt, doch er hatte etwas, was für ihn viel kostbarer gewesen ist, als jede Münze in der Hand: Eine liebevolle Familie, die trotz der schmerzhaften Verluste, die sie alle erleben mussten, zusammen standen und sich gegenseitig Halt und Stütze waren.
Der große Traum ist es immer gewesen dem großen Bruder nachzueifern, der sich einen Namen als Reiter gemacht hatte, bis das Schicksal erneut zuschlug und es ein weiteres Grab in der Heimat gab, dass den Namen eines Mitglieds von ihnen trug.
So kalt und hart das Leben für Abb wurde, als auch der Vater starb und er die geliebte Heimat verlassen musste, er selbst wurde es nie.
Es ist so leicht den Draufgänger in ihm zu sehen, der sein eigenes Leben riskiert, weil es nichts mehr gibt, was er verlieren könnte. Den Jungen, der bis heute nicht in der Lage ist eine Mahlzeit in Ruhe zu sich zu nehmen, der durch das Leben im Waisenhaus und später auf der Straße geprägt wurde und wo jede Mahlzeit ein Kampf ums Überleben war. Ihm ist in seinem Leben nie etwas geschenkt worden, was materiellen Wert besaß. Alles, was er bekommen hatte, war Liebe und ein Gefühl von Zugehörigkeit.
Natürlich war es schmerzhaft, als ihm auch dies letztlich noch genommen wurde und die kalte Welt seine Heimat wurde, in der ein Straßenjunge keine Bedeutung oder Beachtung fand. Zu schnell musste er lernen, sich mit Fäusten zu wehren und sich durchs Leben zu beißen. Es wunderte wohl kaum einen, dass er stärker als viele andere seines Jahrganges waren, weil der Kampf sein Leben bestimmt hatte. Sein Überleben gesichert hatte. Und gleichzeitig war es der düster drein wirkende Junge, der sich einen Namen als der Sanftmütige machte.
Der keinen anderen Kadetten von der Brücke stieß um einen Vorteil zu erlangen, ganz im Gegenteil. Der seine Hand ausstreckte um ein junges Mädchen vor dem Tod zu bewahren. Das Gute war noch immer in seinem Herzen geblieben, als er ihr das Mantra seiner Familie ins Ohr flüsterte: “Wir schaffen das.”
Seine Familie hatte er verloren, doch nie die Hoffnung und er baute sich eine neue, eigene Familie auf, die aus Freunden bestand. Anders und doch der Zusammenhalt und die Liebe, die ihn die ersten Jahre seines Lebens begleitet hatten. Und das ewig weitergegebene Mantra: Wir schaffen das.
Wir! Weil wir gemeinsam stark sind, weil wir eine Familie sind, weil wir Reiter sind.
Die selbst gewählte Familie, die er mit seinem Leben beschützt. Der mit seinem Drachen Bee in kurzer Zeit ein eingespieltes Team wurde, sich ergänzen mit strategischen Denken von Bee und furchtlosen Manövern von Abb.
Als Kind wollte er ein Held werden. Heute, will er nicht vergessen, woher er kommt und wer er ist.
16 Ingameposts | 14.04.2025, 21:37
Militär Navarre
gespielt von Lini
29 Jahre
Flieger
Wenn man dich so betrachtet und auch deine Art, hätte man wohl nie geglaubt, dass du aus einer Militärfamilie stammst und, dass dein Weg dich ebenfalls ins Militär führt. Du bist das jüngste von drei Kindern in der Familie und hast noch zwei ältere Schwestern. Du diskutierst gerne und hinterfragst alles, was es nur zu hinterfragen geht. Nicht selten hat diese Art deine Familie schon in den Wahnsinn getrieben. Aber du machst das nicht um sie in den Wahnsinn zu treiben, du willst verstehen, bestenfalls willst du alles verstehen und wissen was es auf dieser Welt gibt. Deine Neugierde und dein Wissensdurst sind schier unendlich und du merkst sehr oft, dass alle anderen in deinem Umfeld schnell an ihre intellektuellen Fähigkeiten kommen, wenn sie sich mit dir unterhalten. Nicht selten beleidigst du andere als dumm, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Du weist, dass du eigentlich derjenige bist, der nicht normal ist, der weit über dem Durchschnitt liegt. Dennoch entzieht es sich oft deinem Verständnis, wieso man die einfachsten Sachen nicht wissen kann. Nur sind sie eben meistens nur für dich einfach und für andere nicht.

Durch deine militärische Vorausbildung zu Hause hattest du es an der Cliffbane Academy zumindest einfacher dich durch den Unterricht zu bewegen. Wieso du dich für den Quintant der Flieger entschieden hast, kannst du wohl auch nicht so direkt beantworten. Vielleicht, weil deine Schwestern beide ebenfalls dort waren und du ihnen gefolgt bist oder, weil du Greifen magst oder oder. Möglichkeiten gibt es viele und du hättest dir zumindest gewünscht, dass deine Gabe nicht durch Berührung funktioniert. Denn Berührungen sind dir meist zu wider, vor allem mit fremden Personen. Bei vertrauten Personen ist es meist eher unangenehm, zumindest, wenn du nicht damit gerechnet hast. Es kommt sogar ganz selten vor, dass du von dir aus Nähe suchst, aber das lässt sich im Jahr wohl an einer Hand abzählen. Es gibt wenige Menschen die dir wichtig sind und darunter fällt wohl auch das Schwadron in dem du seit knapp fünf Jahren zugeteilt bist. Sie sind eine Art Zweitfamilie für dich geworden, auch wenn du dennoch eher immer der Sonderling bist der am Rand steht und beobachtet.

Du warst noch nie besonders redselig oder gesellig gewesen, aber der Tod deiner Partnerin vor gut drei Jahren hat dich verschlossener werden lassen. Manchmal, wenn alles ruhig um dich herum wird und deine Gedanken die Möglichkeit bekommen abzudriften, denkst du noch an den Angriff von vor drei Jahren. An ihren Gesichtsausdruck, der dich nachts noch schlechter schlafen lässt als sowieso schon. Personen die dich nicht gut kennen, werden wohl kaum eine Veränderung in deinem Verhalten wahrnehmen, aber Personen die enger mit dir zu tun haben, merken, dass du weniger redest, dass du dich noch weniger anderen öffnest emotional als vorher. Der Schmerz über ihren Verlust und die Grausamkeit ihres Todes sitzt immer noch tief, vielleicht auch deshalb, weil du seitdem kaum mit jemanden darüber gesprochen hast und einfach weitermachst, irgendwie.
15 Ingameposts | 01.05.2025, 14:21
Militär Poromiel
gespielt von Lini
41 Jahre
Reiter
Geboren und aufgewachsen in einer traditionsreichen Familie die bisher nur aus Reitern bestand. Somit war dein Weg schon lange vorbestimmt, ob du es wolltest oder nicht. Für dich gab es keine andere Option, als eines Tages das Basgiath War College und den Reiterquadranten zu besuchen. Ob du es überleben würdest oder nicht, das stand in den Sternen. Deine Eltern haben auf jeden Fall dafür gesorgt, dass du und deine Geschwister, kaum, dass ihr richtig laufen konntet, gelernt habt, was es bedeutet ein Reiter zu werden. Besonders mit deiner Zwillingsschwester hattest du einen Trainingspartner der dir ebenbürtig war, wahrscheinlich auch deshalb, weil ihr euch einfach sehr ähnlich wart. Entgegen der Erwartung der Familie war dein kleiner Bruder anders, deshalb bist du vielleicht auch nie so ganz mit ihm warm geworden. Bevor du deinen Weg zum College angetreten bist, hast du eine Frau kennen gelernt, ein paar Jahre älter, aber ihr habt euch sofort verstanden. Nur dumm, dass sie schwanger wurde, du allerdings ins College musstest. So hast du die ersten Jahre deiner Tochter verpasst. Vielleicht war sie auch der Hauptantrieb, wieso du alles dafür getan hast um das College zu überleben - nachdem der Tod deiner Schwester auf dem Viadukt dich stark getroffen hatte. Dennoch hast du es nicht nach außen gezeigt. Man hat dich doch dein ganzes Leben auch gelehrt, dass Schwäche nicht geduldet wurde, ganz besonders nicht von Drachen. Vielleicht warst du beim Dreschen kurz ernüchtert, als einer der kleinsten Drachen in der Runde sich an dich gebunden hat. Allerdings warst du irgendwie auch überrascht, weil die Schuppen des Drachens in einem gefährlichen Orange schimmerten. Aber der Moment der Ernüchterung hielt nur kurz an, denn mittlerweile bist du überzeugt, dass Myra und du ein perfektes Team bildet und ihre Wahl genau richtig war.

Nach deiner Ausbildung hast du versucht den Spagat zwischen Familie und Beruf hinzubekommen. Du hast die Mutter deiner Tochter geheiratet und man könnte glatt meinen, ihr wart eine kleine, glückliche Familie - nur wusstest du nicht, dass deine Frau ein Geheimnis in sich trägt, wovon sie irgendwann eurer Tochter berichten würde. Vielleicht hast du mehr Stolz als Angst verspürt, als deine Tochter offenbarte, dass sie in deine Fußstapfen treten und auch eines Tages Reiterin werden wollte. Dennoch hattest du auch Angst. Nicht, weil du nicht in die Fähigkeiten deiner Tochter vertraust, sondern, weil du weist, wie gefährlich der Reiterquadrant ist. Wie gefährlich die anderen Kadetten sein können. Dennoch hast du nicht versucht ihr etwas auszureden. Du hast es akzeptiert und sie vorbereitet als sie alt genug war. Vorher durfte sie einfach Kind sein, ihre Kindheit genießen und einfach alle Erfahrungen sammeln, die man als Kind sammeln konnte. Es ist irgendwie wohl kaum verwunderlich, dass deine Tochter so sehr nach dir kommt. Die Sturheit hat sie dir nicht gestohlen, genauso wenig den Ehrgeiz und das Durchhaltevermögen. Dennoch erkennst du in ihr auch so viel von deiner Frau. Heute noch mehr als früher.

Schicksalsschläge prägen dein Leben, wohl nicht ungewohnt in dieser Welt und dennoch nicht leicht zu bewältigen. Nachdem deine Zwillingsschwester den Tod auf dem Viadukt fand, starb deine Frau vor fünf Jahren bei der Rebellion von Tyrrendor. Nicht, weil sie daran beteiligt gewesen wäre, zumindest bist du davon ausgegangen, sondern, weil sie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Ein Schlag der deine Tochter Yevhen und dich schwer getroffen hat. Aber du musstest weiter machen, durftest dir nicht viel anmerken lassen. Die Rebellion hat überall tiefe Spuren und Narben hinterlassen. Am Ende hat es deine Tochter und dich enger zusammen geschweißt, hat dich aber auch verschlossener und ernster werden lassen. Noch mehr als vorher sowieso schon. Es gibt allerdings auch seltene Momente in denen du lachen kannst und sogar eine richtig humorvolle und witzige Seite an den Tag legst. Seine Tochter ist wohl eine der wenigsten Menschen, neben deinem Drachen, die auch die liebevollere und fürsorglichere Seite zu Gesicht bekommen haben. Auch deshalb, weil er eben besonders vor Myra nichts verstecken kann und die Drachendame durchaus auch emphatisch sein kann, wenn sie es will.

Mittlerweile hat dein Weg dich als Lehrer an das Basgiath War College zurück geführt, auch wenn deine Zeit hier wohl begrenzt scheint. Das liegt daran, weil deine Drachendame an einen anderen Drachen gebunden ist und dieser sich letztes Jahr an eine Rookie, dazu noch eine Gezeichnete, gebunden hat. Das Erste was du der Rothaarigen verdeutlicht hast, war die Tatsache, dass ihr trotz des nun vorhandenen Bandes nichts in den Gedanken des Anderen zu suchen habt. Deine Abneigung gegenüber Gezeichneten bekommt wohl vor allem sie zu spüren, auch wenn du als Lehrer nicht ungerecht bist. Nur eben sehr streng und fordernd, immerhin bildest du hier die nächsten Drachenreiter für das navarrische Militär aus. Für die Sicherheit aller in Navarre.
14 Ingameposts | 02.04.2025, 09:12
Militär Navarre
gespielt von Lena
21 Jahre
Heilkundige
0 Ingameposts | 28.04.2026, 12:41
Basgiath War College
gespielt von Keks
31 Jahre
Infanteristin
Leise, fast schon geräuschlos, glitt der kleine Papierflieger von der erhöhten Position hinab. Die Flugbahn genau kalkuliert, die Richtung des Windes natürlich mit bedacht, damit er sein Ziel sicher finden würde. Er fand sein Ziel, stupste gegen die braunen Haare des jungen Mannes, der ein wenig tiefer stand als sie.
‘Hab dich’ würde er in dem kleinen Flieger geschrieben finden und natürlich würde sein Blick hinaufwandern, in die Krone des Baumes in den Naya geklettert war um sich vor Zeke zu verstecken. Kleine Papierflieger mit Botschaften hatte sie ihm schließlich immer schon gerne geschickt.


Prinzessin Azenaya Thalor ist ihr offizieller Titel und gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder bildet sie das Geschwistergespann, welches kaum noch weiter vom Thron entfernt sein könnte. Daran, dass sie eine Prinzessin ist, ändern dieser Umstand dennoch sehr wenig. Genauso wenig, dass Naya unfassbar privilegiert aufgewachsen ist und sich dessen mittlerweile auch mehr als nur bewusst ist.
Als Kind war es für sie absolut selbstverständlich, dass es keinen Wunsch gab, den man ihr abschlagen konnte. Prinzessin des Reiches und Daddy’s Prinzessin. Prinzessin auf zwei Arten. Gefühlt wie eine von vielen hat sich Naya oft und gleichzeitig doch nie. Eine glückliche und unbeschwerte Kindheit wurde ihr geschenkt. Hunger, Armut und Sorgen waren Dinge, die Naya in ihrem jungen Leben nicht kennenlernen musste.
Wohl dafür aber Dinge wie stundenlanges Benimmtraining, Tanzunterricht und Konversationsübungen. Dabei war und ist Naya keine Prinzessin, wie die Menschen es sich auf eine romantisierte, verträumte Weise vorstellen. Ein Leben am Hofe, gefangen in einem Kleid aus Rüschen, einem Korsett, das einem die Luft zum atmen raubt. Es war nie der große Traum, den die junge Dame geträumt hat. Prinzessin sein. Das war nie ihr Traum. Das war ihre Welt. Aber sie wollte mehr als Rüschen, hohe Schuhe und sich von potentiellen Heiratskandidaten über die Tanzfläche führen zu lassen.
Ein Leben in dem sie über jeden einzelnen Schritt selbst bestimmen kann, war etwas wovon Naya nie wirklich zu träumen wagte, weil sie wusste, dass es nie in Erfüllung gehen würde. Weil es für eine Prinzessin eben doch Regeln gibt, egal wie sehr die Menschen auch glauben, dass dem nicht so wäre.
Militärisches Training sollte nicht das sein, was eine Prinzessin erlernt. Ihr Platz wäre bei den Schriftgelehrten gewesen, vielleicht noch bei den Heilern, wenn es nach ihrem Vater gegangen wäre.
Doch Naya wollte mehr. Zur Infanterie, weil der Weg des Reiters ihr als Prinzessin immer verwehrt gewesen wäre. Gemeinsam mit ihrem Bruder Zeke wollte sie mehr als Tanzen und hinter hervorgehaltener Hand standesgemäß lachen und kichern.
Naya wollte keine dumme Gans sein, sie wollte mehr sein. Talente brachte sie viele mit. Genügend um Reiterin zu werden, niemand hätte es in Frage gestellt, dass sie eine hervorragende Reiterin geworden wäre. Am allerwenigsten sie selbst.
Doch sie mochte rebelliert haben, als sie ihren Vater immer wieder anbettelte, dass auch sie richtiges militärisches Training will. So weit zu rebellieren, dass sie sich doch dem Reiterquadranten anschloss hat sie sich dann doch nicht gewagt.
Anders als ihr Zwillingsbruder, von dem sie immer geglaubt hatte, dass sie niemals irgendetwas würde trennen können. Es fühlte sich für Naya fast wie Verrat an, dass er ohne sie gegangen ist. Als hätte Zeke sie zurückgelassen, obwohl auch er wusste, dass sie die bessere Wahl für die Drachen gewesen wäre.
Ambitioniert, talentiert und fähig ist die Brünette in jedem Fall. Nicht dazu geschaffen in einem rüschenbesetzten Kleid geführt zu werden. ‘Nur’ Infanterie ist das was die meisten denken, wenn sie über ihre Position spricht. Für Naya war und ist es nie ‘nur’ gewesen. Es ist der Traum den sie hatte, gemeinsam mit ihrem Bruder. Den sie nun alleine lebt und träumt, während ihr Bruder ihren Traum lebt.
Sie ist fröhlich, sie ist traurig. Sie ist mutig. Sie ist ängstlich. Vor allem ist Naya immer noch zerrissen. Sie spürt, dass sich ihr Bruder weiter und weiter von ihr entfernt und es fühlt sich an, als könnte sie ihn nicht zurückholen. Zeke war immer ihre Sicherheit im Leben.
Denn mit ihm gemeinsam war sie nie eine von Vielen. Ein Abziehbild des Vaters. Eine Prinzessin ohne Thronanspruch. Sie war Naya. Seine Schwester.
Und noch heute, Jahre später, fühlt sie sich ihm immer noch am meisten verbunden und doch so weit von ihm entfernt.
12 Ingameposts | 09.07.2025, 21:43
Militär Navarre
gespielt von Sarah
36 Jahre
Reiter
Ein wenig müde wirkt er schon irgendwie. Wie er eigentlich immer eher im Hintergrund steht, sich eigentlich immer irgendwo anlehnt, als ob es zu anstrengend ist, sich aufrecht zu halten. Fast schon düster wirkt er dann in seiner schwarzen Reiteruniform, an der metallene Gegenstände aufblitzen. Da fällt sofort der Ohrring im linken Ohr auf, der je nach Situation ein kleines Schwert, eine Axt oder einfach nur ein simpler Ring ist. Ständige Begleiter seit seinem zweiten Jahr am Basgiath War College, nachdem er Wege gesucht hatte, um sich seiner Siegelkraft der Metallmanipulation noch verbundener zu fühlen. Doch der Schein des düsteren, melancholischen Reiters trügt. Eigentlich könnte Fer kaum weiter davon entfernt sein, er weiß jedoch, in welchen Situationen er in den Hintergrund gehört und eine beobachtende und gehorsame Rolle einzunehmen hat.

Der gelernte Schmied hat sich gegen den traditionellen Weg seiner Familie entschieden. Kein weiteres Ausbauen des Schmiedeunternehmens der Mulconrys in Adruil, das dort hohes Ansehen genießt. Stattdessen der erste werden, der ein Reiter im navarrischen Militär wird. Eine Entscheidung, die er bis heute nicht bereut hat, selbst wenn sein Leben durch sie gefährlicher geworden ist. Trotzdem, oder gerade deswegen, hat Fearghal seine Lebensfreude nie verloren. Was auf den ersten Blick müde und melancholisch wirkt, kann an manchen Tagen auch einfach Zeugnis einer durchlebten Nacht sein, in der Fer einmal mehr Ablenkung gesucht hat. Ablenkung von einer Person, die seit seiner Jugend irgendwie immer da war und immer wieder eine Lücke hinterlassen hat, die Fearghal schon immer zu ignorieren und füllen versuchte. Mit unverbindlichen Liebschaften, aber vor allem mit Freundschaften, die er so gut es ihm seine militärische Zugehörigkeit erlaubt, zu pflegen versucht.

Der 36-jährige hat keine Ambitionen, im Militär weiter aufzusteigen. Seine Position als Leutnant genügt ihm, vor allem, nachdem er nach der Schlacht von Aretia gesehen hat, wie Entscheidungen von oben oder ein Hinterfragen dieser innerhalb der eigenen Staffel , auch persönliche Beziehungen zerreißen können. Vielleicht ist es ein stückweit Feigheit, solchen Entscheidungen aus dem Weg zu gehen, aber Fer fühlt sich in dieser Position wohler. Ob ihm das in Zukunft auch gelingen wird, alles aus der rationalen, wenig hinterfragenden Position zu betrachten, muss sich noch zeigen. Gerade mit dem Wechsel des Mannes in seine Staffel, der in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder beharrlich daran gearbeitet hat, sich in sein Herz zu schleichen, um dann doch wieder eine kleine weitere Narbe zu schlagen, an denen auch Fearghal selbst seinen Anteil hat. Was das mit ihm machen wird? Daran möchte Fer am liebsten nicht denken und doch ist es ihm klar, dass er sich damit auseinandersetzen muss. Entscheidungen treffen … ugh.
11 Ingameposts | 03.02.2026, 18:50
Militär Navarre
gespielt von Lini
49 Jahre
Reiter
Lange wusstest du nicht, welchen Weg du einschlagen willst. Ob du eher ein ungefährlicheres Leben bei den Schriftgelehrten oder Heilkundigen einschlägst - sofern du nicht direkt an der Grenze eingesetzt wirst, solltest du beim Militär bleiben - oder ob du doch eher zur Infanterie oder den Reitern gehst. In deiner Familie gab es nie einen vorbestimmten Weg. Keine Richtung die du einschlagen musstest. Du warst der Älteste von mehreren Geschwistern und man hatte dir immer gesagt, dass sie dir folgen würden, dass sie dich als Vorbild nehmen. Schwachsinn - fandest du. Immerhin sollten sie doch ihr eigenes Ding machen und nicht ihre eigenen Misserfolge und Fehler damit begründen, dass sie dir ja gefolgt wären. Deine Eltern haben stets dafür gesorgt, dass du und deine Geschwister in allem gut unterrichtet werden. Zugang zu allen Lehrern hattet und somit fürs Leben und egal welchen Weg vorbereitet wart. Schlussendlich hattest du dich entschieden zu den Reitern zu gehen. Die Aufnahmetests hast du bestanden und bist schließlich über den Viadukt gegangen. Für dich war es noch nie relevant besonders hervorzustechen oder etwas in diese Richtung - du wolltest lediglich überleben und deinen eigenen Arsch retten.

Im Reiterquadranten hast du dir schnell einen Namen gemacht. Aber nicht, weil du ein überdurchschnittlich guter Kämpfer warst, sondern deshalb, weil dein Kampfstil verdammt hinterlistig und alles andere als fair war. Aber das war dir ziemlich egal, immerhin wolltest du überleben, ein Drachenreiter werden und keinen Preis für Ehrlichkeit gewinnen. Dein späterer Drache hatte vor der Präsentation schon Begeisterung bei den Kadetten ausgelöst. Der rote Schwertschwanz war eine Legende, kampferprobt, angsteinflößend, dafür bekannt seine Reiter schnell in den Tod zu stürzen. Du hattest beschlossen dich von diesem Drachen fernzuhalten - wolltest ja nicht draufgehen. Beim Dreschen bist du etwas plan- und ziellos über das Gelände gelaufen. Im Gegensatz zu anderen Kadetten hattest du noch kein Auge auf irgendeinen Drachen geworfen. Hattest sie auch nur flüchtig begutachtet bei der Präsentation, was du eben sehen konntest. Ein Kadett - dessen besten Freund du auf dem Gewissen hattest, weil er eine Herausforderung gegen dich verloren hatte - hatte es auf dich abgesehen und wollte dich umbringen. Der Kampf endete für den anderen Kadetten tödlich und für dich mit wohl deiner markantesten Narbe direkt in deinem Gesicht. Schließlich hast du den Drachen gefunden über den vorher so viel gesprochen wurde, den so viele Kadetten für sich beanspruchen wollten. Wolltest eigentlich direkt umdrehen und wieder gehen, als du seine Stimme in deinem Kopf gehört hast. Dachtest kurz scheiße - bekamst ein Grollen von Mean zurück und die Aufforderung endlich aufzusteigen. Gar nicht so einfach bei den ganzen Stacheln, aber du kamst nach oben - hast Platz genommen und deinen ersten Flug absolviert. Es glich wohl einem Wunder, dass du bei den Kurven des Roten nicht herunter gefallen bist und genauso schnell tot warst wie viele seiner vorherigen Reiter. Hast überlebt und es aufs Flugfeld geschafft.

Zu Beginn war dein Drache einfach nur ziemlich still und wenn er mal was redete, dann war er gemein. Aber das störte dich nicht wirklich. Im Gegenteil, du fandest es cool. Genauso wie die Tatsache, dass andere Drachen und noch mehr andere Menschen einen großen Bogen um ihn machten. Deine Siegelkraft manifestierte sich recht kurz nach der Bindung mit Mean und anfangs fandest du sie nicht zwingend gut - aber je mehr du dich damit beschäftigt hast, je besser fandest du sie. Du hast sie trainiert, perfektioniert und nutzt sie nicht nur wenn es in Kämpfen notwendig ist. Immer mehr hast du deine sowieso schon geringe Skrupel abgelegt und dein Kampfstil passte sich immer mehr deiner Siegelkraft an - oder eben, wenn du auf diese und deine Magie nicht zurückgreifen konntest. Durch deine Mutter, die Heilkundige war, hast du mehr über Gifte gelernt - eigentlich forschte sie für Gegengifte und fand diese für verschiedene Toxine. Du hast das für deinen hinterhältigen Kampfstil benutzt, um dir einen Vorteil zu verschaffen. Ein Vorteil den du bis heute noch nutzt.

Nach deiner Ausbildung kamst du an die Grenze nach Sumerton, wo du auch deine heutige Frau kennen gelernt hast. Sie war Schriftgelehrte und ebenfalls in Sumerton stationiert. Vielleicht hast du sogar ein Stück weit geglaubt, dass du dazu in der Lage wärst eine stabile und langfristige Beziehung zu führen - hat nicht geklappt, welche Überraschung. Nicht allzu lange dauerte es, bis du Ablenkung bei anderen Frauen gesucht hast. Jahrelang wollte deine Frau unbedingt ein Kind, war sogar mehrmals schwanger - allerdings endeten diese in Fehlgeburten, was euch nur weiter auseinander trieb. Nicht, weil es dich sonderlich belastete - sondern eher, weil es sie massiv belastete und dich kaum. Immerhin wolltest du nie Kinder - sahst dich nie in der Rolle des Vaters. Eure Beziehung wurde auch nicht besser, als du vor zehn Jahren nach Chakir versetzt wurdest - eher das Gegenteil war der Fall. Nach der Zerschlagung der tyrrischen Rebellion zog deine Frau zurück nach Lotrotum zu ihrer Familie und verließ das Militär. Sie wollte unbedingt ein gezeichnetes Kind aufnehmen und hatte dich sogar dazu überredete, dass ihr das Kind adoptiert. Hast dich breitschlagen lassen - immerhin warst du eh nur sporadisch zu Hause. Du hattest nicht nur eine Affäre in der Zeit seit du verheiratet bist - aber es gibt lediglich eine, die sich schon länger durchgezogen hat und so etwas wie Bestand hatte. Vielleicht auch nur deshalb, weil sie in deiner Staffel ist - vielleicht aber auch deshalb, weil sie doch irgendwie anders ist. Würdest du dir und ihr nur nie zugestehen. Warst immerhin noch nie ein Mann großer Gefühle oder gar diese auszusprechen.
2 Ingameposts | 17.12.2025, 07:17
Militär Navarre
gespielt von Lini
51 Jahre
Reiter
Ich werde Navarre auf dem Rücken eines Drachens beschützen! Ein Satz der nicht deine Lippen verlassen hatte in deiner Kindheit, sondern die deines großen Bruders. Es war sein Traum eines Tages Drachenreiter zu werden, du hattest dir über deine Zukunft noch keine Gedanken gemacht. Drachen fandest du immer… furchteinflößend. Besonders, als du mal einen gigantischen Drachen mit dunkelbraunen - fast schwarzen - Schuppen gesehen hast, der knapp über deinen Kopf hinweg flog. Der Schwertschwanz größer als du selbst. Dennoch fandest du sie auch faszinierend. Dir war noch nicht bewusst, dass dir dieser Drache nochmal begegnen würde. Einige Jahre später. Denn nachdem deine Eltern und schlussendlich auch dein großer Bruder gestorben war, warst du allein auf der Welt - allein in einer Pflegefamilie, de dich nur als Geldquelle sah und sich nicht kümmerte - und du hattest den Entschluss gefasst den Traum deines Bruders weiter zu leben: Drachenreiter zu werden. Niemand hatte dich darauf vorbereitet wie hart die Ausbildung sein würde. Niemand hatte dir das Kämpfen beigebracht. Du kanntest Kämpfe von deinem Überleben auf der Straße mit deinem Bruder und schließlich alleine, aber richtiges Kämpfen war dir fremd. Somit warst du zu Beginn deiner Ausbildung auch einer der schlechtesten Kadetten, dennoch hattest du dich durch gebissen. Denn an Ehrgeiz und dem Willen zu überleben hatte es dir noch nie gemangelt. Genauso wenig an Wut darüber, dass man dir deine ganze Familie genommen hatte und du alleine warst. Deine Wut spiegelte sich in deinen Kämpfen wieder, weshalb du auch - besonders gegen trainierte Kadetten - eher nicht so eine gute Figur machtest.

Eher durch ein Wunder überlebtest du bis zur Präsentation und da sahst du einen dir bekannten Drachen wieder - oder zumindest warst du dir relativ sicher sie zu erkennen. Als könntest du so eine gewaltige Gestalt vergessen. Dann kam das Dreschen und du machtest dich auf die Suche nach ihr. Nicht, weil du glaubtest, dass sie dich binden würde, sondern, weil du sie in Gänze sehen wolltest. Sie hatte dich fasziniert. Du fandest sie. Auf einer Lichtung, nicht zu übersehen mit ihrer gewaltigen Gestalt. Reckte den Kopf in die Luft und beachtete dich offensichtlich nicht, während du fasziniert den Drachen ansahst. Als ihr Schwertschwanz auf dich zugerast kam, hast du mit deinem Leben abgeschlossen, aber du hast einen Drachen von ganz nah gesehen und es hat etwas in dir verändert. Doch der Angriff war nicht dir bestimmt sondern einem Kadetten hinter dir der dich angreifen wollte. »Du musst aufmerksamer werden.«, raunte eine weibliche Stimme durch deinen Kopf. »Steig schon auf.« Nochmal diese Stimme, nachdem du unsicher warst, ob die Stimme von ihr kam. Du musstest dich abmühen das erste Mal auf ihren Rücken zu klettern und kaum warst du oben, durchflutete dich ein Gefühl. Ein Gefühl, dass du kein kleines Licht mehr warst. »Halt dich fest.« Und es ging los. Der Start eines neuen Abschnittes. Als du das erste Mal mit Sìth durch die Lüfte flogst. Du dachtest an deinen Bruder, der dieses unglaubliche Gefühl niemals erleben würde. »Lass die Vergangenheit hinter dir. Deine Zukunft wartet.« Sìth‘ Stimme wurde dir so vertraut wie deine eigene. Sie war Familie für dich - zumindest von deiner Seite aus, wusstest du doch, dass Drachen diese Form der Bindung nicht mit Menschen eingehen.

Lange hat es gedauert, bis deine Siegelkraft sich manifestiert hatte. Du hattest fast schon Angst, dass das gar nicht passieren und die Magie dich umbringen würde. Deine Siegelkraft gab dir die Fähigkeit den Ausgang von Kämpfen und Schlachten zu sehen und kaum hattest du sie manifestiert, hattest du noch mehr Ehrgeiz entwickelt, besser zu werden. Stärker. Gefürchteter. Und genau das wurdest du mit den Jahren. Du hast gelernt deine Siegelkraft und die Magie die Sìth dir zuteil werden ließ zu perfektionieren und zu verstehen. Du wurdest besser, mit jeder Vision die sich dir bot und die dir half zu verstehen, Kämpfe zu deinen Gunsten zu lenken. So weit, dass man mittlerweile munkelt, dass du nicht zu töten seist, weil du jeden Kampf und Handlung vorher siehst. So präzise ist deine Siegelkraft nicht, aber du lässt andere gerne im Glauben und nach all den Jahren bist du auch gut darin geworden Dinge deutlich öfters korrekt zu interpretieren und die Puzzleteile der Visionen zusammen zu fügen, als es früher der Fall gewesen war. Nach deinen anfänglichen Schwierigkeiten in den Reihen der Reiter, wurdest du mit dem Manifestieren deiner Siegelkraft zu einem effizienten und tödlichen Gegner. Durch deine Frau, lerntest du dich in gehobenen Kreisen zu bewegen, deine Stärken noch besser einzusetzen und dir einen Namen zu machen, sodass du in recht kurzer Zeit die Karriereleiter des Militärs nach oben geklettert bist. Du hast dich als Anführer bewiesen, als Führungsperson und als einer der loyalsten Personen des Königreiches gegenüber dem Königshaus.

Die größte Ehre und Erfüllung deiner Loyalität folgte als du im Sommer 626 n.V. vom König zum Commanding General befördert wurdest. Stolz machte sich in deiner Brust breit und du wusstest, dass es nicht nur dein Stolz war, sondern auch Sìth‘, die mindestens genauso stolz darüber war wie du selbst. Du hast diese Aufgabe mit der gleichen Entschlossenheit angetreten wie seit dem Tag, als du den Viadukt überquert hattest. Mit Härte und ohne Gnade bekleidest du die Position, triffst harte Entscheidungen. Eine der härtesten sollte dich 628 n.V. erwarten, als du - nach Monaten der unklaren Visionen und Fetzen derer - notwendiges Militär mobilisiert hast, um Aretia dem Erdboden gleich zu machen, genauso wie die Rebellion, kaum als sich das Bild für dich klar ergab und den Verrat offenbarte. Dies war auch der Grund wieso die öffentliche Hinrichtung der noch lebenden Verantwortlichen durch geführt wurde. Du und das Königshaus haben die Verschonung der minderjährigen Kinder der Rebellen als Gnade verkauft und gleichzeitig wurden sie gezwungen dem Reiterquadranten beizutreten. Vielleicht auch mit ein wenig Hoffnung, dass es sowieso nicht alle schaffen würden - nicht nur auf dem Viadukt oder Gauntlet, sondern auch, weil genügend Kadetten im College waren, die Verluste aufgrund ihrer Eltern hatten erleiden müssen.
10 Ingameposts | 21.07.2025, 12:19
Militär Navarre
gespielt von Maj
19 Jahre
Sonstige
Fürstentochter war für Iarla Selqir immer nur ein Flüstern, das nicht an ihr Ohr dringen sollte. Man murmelte es hinter hervorgehaltener Hand und mit einer gewissen Unsicherheit, ob ihr eigener Vater – und Herr von Draukhan – ihr heute wohlgesonnen war oder es bevorzugte, sein jüngstes Kind nicht zur Kenntnis zu nehmen. Mittlerweile aber ist jener Vater tot, ist jene Stadt gefallen, in der Iarla geboren und aufgewachsen ist. Wer heute ihren Titel flüstert, der erinnert sich an ihre Herkunft, an ihre Abstammung und weiß auch: Nichts könnte von geringerer Bedeutung sein. Jetzt, wo Draukhan gefallen ist. Jetzt, wo man die Trümmer der Stadt nur noch ausschlachtet, statt einen Wiederaufbau in Betracht zu ziehen. Jetzt, wo auch in den umliegenden Orten Menschen ihr Hab und Gut packen und versuchen, mehr Abstand zwischen sich und die Ostgrenze Poromiels zu bringen.
Iarla ist bloß eine von ihnen.
Ein Flüchtlingskind, das sich im Lager außerhalb von Mirik noch herumtreibt und offensichtlich darauf wartet, dass das Militär für sie und ihresgleichen endlich eine Lösung findet. Das darauf wartet, dass die Verletzungen der letzten ausgeheilt sind – ehe die ersten von ihnen an Entbehrung und Winter sterben. Dass sie mit ihren 19 Jahren mehr junge Frau als Kind ist, sieht man auch Iarla nicht mehr an. Zu dünn der Körper, zu groß die blauen Augen, die zwar nicht von der Welt, aber doch vom Krieg und den menschlichen Abgründen schon zu viel gesehen haben.
Und die weiterhin weit geöffnet bleiben.
Iarla sieht hin, beobachtet – und passt sich an Situationen an, statt zu erwarten, dass sich etwas oder jemand ihr anpasst. Das eigene Elternhaus war diesbezüglich eine gute Lehre. ‚Prinzessin‘ und ‚jemandem übergeordnet‘ war sie nie. Stattdessen galt sie mancher Tage als Mörderin ihrer eigenen Mutter, tat besser daran, im Hintergrund zu verschwinden und sich mit den Bediensteten und deren Kindern zu solidarisieren.
Kein Wunder, dass sie sich unter ‚den einfachen Menschen‘, unter den ‚Zurückgelassenen‘ der Flüchtlinge jetzt wohlfühlt – und für sie gar Verantwortung übernehmen würde, könnte sie dies in irgendeiner Hinsicht. Doch sie kämpft mit der eigenen psychischen Belastbarkeit. Es fehlen Macht und Einfluss. Es fehlt die Idee von einem Ziel, für dessen Verwirklichung Iarla Kreativität und Improvisationstalent ansonsten einsetzen würde.
23 Ingameposts | 17.04.2025, 14:46
Zivil Poromiel
gespielt von Berrie
49 Jahre
Reiterin
Du lebst in Strukturen, in Richtlinien, Maßgaben, Leitplanken. Sie ordnen dein Leben, deine Worte und deine Entscheidungen, dein Denken, dein Handeln und dein ganzes Sein. Sind die kleinen Details, die du suchst. Die Details, auf die es ankommt. Die ausschlaggebend sind, dass dein Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlägt. Bist ein Buch mit sieben Siegeln, machst keinen Hehl aus den Werten, die dich leiten. Loyalität ist dein Synonym, ist der Motor für alle deine Taten und der Weg, den du gehst, ganz gleich, welche Kosten er verursacht. Du glaubst so fest an dein Ideal, trotz oder gerade wegen deines Wissens. Dass du heute stehst, wo du stehst - und bist, wer du bist, hast du dir zu verdanken. Hast es dir erarbeitet, all das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. War kein göttergegebenes Privileg, keine seit Jahrhunderten andauernde Verpflichtung der Königsfamilie gegenüber, die dein Pflichtgefühl nähren würde. Gibt keine lange Ahnenreihe, deren stolze Schöpfe die aus Büchern entgegenrecken, gibt keine von Hause ausgeübte Indoktrination, die dich geformt hätte. Du hast deinen Weg selbst gewählt, Stein um Stein selbst gesetzt, jedes Hindernis überwunden, jeden Zweifel hinter dir gelassen. Geblieben ist eine Form von dir, mit der du selbst am wenigsten gerechnet hättest. Geblieben ist die Frau, deren Moral dehnbar ist. Eine Frage der Situation und Auslegung, aber kein festes Konzept, das Einfluss auf deine Entscheidungen hat.

Die Orden an deinem Revers werfen schimmernd bunte Farben, wenn die Sonne sich in ihnen bricht. Hast eine Menge davon, eine Vielzahl, die dich stolz machen sollte. Sie markieren dich als Mitglied des Nordgeschwaders, als ihre Geschwaderführerin. Kleine Zahlen, Buchstaben und Symbole, die deine Historie von über zwanzig Jahren im navarrianischen Militär bezeugen. Ein stetiges Mahnmal für all deine Taten im Dienste der Krone - im Dienste der Sicherheit deines Landes. Sie zeichnen ein Bild in Farben und Facetten, doch ohne Schattierung. Ohne das, was dich zu der Person macht, die diese Orden tragen darf. Keiner zeigt die Anzahl der Menschen, die durch deine Hand oder dein Wort ihr Leben gegeben haben. Keiner zeigt die Verantwortung, die du trägst, immer dann, wenn du deine Finger vorsichtig an fremder Menschen Schläfen legst und die warme Magie durch deine Fingerspitzen wabern spürst. Keiner zeigt die Schuld, die du über Jahrzehnte angehäuft hast. Sie alle zeigen nur das Beste von dir, während du nur im Innern mit dem Schlimmsten kämpfen musst.

Du glaubst an den Wert all der Taten und daran, dass es sich irgendwann einmal lohnen wird. Bist fest verankert im System, das dich als leitende Hand auserkoren hat. Du kennst all die Geheimnisse, all die verschleierten Wahrheiten und geschwärzten Dokumente. Kennst die Schwierigkeiten und Herausforderungen, womit das schwächelnde Konstrukt zu kämpfen hat, kennst die Feinde von innen und von außen. War eine einfache Rechnung, die es brauchte, um zu erkennen, wohin dein Pendel würde schlagen müssen, um nicht mehr als das Überleben eines Reiches sicherzustellen. Sicherheit gegen Grausamkeit - du bist bereit, diesen Handel zu tragen und zu schützen, wo immer es nötig ist. Bist bereit, deinen Teil beizutragen und, wenn nötig, selbst Hand anzulegen. Generationen haben vor dir ihr Bestes gegeben, ihr Land und all die Menschen, die ihnen untergeben sind, vor dem Untergang zu bewahren. Du reihst dich in diese Pflicht ein, hast sie für dich angenommen und akzeptiert, bis heute nur einige wenige Male hinterfragt und doch den richtigen Pfad gewählt.
153 Ingameposts | 28.01.2025, 18:54
Militär Navarre
gespielt von Maj
31 Jahre
Handwerkerin
Gäbe die Welt sich damit zufrieden, würde Léonide Iarun, geb. Acalon, sich nur noch mit Vor- oder Spitznamen vorstellen. Frisch nach Nymrith umgezogen, ist sie jedoch nicht, um sich selbst neu zu erfinden und ihre Vergangenheit abzustreifen. Im Gegenteil würde sie Dinge gern wieder in Ordnung bringen - ohne, dass sie umgehend in einen bestimmten Kontext gesetzt und angenommen wird, wer sie ist und was sie getan hat.

Der Nachname Iarun ist bekannt in ihrer neuen Heimat. Es ist der Nachname eines Staffelführers, der jener Einheit angehört, die nach der Rebellion und extra für die neue Hauptstadt handverlesen wurde. Es ist der Nachname eines Manns, der über 20 Jahre älter ist als Léonide - und dessen Tochter nicht nur rechnerisch sein könnte, sondern für dessen Tochter sie oftmals gehalten wird. Dabei war seine Älteste nur Léonides beste Freundin. So lange zumindest, bis sie erfahren hat und nicht verzeihen konnte, dass Vater und beste Freundin nicht nur Gefühle für einander hatten, sondern diese auch leben wollten. Der Nachname ihres Manns ist es also, der in Léonides Papieren steht.
Auf einem Empfehlungsschreiben ihres bisherigen Arbeitgebers steht er beispielsweise, welches es ihr erleichtern soll, auch in Nymrith wieder Arbeit zu finden. Als Bogenmacherin will sie auch weiterhin tätig sein; hat schon vor ihrem Wehrdienst im Quadrant der Infanterie damit angefangen - und erst nach diesem feststellen können, wie froh sie darüber ist, dass die Handwerksmaterialien keine Urteile treffen, nicht abfällig flüstern können. Daheim in Lotrotum haben es allerdings genug Menschen übernommen, darüber zu spekulieren, inwiefern Léonide eine rücksichtslose Verführerin sei und die vorherige Familie ihres Manns kaputt gemacht habe. Oder wie unvernünftig es sei, einer Frau ihres Alters die Verantwortung für ein gezeichnetes Pflegekind anzuvertrauen, während ihr Mann zu beruflicher Abwesenheit gezwungen war - oder Léonide sich geweigert hätte, ihm zu folgen, weil's mit ihrer Liebe eben doch nicht so weit her sei.

Dafür, dass "sich Mühe geben" oftmals nicht reicht, ist Léonides Leben ein perfektes Beispiel. Obwohl älteste Schwester konnte sie nicht immer die Große und Vernünftige sein, die beispielsweise ihrem Bruder nach Schicksalsschlägen zur Seite stand. Obwohl sie ihre große Liebe kennengelernt und geheiratet hatte, konnte sie sich dieses Glück nicht bewahren. Stattdessen hat sie gestritten, unfair, hat ihn vertrieben und Gleichgültigkeit vorgetäuscht. Obwohl verheiratete Ehefrau war sie ihrem Pflegekind mehr Schwester als Mutterersatz - und kann jetzt höchstens aus der Ferne beobachten, ob es "gereicht" hat, ob sich im ungewollten Quadranten für ihr Pflegekind nun alles zum Guten wendet.
Während ihr Umzug der Versuch ist, das eigene Happy End zu suchen, Porzellan zu kitten und nicht nur ihrem Mann, sondern auch dem Bruder die Hand zu reichen. Ohne, dass die Welt - oder einfach nur einzelne Einwohner Nymrith' - zu genau zusieht.
11 Ingameposts | 18.12.2025, 23:16
Zivil Navarre
gespielt von Jani
21 Jahre
Reiterin
Hattest fünf Jahre Zeit, dich an dein Spiegelbild zu gewöhnen und erkennst doch nur noch wenig von dem Mädchen, das du einst gewesen bist. Deine Sommersprossen verblassen inzwischen im Winter, weil das warme Klima deiner Heimatstadt nicht bis nach Morraine reicht. Nicht, dass von dieser viel übrig geblieben ist - Aretia hat genauso gebrannt wie deine Familie es getan hat. Und selbst wenn du die Geschehnisse vergessen wollen würdest, könntest du es doch nicht. Dein Blick fällt automatisch auf deinen Hals herab, fährt über deine blasse Haut, von der sich das Mal der Gezeichneten nur umso stärker abhebt. Brauchst deinen Pullover nicht ausziehen, um zu wissen, dass sich die schwarzen Linien über deinen gesamten Unterarm ziehen. Bis hin zu deiner Handfläche. Für alle sichtbar ist der Verrat, den deine Familie begangen hat und für den du mit deiner Freiheit bezahlen musst. Kannst nicht sein, wer du bist. Kannst nicht machen, was du willst. Sondern bist umgeben von einem Ort, der dir Angst macht. Trägst eine Farbe, die sich fremd anfühlt. Reiterschwarz hast du stets nur an deiner Mutter, an deinem Bruder gesehen. Hast dir nie vorgestellt, dass sich deine langen rotblonden Haaren - die du sowieso nur noch in deinem Zimmer offen trägst - jemals von der Uniform abheben würden. Aber die Wahl über deine Zukunft wurde dir genommen. Genauso wie sie dir gern dein Leben genommen hätten; bist dir fast sicher, dass sie nicht damit gerechnet haben, dass so viele von euch das Viadukt, das Dreschen überleben würden. Dass sich so viele Drachen dafür entscheiden würden, Kinder von Verrätern zu binden. Warst vielleicht selbst davon überrascht, als die Stimme in deinem Kopf aufgetaucht ist und dich von einer Kadettin zu einer Reiterin gemacht hat. Inzwischen weißt du, dass es reines Glück ist - gebunden zu werden, einen weiteren Tag zu erleben. Es ist das, was du seit der Rebellion jeden Tag tust: überleben statt leben. Mal mit mehr, mal mit weniger Schmerzen, doch immer mit dem Gedanken daran, nicht aufzugeben.

Die Illusion vor dir verblasst, nimmt dir den Blick auf dich selbst vielleicht im richtigen Moment, um nicht weiter darüber nachdenken zu müssen, was deine Eltern wohl zu der Frau sagen würden, die du geworden bist. Um dich selbst nicht fragen zu müssen, ob sie stolz auf dich wären oder traurig über die Tatsache, dass dein Lachen nur noch selten laut erklingt. Dass deine Worte immer öfter auf deiner Zunge verbleiben, statt gedankenlos über deine Lippen zu fallen, wie es früher der Fall gewesen ist. Deine Sorglosigkeit hast du verloren, aber dafür hast du etwas anderes dazu gewonnen: einen kritischen Blick, einen starken Willen. Vielleicht sogar eine gewisse Furchtlosigkeit, die man als reine Verzweiflung erkennen könnte, würdest du Menschen nah genug an dich heranlassen. Denn auch, wenn du deine Gedanken zurückhältst, bedeutet es nicht, dass du nichts zu sagen hättest. Genau genommen hast du sogar Sorge, nicht mehr enden zu können, wenn du erst einmal beginnst – wenn du aufhören würdest, still zu sein und das weiterführen könntest, womit deine Eltern angefangen haben. Wahrheiten nicht mehr hinter deinem Trotz oder deinem Sarkasmus verbergen müsstest; immerhin wurdest du bereits als Verräterin markiert. Eine zu sein, fällt dir daher nicht einmal sonderlich schwer.
52 Ingameposts | 23.03.2025, 14:42
Basgiath War College
gespielt von Lena
34 Jahre
Reiter
Wenn nicht gerade ein freches Grinsen auf den Lippen, dann aber zumindest ein amüsiertes Funkeln im Blick. Auch wenn Elior sich im beruflichen Kontext nahezu ausnahmslos professionell zeigt, ist er insgeheim doch eine Frohnatur und gern zu Scherzen aufgelegt. Das Leben ist schließlich viel zu kurz, um Trübsal zu blasen, oder nicht? Nun, Elior kann auch beides - Freude verspüren und in ruhigen Momenten in sich kehren.

Nachdem seine Verlobte vor vier Jahren bei einem Unfall verstab und er mit ihr auch das gemeinsame, ungeborene Kind verlor, hat Elior ein Stück seines Strahlens eingebüßt. Die Trauer liegt ihm nach wie vor wie ein Schatten im Blick, beeinträchtigt ihn aber zumindest im beruflichen Umfeld nicht mehr. Privat jedoch zeigt er sich noch sprunghafter und unverbindlicher im Hinblick auf seine Liebschaften, lässt auch seine Freunde und Familie nicht mehr vollumfänglich an seinen Gedanken teilhaben. In gewisser Hinsicht gibt er sich die Schuld für den Tod seiner Verlobten, schlicht weil er nicht vor Ort gewesen ist, um ihr zur Seite zu eilen - das trägt er sich selbst nach. Seinen Kameraden würde er diese Gedanken sofort aus dem Kopf schlagen, aber bei sich selbst? Er geht mich sich selbst hart ins Gericht.
Seine eigenen Emotionen überfordern ihn oftmals, weshalb er die Gewohnheit hat solcherlei Gefühle und damit verbundene Gedanken gern zur Seite zu schieben. Im Training oder bei der nächsten Joggingrunde den Kopf frei zu bekommen. Bloß nicht über das sprechen, was ihm im Kopf umher geht. Das macht einsam, wenn er ehrlich zu sich wäre, weil er sich kaum jemandem wirklich anvertraut. Und Einsamkeit ist etwas, mit dem er nicht besonders gut umgehen kann. Das merkt man ihm nicht an, dem lebensfrohen und humorvollen Kerl, der lockere Scherze wie ein Schutzschild vor sich trägt.

Aktuell priorisiert Elior seine Karriere Ambitionen vor einem privaten Glück. Fokussiert sich auf seine Arbeit, die Strategie und seine Fähigkeiten, was ihn ein bisschen distanziert wirken lassen könnte - gerade wenn er im Fokus-Modus ist neigt er dazu abweisend zu reagieren.
Elior begegnet Fremden mit Höflichkeit, aber auch einer gesunden Portion Vorsicht. Nicht in sofern, dass man ihm Angst unterstellen könnte, auf keinen Fall. Sein Auftreten zeugt von Selbstbewusstsein und einer gewissen Dominanz, die er auch durchaus einsetzt, um sein Gegenüber aus der Reserve zu locken. Eine Reaktion auf sein Auftreten sagt ihm schon das ein oder andere über den Charakter. Er ist sich selbst bewusst, weiß um seine Fehler und Makel genauso wie seine Stärken und Fertigkeiten. Es kratzt nicht an seinem Ego, wenn er anderen den Vortritt lässt, weil sie in gewissen Aufgabenbereichen und Fähigkeiten schlicht besser geeignet sind als er - schließlich ist es im beruflichen Kontext wichtig die richtige Entscheidung für ein bestmögliches Ergebnis zu treffen.

Wusstest du, dass Elior…
  • bisexuell ist? Wobei er sich schon eher mit Frauen aufhält, da er jeden Mann an seinem besten Freund misst (und diese jedes Mal verlieren)
  • mit Anfang 20 noch eine Halbschwester bekommen hat? Virginia ist nur zwei Jahre jünger als er, trat aber erst viel später in sein Leben. Elior versucht die Zeit gut zu machen und meldet sich regelmäßig bei ihr - vielleicht sogar öfters als bei seiner eigenen Mutter, aber psst!
  • Seine Loyalität nicht bei der Krone, sondern gegenüber der Herzogsfamilie Anderoth (Morraine) liegt? Da diese aber auch eng mit der Krone verwoben sind, passt seine Ausrichtung dennoch.
  • Keine Erdbeeren mehr mag? Erinnert ihn zu sehr an seine verstorbene Verlobte.
  • Von engen Freunden auch Lio genannt wird?
  • An freien Tagen gern mit einem Buch in der Natur sitzt und die Stille sucht? Alternativ sitzt er auch gern auf Dächern und beobachtet die Umgebung und Menschen.
12 Ingameposts | 02.02.2026, 16:22
Militär Navarre
gespielt von Minnie
33 Jahre
Fliegerin
Brisca Dornval. Ein Name, den man sich in Cygnisen merkt – nicht wegen Lautstärke oder Glanz, sondern wegen Wirkung. Deine Schritte hallen leiser als die meisten, aber niemals planlos. Niemand ist so berechenbar – und darum auch so gefährlich. Du hast dich gemeinsam mit deinen besten Freundinnen auf deine aktuelle Position im Cygnischen Machtgefüge seit Kindheitstagen vorbereitet und bist die Einzige von euch, die auch wirklich dort angekommen ist, wo man dich immer gesehen hat: an der Seite der neuen Herzogin, als ihre Leibgardistin. Du gehörst dorthin. Du funktionierst. Du wirst gebraucht.

Du siehst dich selbst als kontrollierte, rationale und vor allem vernünftige Person. Du handelst rein aus Pflichtgefühl, Loyalität und strategischem Denken. Es fällt dir leicht, den Überblick zu behalten, nicht nur über Informationen und Pläne, sondern auch über Menschen. Du erkennst Muster, Dynamiken, Spannungen – und weißt, wo du ansetzen musst, um Dinge zu stabilisieren oder zu verschieben. Dabei hilft dir deine Gabe: die Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen zu beeinflussen. Sie wirkt selten wie Magie, sondern eher wie Instinkt, wie tiefes Verständnis. Du kannst emotionale Netzwerke wie Karten lesen – und neu zeichnen.

Während des cygnischen Putschs hast du sie geschärft – ohne Zögern, ohne unnötige Worte. Manche nannten es kühle Entschlossenheit. Du nanntest es Verantwortung. Du hast dafür gesorgt, dass der Umbruch nicht im Blut erstickt ist. Hast Menschen nicht überredet, sondern gelenkt – sanft, gezielt, dahin, wo ihre Loyalität gebraucht wurde. Manipulation im Großen, zum Wohle des Ganzen. Zum Schutz deiner Herzogin, sagst du dir. Aber je näher dir jemand steht, desto gefährlicher wird es. Denn du könntest, wenn du wolltest – und manchmal willst du – nicht nur Verbindungen beeinflussen, sondern ihre Form verändern. Gefühle lenken, Nähe erzeugen, Distanz verstärken.

Dabei schlummern unter deiner Oberfläche Emotionen, die du verdrängst oder nicht zulässt. Die Angst vor Verlust, die Sehnsucht nach Anerkennung, nach echter Nähe. Du kannst dir so einen Luxus nicht leisten, glaubst du – nicht in deiner Position, nicht mit deiner Verantwortung. Du willst das Beste für dein Land, aber auch für deine Familie, für deine Freundinnen. Es ist ein ständiger Spagat zwischen deinem Pflichtgefühl und deinem Bedürfnis nach Verbundenheit, zwischen strategischer Klarheit und einem tief(vergraben)en Wunsch nach Harmonie – politisch wie emotional. Du bist seit jeher die goldene Mitte. Der Klebstoff, der das zerbrechliche Konstrukt zusammenhält – bei deinen Geschwistern ebenso wie bei deinen Freundinnen. Dabei hat dich nie jemand gefragt, ob du das eigentlich willst. Und du hast dir selbst auch nie erlaubt, es zu hinterfragen. Du führst diesen stillen Kampf, ohne zu wissen, ob er wirklich im Sinne aller ist. In politischen und militärischen Situationen hast du gelernt, dich selbst zurückzunehmen – für das große Ganze. Doch langsam, Stück für Stück, beginnst du zu begreifen: Wenn du dich selbst immer nur hinten anstellst, bleibt irgendwann nichts mehr von dir übrig.
6 Ingameposts | 24.10.2025, 21:50
Militär Poromiel

Charakter suchen
Exakte Schreibweise: