Codex of Flame and Fury
codex of flame and fury
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Charakterliste
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gespielt von alice
34 Jahre
Reiter
„Oh man, es ist nur Feuer!? Nichts Besonderes.“ — ist das Erste was du hörst, als du zum ersten Mal manifestierst. Der nächste dumme Kommentar, der zwei Tage später in die selbe Kerbe schlägt, kassiert versengte Haarspitzen, du erntest einen entsetzen Blick. Es stinkt nach Rauch, verbrannt, kurz ist alles (auch alles in dir) ganz still, dann fängt jemand an zu lachen; Eis gebrochen. Nur deins nicht, denn du brichst nicht. Vielleicht war’s dieser eine Tag, vielleicht ‘ne Mischung aus allen anderen Tagen, die danach kamen an denen irgendwas gebrannt hat (und die Welt brennt so verdammt schön, wenn du das Zentrum der Flamme bist) aber du lernst es schnell lieben; das Feuer und was du damit machen kannst und den Fakt, dass du diesen Waldbrand kontrollieren kannst, im Gegensatz zu dem, der unter deiner Haut alles verschlingt, wenn du wieder einmal Rot siehst. Und du siehst oft Rot. In der Schule eilt dir dein Ruf voraus, sorgt dafür, dass die einen einen Bogen um dich machen und die anderen versuchen, dir auf der Matte die Kehle durchzuschneiden — aber dein Ruf würde dir nicht vorauseilen, wenn das denn so einfach wär. Du bist nicht nur groß, das warst du schon als Kind, immer etwas größer als die meisten anderen und einem Alter und du bist stark, aber vor allem hast du nie gelernt auf- und nachzugeben. Dein Wille ist eisern (denn was Feuer nicht zerstört, das härtet es aus) und dein Überlebensinstinkt auch, da brennt etwas in dir und dies Feuer geht nicht aus.

Die harte Hand deines Vaters, so oft du sie als Kind verteufelt hast, hat dich zu einem Mann gemacht, dem man lieber nicht ans Bein pisst. Außer man hat wirklich Bock auf Stress, denn Stress kannst du verdammt gut. Du bist ein Pulverfass und deine Zündschnur ist kurz. Du fährst schnell aus der Haut, wenn man die richtigen Knöpfe drückt. Dein Stolz steht dir manchmal so dermaßen im Weg, dass du beinahe drüber stolperst. Fehler zugeben? Schwierig. Ein Valair macht keine Fehler, da fängt das Problem schon an.
Dein Gemüt ist wie deine Siegelkraft: unberechenbar, wenn man’s nicht kontrolliert; ein falscher Windhauch und du drehst dich um 180 Grad (und kochst direkt auf 200), ohne dass man weiß wieso. Macht den Umgang mit dir nicht immer einfach, auch wenn’s in den letzten Jahren besser geworden ist. Du bist besser geworden, zumindest innerhalb deiner Staffel. Und du kannst witzig sein, charmant, man kann sich mit dir unterhalten, wenn du willst. Aber nur, weil du Befehlen von oben gut Folge leisten kannst, heißt das nicht, dass du ein Schaf bist, das Gott im Schäfer sieht. Du hast einen eigenen Kopf und der ist wirklich sehr speziell. Aber mit deiner Staffel bist du trotzdem gut zusammengewachsen — mit allen bis auf einen. Darüber hinaus — da steckt immer noch sehr viel von dem Jungen in dir, der mit 20 Jahren einen anderen vom Viadukt geschubst hat, einfach weil das Tradition in deiner Familie hat. Und Familie hat halt einen ziemlich hohen Stellenwert. Im Gegensatz zu Liebe, denn Liebe hat dich nicht groß gemacht, Liebe hält dich klein (und wenn’s dein Vater sagt, dann muss es stimmen). Schlimm genug, dass dein Drache da bis kurzem noch einer Meinung mit dir war, sich jetzt aber ausgerechnet an den Drachen dieses einen Reiters binden muss.
Wie war das noch mit Bock auf Stress!?
Und wie war das — Feuer ist nichts Besonderes?! Sagst du das auch noch wenn dir der Tod seine brennende Küsse quer über Brust haucht und sich mit Flammenzungen zwischen deine vierte und fünfte Rippe schiebt, solange, bis dein Herz verbrennt? Denn das ist, was ich mache.
437 Ingameposts | 26.03.2025, 16:02
Militär Navarre
gespielt von Berrie
49 Jahre
Reiterin
Du lebst in Strukturen, in Richtlinien, Maßgaben, Leitplanken. Sie ordnen dein Leben, deine Worte und deine Entscheidungen, dein Denken, dein Handeln und dein ganzes Sein. Sind die kleinen Details, die du suchst. Die Details, auf die es ankommt. Die ausschlaggebend sind, dass dein Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlägt. Bist ein Buch mit sieben Siegeln, machst keinen Hehl aus den Werten, die dich leiten. Loyalität ist dein Synonym, ist der Motor für alle deine Taten und der Weg, den du gehst, ganz gleich, welche Kosten er verursacht. Du glaubst so fest an dein Ideal, trotz oder gerade wegen deines Wissens. Dass du heute stehst, wo du stehst - und bist, wer du bist, hast du dir zu verdanken. Hast es dir erarbeitet, all das Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten. War kein göttergegebenes Privileg, keine seit Jahrhunderten andauernde Verpflichtung der Königsfamilie gegenüber, die dein Pflichtgefühl nähren würde. Gibt keine lange Ahnenreihe, deren stolze Schöpfe die aus Büchern entgegenrecken, gibt keine von Hause ausgeübte Indoktrination, die dich geformt hätte. Du hast deinen Weg selbst gewählt, Stein um Stein selbst gesetzt, jedes Hindernis überwunden, jeden Zweifel hinter dir gelassen. Geblieben ist eine Form von dir, mit der du selbst am wenigsten gerechnet hättest. Geblieben ist die Frau, deren Moral dehnbar ist. Eine Frage der Situation und Auslegung, aber kein festes Konzept, das Einfluss auf deine Entscheidungen hat.

Die Orden an deinem Revers werfen schimmernd bunte Farben, wenn die Sonne sich in ihnen bricht. Hast eine Menge davon, eine Vielzahl, die dich stolz machen sollte. Sie markieren dich als Mitglied des Nordgeschwaders, als ihre Geschwaderführerin. Kleine Zahlen, Buchstaben und Symbole, die deine Historie von über zwanzig Jahren im navarrianischen Militär bezeugen. Ein stetiges Mahnmal für all deine Taten im Dienste der Krone - im Dienste der Sicherheit deines Landes. Sie zeichnen ein Bild in Farben und Facetten, doch ohne Schattierung. Ohne das, was dich zu der Person macht, die diese Orden tragen darf. Keiner zeigt die Anzahl der Menschen, die durch deine Hand oder dein Wort ihr Leben gegeben haben. Keiner zeigt die Verantwortung, die du trägst, immer dann, wenn du deine Finger vorsichtig an fremder Menschen Schläfen legst und die warme Magie durch deine Fingerspitzen wabern spürst. Keiner zeigt die Schuld, die du über Jahrzehnte angehäuft hast. Sie alle zeigen nur das Beste von dir, während du nur im Innern mit dem Schlimmsten kämpfen musst.

Du glaubst an den Wert all der Taten und daran, dass es sich irgendwann einmal lohnen wird. Bist fest verankert im System, das dich als leitende Hand auserkoren hat. Du kennst all die Geheimnisse, all die verschleierten Wahrheiten und geschwärzten Dokumente. Kennst die Schwierigkeiten und Herausforderungen, womit das schwächelnde Konstrukt zu kämpfen hat, kennst die Feinde von innen und von außen. War eine einfache Rechnung, die es brauchte, um zu erkennen, wohin dein Pendel würde schlagen müssen, um nicht mehr als das Überleben eines Reiches sicherzustellen. Sicherheit gegen Grausamkeit - du bist bereit, diesen Handel zu tragen und zu schützen, wo immer es nötig ist. Bist bereit, deinen Teil beizutragen und, wenn nötig, selbst Hand anzulegen. Generationen haben vor dir ihr Bestes gegeben, ihr Land und all die Menschen, die ihnen untergeben sind, vor dem Untergang zu bewahren. Du reihst dich in diese Pflicht ein, hast sie für dich angenommen und akzeptiert, bis heute nur einige wenige Male hinterfragt und doch den richtigen Pfad gewählt.
160 Ingameposts | 28.01.2025, 18:54
Militär Navarre
gespielt von Lini
31 Jahre
Reiter
Manche Leben sind schon vorbestimmt, bevor sie überhaupt angefangen haben. Nicht unbedingt, welchen Weg du gehen wirst - sondern an wessen Seite du diesen Weg gehst, war schon lange vorbestimmt. Für dich war es irrelevant, ob dein bester Freund ein Prinz oder ein Bauer war. Für deine Eltern war es natürlich ein Segen, dass der Prinz und du relativ gleich alt wart und somit standen die Chancen gut, dass ihr euch anfreunden würdet. Dein Leben spielte sich schon von klein auf am königlichen Hof in Calldyr Stadt ab. Du lerntest die Gepflogenheiten, alle Dinge die man wissen musste und gleichzeitig wurdest du darauf vorbereitet, dass du als Schwert und Schild den Prinzen beschützen würdest. Eine Aufgabe in die du hinein gewachsen bist und die deine höchste Pflicht darstellte. Für dich war klar, wo Zeke hinging, würdest du folgen und auf ihn aufpassen - im Zweifel dich vor ihn stellen und dein eigenes Leben opfern, um seines zu retten.

Eigentlich hättet ihr gemeinsam zur Infanterie gehen sollen, danach zurück an den königlichen Hof kehren und euch nicht euer Leben lang für das Militär verpflichten. Aber Zeke hatte andere Pläne und deine Pläne änderten sich mit. Für dich war es weniger ein Zwang, du hast es gerne gemacht - weil Zeke dir eben auch so am Herzen lag. Du warst schon immer ein Mensch der für andere durch die Hölle gehen würde, die ihm wichtig waren. Also seid ihr über den Viadukt gelaufen und habt dadurch euer Schicksal besiegelt Drachenreiter zu werden. Du wusstest nicht, was Zeke dazu getrieben hatte, aber es war auch egal, immerhin warst du bestens darauf vorbereitet auch körperliche Anstrengungen zu bewältigen. Somit war es kaum überraschend, dass du in Basgiath zu den Besten gehörtest und auch keine Probleme hattest, Zeke mit deinen Fäusten zu verteidigen - oder andere Personen die dir wichtig waren. Neben deiner Pflicht den Prinzen zu beschützen, hast du es dir aber auch in Basgiath gut gehen lassen - immerhin könnte als Reiter jeder Tag der Letzte sein?

Ob es überraschend war, dass ein Roter dich gebunden hat? Eigentlich nicht. Auch, wenn du ruhig und kontrolliert wirken kannst, so bist du doch auch temperamentvoll und es ist noch weniger eine Überraschung, dass du die Sturmmanipulation als Siegelkraft entwickelt hast. Für Oro bist du der erste Reiter und zusammen seid ihr mehr als nur eine Naturgewalt, die sich selten bis gar nicht unter Kontrolle bringen lässt, wenn ihr es nicht wollt. Nach der Ausbildung wurden Zeke und du natürlich an einen gemeinsamen Stützpunkt versetzt, gemeinsam in eine Staffel natürlich. Auch heute noch achtest du auf deinen besten Freund, deckst ihn, wenn er mal wieder verschwindet - selbst wenn du nicht weist, was er eigentlich immer treibt. Du gehst davon aus, dass er gute Gründe hat es nicht zu sagen - bist aber trotzdem eigentlich schon sehr neugierig, was Zeke da eigentlich immer anstellt.
4 Ingameposts | 30.03.2026, 06:17
Militär Navarre
gespielt von Moni
23 Jahre
Reiter
Dein Leben war anders verlaufen als du es dir vorgestellt hattest, deine Mutter, eine berühmte Drachenreiterin, wurde abgeschlachtet im Kampf und du wusstest nicht was der Grund dahinter war, wer für den Tod verantwortlich war. Dir blieb nur noch dein Vater, ein Schriftgelehrter und ein ehrenvoller Mann, der sich immer gewünscht hatte, dass du in seine Fußstapfen treten würdest. Doch das kam nicht so, es kam komplett anders. Du warst gerade mal zehn Jahre alt als deine Mutter starb und seitdem hattest du dir geschworen, Rache zu nehmen, an demjenigen, der für ihren Tod verantwortlich gewesen war. Deswegen wurdest du Drachenreiter, um sie zu ehren und immer mit ihr verbunden zu sein. Du warst ein junger, anerkannter Drachenreiter, und arbeitetest dich auch von einer Position zur nächsten hoch, bis du mittlerweile Geschwaderführer bist. Deine Rolle in diesem Bereich ist sehr wertvoll, so hattest du aber keine Ahnung von den Veneni, bisher konntest du nichts darüber erfahren, man ließ dich im Dunkeln.
Du warst jemand, auf den man sich verlassen konnte, gleichzeitig aber auch ein Kerl, der gerne seinen Spaß hatte, mit verschiedenen Frauen schlief, und sich nicht auf eine Person alleine konzentrierte. Ob doch noch die Eine für dich kommen würde? Da warst du dir gar nicht so sicher. Du warst von dir selbst eingenommen, und deine große Liebe warst und würdest immer du bleiben. Das was dich geprägt hatte, das war natürlich nicht nur der Tod deiner Mutter, sondern auch der eines Freundes, der mit dir im gleichen Jahr angefangen hatte. Es war grausam, und es hatte dich verändert. Einen Menschen zu verlieren, war für dich nicht leicht. Doch es härtete dich gleichzeitig auch ab, das bedeutete, dass du besser damit umgehen konntest.
Du warst nie um einen kleinen Scherz oder Witz verlegen, hattest großen Humor, und manchmal eben auch auf die Kosten anderer. Du verbrachtest dein Leben gerne damit, andere aufzuziehen und sich einen Spaß draus zu machen. Du warst dir sicher, dass du mal ein großartiger Drachenreiter werden würdest, was du vermutlich schon warst. Die Menschen, die dir wichtig waren, für die standest du immer ein. Und Ungerechtigkeiten fandest du nicht fair, deswegen nahmst du manchmal auch die Rolle des Beschützers ein, vor allem für diejenigen, mit denen du engeren Kontakt hattest.
21 Ingameposts | 06.11.2025, 11:18
Basgiath War College
gespielt von Berrie
49 Jahre
Flieger
Sand kitzelt deine Füße, kalte Wellen schwappen über nackte Haut. Das Leben ist friedlich.
Aufgewachsen als einer von vielen Söhnen und Töchtern, ist es dein Name, der als Geburtsrecht noch heute gilt. Der damals, als Kind, noch kein Gewicht und doch alles trug, ausschlaggebend war, mit wem gespielt und wessen Gesellschaft von dir gesucht werden durfte. Noch zu jung, um zu verstehen, was die Verantwortung als Erbgraf von Esmaryel, einer der krovlischen Grafschaften, nicht nur an Privilegien sondern auch Möglichkeiten mit sich brachte, lebtest du nie ein schlechtes Leben. Fernab der Haupteinnahmequelle deiner Eltern bot Cordyn mit seinen weißen Stränden den Lebensstil, den sie sich für dich und deine Geschwister erhofft hatten.

Du reckst dich vor, deine Nase streift ihre, ein Lächeln auf deinen Lippen. Das Leben ist gut.
Gibt keine Zeit in deinem Leben, in der du nur auf dich allein gestellt gewesen wärst. In der nur du gewesen wärst. Hattest es nie sein wollen. Nicht damals, nicht heute. Spürst die Verantwortung gern auf deinen Schultern, blickst über die Köpfe der anderen, die für dich ausgesucht wurden. Nicht alle davon wahrhaftig gemocht, oft nur Teil eben jener repräsentativen Farce, die deine Jugend beschreibt. Ein Sehen und Gesehenwerden, Fußstapfen eurer Eltern, in die ihr alle noch nicht gepasst habt. Nicht alle … und doch einige. Eine. Sie. Sie ist dein Lächeln, sie ist Grund und Anker und Ziel deiner Blicke. Damals und heute. Lässt dein Herz schneller in der Brust schlagen, den Mund trocken und die Lippen rau werden. Lässt dich Eifersucht und Wut fühlen, Ohnmacht und Angst. Vor der Reaktion auf ein Arrangement eurer Eltern. Ausweglosigkeit. Du liebst sie. Damals und heute.

Heißer Stahl versengt dir die Finger, Schweiß rinnt dir die Stirn hinab, Blut. Das Leben ist gefährlich.
Träume hast du dir nicht erlaubt. Waren nicht Teil von dir, nicht vorgesehen, weil all das, was Teil von dir hätte sein müssen, eben das war, was von euren Eltern vorgegeben wurde. Das Idealbild eines heranwachsenden Mannes. Ehemann hättest du sein sollen (und wurdest du). Schützend und unterstützend hättest du sein sollen (und wolltest du sein). Nach dem Wie jedoch – fragte nie jemand. Niemand außer ihr. Nach deinen Träumen. Hast in ihr deine stärkste Verbündete gefunden, deine stärkste Unterstützung und die Sicherheit, zu werden, wer du immer sein wolltest. Zu tun, was du immer tun wolltest. Fliegen. Beschützen. Kämpfen. Trägst immer noch den Namen, den du hättest ablegen sollen. Hast ihn samt Titel ergänzt um einen Rang. Das Militär nie geplant als fester Bestandteil deiner Identität, hast du dich ihm verschrieben. Weil du wusstest, dass sie dich trägt, unterstützt und eure Liebe schützt. Dass ihr diesen Weg gemeinsam geht.

Aufmerksame Augen liegen auf dir, bist ihr Fokus, ihr Vorbild, die Vision ihrer Zukunft. Das Leben ist endlich.
Abzeichen funkeln an deinem Revers. Metallisch glänzen sie im Sonnenlicht, sind eingearbeitet in dunkelbraunes Flugleder. Entfernt scheint die Gefahr, die über Jahre omnipräsent war. Entfernter. Nie weg, nicht wirklich. Nur wenige Flugstunden liegen zwischen dir und ihr, zwischen stechend roten Augen und der Idee von Tod und Leid. Nur einen Steinwurf entfernt und doch – sind die Augen, in die du jetzt blickst, andere. Naiv womöglich, hoffnungsvoll oder getrieben. Wütend und zornig oder verängstigt und einsam. In allen siehst du die Trauer über Verluste, die ihr alle zu verzeichnen habt. In allen siehst du den Glauben. Hast ein Leben gelebt, wo ihnen noch zwei bevorstehen. Hast gekämpft und geblutet, geschrien und geweint, um Gefallene, um die Aussicht, weder deine Frau noch eure Kinder jemals wiedersehen zu können. Ein Privileg ist es, dies heute tun zu dürfen; jeden Tag. Sie an eben jenem Ort zu wissen, der auch für dich zu einem Zuhause geworden ist. Selbst nach all den Jahren wieder die Möglichkeit zu haben, Beschützer zu sein. Sie am Leben zu wissen und es selbst noch zu tun. Eine neue Generation auf ihrem Weg zu begleiten. Du hast nie in Armut gelebt, doch diese Form von Luxus ist selbst dir fremd gewesen.
29 Ingameposts | 18.08.2025, 10:23
Militär Poromiel
gespielt von Jani
21 Jahre
Schriftgelehrte
Du kannst dich an deine Aufgabe in der dritten Klasse erinnern. Was möchtest du werden, wenn du groß bist? Hast dabei zugesehen, wie alle um dich herum angefangen haben zu schreiben. Wort um Wort. Zeile um Zeile. Nur du hast aufs Pergament geblickt und Leere in deinen Gedanken gefunden. Manche haben ihre Texte mit Zeichnungen verziert. Andere haben begonnen miteinander darüber zu sprechen. Und obwohl du nicht wolltest, hast du hingehört. Hast gehört, wie von Reichtum und Drachen geredet worden ist. Von Dichtern und Helden. Irgendwann hast du aufgegeben. Hast den einzigen Gedanken niedergeschrieben, den du zu fassen bekommen hast: glücklich. Die Frage ist euch immer wieder gestellt worden. Und während sich die Wünsche und Träume und Vorstellungen der anderen geändert haben, ist deine Antwort stets dieselbe gewesen.

G l ü c k l i c h.
Das willst du sein.
Das bist du.

Große Schwester. Freundin. Tochter. Laut. Leise. Geduldig. Zuverlässig. Beherrscht. Du musstest dich von dem Glauben lösen, dass es etwas damit zu tun hat, wer du bist. Dass es darum geht, Antworten zu haben oder keine Fehler machen zu dürfen. Dass du einen Plan haben müsstest. So bist du nie gewesen. Bedacht, vielleicht, aber auch spontan. Losgelöst. In deiner eigenen Welt, in der du dich treiben lassen willst. Von einer Frage zur nächsten, von einem Gefühl zum anderen. Von Erfahrung zu Erfahrung. In der du sammeln willst; Menschen, die dich nicht nur zum Lachen bringen, sondern auch ein Gefühl der Sicherheit in der auslösen. Erinnerungen, über die du irgendwann einmal den Kopf schütteln wirst. Straßennamen, durch die du gewandert bist. Und Kuriositäten, über die zu sprechen das Eis brechen kann.

Es sind nur wenige Entscheidungen, die du tatsächlich bereust. Alle haben dich geformt und begleitet und zu der Person gemacht, die du bist. Sie haben dich den Menschen näher gebracht, die du heute liebst. An die Orte geschickt, die sich nach Zuhause anfühlen. Zu den Zweifeln, denen du mehr als einmal begegnet bist. Du fragst dich nicht, ob du anders sein solltest. Aber du fragst dich, ob du sein kannst, was andere brauchen. Ob du genug erlebt und gesehen hast. Ob du genug weißt, um Ratschläge über Dinge zu geben, die zu groß wirken. Ob du für all das – die Realität – nicht noch immer zu jung bist. Oder ob du’s dir nur wünschst.

Du trägst Verantwortung, bist erwachsen; aber du fühlst dich nicht immer so.
Du fühlst dich zu oft wie das kleine Mädchen im Klassenraum.
12 Ingameposts | 02.06.2026, 21:00
Basgiath War College
gespielt von alice
22 Jahre
Reiter
Du solltest das Feuer fürchten.
Erst geht deine Heimat in Flammen auf. Dann deine Eltern; und mit ihnen alles, woran du dein Leben lang geglaubt hast. Auf den Schmerz folgt Traurigkeit, folgt Wut, folgt Sorge um deine Geschwister — du tobst drei Tage lang, am Vierten wachst du auf, schüttelst deinen verbissenen Trotz wie Staub von den Schultern und lächelst in die Gesichter der Menschen, die dich aufgenommen haben. Oh, du bist dankbar, so unsagbar dankbar (nicht). Für alles (eher für nix). Für jedes Training (dafür wirklich), für gemeinsame Ausflüge (ätzend), für alle sitzen jeden Abend zusammen und spielen Karten (du hasst das), für die Extra-Einheiten Geschichtsunterricht, die nur du bekommst, weil sie deinen Kopf geradebiegen möchten (du bist zu stur dafür), für Gesichter, die du kennenlernst, alles königstreue Menschen (alle dumm, alles Verräter, alles Lügner (so wie du)), für einen Garten voll mit Blumen (manchmal pisst du ins Rosenbeet), für eine Kerze auf deinem Geburtstagskuchen, weil’s der erste Geburtstag in einem neuen, besseren Leben ist (du pustet sie aus und wünscht dir, dass sie am Kuchenstück verrecken).
Ooh, und du bist wirklich so unfassbar dankbar — für deine Eltern, die der Wahrheit ins Auge gesehen und dir deinen Blick dafür geöffnet haben.
Für alles andere?!

An dem Tag, als du mit federleichtem Gepäck über den Viadukt läufst, lässt du diesen erzwungenen Teil deiner Geschichte hinter dir. Dein Lächeln zum Abschied ist gespielt. Dein „bald sehen wir uns wieder“ klingt wie der Wunsch eines Jungen, der bekehrt wurde, jetzt glücklich ist; es klingt nicht nach der Drohung, die du damit wirklich meinst: wenn wir uns wiedersehen, brenn ich erst euren Garten nieder, dann euer Haus, dann euch und mit euch alles, woran ich keinen Augenblick geglaubt hab.

Du kannst das gut: so tun als ob. Du lügst. Du passt dich an, weil du’s musstest und weil du am Leben hängst, weil du eben nicht aufgehört hast an das zu glauben, was deine Eltern dich von Kindestagen an haben glauben lassen wollen.
Die ersten Wochen im Quadranten waren hart, kein Wunder, dass du lieber unter, na, deinesgleichen bist, da, wo du Freunde (wieder)gefunden hast, ein paar wenige Menschen, die sich dein sparsames Vertrauen geangelt haben, einer, der dein Herz hält. Dass unter deiner Haut und hinter deiner Stirn Rache tiefe Löcher frisst, das sieht man dir nicht an. Ja, du kannst die Ellenbogen und wenn’s sein muss auch die Fäuste zeigen, aber du lachst auch gern, du bist charmant, mit dir kann man Spaß haben, du hilfst den gezeichneten Rookies auf der Matte und im Training, denn darin bist du gut. Außerhalb vom Sparring versuchst du dich zurück zu halten, du kannst schweigen, wenn du willst, sonst hast du ein lockeres, loses Mundwerk, trägst dein Herz auf der Zunge, aber die Zunge, die ist scharf und deine Zähne sind das auch. Du beißt, passt man nicht auf. Und, ooh, du siehst verdammt gut aus, das weißt du, dafür müsst du nicht tun als ob.
Und apropos, so tun als ob: dein Drache kann das auch. Was genau das heißt?
Mhm.
117 Ingameposts | 02.04.2025, 20:37
Basgiath War College
gespielt von Miri
35 Jahre
Reiter
Heimaturlaub.

Mama legt ihre Hand auf deine, das hat sie schon gemacht als du noch klein warst, immer dann, wenn sie glaubte, dass du was ausbrütest. Du lächelst, sagst: alles gut, du Herz und stehst auf, streichst ihr über den Kopf. Ein Kuss auf ihr Haar bevor sie zu Bett geht. Gefahr abgewendet. Das kannst du gut. Deeskalieren. Manchmal gewaltsam.

Eine Eigenschaft, die sie schon zu Schulzeiten an dir schätzen, selbst dann, wenn du zwei raufende Rookies mit Schatten voneinander reißt. Dann, wenn du in taktischen Besprechungen zeigst, was dir dein Vater alles beigebracht hat, dann wenn du weißt: besser nachgeben und abnicken als in den Sturm fliegen. Innerlich brodelnd. Sicher, aber das Lächeln, das bleibt, kämpft sich tapfer auf deine Züge (alles gut).

Niemand ist dabei, wenn du später doch noch irgendwas gegen die Wand wirfst, wenn du fluchst, schreist, Schatten den Raum fluten, bis alles, alles, alles raus ist. Dann ist nicht alles gut, aber es ist kurz besser.

Leben.

Du bist charmant, lustig. Du sitzt mit den anderen zusammen, Schulter an Schulter. Spielst Karten und hast die Würfel in der Hand, du bist ein guter Verlierer, dann, wenn es um nichts geht. Der Ehrgeiz, der hinter deiner Stirn lauert, in morgendlichen Laufrunden steckt, der ist es der dich eigentlich bestimmt. Die Illusion, dass das nach der Schulzeit aufhört ist — dünn. Ambitionen bedeuten etwas anderes, wenn es darum geht das Land zu schützen, die Menschen zu schützen. Dein Antrieb so persönlich, so nah wie er nur sein könnte. Du kennst Verlust. Niemand fragt: was würden Sie tun um ihre Heimat zu schützen, weil die Antwort so sehr in dir brennt, dass kein Platz für fragen ist. Alles, du würdest alles tun.
Du erklärst, zeigst, übst. In der Schule verbringst du mehr Zeit mit denen, die sich schwer tun, nicht das selbe hatten wie du. Da fließt die Zeit rein. Dein Vater wird später sagen, dass das gut war, eine schöne Idee um andere auf dich aufmerksam zu machen, sehen zu lassen wie gut und wichtig du für Navarre sein kannst. Er kommt nicht auf die Idee, dass du dich wirklich für andere interessierst, dass es dir gut tut zu helfen und dein Brustkorb vor Stolz schmerzt, wenn du siehst wie andere besser werden.

Du nimmst das Lob trotzdem, die Anerkennung. Das Wissen, dass dein Name irgendetwas bedeutet, nicht nur in Verbindung mit deinem Vater, sondern auch mit dir. Mama ist stolz, wenn du erzählst wo du eingeladen bist, was die Staffel leistet von der du ein Teil bist, wenn du erzählen kannst, dass es Menschen gibt, die an deine Zukunft glauben.

Man muss schon sehr genau hinsehen um in all dem die bittere Note zu entdecken. Wie sehr er in all dem drin steckt. Dem Wunsch anderen das zu geben, was er nie haben konnte, besser zu sein weil er’s gewollt hatte, anderen den Schmerz zu ersparen den du kennst. Alles für das kleine Bild in deiner Fliegerjacke, das niemand sieht.

Fliegen.

Deine Trauer findet einen gegenüber in ihrer.
Wie eine Melodie, die aus deiner Leerstelle klingt und irgendwo hinter den Schuppen widerhallt. Da ist ein Verständnis füreinander, eine eigene Sprache, ein Empfinden, wie du es sonst nicht hast. Es ist besser, weit Oben in der Luft und es ist besser, wenn du dich konzentrierst, Muskeln angespannt. Dann denkst du selten an den der nicht ist. Nicht so wie Zuhause, oder Nachts in deinen Träumen, wo er überall ist, ist, ist. Dein Name in seiner Stimme klingt. Du hast keine Sprache dafür finden müssen, weil da einfach Verständnis ist.

Sie ist diejenige, die sich nie Sorgen darum macht, dass die Schatten zu viel sein könnten, die echten, die unechten. Die mit dem gehässigen Lachen und die Gedanken ausspricht, die du hinter dem Lächeln, dem alles gut, versteckst.
433 Ingameposts | 26.03.2025, 21:40
Militär Navarre
gespielt von alice
28 Jahre
Reiter
So schwer ist das nicht: Ruairí — du wiederholst dich eigentlich nur ungern, hier tust du’s immerhin ein bis drei Mal bevor dir der Kragen platzt. Ruairí, das reimt sich auf jury, nicht! Rory, halt wie brewery ohne b, schalt dein scheiß Hirn ein (den letzten Teil denkst du dir immerhin nur, meistens). Und oh, da glaubt mal wieder jemand, er ist zum ersten Mal ganz besonders witzig und nennt dich Brory — macht er nur einmal, na, außer er mag wie sich deine Faust in seinem Gesicht anfühlt (ja, das soll vorgekommen sein). Du hast ihn vorgewarnt, so ist es nicht, aber Papa hat schon vor zwanzig Jahren zu dir gesagt: wer nicht hören will, muss fühlen.
Und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. (Aber du kannst ihn auch Kew nennen!)

Du kannst hören.
Du liebst fühlen.
Gern immer ein bisschen am Limit. Du kratzt an Grenzen, weil du Ketten (die dich halten) gerne sprengst — du willst dich frei fühlen und das tust du immer mehr (und nein, für dich widerspricht sich das nicht mit dieser lebenslangen Militär-Sache). Dein Überlebenswille ist so tief in dir verankert, dass man feine Antennen haben muss um ihn zu erkennen.
Auf den ersten Blick bist du witzig, laut, kess, erweckst den Eindruck als würdest du die meisten Dinge nicht sehr ernst nehmen und als würde dir das meiste eher leicht fallen, weil du’s leicht leicht aussehen lässt (und du bist neugierig und steckst deine Nase gern in Dinge, die dich eigentlich nichts angehen; zumindest dann, wenn du Drama witterst und das tust du wie ein Bluthund). Dich kontrollieren? Schwierig (in privatem Kontext, du kannst schon Befehlen folgen und diese Dinge machen). Deine Siegelkraft ist Sturmmanipulation, das sagt 'ne Menge über dich aus.
Bist ein perfekt abgestimmter Cocktail aus resting bitch face, flirty smirky, sehr trainiertem Arsch in enger Hose, 'nem Schulterzucken und pretend i don’t see, statt mit Kirsche am Spieß getoppt mit einer guten Prise fake it till you make it.
Hat geklappt. Du hast es gefaked, dann hast du’s gemaked.
Papa wäre stolz auf — nein, wir fangen nicht mit den Lügen an, Papa ist nicht stolz auf dich, Papa hätte dich bei deinem einzigen Besuch nach dem College am liebsten im Meer ersoffen und’s nur nicht gemacht, weil der große Rote in deinem Rücken ausreichend Eindruck hinterlassen hat. Er ist wütend, weil du nicht zurück nach Haus und auf sein Boot kommen wirst, du bist wütend weil er dein Leben lang wütend mit dir war. Apfel, Stamm, schon klar.

Aber egal.
Wie gesagt: du hast es gemaked und heut sprichst du einfach nicht mehr viel über deine Vergangenheit und wenn doch, dann lässt du gekonnt Dinge weg oder schmückst sie aus.
Die Gosse hört man dir aber bis heute an, dein Sprachgebrauch ist direkt und ungefiltert, Bastard ist dabei noch das Netteste, was du jemanden nennst, der dir eigentlich gar nichts getan hat. Die fehlende Grundbildung hast du dafür besser gelernt zu überspielen. Oh, und was noch geblieben ist, wenn man die ganze Kindheit und die ganze Jugend schuftet, aber nicht satt ins Bett geht (und Mama hat’s ja auch nie gegeben):
ein Hunger nach mehr, der sich nicht stillen lässt.
Und damit ist nicht nur Essen gemeint, eigentlich ist damit mittlerweile am wenigsten Essen gemeint, aber alles andere und jemand hat obendrein noch wenig Achtung vor dem, was anderen gehört (mit Ausnahmen) — ein Kombination, die dich in jedem anderen Leben fast schon dazu zwingen würde Schwarz und Leder und eine i don’t give a fuck Einstellung zu tragen, wenn das nicht eh dein Alltag wär.
485 Ingameposts | 01.04.2026, 08:39
Militär Navarre
gespielt von Rieke
22 Jahre
Reiterin
Ich hab nie an Sagen oder Mythen geglaubt. Auch nicht als kleines Mädchen. Wollte keine mutige Kriegerin in einem Kampf sein; keine Flieger und Feinde von außerhalb des Königreichs besiegen. Eigentlich habe ich nie darüber nachgedacht, wer ich sein wollte. War Tochter, Schwester. Das hat mir gereicht. War nicht allein, hatte Freundin und Konkurrenz in einem. Wenn man einer kindlichen Einstellung folgte. Kannte immer Regeln und Strukturen. Hab das alles für normal und selbstverständlich genommen. Habe eben nie hinterfragt, ob man all das auch verlieren kann.
Kann man.
Auf einen Tag folgten Monate und alles war anders. Plötzlich hab ich die Dinge nicht mehr als selbstverständlich betrachtet, weil es wirkte, als würde alles fehlen. Da war keine Struktur mehr, keine Logik im Hintergrund. Von einem Tag auf den anderen war alles, was ich kannte, nur noch die Version, die ich als Mädchen kannte. Obwohl ich noch immer eines war. Eines, auf dem Erwartungen ruhten. Aber wenn ich meine Eltern ansah, hab ich Liebe gesehen. Habe neben leisen Zweifeln Zuversicht gesehen. Hätte mir fast gewünscht ich hätte an Legenden geglaubt. Hätte aber auch nicht gewusst, ob ich dann die sein wollte, die sie niederschreibt, oder Teil des Kampfes wäre.

Glaube ich habe es nie in Worte gefasst, aber meine Welt hat sich mit der Zeit wieder aufgebaut. Strukturen kamen wieder, Routinen, aber auch neue Regeln und neue Gesichter. Würde nicht behaupten, dass ich schneller erwachsen geworden bin als andere. Habe dennoch den Schutz meiner Familie gespürt. Mit Schutz kommt Sicherheit, Vertrauen. Sie haben mir vertraut, dass ich eine Entscheidung treffen kann, also habe ich ihnen vertraut, dass sie die Grundlagen dafür geschafft haben. Dann habe ich mehr Leuten vertraut und kann heute voller Zuversicht sagen, dass ich mich erst nach meinem Umzug nach Blenanchor wirklich sicher gefühlt habe. Nicht, weil niemand mir etwas antun könnte, sondern weil sich das Gefühl von Sicherheit so vielseitig gestaltet hat: Ein Ort, ehrliche Worte, Menschen. Meine Familie ist kleiner geworden und dann gewachsen, auf eine Art, die ich nicht erwartet habe. Und sie wird es weiterhin.
Den Gedanken mag ich irgendwie sogar. Glaube ich mag es so, weil ich es selbst entscheiden konnte. Zwischen all den Veränderungen. Hätte nein sagen können. Er auch. War uns bewusst. Vielleicht wären meine Eltern enttäuscht gewesen. Hab es damals nicht erkannt. Dass sie auch Sicherheit für mich wollten. Hatten gerade ihre Tochter verloren. War ein Versuch von Erwachsenen, Vätern, eine Freundschaft auf die nächste Generation auszubreiten, als sie ihre Kinder einander vorstellten. Ein Vorschlag, eine Idee. Die Entscheidung lag bei uns. Heißt aber nicht, dass wir das nicht ernst nehmen.

Hätte ich an die Legenden geglaubt, die ich meiner Tochter erzählt habe, hätte ich gesagt, dass ich jetzt Kriegerin – Soldat, Reiterin – werden will, damit sie die sein kann, die sich um nichts sorgen muss. Und das stimmt. Sie wurde mein Grund, nicht aufzugeben. Hätte das niemals gedacht. Mutter zu sein, ist mir nicht zugeflogen. Im Gegenteil, wollte es lange nicht wahrhaben. Wollte nicht die Ausnahme sein, warten, zusehen. Wurde es doch. Wehrdienst verschoben. Bin älter als die meisten Rookies. Aber das bringt mir keine Vorteile. Muss genau so bestehen, wie sie alle.
Werde ich. Ist mein Plan. Wenn es bedeutet zu bluten, blute ich. Wenn es bedeutet Ängsten zu begegnen, muss ich das wohl. Wollte nie die Heldin aus den Geschichten werden. Vielleicht lag’s auch nur daran, dass Helden so oft Reiter waren. Wollte zwar auch lange keine Reiterin werden, aber jetzt schon. Wie mein Vater vor mir; anstatt meiner älteren Schwester; wie jene, die zu meiner Familie wurden, zu meinem Gefühl von Sicherheit. Damit ich dieses Gefühl für andere werden kann.
22 Ingameposts | 09.06.2026, 08:10
Basgiath War College
gespielt von Maj
29 Jahre
Fliegerin
Hübsch aufreizend ist sie in ihrem Abendkleid, die Prinzessin von Caldrith. Sie ist die Tochter eines Fürsten aus dem Norden von Poromiel, aus Cygnisen – und stammt damit aus einem Landstrich, der von Zivilisation nur vage etwas gehört hat und in dem man sich auf Adel und Erblinien nur wenig verlassen kann. Doch wer als Familie nach Generationen noch immer nicht entmachtet oder ermordet wurde, hält es offenbar für an der Zeit, nach Einfluss jenseits der eigenen Grenzen zu streben. Dass man ausgerechnet Sathia Valdriksri fa Caldrith für diese Aufgabe ausgewählt und an den Königshof nach Suniva entsandt hat, scheint eine fragwürdige Entscheidung zu sein. Oder ist sie doch das Zivilisierteste, was Caldrith zu bieten hat?
Auf jeden Fall aber ist ihr Adelstitel hoch genug, um ihr selbst eine Einladung zu königlichen Empfängen und Ausflügen zukommen zu lassen. Hoch genug, um ihren Namen auf die Gästeliste zu setzen, statt sie unter das Personal zu mischen – und doch arbeitet Sathia auf solchen Veranstaltungen wie jeglichen Freizeitvergnügen der königlichen Familie und meint damit nicht, dass sie daran arbeitet, ein familiäres Kontaktnetzwerk zu spinnen. Als Teil der königlichen Leibgarde ist sie stattdessen anwesend und trägt die Kleidung so, dass sie Bewegungsfreiheit ermöglicht und Optionen bietet, Waffen bei sich zu tragen.
Vor etwa einem halben Jahr ist Sathia von der Ostküste in die poromische Hauptstadt versetzt worden. Man hat sie nicht gefragt, sondern dazu abkommandiert, mindestens für eine Weile ihren Dienst in unmittelbarer Nähe zur Königsfamilie zu leisten. Entschieden hat sie sich dafür, sich dauerhaft dem Militär zu verpflichten. Also muss sie damit leben, herumgeschoben zu werden wie ein Bauer auf dem Schachbrett.

Das aber kennt Sathia aus ihrem Elternhaus kaum anders. Opportunismus und die stete Bereitschaft, Pläne zu ändern und versprochene Loyalitäten über den Haufen zu werden, sind kennzeichnend für die Familie Caldrith und notwendig in Cygnisen, um Macht und Einfluss zu behalten. Dass man sich dabei auch gegen eigene Familienmitglieder wendet, ist keine Seltenheit – und Sathia ist ein Opfer gescheiterter Pläne.
Ursprünglich hatte ihre Familie sie als zentrale Figur in einem Putsch und als Begründerin einer neuen Herzogslinie gehandelt. Doch nachdem der dazugehörige Verlobte starb, verfolgte Familie Caldrith ihre Machtinteressen ohne Sathia.
Halb verstoßen, halb verloren und depressiv ohne Identität und Ziele für das eigene Leben war der nachträgliche Wehrdienst nicht Sathias Plan B, sondern eine Notlösung, um einen Platz im Leben zu haben. Diesen für wenige Jahre an der poromischen Ostgrenze zu finden (kaum jemand wird in der direkten Auseinandersetzung mit Veneni alt), hatte sie sich vorstellen können.
Sie hat sich wieder gefangen, auch wenn die Versetzung nach Suniva die Unsicherheit über ihren Platz im Leben wieder an die Oberfläche geholt hat.

Im Alltag ist Sathia nichts dergleichen Anzumerken und auch ihre militärische Akte bietet andere Erklärungen für den verspäteten Wehrdienst. Sie strotz vor Selbstbewusstsein, streift regelmäßig die Grenzen zu purer Provokation und verströmt dabei so viel positive Energie, dass es schwer ist, gegen sie zu sein.
46 Ingameposts | 23.03.2025, 18:36
Militär Poromiel
gespielt von Jasmin
26 Jahre
Reiterin
Du hattest eine schöne Kindheit. Es ging dir gut und deine Eltern waren gute Menschen. Sie kümmerten sich stets gut um dich. Selbst als sie sich trennten, gab es keinen Streit zwischen ihnen darüber, wer dich bekommt oder wie oft der andere Elternteil dich sehen darf. Sie handelten wie Erwachsene und dass sie im Guten auseinandergegangen waren, machte alles natürlich leichter. Natürlich war es für dich am Anfang trotzdem schwer, dass deine Eltern getrennt waren. Eigentlich bleibt man doch bis zum Ende seines Lebens zusammen, sobald man verheiratet ist und/oder ein Kind bekommt. Ja, damals dachtest du noch so naiv, schließlich kanntest du es nur aus den Büchern, die dir deine Eltern abends vorgelesen hatten. Dort trennten sich die Eltern nie voneinander, sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Nun gut, die Trennung deiner Eltern belehrte dich eines Besseren und irgendwann verstandest du auch, dass das Leben nun mal nicht so ist wie in den Büchern. Mit der Zeit fandest du die Trennung deiner Eltern auch nicht mehr schlimm. Klar, du hättest es besser gefunden, wenn sie wieder zusammengekommen wären, aber lieber so, als wenn sie sich irgendwann nur noch gestritten hätten.
Am Anfang hast du bei deiner Mutter gelebt, doch sie war damit überfordert, allein für alles zu sorgen und sich gleichzeitig um dich und sich selbst zu kümmern. Das Haus sah oft chaotisch aus und aufgeräumt wurde meistens nur dann, wenn Besuch kam. Nach außen schaffte sie es allerdings gut, sich nichts anmerken zu lassen. Es ging dir bei ihr nicht wirklich schlecht, immerhin sorgte sie dafür, dass du in der Regel etwas zu essen bekamst. Nur bei neuen Klamotten und dem regelmäßigen Saubermachen hing sie oft hinterher. Hätte dein Vater dich nicht regelmäßig besucht, hättest du nur selten frische Kleidung bekommen, kaum gebadet und dauerhaft in einem dreckigen Haus gelebt.
Im Jahr 614 sah deine Mutter es schließlich ein und überwand sich, deinen Vater um Hilfe zu bitten. Sie erzählte ihm alles und gestand, dass sie einfach nicht mehr konnte. Bei dem Gespräch warst du nicht dabei, doch am Ende nahm er dich mit zu sich. Bei ihm ging es dir deutlich besser. Wenn er mit seinem Drachen unterwegs war, sorgte er trotzdem dafür, dass du nicht alleine bliebst. Dir fehlte es an nichts mehr. Du genossest eine gute schulische Ausbildung und er half dir dabei, dich auf das Basgiath War College vorzubereiten.
Dank des Trainings fiel es dir im Gegensatz zu vielen anderen Kadetten deutlich leichter, dort mitzuhalten. Klar, auch dir bereitete der Viadukt Schwierigkeiten und du hattest Angst, dabei zu sterben. Die größte Schwierigkeit war allerdings deine Siegelkraft. Du hattest die Fähigkeit des Energieentzugs erhalten und diese verlangte einem psychisch viel ab. Und dann passierte genau das, wovor du am meisten Angst hattest: Du hast bei einer Herausforderung mit einem anderen Kadetten getötet. Du entzogst ihm zu viel Energie und man konnte ihn nicht mehr retten. Das verfolgt dich bis heute. Damals dauerte es lange, bis du überhaupt wieder imstande warst, deine Siegelkraft zu benutzen. Seitdem hast du niemanden mehr aus Versehen getötet und auch heute gehörst du noch lange nicht zu den Besten. Aber das Wichtigste für dich ist, dass du deine Kräfte unter Kontrolle hast. Nach dem BWC bist du direkt nach Baridmeth gekommen. Einerseits wärst du lieber an einem actionreicheren Standort gelandet, andererseits bist du auch froh darüber, nicht an einem wirklich gefährlichen Ort stationiert zu sein. Im Moment liegt dein Fokus darauf, stärker zu werden und vorbereitet zu sein, falls Baridmeth angegriffen werden sollte. Bis dahin trainierst du weiter und genießt nebenbei dein Leben. Immerhin bist du noch jung und Single und der Standort bietet einiges an Möglichkeiten. An jemanden binden möchtest du dich ohnehin erstmal nicht. Man weiß schließlich nie, was die Zukunft noch bringt und Liebe ist eben nicht so, wie sie in Büchern oft beschrieben wird.
3 Ingameposts | 21.04.2026, 22:37
Militär Navarre
gespielt von Josi
35 Jahre
Reiter
Träumer. Ein Leben in einem Wort, ein Mensch, beschrieben, erkannt in seinem tiefsten Herzen. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, gemalt in sanften, hellen Farben und leisen Tönen. Seine Träume waren so klein und doch für ihn das Größte, die schönste Vorstellung und doch zu viel verlangt um in Erfüllung zu gehen. Träume, noch immer vorhanden und doch tief vergraben. Träume, still und leise in seinem Herzen, in seinen Nächten, nicht im Schlaf, aber im Wachsein, wenn er den Blick in einer klaren Nacht auf die Sterne richtet, den hellen, vollen Mond und sich fragt, ob andere Augen auch in dieses sanfte Licht blicken. Träume, die Wünschen, Sehnsüchten gleichen, aber nicht Hoffnungen, weil die lange begraben sind. Die Vorstellung an ein wunderschönes Leben in einem kleinen Haus am Meer an der Küste des arktischen Ozeans. Ein kleines Haus, voller Bücher, voller Lachen, voller Sonnenschein, in seinen Träumen in denen er das grelle Licht des Tages noch zu ertragen vermochte, die Wärme nicht zu viel war, sondern gerade genug. Träume von ihr, mit ihr, von einem gemeinsamen Leben. Träume, die Visionen gewichen sind.Vergangenheit in die es kein zurück zu geben scheint, ausgeträumt. Farben die verblassen, Töne die verklingen, tief eingeschlossen im Inneren, begraben. Kühl die Gegenwart, erfüllt von Pflicht und Dienst und selbstgewählter Einsamkeit, weil die Zukunft nichts mehr zeichnet als den Tod. Dunkler Schleier, der sich über jedes Gesicht legt in das er blickt, Visionen von schwarz und weiß und rot, der Lärm von Schlachten und Schreien und das Wehklagen jener, die am Ende zurückbleiben. Zu selten, zu wenig Frieden, zu selten hohes Alter und sanftes Einschlafen, zu viel Schmerz, zu viel Gewalt. Ungleichgewicht, in den Visionen, im Herzen, welches sucht sich zu verschließen, verstecke, festzuhalten, was ihm aus den Händen gleitet. Wut, Enttäuschung, Eifersucht. Vermissen. Sehnen. Weil jeder glücklich werden kann, aber nicht alle. Nie Alle. Nicht er. Vielleicht sie. Er hofft, sie. So lange nicht gesehen, außer in jeder Nacht, in wenigen Träumen, in zu vielen Visionen. Nie vergessen. Nie einen Tag nicht an sie gedacht, nie einen Tag sich selbst nicht verflucht und jeden einzelnen Gott dazu, trotzdem fast zu beten versucht, für diese eine Gnade, ihren Tod nicht mehr sehen zu müssen. Bereut, einen Anderen so viele Jahre hinterfragt zu haben. Geblieben, eingebrannt, das Bild der toten Augen seiner Mutter, die Tränen seiner Schwester, die Frage nach dem Warum. Warum? Die Frage nach dem Wie. Wie? Wer? Die Frage wer es getan hat und eine Ahnung, aber nie eine Antwort, nie ein Beweis. Ein ungeklärter Tod, diese Fragen unbeantwortet, diese Erlösung nie gefunden, nur andere Antworten bekommen auf zu viele Fragen die er nie gestellt hat. Zu viele Tode, die er nie hätte sehen wollen und doch nicht weg sehen kann. Kein Träumer mehr. Seher. Kein Gelehrter mehr, kein Künstler mehr, kein Schreiber, Reiter. Kein pastellbunt. Schwarz.
26 Ingameposts | 12.04.2025, 13:32
Militär Navarre
gespielt von Katja
47 Jahre
Reiter
Ob es das Alter oder die Erfahrung ist, oder ob man den Glauben daran verloren hat, dass Licht einen noch erreicht. Hunter schert sich nicht mehr groß darum, was Menschen von ihm halten, oder denken. Wenn man von sich selbst im Grunde nur Schlechtes erwartet, dann kann man auch getrost darauf scheißen – pardon – was andere glauben zu wissen. Das Auftreten des Mannes wird häufig von einer gewissen Bitterkeit und Härte geprägt. Freundlichkeit sucht man grundsätzlich erst einmal lange bei ihm und seine Art ist – nett beschrieben – eher als barsch und direkt zu beschreiben. Höflichkeit betrachtet er als reine Zeitverschwendung und setzt stattdessen nachdrücklich auf schonungslose Ehrlichkeit. Dabei nimmt er selten ein Blatt vor den Mund und seine Ausdrucksweise ist häufig alles andere als Jugendfrei. Über sich selbst macht der Reiter sich keine großen Illusionen. Er teilt die Welt vor allem in Schwarz und Weiß ein, wobei er Weiß nur einen kleinen Raum gibt. Dunkelheit sieht er als vorherrschend an, um ihn herum, in ihm selbst. Seine eigene Dunkelheit, hat er angenommen und sieht in sich selbst keinen guten Menschen. Aber vielleicht ist er ein schlechter Mensch, der versucht auf der richtigen Seite zu stehen. Einer der bereit ist Grenzen zu überschreiten und vielleicht so Dinge erreichen kann, an denen andere scheitern, weil sie diese Grenzen nicht bereit sind zu durchbrechen, weil sie Angst davor haben, was es sie selbst kosten könnte. Hunter kennt diese Angst nicht, weil er glaubt, dass nicht mehr viel in ihm verloren gehen kann. Er ist bereit den Preis zu zahlen, wenn es Jene beschützt, die ihm noch etwas bedeuten, denen er Loyalität entgegenbringt. Dabei kann er schonungslos sein und ein erneutes Versagen, will und kann er sich nicht gestatten. Zu schwer wiegt die Schuld, die auf seinen Schultern liegt, als Vater versagt zu haben und die Hinrichtung seiner Tochter nicht verhindert haben zu können. Dieses Ereignis hat einen Großteil seines heutigen Charakters geprägt. Die Hilflosigkeit, die immer noch in seinen Eingeweiden wühlt, hat sich seit dem nie ganz vertreiben lassen und sich nur von dieser gewissen Wut in Griff halten lässt, die er immer mit sich rumzutragen scheint. Vorher schon. Seit dem noch mehr. Vertraut und ein willkommenes Ventil. Hunter scheint immer ein wenig angespannt zu sein und nicht selten kommt es vor, dass er die Kontrolle verliert. Ein Stück Erleichterung und für einen Moment eine Hilfe, um den Schmerz im Inneren zu vergessen. Zu den meisten pflegt er ein eher distanziertes Verhältnis und hinter diese Mauern zu kommen – ist erst einmal nicht leicht. Er ist verschlossen und abweisend. Es fällt ihm schwer, andere an sich ran zu lassen. Er weiß, dass er eher verbittert ist und nicht mehr viel Gutes sieht. Er weiß, dass er sich verändert hat, weniger lacht als früher und allem etwas Schweres anzuhaften scheint. Über sich selbst würde Hunter nicht viele positiven Eigenschaften aufzuzählen wissen. Dabei sind sie durchaus vorhanden. Ohne zu Zögern, würde er für andere sein Leben geben, vielleicht weil ihm sein eigenes nicht mehr so viel bedeutet. Denen, die ihm etwas bedeutet – die Wenigen Freunde, sein Sohn, der Rest Familie – bringt er unerschütterliche Loyalität entgegen und würde für sie immer Alles stehen und liegen lassen. Mit seiner stillen Art ist er ein guter Zuhörer und seine Ratschläge sind nicht immer schlecht, manchmal etwas derb geäußert.
47 Ingameposts | 03.03.2025, 18:57
Militär Navarre
gespielt von Katja
23 Jahre
Reiter
Rian Eodhan weiß, dass es einige gibt, die ihm aus dem Weg gehen. Puscht hier und da durchaus auch sein Ego. Ist doch gut, wenn man respektiert wird. Jetzt vielleicht fraglich, wie man Respekt definiert, aber darüber macht er sich keine Gedanken. Mit seinem Ego hat er nämlich kein Problem, vermutlich auch ein Grund warum er durchaus Risikobereit ist. Hier und da ist vielleicht sein Temperament auch etwas problematisch. Impulsiv, wie er ist, kann es schon mal sein, dass er ein bisschen die Beherrschung verliert, wenn man ihm dumm kommt, kann schon mal blöd ausgehen. Wie blöd kommt noch darauf an, ob er einen prinzipiell mag und respektiert oder nicht. Sein Maß an Selbstbeherrschung ist sehr darauf abgestimmt. Gezeichnete haben es grundsätzlich schwer mit ihm, die verachtet er nämlich, steht ihnen misstrauisch gegenüber und – weil es das einfachste ist – lädt ihnen einfach Mal mit die Verantwortung auf, dass seine Schwester in Aretia bei der Niederschlagung der Rebellion auf Seiten des Königreichs ums Leben gekommen ist. Reiter zu werden hat er spätestens damals beschlossen - dem Regime zu dienen, mit zu verhindern das so etwas noch einmal vorkommt. Er steht hinter dem Königreich, macht aus seiner Treue auch kein Geheimnis, verachtet die ein wenig, die dem zu kritisch gegenüber stehen und lässt es die Jenigen auch merken. Sein Ehrgeiz und Motivation hat auch dazu geführt, dass er 1. Offizier seiner Staffel ist. Prinzipiell unterstützt er die Mitglieder dieser auch – nur Gezeichnete haben es auch hier nicht unbedingt leicht mit ihm, haben aber immerhin auch den Vorteil, dass er ihnen nicht wirklich etwas kann. An die Regeln und die Struktur des Militärs hält er sich nämlich.

Vor Herausforderungen schreckt er nicht zurück, er ist eher der, der gerne Herausfordert und seine Überlegenheit beweist, kann dabei aber nicht so wirklich gut damit umgehen, wenn er daran scheitert und verliert. Nimmt er persönlich und kann einen danach noch weniger ausstehen. Als wirklich bösartig würde ihn vermutlich trotzdem nicht jeder bezeichnen, weil er eben auch anders sein kann. Kommt eben sehr darauf an, wer ihm gegenüber steht. Freunde und Menschen, die ihm wichtig sind, bekommen durchaus auch ein gewisses Maß an Loyalität. Er mag zwar im allgemeinen sich selbst nicht ganz zu vergessen, macht aber für diejenigen Abstriche und kann ein guter Freund sein. Denen deckt er auch den Rücken, ist für sie da und Unterstützt sie.
35 Ingameposts | 17.06.2025, 21:18
Basgiath War College

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