Codex of Flame and Fury
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when you are young, they assume you know nothing.
[Frei]
Zivil Navarre
19-57 Jahre
diverse
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#1
when you are young, they assume you know nothing.
Die Provinz Luceras ist vermutlich eine der sichersten im Königreich Navarre. Weit weg von dem Geschehen der Front ist das Wissen über die wahren Gegner im Osten über die Zeit verloren gegangen. Vielleicht gehört das Herzogtum der Terrells gerade deswegen zu den stärksten Verfechtern des Königshauses. Vielleicht aber auch durch die Nähe zur Hauptstadt oder durch die offensichtliche Abhängigkeit der Gunst des Königs. Es ist kein Geheimnis, dass das Land herausfordernd ist – verfügt es zwar über eine große Fläche, die zumeist jedoch als unbewohnbar und ertragsarm gilt. Mit dem Tod des Herzogs ist kein klassischer Machtkampf entbrochen, aber es hat die Bevölkerung an die Ungleichheit zwischen Adel und Arbeiterschaft erinnert. Daran, dass es Gesetze gibt, die für die Reichen nicht zu gelten scheinen. In Anbetracht dessen scheint die Aufgabe für die Mitglieder des Herzogtums groß, ihre eigenen Belange zu vergessen und die Provinz in das Zentrum ihrer Aufmerksamkeit zu setzen.
Herzogfamilie Terrell
Luceras
Gesucht

Clarine Terrell
57 Jahre | Herzoginmutter | Julianne Moore
In einem anderen Leben hättest du das Potential gehabt, Königin zu werden – doch in diesem hat dein Vater seine Chance vergehen lassen und dich dem Herzog von Luceras versprochen. In jungen Jahren deine Heimat zu verlassen, um an der Seite eines Mannes zu regieren, den du kaum kanntest, hat dich verunsichert und bis heute hast du die Provinz nicht gänzlich in dein Herz schließen können. Die Landschaft zu herausfordernd, um die Zeit zu investieren, sie näher zu erkunden. Die Menschen zu schroff in ihrem Ton, um sie nicht irgendwie als unhöflich zu empfinden. Vielleicht geht es ihnen mit dir genauso – immerhin hast du selten Interesse für die Belange deiner Mitmenschen gezeigt. Hast dich in Anbetracht der Forderungen ermüdet wiedergefunden und den Kopf geschüttelt. Doch dein Mann hat nie auf deinen Rat vertraut, hat deine Spielchen für eben das erkannt, was sie waren: Intrigen, die man sich an jedem anderen Hof leisten konnte, aber nicht an dem seinen. Deswegen hat es dich immer wieder in die Hauptstadt verschlagen, nach Calldyr, wo die Optik über allem steht – warst geblendet von den schönen Bauten, den prächtigen Kleidern und den guten Manieren. Auch deswegen warst du von dir selbst begeistert, als dein Plan aufgegangen ist, deine jüngste Tochter mit einem der Prinzen zu verloben, brachte es dir doch den Vorteil, auch ohne politisches Ziel an den Hof zurückkehren zu können, in dessen Obhut du sie gegeben hast. Der Tod deines Mannes hat dich weniger erschüttert, als von dir erwartet worden ist, hast dich das erste Mal frei in deinen Entscheidungen gefühlt. Es bedeutete allerdings auch, dass das letzte bisschen Einfluss schwindet, was du gehabt hast. Denn deine Tochter, die neue Herzogin der Provinz, beäugt dich kritisch, vermutet sie einen langgeplanten Komplott deinerseits.


Ebony Terrell
33 Jahre | Herzogin | Sophia Bush
Du hast dich schon immer durchsetzen müssen: gegen deine Eltern, gegen deine Geschwister und nun auch gegen die Zweifel, die im Zuge deiner Ernennung aufgekommen sind. Dass du die erste Frau sein würdest, die das Herzogtum übernehmen würde – darauf hast du dich einstellen können. Dass du aber auch die Jüngste sein würdest, die dieses Schicksal erfahren würde, damit hast du nicht gerechnet. Du bist immer diejenige gewesen, die eurem Vater am nächsten gestanden hat. Aus der Verantwortung heraus, aber auch, weil seine Gesellschaft dich mit Glück erfüllt hat. Er stets beruhigende, aufmunternde Worte für dich übrig gehabt hat. Du hast ihn stolz machen wollen – und dem ist auch so gewesen, selbst wenn er es selten ausgesprochen hat. Du hast Träume für die Provinz, Hoffnungen und Ideen, doch nicht jeder progressive Gedanke stößt auf Verständnis. Nicht jedes Novum auf Akzeptanz. Dein erstes Dekret – dem Ersuchen deiner kleinen Schwester stattzugeben und eine Ehe außerhalb des Standes zu ermöglichen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen – hat für Aufsehen gesorgt. Nicht nur in Luceras, sondern auch in den angrenzenden Provinzen. Immerhin gehört zum Ansehen und der Macht des Adels auch die Vorstellung der Exklusivität. Der verwurzelte Glaube der Vorherbestimmung. Diese Illusion hast du genommen, in dem du den jemand außerhalb, ob Reiter oder nicht, als ebenbürtig angenommen hast. Seither raten dir deine Vertrauten, konservativere Ansichten anzunehmen, zumindest für eine absehbare Zeit. Doch für dich fühlt sich dies wie ein Verrat an: an deiner Pflicht, das Bestmögliche für Luceras und Navarre zu wollen.


Elio Terrell
19 Jahre | Vorbereitung auf den Wehrdienst | Henry Collett
Ein Mann von Welt – du kannst die Worte deiner Mutter in deinem Inneren hören. Sie dir bildlich dabei vorstellen, wie sie dabei ist, dein Hemd zurechtzurichten und einen letzten prüfenden Blick über dein Erscheinungsbild wandern zu lassen. Sicherlich hast du das Beste deiner Eltern in dir vereint: den Scharfsinn eures Vaters und die Arroganz eurer Mutter. Du hast es genossen das vergangene Jahr über deinen eigenen Studien nachgehen zu können – die Provinz, die du deine Heimat nennst, verlassen zu haben, um mehr zu sehen. Dich hat es an die Höfe der anderen Herzöge gezogen, in die Städte und Dörfer, um das einfache Leben zu sehen. Dabei hast du dich nicht immer respektabel angestellt, hast die Nase gerümpft, wenn man in Erwägung gezogen hat, die Kuh doch einmal selbst zu melken. Warst distanziert, weil du insgeheim weißt, dass du etwas Besseres bist. Diese Einstellung hat früh für ein Zerwürfnis zwischen dir und deinen Schwestern gesorgt, hast du doch stets gewusst, wie du deine Eltern und sie gegeneinander ausspielst. Hast deinen Kopf aus der Schlinge gezogen, wann immer von Nöten und die Schuld einfach wem anderen zugeschoben. Du bist intelligent – in mancher Hinsicht vielleicht mehr, als dir gut tut. Denn auch wenn niemand die Legenden und Sagen in den Provinzen ernst nimmt, haben sie dein Interesse geweckt. Immerhin gibt es solche Geschichten in Luceras nicht. Und dass du bei deiner Rückkehr dorthin kaum etwas in den Archiven eurer Familie dazu findest, weckt deine Neugierde nur zusätzlich.
suchend

Eithne Terrell
Viele haben deine Sanftmütigkeit als Schwäche missverstanden. Du bist immer schon diejenige gewesen, die zusammengezuckt ist, wenn die Stimmen erhoben worden sind. Die sich sorgenvoll umgesehen hat, wenn Streit sich angebahnt hatte. Bist schon immer sensibel für die Gefühle der Menschen um dich herum gewesen. Ihre Freuden wurden genauso schnell zu deinen wie ihre Sorgen. Fluch und Segen zugleich. Vielleicht bist du deswegen mit dem Adel nie wirklich warm geworden – weil sie stets versuchen, ihre wahren Intentionen zu maskieren. Dabei hast du erkannt, dass man sich wichtigeren Themen widmen müsste. Dass an der Grenze ein Krieg geführt wird, der vielleicht nicht bis nach Luceras reicht, dessen Auswirkungen aber unweigerlich zu spüren sind. Nicht nur, weil du durch ihn deinen Verlobten verloren hast, nachdem deine Schwester ihren Ruf dafür aufs Spiel gesetzt hat, sondern weil eure Provinz abhängig vom Handel ist. Ihr den Unmut der Leute auf euch ziehen würdet, sobald es Probleme mit dem Abkommen gäbe. Seit eurer Kindheit hast du gelernt, nicht unbedingt jeden Streit schlichten zu müssen, hast erkannt, dass es manche Dinge gibt, die man ausdiskutieren muss und wartest eigentlich nur darauf, dass die unterschwelligen Anfeindungen, das verborgene Misstrauen innerhalb eurer Familie aus euch herausbricht.


Esper Terrell
Warum die Wahl ausgerechnet auf dich gefallen ist, hast du dich nie gefragt. Du hast es deiner älteren Schwester – die auf dem Papier besser für die Verlobung mit dem Prinzen geeignet gewesen wäre – nicht gegrämt. Es ihr nicht vorgeworfen. Auch nicht, als du deine Sachen zusammenpacken musstest und an den königlichen Hof gesandt wurdest. Von dort an hast du dein Leben in Calldyr verbracht, wenige Möglichkeiten gehabt, um in deine Heimat zurückzukehren und deine Familie zu besuchen. Vielleicht hättest du deine Wurzeln vergessen, wenn deine Schwestern nicht gewesen wären: jede Woche erreichten dich Briefe und Schriften. Zeichnungen und Geschenke. Denn auch, wenn du nicht da gewesen bist, warst du immer ein Teil der Familie – dein Platz bei Tisch wurde gedeckt, aber freigelassen. Dein Zimmer blieb unberührt für den Fall, dass du wiederkommen würdest. Man trug deine Kämpfe für dich aus, gegen eure Mutter und ihrer wahnwitzigen Vorstellung, deine Hochzeit beschleunigen zu können, in dem sie euren Vater dazu brachte, dich in den Quadranten der Reiter zu senden. Man hätte dir besser zuhören sollen: denn du fandest deinen Weg an einem Ort, von dem niemand gedacht hatte, dass du dorthinein passt. Du hast dich behauptet, hast deine Loyalität und deinen Ehrgeiz nicht nur zum Überleben genutzt, sondern auch um andere besser zu machen. Hast das Talent in dir gefunden, Verantwortung zu übernehmen – so wie es sich der Ansicht eures Vaters nach für eine Terrell gehört.


Jacoby Mercer
Wenn man Clarine fragen würde, dann bist du der schwarze Fleck im Leben ihres Ehemannes. Der Bastard, den sie gern an die Randlinie gezwungen hätte und der seinen Platz dort doch nie finden konnte. Der Herzog hat kein ein Geheimnis über deine Abstammung gemacht; aber dich dennoch nie gänzlich als Teil der Terrells anerkannt. Du wurdest unterrichtet, du wurdest trainiert, dir wurde die Möglichkeit gegeben, dich bestmöglich auf dein Leben als Reiter vorzubereiten. Und doch stand nie zur Debatte, dass du in den Adelsstand aufgenommen wirst. Dass du irgendwann die Provinz führen würdest. Du hättest es nicht gewollt; die Verantwortung, die politischen Spielchen. Du hast eine Familie gesucht und sie in Form deiner Schwestern gefunden. Deswegen konnte deine Stiefmutter deine Existenz nicht vergessen: ihre eigenen Töchter haben’s nicht zugelassen. Haben auf deinen Schultern die Welt kennengelernt. Haben mit dir fangen in den Gärten gespielt. Briefe gemalt (und geschrieben), als du nach Basgiath hast gehen müssen. Sie vertrauen dir. Und suchen noch heute deinen Rat, auch wenn du dich weitgehend von deiner Heimat entfernt hast.
weitere Infos
Hallo, hallo! Wie schön, dass du’s bis hierhin geschafft hast. Vorab: grundsätzlich sind die hier aufgeführten Charaktere, Avatarpersonen und Geschichten nur Vorschläge, um der Familie rund um die Terrells ein wenig Leben einzuhauchen, die gerne mit den jeweiligen Spieler:innen abgestimmt werden können. Wir wünschen uns, dass ihr eure Charaktere so füllen könnt, wie ihr es möchtet, würden aber an Eckdaten festhalten wollen, die für Eithne, Esper und Mercy unabdingbar sind. Abgesehen von den drei bereits bespielten Geschwistern ist der Anschluss über das Herzogtum von Morraine und einen Teil der Königsfamilie gegeben. Ob es tatsächlich zu Krisen in Luceras kommt, ob Elio zu viel Aufmerksamkeit mit seinen Fragen auf sich zieht und für welchen Quadranten in Basgiath er sich in seiner Zukunft entscheidet und ob Clarine dabei ist, eine Revolte gegen ihre eigene Tochter zu spinnen – das sind alles Dinge, die wir mit euch planen wollen würde und deren Richtung noch nicht in Stein gemeißelt ist und sicherlich viel Potential hergibt, um gemeinsam etwas zu plotten.
Forenshortfacts
  • basierend auf der "the empyrean"-Reihe von Rebecca Yarros
  • ohne Buchcharaktere, aber zeitlich bei Bd. 1 einsetzend (633nV)
  • Drachen & Greife wählen über ein Würfelsystem ihre Menschen
  • L3S3V3 + Empfehlung ab 18 Jahren
  • mind. 1 Post / Monat (bzgl. Länge & Perspektive frei, Deutsch & Englisch möglich)
Kurzbeschreibung
Auch wenn es ihr vorherbestimmt erschien, hat sich Eithne als zweitgeborene Tochter des Herzogs von Luceras nie vollkommen wohl mit dem höfischen Leben gefühlt. Wie gefangen in einem Gefängnis aus goldenen Mauern, stets unter den wertenden Blicken der Gesellschaft, hat sie das Spiel der Macht und Intrigen nie gänzlich nachvollziehen können. Ihre Geschwister dagegen hatten früh gelernt, es zu meistern. Die herrschenden Kämpfe zu durchschauen, während sie die friedliche Abgeschiedenheit der Gärten den Abenden umgeben von schillernden Kleidern und fadenscheinigen Unterhaltungen vorgezogen hatte. Die Natur – samt ihrer seltenen Pflanzen, der heilenden Wirkung ihrer Kräuter – wurde schnell ihr Zufluchtsort. Sorgte für eine Faszination, die sie dazu brachte, ihr Leben weiterzudenken als dass, was ihre Mutter für sie vorgesehen hatte. Vermutlich war es ein Schock für ihre Familie gewesen, von ihrem Begehren zu erfahren, sich zur Heilkundigen an der Militärakademie weiterbilden lassen zu wollen – stand es im Gegensatz zu ihrem sanftmütigen und träumerischen Charakter. Eithne fiel es schon immer leicht, die Stimmung ihrer Umgebung wahrzunehmen. Zu spüren, was andere empfanden. Und es führte dazu, dass sie es als ihre Verantwortung ansah, Frieden in ihrer Familie zu stiften. Streitereien zu schlichten, harsche Worte zu mildern und die Rolle der stillen Schlichterin einzunehmen. Diplomatie war ihr genauso mit in die Wiege gelegt worden, auch wenn ihre Worte nicht selten als nichtig abgetan wurden – zu laut waren ihre Geschwister im Vergleich zu ihr. Zu stark in ihren Meinungen, die sie manchmal die Rationale verlieren ließen.

Die vermeintliche Unabhängigkeit, die ihre Ausbildung ihr beschert hatte, hatte auch ihre Schattenseiten mit sich gebracht. Hatte dazu geführt, einen Teil ihrer Naivität in Anbetracht des Krieges abzulegen. Ihre Perspektive vielleicht nicht gänzlich zu verlieren, aber sie zumindest zu überdenken und zu erkennen, dass die Welt nicht so einfach war, wie sie sie sich in ihrer Kindheit vorgestellt hatte. Unter ihrer sanften Oberfläche fand sich ein eiserner Wille, eine gewisse Sturheit, die nur wenige zu erkennen vermocht hatten. Eine Hartnäckigkeit, die unumstößlich war, sobald sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte. Letzterem ist geschuldet, dass sie in Anbetracht der Nachricht über den Tod ihres Verlobten nicht gänzlich den Verstand verloren hatte, war mit ihm auch ihr eigenes Glück gestorben. Dass sie seine Habseligkeiten verbrennen hatte können, ohne zusammen zu brechen. Und dass sie sich auf einer Reise wiederfand, vor der sie sich vielleicht mehr fürchtete, als vor dem Tod selbst.
Heilkundige
Mirik