Charakterliste
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gespielt von Berrie
43 Jahre
Diplomatin
Das Besteck ist gold, wie der Käfig, der dich die längste Zeit deines Lebens gefangen gehalten hat. Spürst die Streben, das kalte Metall, noch unter deinen Fingerspitzen, wenn du die Hand von dir streckst. Spürst das Feuer in dir, wie es Stück um Stück zu ersticken droht. Wie es leise in dir züngelt, bis nur noch eine Idee von Nereyda übrig bleibt. Euch fehlt der Sauerstoff, buchstäblich die Luft zum Atmen, der Wind unter den Flügeln, die euch – dich und die Version von dir, die du gern gewesen wärst, aber niemals erreichen wirst – aufsteigen lässt. Stattdessen bist du gefallen, immer wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt. Hast immer wieder die Hoffnung in dir keimen lassen, auszubrechen, mehr zu sein, als das Abbild deiner Schwester. Irgendwann hast du das Ideal verfolgt, eine eigene Identität zu schaffen. (D)Einen eigenen Wert zu bestimmen, der über den Namen, den du trägst und das Gesicht, das dir im Spiegel begegnet, hinausgeht. Chancen hattest du viele – und keine. Sind dir durch die Finger geronnen wie die Lügen, die sich alsbald um deine Gelenke spannten, weil die Wahrheit meist so viel berechenbarer, so viel langweiliger war als das, was hinter ihr lauerte. Du hast gelernt, die Grenzen deines Käfigs auszudehnen, hast dich gegen das Gold gestemmt, überall dort, wo es dir dienlich war; und hast die Privilegien genossen, die damit einhergingen. Gab kein Spiel, in das du nicht involviert warst, keine Veranstaltung, kein Netzwerken, das dir nicht in die Karten spielte. Dass du Existenzen zerstört hast, ist nur ein weiteres kleines Kreuz auf deiner langen Agenda, die die längste Zeit kein Ziel verfolgte, außer der Tristesse zu entfliehen, die dein Leben beschrieb. Erfüllung hast du gesucht und doch erst in den Worten eines Predigers gefunden. Religion selbst war dir nie fremd, hast oft genug in der Thalora zu den Göttern aufgesehen, gehofft und doch nie gebetet, dass sie dich irgendwann erhören würden. Sie haben auf sich warten lassen. Nie hättest du gedacht, heute selbst die Gewänder anzulegen, die dich als Mitglied der Orakyn kennzeichnen. Nie hättest du gedacht, empfänglich zu sein für religiöse Splittergruppen und doch sind sie längst mehr als das. Sie – du! – haben sich in die Herzen der tyrrischen Bevölkerung geschlichen. Sie – du! – haben mit Milde und Großzügigkeit die Tyrannei, Völlerei und Ohnmacht der eigenen Regierung ausgeglichen. Du, du, bist Teil von etwas Großem. Von etwas, das Wert hat. Ob der Glaube so tief in dir verankert liegt, wie andere deiner Gruppe, mag fraglich sein, doch dein Einfluss ist ohne jeden Zweifel Gold wert. Ein bedeutungsschwerer Name – auch heute, auch, nachdem du dich offiziell von ihnen losgesagt hast –, Geld, Macht und Einfluss sind dir auch nach der Konversion geblieben, wollte man sich nie so ganz von dir trennen, die Hoffnung nicht aufgeben, dass du eines Tages in diesen goldenen Käfig zurückkehren würdest. Du hingegen bist immer noch auf der Suche nach dir selbst und dem Wert, den du in dieser Welt hinterlassen kannst. Oder: dem Wert, den die Welt in dir hinterlassen kann, denn die Leere in dir schreit so laut, dass auch die besten Lügen, Intrigen und Geheimnisse sie nicht verstummen lassen kann.
11 Ingameposts | 08.02.2025, 14:40
Zivil Navarre
gespielt von Berrie
21 Jahre
Reiterin
Klopf, klopf – der Wahnsinn steht vor der Tür! Zähl’ durch, wie lange dir noch bleibt, doch Achtung, lang ist’s nicht mehr. Das Grinsen ist bissig, du kannst es hinter geschlossenen Lidern sehen. Die Stimme ätzend, fühlt sich wie Säure an auf deiner Haut. Sie ist laut, dröhnt in deinem Kopf, hallt von innen wieder, schaukelt sich von links nach rechts, immer weiter hinauf, bis nichts mehr von dir übrig ist. Du rennst so schnell du kannst, doch der Boden unter dir ist brüchig. Ein fragiles Fundament, jeder Schritt auf ihm einer zu viel und einer zu wenig. Kommst nicht voran, stehst auf der Stelle, stagnierst, obwohl alles in dir schreit, schreit, schreit. Da ist kein Ton, der deine Lippen verlässt. Sie sind versiegelt. Ein Film von Blut legt sich über sie, rinnt dir über’s Kinn, tropft auf den Boden. Zähne, die sich in die Unterlippe bohren. Fingernägel, die Halbmonde auf der Innenseite deiner Hand hinterlassen. Klopf, klopf, bist du noch du? Die Haare zum strengen Zopf geflochten, bietest du keine Angriffsfläche. Keine sichtbaren Schwächen, nur Stärke, nur Kraft, nur das wissende Lächeln auf deinem Gesicht. Du schaffst das. Dein Gegner ist größer, wiegt mindestens fünfzehn Kilo mehr als du. Du schaffst das. Duckst dich unter seinem Schlag weg; er ist langsam. Zu langsam. Du bist schnell, bist gut, bist besser. Er liegt auf dem Boden, ächzt und schnauft. Du stehst über ihm, nur einen halben Schritt entfernt. Sitzt auf dem Rücken deiner Drachin, die sich in den Himmel schraubt, als sei sie die Königin dieser Welt. Mit stoischer Gelassenheit überwindet ihr Meter um Meter, bis die Luft dünn wird. Du röchelst. Sie will, dass du aushältst. Du schaffst das. Eine Sekunde, noch eine mehr. Dir wird langsam schwarz vor Augen, deine Hände werden zittrig, als sie in den Sturzflug übergeht und Sauerstoff deine Lungen anreichert. Sie fordert dich. Das ist gut – denkst du. Denkst du einen Monat und dann noch einen. Dann wirst du skeptisch. Keine Magie in dir. Keine Feder, die du magisch führen kannst, kein Schloss, das du verstärken kannst. Sie lässt dich warten. Und warten. Noch einen Monat. Und noch einen. Bist eine der letzten in deinem Jahrgang, doch lässt dich nicht unterkriegen. Setzt dich durch. Du schaffst das. ist lauter. Versprich es. auch. Du hältst durch, wie du’s immer tust. Und dann: Klopf – Klopf. Ist ein schleichender Prozess. Nur ganz langsam beginnt es. In deinem Kopf. Da sind Gedanken, die du nicht gedacht hast. Oder? Da sind Gefühle, die du nicht fühlen solltest. Oder? Nur leise Ideen, die an der Oberfläche kratzen. Die an deiner perfekten Spiegelung nagen.
Emersyn flüstert die Stimme in deinem Kopf. Emersyn, du schaffst das. Nicht. Emersyn, du schaffst das nicht. Emersyn, du schaffst das nicht. Emersyn, du schaffst das nicht. Du schüttelst den Kopf energisch, deine Fäuste treffen auf Fleisch, auf Knochen, auf Körper, Blut, Blut spritzt um dich herum. Emersyn! ruft jemand. Du hörst nicht, wer. Emersyn! dringt an deine Ohren, als man dich von ihm zerrt. Du starrst auf deine Fäuste. Da ist Blut. Deines und seines. Oder? Emersyn, du schaffst das nicht. Emersyn – Emersyn – du schaffst das nicht.
12 Ingameposts | 05.05.2025, 09:50
Basgiath War College
gespielt von Berrie
44 Jahre
Flieger
Lichte den Anker, hiss die Segel, die See – sie wartet auf dich. Du schmeckst das Salz auf deinen Lippen, Wellen treiben vor dir her, sind Teil von dir, du von ihnen. Wenn du gehst, gehst du zu ihnen, spürst das Wasser unter deiner Haut. Ist kein Blut, ist Meer, ist mehr, wer du bist und wer du sein willst. Sinkst ein im Sand, in Steinen, Kieseln, kleine und große, schüttelst sie ab, tauchst ein, tief hinein ins kalte Nass und fühlst: Verbundenheit. Seit du denken kannst, begleitet dich die Sehnsucht, genährt von Möglichkeiten, kennst es kaum anders, das Leben, als im Einfluss des Meeres. Wie das Wasser Klippen und Steine formt, beeinflusst es dich in deinen Wünschen, in deinem Wesen, erdet dich, wenn der Höhenflug in Ebbe übergeht. Bist du umgeben vom Rauschen, vom Schwanken und dem Gefühl der Schwerelosigkeit, tränkt es deine Haare, deinen Körper, dann weißt du: du bist zuhause.
Hast dein halbes Leben fernab festen Grunds unter deinen Füßen gelebt, morsches, feuchtes Holz betreten, wie die Abwesenheit jeglichen Halts genossen, immer dann, wenn du dich in die Federn schmiegst, die dich hoch hinaus tragen. Die dir eine Welt offenbaren, die Menschen so wenig vorbestimmt ist, wie die Tiefe der See. Sind diese Extreme, die dich leiten: der Drang, immer höher in die Luft, gleichwohl immer tiefer in das Meer, einzudringen, zu sehen, zu fühlen, zu schmecken, was kein Mensch vor dir gesehen, gefühlt, geschmeckt hat. Freiheit. Endlose und absolute Freiheit. Ein Kontrast zu eben jenem Leben, das du führst. Ein Kontrast zu Mustern und Regeln, Grenzen und Linien, die Schritte und Entscheidungen vorherbestimmen. Eine ewige Verpflichtung, die Unabwendbarkeit, die du mit der Bindung an deinen Greif, an Ideale und einen Krieg, willentlich eingegangen bist. Paradox scheint es, dass ein Freigeist, wie du es bist, in Kontinuität und Verlässlichkeit den Titel des (Co-)Kapitäns trägt, fähig ist, zu führen – und nicht nur ins nächste Abenteuer oder darüber hinaus. Paradox scheint es, dass unter aller Lebensfreude die Form von Leben geschliffener Erfahrung steht, die es dir möglich macht, Entscheidungen für jene zu treffen, deren (Über)Leben in deinen Händen liegt. Du bist Ebbe und Flut, bist Luft und Wasser, nie ganz und doch alles. Sehnst dich danach. Nach: nie ganz und doch alles. Nach: Freiheit und Ankommen. Nach: Familie und Liebe. Nach mehr Meer.
9 Ingameposts | 23.05.2025, 16:24
Militär Poromiel
gespielt von Berrie
32 Jahre
Diplomatin
Das Glas unter deinen Fingerspitzen ist kalt. Zieht sich durch deinen Körper, schlingt sich um deine Gelenke, um die Schultern, dein Herz. Hinter den Mauern pulsiert ein Leben, das deins hätte sein können; das deins gewesen war. Aus Plänen bestand, die schon immer Teil deines Seins gewesen waren, nie anders hätten sein, verlaufen, dürfen und es doch taten. Heute legst du die Hand an die Scheibe, als wär sie (d)ein Gefängnis, nicht dein Triumph. Drückst die Handfläche dagegen, betrachtest, wie sich dir die Knöchel weiß entgegenrecken, wie sie’s einst taten, da du noch Hornhaut an den Fingern trugst. Die grüne Uniform fein säuberlich im Schrank hing, nur ein unwesentliches Detail in der Kaserne, die dein Zuhause gewesen wäre. War keine Halle wie diese, kein ovaler Tisch aus abgegriffenem Holz, der deinen Alltag hätte prägen sollen. Kleine untersetzte Männer, die dir Worte in den Mund legen, hätten dich dort draußen nicht erreicht; nicht oben auf der Zinne, den Bogen im Anschlag, die Sehne, die sich in deine Haut frisst. Diese Stadt, ihre Menschen, sie fühlen sich fremd für dich an, dabei bist du’s, die ihr Wort, ihr Leben, bestimmt. Dabei bist du’s, die nicht selten ratlos Papier stapelt, um es – in einem unbeobachteten Moment – vom Tisch zu fegen, als sei’s keine zentnerschwere Verantwortung, die auf deinen Schultern lastet, sondern nur die lästige Fliege, die es zu beseitigen gilt. Der Stein, der dich umgibt, schwarz, dunkelgrau, schwer; er erdrückt dich. Scheint von allen Seiten näher zu kommen, dich zu erschlagen mit seiner Manifestation dessen, was du seit drei Jahren versuchst, in seinem Inneren zu sein: eine Herzogin. Fühlt sich immer noch schal an auf deiner Zunge. Ein Fremdwort in einer Reihe von vielen weiteren, die du dir über die Zeit nur mühsam hast erschließen können. Diplomatie steht fortan auf deiner Agenda, kein Schutz, keine Wache, kein Miteinander im Speisesaal. Pflichten und Dolche, die dir ins Fleisch schneiden, bewegst du dich nur einen Meter zu weit. Dein Blut, das dir nur metaphorisch den Nacken entlang rinnt und sich doch feucht anfühlt, wenn du, von Alpträumen geplagt, langer Nächte aufwachst, an die Decke starrst und ihn siehst: den schwarzen, schweren, Stein, der Mahnmal ist für dein heutiges Leben.
Dickflüssig tropft es von der Spitze deines Pfeils: das Blut deiner Feinde. Bist nicht zum Anführen geboren, nicht dafür, Gespräche zu führen, Verbindungen zu suchen – und zu halten. Eine Beschäftigung, die dir heute das Leben rettet, Tag für Tag. Bist zum Kämpfen geboren; dafür, dir zu nehmen, was die Stärke in deinem Blick, in deinem Körper, dir erlaubt. Das Recht desjenigen, der die Oberhand gewinnt, war das, dem du folgen konntest, weil es schon immer Teil deines Lebens war. Nur ein Bestandteil der Philosophie, die in Vallcairn den Alltag bestimmt. Eine Heimat, die heute keine mehr ist. Keine für dich. Die ihren Platz hat tauschen müssen, wie du ihn wechseltest; wie du die Perspektive annehmen musstest, die nicht dir vorbestimmt war. Hast viele Unwegsamkeiten einkalkuliert, wusstest um die Risiken, hast damit gerechnet, dass Pläne scheitern, Improvisation an ihrer statt den Putsch vorantreiben musste. Hast ohne jeden Zweifel an ihrer Legitimität die Allianz unterstützt, die sich nicht nur dem Fall des damaligen Herzogs, sondern seiner ganzen Sippe verschrieben hatte. Ein neuer Herzog – eine neue Herzogin, die nicht du sein solltest. Hättest, müsstest, solltest; kannst Worte jonglieren in deinem Kopf, immer dann, wenn die Sitzungen lang und ereignislos, langweilig und langatmig sind. Nichts von alledem ist so verlaufen, wie gedacht. Sitzt heute selbst auf dem kargen Stuhl aus Stahl, trägst Verantwortung, von der du keine Ahnung hast, sie nie wolltest; sie gar einer der wenigen Menschen abspenstig gemacht hast, die dir in diesem Leben wirklich etwas bedeuten. Siehst es nicht als Privileg oder Geschenk des Schicksals; ist viel mehr eine Strafe, denn nebst so vielen Pflichten, von denen du keine Ahnung hast, sind’s die Gefahren, die damit einhergehen, die den Sitz undankbar gestalten. Bist nicht nur einfach ungeeignet, aber leicht formbar; bist auch leicht ersetzbar. Kein herber Verlust im Falle eines Todes. Und da ist es wieder, das Gefühl von Tropfen, die sich zwischen deiner Brust entlang schieben. Den Stoff deiner neuen hübschen Kleider tränken. In rot, rot, rot.
19 Ingameposts | 31.03.2025, 09:39
Zivil Poromiel
gespielt von Berrie
33 Jahre
Sonstige
Die Uhr schlägt Mitternacht; doch du bist wach. Bist’s nie nicht, bist immer da, immer auf, die Lider schwer; doch du bist wach. Schatten tanzen an den Wänden deiner kleinen Wohnung, sparsam ist sie, bietet Bett und Tisch, Stuhl und Bad, doch mehr nicht. Mehr nicht. Kaum persönlich, kaum Zuhause, nur ein Ort zum
Wo ist der Junge hin, der du gewesen bist? Du zählst einen Geist, zwei Geister, drei Geister. Sie verfolgen dich, sind deine Geißel. Hast nichts tun können. Zu weit weg. Nur ein einfacher Soldat. Unwissend. Gibt mehr Argumente für als gegen dich, doch du liest sie anders. Als wär die Schrift, die vor dir liegt, gar nicht echt. Als könntest du die Buchstaben einfach anders anordnen. Hast alles hinter dir gelassen. Erst deine Familie. Dein Zuhause. Dann deine Aufgabe. Deine Zukunft. Nur noch Scherben vor dir und du trittst willentlich rein. Wie ein Mahnmal. Narben an deinen Füßen, Narben auf deinem Herzen. Schaffst es nicht in die Heimat. Nicht nachhause.
2 Ingameposts | 26.11.2025, 13:43
Zivil Navarre
gespielt von Lini
21 Jahre
Reiterin
Selbstbewusst und stolz blicken deine Augen durch die Gegend. Du weist, was du kannst und eben auch, wo deine Schwächen liegen, auch wenn du diese nie laut aussprichst. Du fokussiert dich darauf, was du kannst und verbessert das, um deine Defizite - die du selbstredend nicht hast- auszugleichen. Eigentlich hattest du eine gute Kindheit und Jugend. Dein Vater war liebevoll, fürsorglich und hat die Rolle des Elternteils wirklich gelebt, während deine Mutter dich nur als Abbild von sich selbst sah und dich nur beachtete, wenn du etwas geleistet hast. Sie war Reiterin und selbst nicht besonders erfolgreich, sodass sie nie groß eine Führungsposition inne hatte. Vielleicht hast du dir deshalb ein anderes Vorbild in Form von deiner Tante gesucht. Du wolltest militärisch etwas erreichen und vor allem wolltest du Reiterin werden. Aus eigenen Stücken, nicht, weil man dich aufgrund einer Tradition dazu gedrängt hat. Dein Vater hat jahrelang versucht dir auszureden Reiterin zu werden. Er selbst hatte seine Wehrpflicht bei den Infanteristen absolviert und war danach wieder Zivilist geworden. Für ihn war kein Leben beim Militär erstrebenswert - für dich jedoch schon. Auch wenn er nicht begeistert war, dass du Reiterin werden wolltest, hat er versucht dich vorzubereiten, denn deine Mutter war mehr abwesend als anwesend. Sie war in Aretia stationiert und du warst mit deinem Vater in Calldyr Stadt geblieben. Zur Familie deiner Tante hattest du immer ein enges Band, kein Wunder, du und dein Vater wart oft dort, weil sie nur ein paar Häuser nebenan wohnten und er sich mit deinem Onkel auch blendend verstand, da sie beide sich dazu entschieden hatten eher Väter zu sein als Militärangehörige.
Für dich war klar, welchen Weg du gehen würdest und du hast dich auch von niemanden davon abbringen lassen. Zu deiner Mutter hast du stets ein recht neutrales Verhältnis gepflegt. Dein Vater ist ab und an mit dir zu ihr nach Aretia gereist um sie zu besuchen. Es wurden ein paar Worte gewechselt, sie hat dir ein paar Trainingstipps gegeben und dann seid ihr wieder abgereist. Viel mehr Kontakt hast du nicht mit deiner Mutter gepflegt, neben den Briefen die du ab und an von ihr erhalten oder ihr geschrieben hast. Vor fünf Jahren hat es dir den Boden unter den Füßen weggerissen, als du mit deinem Vater deine Mutter besuchen warst und schließlich die Hölle losgebrochen war. Hitze streifte deine Haut, während Drachen kämpften. Ruß und Asche setzte sich auf deiner Haut ab, als dein Vater dich packte und rausbrachte. Allerdings schaffte er es nicht. Die Flammen und Trümmer Aretia´s verschlangen ihn und du bist zurück geblieben. Allein. Denn auf deine Mutter konntest du dich nicht verlassen, auch nach dem Verlust nicht. Jemand Anderes nahm sich deiner an und du kamst bei deiner Tante und deinem Onkel unter. Dein Onkel kümmerte sich liebevoll um dich und sorgte dafür, dass du das Trauma durch den Verlust etwas abmildern konntest. Doch du hast noch stärker den Wunsch gefasst Reiterin zu werden. So etwas durfte nie wieder passieren. Eine Rebellion gegen das Königshaus, dem du selbst treu ergeben bist. Du hast härter trainiert, Regeln und Strukturen gingen dir in Fleisch und Blut über bis du den Weg nach Basgiath angetreten bist. In Basgiath hat sich deine Abneigung gegen Gezeichnete weiter manifestiert, immerhin sind ihre Eltern Schuld an der Katastrophe und du glaubst, dass Kinder ihren Eltern stets folgen auf ihrem Weg. Also hast du dich an Kadetten gehalten, die nicht gezeichnet waren, hast dir Freunde gesucht und es auch direkt beim ersten Versuch geschafft einen Drachen an dich zu binden. Glio und du stachelt euch gegenseitig an und wahrscheinlich werdet ihr auch irgendwann der Tod füreinander sein oder zumindest er für dich. Deine Siegelkraft hat sich sehr früh gezeigt und du hast früh mit dem Training begonnen. Bedauerlicherweise musst du mit einem Gezeichneten trainieren, da deine Siegelkraft nicht allzu häufig vertreten ist. Aber du kannst dabei lernen, auch wenn du es nie zugeben würdest. Als würde ein Gezeichneter dir etwas Gutes bringen.
8 Ingameposts | 30.06.2025, 15:48
Basgiath War College
gespielt von Lini
36 Jahre
Sonstige
Dein Leben war nie dazu bestimmt den Weg als Reiter einzuschlagen oder wahrscheinlich eher um diesen Weg zu überleben. Doch für dich war es schon früh klar, dass du diesen Weg gehen willst, um andere zu beschützen. Vor allem, nachdem du schon dein ganzes Leben mitbekommen hast, wie Menschen in deinem Umfeld bei Überfällen getötet werden. Einfach so. Als waren die Leben komplett irrelevant und nicht existent. Also hast du dich dazu entschlossen Menschen beschützen zu wollen und am besten konntest du dies auf dem Rücken eines Drachen - zumindest nach deiner Auffassung. Deine Familie war nicht begeistert von deinem Plan. Sie versuchten dich zu überreden dich einem anderen Quadranten anzuschließen. Immer und immer wieder hörtest du, dass du den Reiterquadranten nicht überleben würdest. Vielleicht hatten sie recht, aber du wolltest es versuchen. Also hast du angefangen dich vorzubereiten. Deine Familie konnte dir dabei nicht helfen, wurde doch nie einer aus diesen Reihen zum Reiter. Du wärst der Erste - solltest du es schaffen. Also hattest du dich mehr als nur bemüht und angestrengt. Alles was du hattest, hast du rein gesteckt, um dich vorzubereiten. Wahrscheinlich warst du dennoch weit hinter den Kadetten die von ihren Familien darauf vorbereitet worden waren. Trotzdem hast du den Weg zum Basgiath War College angetreten und trotzdem hast du dich dem Reiterquadranten angeschlossen. Der Viadukt war noch dein geringstes Problem, weil du Gleichgewicht viel trainiert hattest - so gut es eben ging in deinem Heimatdorf und deinen begrenzten Mitteln. Der Gaunlet hatte dir mehr zu schaffen gemacht und du warst lange Zeit hinter den anderen Kadetten von den Leistungen. Dennoch hattest du weiter gekämpft und auch den Gauntlet schließlich überwunden, ebenso wie deine erste Präsentation und das erste Dreschen. Aber kein Drache hatte dich in deinem ersten Jahr gebunden. Also musstest du es erneut versuchen im zweiten Jahr. Ob du Angst hattest, als ein imposanter, gigantischer und furchteinflößender roter Skorpionschwanz direkt vor einen anderen Kadetten verbrannte? Ziemlich. Ob du weiter gemacht hattest? Sowas von! Beim zweiten Dreschen wurdest du schließlich von eben jenem roten Skorpionschwanz gebunden, der sich dir als Smash vorstellte. Mühsam konntest du auf seinen Rücken klettern und dich in den Sitz begeben ehe er abhob. Das war wohl mitunter das unbeschreiblichste Gefühl überhaupt für dich. Es war wohl Smash zu verdanken, dass er dich im Sitz hielt und du nicht direkt den Tod bei deinem ersten Flug fandest und ihr schlussendlich am Flugfeld gelandet seid. Man sollte meinen, dass die Gefahren mit einem Drachen weniger werden sollten. Allerdings fanden andere ungebundene Kadetten, dass du Smash nicht verdient hattest und man hatte versucht dich zu töten. Smash warnte dich und einer der Kadetten war der Erste den du getötet hattest. Den anderen hattest du schwer verwundet, ehe der Dritte sich verzog. Deine Verletzungen waren zwar auch nicht ohne, aber die Heilkundigen bekamen dich wieder hin. Das Band zwischen Smash und dir wurde stärker mit jedem Moment den ihr zusammen überstanden hattet. Jeder Kampf hatte euch näher zusammen geschweißt und ihr wurdet zu einem eingeschworenen Team. Ein gefährliches Duo welches es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die navarrische Bevölkerung vor allem zu beschützen - wobei Smash‘ Gründe wohl eher hauptsächlich darauf lagen die Drachen und das Vale zu schützen, während die Menschen eher an zweiter Stelle standen. Außer vielleicht sein Reiter, den er nicht nur einmal beschützt hatte.
Dann kam der 27. August des Jahres 633 n.V. und der Angriff der Veneni und Wyvern, was das Leben von Kastiel wurde komplett über den Haufen geworfen hatte. Unfreiwillig wurde er Teil eines Staatsgeheimnisses und es glich wohl eher einem Wunder, dass er und - bis auf zwei arme Seelen die Malek übergeben wurden - seine Staffel lebendig aus dieser Sache herauskamen. Doch damit war das Grauen nicht vorbei und die Staffel musste eine folgenschwere Entscheidung treffen, als eher durch Zufall ein Gespräch belauscht wurde und man davon ausging, dass sie getötet werden sollten aufgrund dieses Wissens welches sie durch den Angriff erhalten hatten. Sie flogen über die Grenze nach Poromiel und von dort an führte der Weg sie in eine ungewisse Zukunft. Doch für Kastiel gab es auch einen Funken Hoffnung. Hoffnung darauf seine verschwundene Familie zu finden. Seine Schwester, seine Nichte und sein Neffe wurden nach Poromiel verschleppt bei einem Angriff vor rund drei Monaten. Trotz der Tatsache, dass er nun fernab seiner Heimat in Poromiel, genauer gesagt in Cygnisen nach ihnen suchen kann, gibt ihm ein Stück davon zurück, was er in den letzten sieben Wochen zu verloren geglaubt hatte. Immer an seiner Seite sein Drache Smash, der ihn seit der Bindung immer begleitet hatte und es auch weiterhin würde. Egal wohin der Weg sie noch führen würde.
10 Ingameposts | 17.04.2025, 13:29
Zivil Poromiel
gespielt von Maj
34 Jahre
Schriftgelehrter
Vizekommandeur von Samara… mit einem Blick auf die militärisch-biographischen Daten erstaunt, dass Domacrydhan Nergal diesen Rang und Titel trägt. Ist er mit 34 Jahren doch recht jung für diesen Posten. Ist er als Schriftgelehrter doch nicht die typische Wahl in einem System, das in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem Drachenreiter in Führungspositionen kennt. Standortkommandeure sind oft genug stille Posten, die – so notwendig sie sind – wenig Aufmerksamkeit erregen.
Doch es gibt zwei Gründe, aus denen heraus Domacrydhan aus dieser Stille ausbricht. Der eine Grund liegt in seiner Persönlichkeit und seinem Auftreten. Es ist nicht zu übersehen, dass Domacrydhan einen adeligen, vermögenden Hintergrund hat (und seine Familie es nicht auf dem Status Quo belassen möchte). Er liebt Luxus und ist daran gewöhnt, dass Menschen ihm zur Verfügung stehen. Diese betrachtet und behandelt Domacrydhan oftmals nicht ausgehend von ihrer Persönlichkeit, sondern von dem Ziel, das es zu erreichen gilt. Das macht ihn auf persönlicher Ebene kalt und manchmal gar schwer zu ertragen, wenn Provokation sein Ansatz ist, mehr Leistung heraufzubeschwören. Aus militärischer Sicht macht es ihn effizient und geeignet dafür, stellvertretend einen Standort zu organisieren und in das Wissen um die Veneniexistenz eingeweiht zu sein. Zwei Geschwister und ein (selbstgewähltes) Zuhause haben das Leben und der Krieg ihm bereits genommen und auch Teile seines Hörvermögens und Gleichgewichtssinns eingefordert. Dass er sich von letzterem nicht einschränken lassen will, hat seine Risikobereitschaft in körperlicher und… moralischer Hinsicht erhöht. Was offiziell nur durch den Besitz eines Bordells auffällt, reicht weit tiefer in die Kriminalität hinein. Dass sich ersteres – seit seinem 6. Lebensjahr in unterschiedlicher Frequenz – wiederholt, hat Domacrydhans Umgang mit Menschen definiert. Er wahrt gleichermaßen erhöhte Distanz und begegnet vielem gleichgültig und nimmt Menschen und ihre emotionale Verbindung zueinander ausgesprochen wichtig. Der andere Grund liegt in dem Standort, für den Domacrydhan stellvertretende Verantwortung trägt: Fast alle Reiter einer Staffel sind durch einen poromischen Angriff ums Leben gekommen. Dass der eigene Einsatz von Sumerton ausging, spielt nur geringfügig eine Rolle, denn für die Öffentlichkeit es ist Samara, wo nun eine Staffel neu aufgebaut und konzipiert wird. Für die militärische Führung ist es Samara, von wo aus jene Reiter desertiert sind, die offiziell als tot gelten. Das ist ein Unglück samt einer möglichen Sicherheitslücke, für die Domacrydhan zwar nicht zur Verantwortung gezogen wird – aber doch beweisen sollte: Es wird keine Wiederholung geben.
12 Ingameposts | 31.03.2025, 20:51
Militär Navarre
gespielt von Katja
41 Jahre
Reiter
Bradens Finger fuhren den geschwungenen Linien des Holzes unter seinen Fingern nach, ertastete die feinen abgerundeten Kerben. Das polierte dunkle Holz unter seinen Fingern war fast warm. Den Springer trug er nun schon seit Wochen bei sich. Erst drei Wochen nach seinem Geburtstag hatte er die Figur gefunden. Bradens Mundwinkel hoben sich ein kleines Stück, als er daran dachte, dass es auch wirklich ein verdammt gutes Versteck gewesen war. Seine Überraschung hatte er nicht mehr einlösen können. Zuerst war er nach Sumerton versetzt wurden und dann war alles woran er geglaubt hatte, worauf er sich verlassen hatte, zusammengebrochen. Eine kleine Falte bildete sich zwischen seinen Augenbrauen,. Er seufzte, schob die Figur in eine der Taschen seiner schwarzen Lederweste. Da war das Vermissen, der vertraute bittere Schmerz als sein Herz sich zusammenzog. Familie war immer wichtig gewesen für ihn und er vermisste seine Geschwister, seine Verwandtschaft, seine Lieben, seine Beziehung. All Jene, die er zurück gelassen hatte. Obwohl es ihm schwer gefallen war, hatte er nicht gezögert. Was hätte er auch sonst tun sollen? Seine Leute zu beschützen, war mehr als nur seine Aufgabe als ihr Staffelführer. Das Gefühl von Verantwortung ein Grundsatz seiner Persönlichkeit, dass es keinen anderen Weg gegeben hatte. Beseitigen. Wie hätte er das zulassen sollen. Nachdem, was sie erfahren hatten. Der Kampf mit den Venini. Sie hatten zwei gute Leute verloren. Zwei Menschen, die ihm wichtig gewesen waren, nicht Familie von Blut, aber des Herzens. Auch das schmerzte immer noch. Wie hätte er zulassen können, auch nur einen weiteren zu verlieren? Schlimm genug, dass sie zwei Kameraden hatten zurücklassen müssen. Also waren sie gegangen. Deserteur nannte man ihn jetzt. Dabei war es vor allem die Loyalität gewesen, die ihn dazu gebracht hatte, diejenigen die unter seinem Befehl standen zu schützen. Es war ihm so wichtig gewesen, dass sie zusammen blieben und jetzt waren sie zwar an einem Ort, aber als Einheit auseinander gerissen. Das schmeckte bitter. Dabei hatte er versucht sich duchzusetzen. Eigentlich war er ganz gut darin und hatte auch ein gewisses diplomatisches Geschick, er war zumindest meistens recht selbstbeherrscht und verlor nicht schnell die Geduld. Das war meistens von Vorteil, außerdem sagte man ihm nach,dass er durchaus wortgewandt war. Normalerweise mochten Andere ihn schnell, er hatte einen gewissen Humor und machte es den Menschen nicht schwer. Solange ihm keiner dumm kam, war er prinzipiell erst einmal freundlich. Er ließ sich halt nur auch nicht gerne auf der Nase rum tanzen. Er wusste, die Mitglieder seiner Staffel, verließen sich auf ihn. Er hatte immer versucht ein guter Staffelführer zu sein, jedem gerecht zu werden und dabei ihre Ziele zu erreichen… ohne, dass jemand zu schaden kam. Entscheidungen zu fällen, fiel ihm nicht schwer, aber auch nicht seine Mitglieder dabei einzubeziehen, oder Kritik anzunehmen. Vielleicht hatte die Staffel deswegen so gut funktioniert, vielleicht aber auch nur, weil er wirklich gute Leute gehabt hatte. Gerne, hätte er mehr herausgeschlagen als nur die Aussicht darauf, dass sie irgendwann wieder eine Staffel sein würde… Dass das geschah schien noch in weiter Ferne zu liegen. Aber immerhin nicht unmöglich. Dafür hatte er sogar in Kauf genommen, den Titel des Prinzen zu nutzen. Seit er Reiter war spielte er eigentlich kaum noch eine Rolle, waren die Abzeichen auf seiner Fliegerjacke, immer wichtiger gewesen… aber hier in Poromiel, hatte er auf einmal wieder Gewicht. Dabei war er dem Thron so fern, dass es eigentlich absurd war, den Titel überhaupt zu nutzen.
35 Ingameposts | 25.03.2025, 08:28
Militär Poromiel
gespielt von Minnie
33 Jahre
Fliegerin
Brisca Dornval. Ein Name, den man sich in Cygnisen merkt – nicht wegen Lautstärke oder Glanz, sondern wegen Wirkung. Deine Schritte hallen leiser als die meisten, aber niemals planlos. Niemand ist so berechenbar – und darum auch so gefährlich. Du hast dich gemeinsam mit deinen besten Freundinnen auf deine aktuelle Position im Cygnischen Machtgefüge seit Kindheitstagen vorbereitet und bist die Einzige von euch, die auch wirklich dort angekommen ist, wo man dich immer gesehen hat: an der Seite der neuen Herzogin, als ihre Leibgardistin. Du gehörst dorthin. Du funktionierst. Du wirst gebraucht.
Du siehst dich selbst als kontrollierte, rationale und vor allem vernünftige Person. Du handelst rein aus Pflichtgefühl, Loyalität und strategischem Denken. Es fällt dir leicht, den Überblick zu behalten, nicht nur über Informationen und Pläne, sondern auch über Menschen. Du erkennst Muster, Dynamiken, Spannungen – und weißt, wo du ansetzen musst, um Dinge zu stabilisieren oder zu verschieben. Dabei hilft dir deine Gabe: die Fähigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen zu beeinflussen. Sie wirkt selten wie Magie, sondern eher wie Instinkt, wie tiefes Verständnis. Du kannst emotionale Netzwerke wie Karten lesen – und neu zeichnen. Während des cygnischen Putschs hast du sie geschärft – ohne Zögern, ohne unnötige Worte. Manche nannten es kühle Entschlossenheit. Du nanntest es Verantwortung. Du hast dafür gesorgt, dass der Umbruch nicht im Blut erstickt ist. Hast Menschen nicht überredet, sondern gelenkt – sanft, gezielt, dahin, wo ihre Loyalität gebraucht wurde. Manipulation im Großen, zum Wohle des Ganzen. Zum Schutz deiner Herzogin, sagst du dir. Aber je näher dir jemand steht, desto gefährlicher wird es. Denn du könntest, wenn du wolltest – und manchmal willst du – nicht nur Verbindungen beeinflussen, sondern ihre Form verändern. Gefühle lenken, Nähe erzeugen, Distanz verstärken. Dabei schlummern unter deiner Oberfläche Emotionen, die du verdrängst oder nicht zulässt. Die Angst vor Verlust, die Sehnsucht nach Anerkennung, nach echter Nähe. Du kannst dir so einen Luxus nicht leisten, glaubst du – nicht in deiner Position, nicht mit deiner Verantwortung. Du willst das Beste für dein Land, aber auch für deine Familie, für deine Freundinnen. Es ist ein ständiger Spagat zwischen deinem Pflichtgefühl und deinem Bedürfnis nach Verbundenheit, zwischen strategischer Klarheit und einem tief(vergraben)en Wunsch nach Harmonie – politisch wie emotional. Du bist seit jeher die goldene Mitte. Der Klebstoff, der das zerbrechliche Konstrukt zusammenhält – bei deinen Geschwistern ebenso wie bei deinen Freundinnen. Dabei hat dich nie jemand gefragt, ob du das eigentlich willst. Und du hast dir selbst auch nie erlaubt, es zu hinterfragen. Du führst diesen stillen Kampf, ohne zu wissen, ob er wirklich im Sinne aller ist. In politischen und militärischen Situationen hast du gelernt, dich selbst zurückzunehmen – für das große Ganze. Doch langsam, Stück für Stück, beginnst du zu begreifen: Wenn du dich selbst immer nur hinten anstellst, bleibt irgendwann nichts mehr von dir übrig.
4 Ingameposts | 24.10.2025, 20:50
Militär Poromiel
gespielt von Lyn
23 Jahre
Reiterin
Korrin wuchs in einer Familie von Drachenreitern auf - sowohl ihr Vater als auch ihre Mutter füllen diese Position aus, weshalb sie schon von Kindesbeinen an in diese Welt hineingeführt wurde. Enttäuschenderweise machten ihr Drachen und alles was damit zusammen hing eher Angst. Sie war einfach nicht so eine Kämpferin wie ihre Eltern und hätte am liebsten einen anderen Weg eingeschlagen, nur war das nie eine Option. Also kämpft sie sich irgendwie durch die Ausbildung, jeder Tag ein halber Todeskampf rechnete niemand damit, dass sie es schaffen würde, ganz besonders Korrin selbst nicht, doch sie überlebte. Sie lebt heute das Leben was sie niemals wollte, von dem kleinen, schwächlichen, ängstlichen Kind ist nichts mehr übrig, stattdessen hat sie das Leben zu einer Kämpferin geformt und sie weiß nun die Zähne zusammen zu beißen. Und so macht sie weiter, immer weiter, einen Tag nach dem anderen.
Ihr Erscheinungsbild ist drahtig quasi schlank und zäh wobei ihre Talente im Fernkampf und Fliegen liegen und sie eher Abstand hält. Für die angebrochenen Zeiten legt sie wohl etwas zu viel Wert auf ihr Äußeres versucht wann immer es geht irgendwie einen modischen Kniff mit einzubringen und ist sehr gerne weiblich, manche würden es wohl aufreizend nennen. Aber sie weiß einfach, dass sie gut aussieht und spielt auch gerne damit, um ihre Ziele zu erreichen.
5 Ingameposts | 21.12.2025, 07:59
Basgiath War College
gespielt von Lini
29 Jahre
Flieger
Wenn man dich so betrachtet und auch deine Art, hätte man wohl nie geglaubt, dass du aus einer Militärfamilie stammst und, dass dein Weg dich ebenfalls ins Militär führt. Du bist das jüngste von drei Kindern in der Familie und hast noch zwei ältere Schwestern. Du diskutierst gerne und hinterfragst alles, was es nur zu hinterfragen geht. Nicht selten hat diese Art deine Familie schon in den Wahnsinn getrieben. Aber du machst das nicht um sie in den Wahnsinn zu treiben, du willst verstehen, bestenfalls willst du alles verstehen und wissen was es auf dieser Welt gibt. Deine Neugierde und dein Wissensdurst sind schier unendlich und du merkst sehr oft, dass alle anderen in deinem Umfeld schnell an ihre intellektuellen Fähigkeiten kommen, wenn sie sich mit dir unterhalten. Nicht selten beleidigst du andere als dumm, manchmal bewusst, manchmal unbewusst. Du weist, dass du eigentlich derjenige bist, der nicht normal ist, der weit über dem Durchschnitt liegt. Dennoch entzieht es sich oft deinem Verständnis, wieso man die einfachsten Sachen nicht wissen kann. Nur sind sie eben meistens nur für dich einfach und für andere nicht.
Durch deine militärische Vorausbildung zu Hause hattest du es an der Cliffbane Academy zumindest einfacher dich durch den Unterricht zu bewegen. Wieso du dich für den Quintant der Flieger entschieden hast, kannst du wohl auch nicht so direkt beantworten. Vielleicht, weil deine Schwestern beide ebenfalls dort waren und du ihnen gefolgt bist oder, weil du Greifen magst oder oder. Möglichkeiten gibt es viele und du hättest dir zumindest gewünscht, dass deine Gabe nicht durch Berührung funktioniert. Denn Berührungen sind dir meist zu wider, vor allem mit fremden Personen. Bei vertrauten Personen ist es meist eher unangenehm, zumindest, wenn du nicht damit gerechnet hast. Es kommt sogar ganz selten vor, dass du von dir aus Nähe suchst, aber das lässt sich im Jahr wohl an einer Hand abzählen. Es gibt wenige Menschen die dir wichtig sind und darunter fällt wohl auch das Schwadron in dem du seit knapp fünf Jahren zugeteilt bist. Sie sind eine Art Zweitfamilie für dich geworden, auch wenn du dennoch eher immer der Sonderling bist der am Rand steht und beobachtet. Du warst noch nie besonders redselig oder gesellig gewesen, aber der Tod deiner Partnerin vor gut drei Jahren hat dich verschlossener werden lassen. Manchmal, wenn alles ruhig um dich herum wird und deine Gedanken die Möglichkeit bekommen abzudriften, denkst du noch an den Angriff von vor drei Jahren. An ihren Gesichtsausdruck, der dich nachts noch schlechter schlafen lässt als sowieso schon. Personen die dich nicht gut kennen, werden wohl kaum eine Veränderung in deinem Verhalten wahrnehmen, aber Personen die enger mit dir zu tun haben, merken, dass du weniger redest, dass du dich noch weniger anderen öffnest emotional als vorher. Der Schmerz über ihren Verlust und die Grausamkeit ihres Todes sitzt immer noch tief, vielleicht auch deshalb, weil du seitdem kaum mit jemanden darüber gesprochen hast und einfach weitermachst, irgendwie.
12 Ingameposts | 01.05.2025, 13:21
Militär Poromiel
gespielt von Maj
40 Jahre
Reiterin
Violaine Ishabel Canmor - Sternschnuppe des Südgeschwaders.
Bis vor fünf Jahren war sie Stern: Trotz einer ungewöhnlichen und teils einschränkenden Siegelkraft hat Violaine Karriere gemacht. Mühelos. Früh wurde sie Staffelführerin ihrer Einheit in Zyrfall. Fast genauso früh übernahm sie die Verantwortung für den gesamten Schwarm, der sich damals auch über Sumerton und Athebyne verteilte. Vielleicht zu früh, sagen manche. Aber wo Licht ist, ist immer auch Schatten. Und genau deswegen ist sie dem Südgeschwader heute schnuppe: Nach der Niederschlagung der Rebellion hat man Laine degradiert und aus übertriebener Vorsicht ans andere Ende des Landes versetzt. In Huwen klappern ihr jetzt (un)regelmäßig die Zähne. Den Rang Leutnant Colonel hat man ihr noch zugestanden, aber eingesetzt wird sie als einfache Soldatin in der Küstenwache zwischen Winterstürmen und Eiseinbrüchen. Aber mit Violaine kann man dergleichen ja machen. Es fließt zu wenig (falscher) Stolz durch ihre Adern, um verletzt auf den Verlust von Rang und Verantwortung zu reagieren. Und vielleicht waren diese Konsequenzen nach der Rebellion auch gerechtfertigt. Immerhin hatte Violaine nichts bemerkt - oder einfach nur nichts gemeldet? Immerhin war sie von den Ereignissen ebenso überrascht worden wie andere. Immerhin hatte auch sie der Rebellion nichts Besseres entgegenzusetzen als… eine verbrannte Stadt und hingerichtete Familien. Immerhin war der Süden danach nicht mehr der gleiche und viele ihrer Freunde tot, deren Kinder auseinandergerissen und in alle Winde verstreut. Immerhin waren die Fragen naheliegend, wie das hatte passieren können und warum ausgerechnet Laine überlebt hatte. Für Selbstgeißelung könnte man es halten, dass Violaine in den fünf Jahren seither nie auch nur einen Versetzungsantrag gestellt hat - und verkennt sie damit. Von der Siegelkraft bis zu Charakterzügen und Verhaltensweisen ist ein Vergleich Violaines mit einem Delfin absolut gerechtfertigt. Sie hat die gleiche, unerschütterliche Freundlichkeit. Wirkt auf andere, als ruhe da immer wenigstens ein sachtes Lächeln in ihren Mundwinkeln - meistens mehr. Übermütig, fast verspielt ist sie. Energiegeladen genug, dass alles, was sie anfasst, mühelos erscheint und sie oftmals die richtigen Worte für andere findet. Ganz so, als helfe ihre Siegelkraft ihr, nicht nur den körperlichen Zustand ihres Gegenübers zu verstehen. Mit der gleichen Leichtigkeit steht Violaine im Mittelpunkt - und macht sich nichts daraus. Gelernt hat Laine zwar, sich gegen sechs ältere Geschwister durchzusetzen, ist aber auch mit deren absolutem Rückhalt vertraut. Es ist die eigene Familie, die Violaine eine bemerkenswerte Resilienz schon in die Wiege gelegt hat. Mit dieser einher gingen Möglichkeiten, alles zu werden, statt der Erwartung, in familiäre Fußstapfen zu treten. Ansässig in Geata Amari und Calldyr Stadt gehört Laines Familie zu den erfolgreichsten Kaufmannsfamilien des Landes. Nebenbei machen sie sich einen Namen im Militär, wenn auch Violaines eigener - aufgrund der abgebrochenen Karriere - kaum noch ins Gewicht fällt.
25 Ingameposts | 23.06.2025, 20:08
Militär Navarre
gespielt von Lini
40 Jahre
Reiter
Der Weg des Reiters ist der einzig Richtige in dieser Familie für einen Mann. Alles andere wird nicht geduldet. - Schon früh lerntest du, dass du als Mann den Weg des Reiters gehen musst, ohne Wenn und Aber. Zumindest, wenn du in deiner Familie dein Ansehen und Respekt behalten wolltest. Deine ältere Schwester würde in den Heilerquadranten gehen, Menschen helfen. Während du von deinem Großvater und Vater dazu ausgebildet wurdest, eine tödliche Waffe zu sein. Reue, Gnade oder Mitgefühl gab es nicht - das gehörte in ihren Augen in die Welt der Frauen, immerhin waren sie sowieso das schwächere Geschlecht. Das hast du dein Leben lang gelernt und auch selbst verinnerlicht - und das größtenteils bis zum heutigen Tag. Auch wenn du deine Schwester ein Versprechen gegeben hast, auf deine Nichte Acht zu geben, kommst du da nicht immer aus deiner Haut, dass du dein Leben lang gelernt hast, dass Frauen bei den Reitern nichts zu suchen haben.
Du hast in jungen Jahren mitbekommen, dass das Dasein als Reiter auch Schattenseiten mit sich zog. Schattenseiten, die kein Reiter erleben wollte und du hast es hautnah mitbekommen, als der Drache deines Großvaters beschlossen hatte, dass er das Band lösen würde, aufgrund der Tatsache, dass sein Reiter zu alt für den aktiven Dienst war und der Drache noch zu jung, um schon zurück zu treten. Du hast mitbekommen, wie dein Großvater langsam den Verstand verlor und immer schlimmer wurde, was es für dich nicht einfacher machte an der Tradition Reiter zu werden festzuhalten. Hätte es diese nicht gegeben, hättest du den Weg vielleicht auch überdacht und einen anderen gewählt. Aber es gab keinen anderen, nicht für dich. Also bist du am Tag der Einberufung dennoch über den Viadukt gegangen und hast schließlich das Reiterschwarz angelegt. Tatsächlich hast du bei deinem eigenen Dreschen den Drachen deines Großvaters gesehen, wärst du lebensmüde genug gewesen, hättest du ihn wohl auch angesprochen - aber du wusstest, dass das am Ende eh nichts geändert hätte. Es hätte nicht ungeschehen gemacht, dass dein Großvater verrückt geworden ist. Zu deiner Enttäuschung hat dich kein Drache direkt gewählt beim Dreschen, sodass die Wut über dieses Versagen dafür sorgte, dass du mehrere frisch gebundene Rookies getötet hast. Nicht einmal zwingend mit der Hoffnung, dass dich dann doch noch ein Drache binden würde. Offenbar hast du dennoch damit die Aufmerksamkeit eines Drachens bekommen, er zuvor keinen passenden Anwärter gefunden hatte. Somit wurdest du doch noch gebunden, von einem orangenen Drachen, der dein Temperament wiederspiegelt. Nicht unbedingt die beste Kombination, würde wohl so manch einer behaupten. Schon bevor du nach Basgiath gegangen bist und deine Siegelkraft nach der Bindung deines Drachen manifestiert hast, hattest du eine extreme Faszination für Feuer. Hast nicht selten eines zu Hause - nicht im Haus, sondern draußen - gelegt, um es zu beobachten. Hin und wieder, hast du dir dabei auch Verletzungen zugezogen, sodass du ein paar Brandnarben an deinen Händen und Unterarmen hast. Das hat sich nach dem Manifestieren deiner Siegelkraft noch vermehrt, da du Feuer nun kontrollieren und beschwören kannst.
9 Ingameposts | 15.09.2025, 14:34
Militär Navarre
gespielt von Keks
52 Jahre
Flieger
Viele fragen sich im Laufe ihres Lebens das eine oder andere Mal, wer sie eigentlich sind. Manchmal sind es kurze Momente, in denen diese Frage aufkommt, ein kurzer Zweifel an sich selbst und eigentlich weiß man die Antwort doch ganz genau. Dann gibt es jene, die nie eine Antwort auf diese Frage finden. Nicht für sich selbst und noch viel weniger für andere.
Sie fragen sich, wer sie sind, wer sie hätten sein können. Wurden sie, wer sie eigentlich hatten sein wollen? Natürlich hatte auch Ark sich diese Frage gestellt. Damals, als er noch ein Junge gewesen war, als er älter wurde. Und irgendwann hörte er auf sich diese Frage zu stellen. Ark weiß wer er ist. Wurde er, wovon er als Kind geträumt hatte? Nicht unbedingt. Als Kind träumte er davon ein Handwerker zu werden und Dinge mit seinen eigenen Händen zu erschaffen und er erwies sich als fähig und talentiert darin. Er ist ein großer Bruder, ein Sohn, ein Onkel, ein bester Freund. Er ist ein Soldat. Ark stellt sich nicht mehr die Frage, wer er eigentlich ist, ob er wurde, wer er sein wollte. Er ist, wer er geworden ist. Früher sagten sie, dass der Junge so viele Flausen im Kopf hat, er würde doch nie wirklich erwachsen werden. Aus Spaß gesprochene Worte, die heute wohl keiner mehr so äußern würde. Ganz gleich, dass Ark weiß, dass er in den Augen seiner Eltern immer eines sein würde: Ihr Kind. Manchmal kommt es ihm heute noch so vor, dass sie in ihm einen kleinen Jungen sehen und nicht den erwachsenen Mann, der er geworden ist. Die Briefe seiner Mutter haben oft die gleichen Fragen: Hast du genug gegessen? Achtest du auch auf dich? Bist du auch warm genug angezogen? Es ist die Sorge einer Mutter, die er in ihren Briefen liest. Es hat sich nie geändert und es wird für sie nie eine Rolle spielen, dass ihr Sohn die 50 längst erreicht hat. Ihm ist bewusst, dass es irgendwann keine Briefe dieser Art mehr geben wird. Irgendwann wird es enden. Die liebevoll gestalteten Briefe, ihre Sorge um ihre Kinder. Familie ist für Ark so unendlich wichtig. Ganz gleich, dass es immer Dinge gab in denen sie sich nicht einig waren. Ganz gleich, dass sie sich stritten und es auch mal lauter im Hause wurde. Am Ende des Tages waren sie alle genau das: Eine Familie. Ark wuchs in einem liebevollen Haushalt auf und bis heute sagt er ehrlich, dass er alle seine positiven Eigenschaften von seinen Eltern gelernt hat. Denn sie ließen ihn werden, wer er war. Nie übten sie Druck aus oder äußerten ein Verlangen nach einem Beruf, den er zu erlernen hatte. Keine Erwartungen, dass es seine Aufgabe als Erstgeborener wäre, das Familiengeschäft zu übernehmen und in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Ark bekam wohl die wundervollsten Dinge von seinen Eltern, die Eltern ihrem Kind geben können: Wurzeln, die ihm immer die Gewissheit gaben, dass es einen Ort gibt, der ein Zuhause für ihn ist und an dem er immer willkommen ist. Und gleichzeitig gaben sie ihm Flügel, um zu fliegen und alle Ziele zu erreichen, die er erreichen wollte. Es gab keinen Groll darüber, dass er sich gegen das Handwerk entschied. Dass er nicht in die Fußstapfen seines Vaters trat. Sie waren stolz, als er sich mit tatsächlichen Flügeln in die Luft erhob und auf dem Rücken seines Greifes die Welt von oben sah. Nicht, weil sie eine besonders kriegswütige Familie gewesen wären, sondern weil sie Stolz darauf empfanden, dass ihr Sohn einen selbstgewählten Weg gefunden hatte. Es spielte keine Rolle, dass sie keinen Krieger in ihrem Sohn sahen. Solange er diesen in sich selbst sah, waren sie glücklich und stolz. Und auch von Angst erfüllt, dass sein Leben enden würde. Viel zu früh und er die Welt vor ihnen verlassen würde. Doch Ark wurde zu diesem Krieger. Zu einem der lebt. Zu einem, der seinen Platz irgendwo im Krieg und in der Politik gefunden hat. Die von seinem Greifen geschenkte Gabe passte sehr gut zu dem jungen Mann, dem es immer schon leicht gefallen ist, ein Gespür für die Emotionen seines Gegenübers zu finden. Sie wurde durch seine Gabe für ihn sichtbar und hilfreich. Er selbst wurde nie der Politiker, sondern der Unterstützer seines besten Freundes. Nero ist der Politiker und Ark sein Unterstützer. Würden andere Neid empfinden wenn sie zusehen, wie der beste Freund eine Karriereleiter erklimmt und eine Rolle einnimmt, die einem selbst vielleicht auch hätte gehören können? Gewiss. Aber nicht Ark. Es scheint grundsätzlich, als wäre Neid ein vollkommen fremdes Gefühl für ihn. Er nahm wie selbstverständlich den Platz an der Seite seines besten Freundes ein, manchmal hinter ihm. Die Absichten und Motivationen anderer zu erkennen ist nützlich, für ihn und für Nero. Der für ihn längst zur Familie geworden ist. Der jeden Charakterzug von Ark kennt und vor dem er kein einziges Geheimnis hat. Nero, der weiß, dass Ark manchmal doch einfach nur ein zu groß geratenes Kind ist. Der nicht zulässt, dass der Ernst des Lebens jede Stunde des Tages erfüllt und der nicht zulassen will, dass seinem besten Freund dies passiert. Die Zeiten mögen hart und manchmal grausam sein, genauso wie sie es manchmal sein müssen. Doch das ist nicht alles, was Ark ausmacht. Es gibt immer die zwei Seiten eines Menschen und Ark ist den meisten als Krieger bekannt, der ernst dreinblickt und andere wissen lässt, dass er ihre Motivationen und Absichten erkennen kann. Und dann ist da der andere Ark, der bis heute seiner Liebe zur Handarbeit treu geblieben ist. Schnitzereien, Stricken, Häkeln. Absolut unmännlich würde manch einer behaupten, doch wenn Ark immer auf das hören würde, was andere meinen, wäre er gewiss nicht der Mann, der er heute ist. Einer, der sich keine Frage darüber stellt, ob er geworden ist, wer er einmal hatte sein wollen. Denn er wurde wer er ist. Ein Sohn, ein großer Bruder, ein Onkel und ein bester Freund. Gleich wie hart die Zeiten sein mögen, Ark ist glücklich mit seinem Leben. Glücklich zu sein bedeutete aber eben nicht, dass man zu jeder Sekunde des Tages mit einem breiten Grinsen durch die Gegend läuft (auch wenn er dies durchaus könnte). Denn auch für ihn gibt es Dinge, die er vermisst, die er sich wünscht, auch wenn er weiß, dass sie vielleicht doch sehr unrealistisch sind. Eine eigene Familie wäre einer dieser Wünsche. Doch es ergab sich nie. Dabei hat Ark ein großes Herz für Kinder, ist ein guter Onkel für seine Nichten und Neffen und die Kinder von Freunden. Hoffnungslosigkeit oder Trauer über nicht erreichte Wünsche sind einfach nicht sein Ding und er will sich nicht davon runterziehen lassen. Bei so viel Glück im Leben sollte er keine Trauer über die Dinge verspüren, die er nicht bekommen hat. Er verspürt viel lieber Freude und Dankbarkeit für alles, was er erreicht und erhalten hat. Das Leben zu umarmen und die positiven Dinge des Lebens zu sehen, das ist sein Motto und sein Mantra. Wobei er sich gewiss nicht in Naivität oder in Kopflosigkeit verliert. Sein Blick auf die Welt ist realistisch und ungetrübt.
10 Ingameposts | 24.06.2025, 18:20
Militär Poromiel
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