Codex of Flame and Fury
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Charakterliste
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gespielt von Sarah
39 Jahre
Reiterin
„Wenn ich am Nachthimmel den Halbmond sehe, dann regt sich etwas in mir, das ich nicht häufig zulasse: Unsicherheit. Ich sehe dort am Himmel etwas Unvollständiges. Halb Licht, halb Schatten. Nichts Ganzes auf beiden Seiten, aber in sich irgendwie auch perfekt ausbalanciert. So wie ich? Oder ist da mehr Licht in mir? Oder gar mehr Schatten? Ist da mehr Ungewissheit als Klarheit? Oder genau umgedreht? Und warum fühle ich mich nach all den Jahren immer noch nicht vollständig, spüre immer noch eine Leere in mir, die ich nicht weiß, wie sie zu füllen ist?"

- Notizen von Gráinne Iraola, 633


Es sind Worte einer scheinbar zweifelnden Frau. Zweifelnd an sich selbst und dem, was sie in ihrem Leben erreicht hat und wo sie noch hinmöchte. Untypisch, denn eigentlich wusste Gráinne scheinbar schon immer, wohin sie in ihrem Leben wollte. Reiterin werden. In den militärischen Rängen aufsteigen. Karriere machen. Ihrem Familienname Ehre bringen. Aber heute scheint es, als habe sie sich irgendwo auf dem Weg vielleicht selbst verloren. Verloren in den hohen Ansprüchen, die sie an sich selbst hat und die sie antreiben. Etwas, das ihr in ruhigen Momenten auffällt. Oder in den stürmischen Momenten, in denen ein Sturzflug mit ihrem Drachen dafür sorgt, dass es ihr im Magen kribbelt und ihr das Herz bis zum Hals schlägt. So sehr in ihrer Brust schlägt, dass sie das Gefühl hat, wirklich am Leben zu sein. Nicht nur ein Rädchen in einer Maschine zu sein. Sie möchte mehr von diesen Momenten und verschließt sie und diesen Wunsch doch in ihrem Inneren, ist pflichtbewusst und würde niemals so agieren, dass ihr Handeln ihre Staffel gefährden könnte.

Ihre Staffel. Es fühlt sich immer noch surreal an, dass sie es wirklich geschafft hat, zur Staffelführerin aufzusteigen. Da ist stolz in ihr, den sie selten zeigt. Aber da ist auch Anspannung. Sie fühlt sich verantwortlich für ihre Staffel. Verantwortlich für sie. Unbeschwert war sie nie, doch jetzt erscheint sie es noch weniger. Dabei hat Gráinne Humor, kann andere zum Lachen bringen und interessiert sich für Menschen in ihrem Umfeld. Besonders für die Menschen in ihrer Staffel. Zugehörigkeit ist es vielleicht, was sie ihr Leben lang gesucht hat und gefunden hat in den Abenteuern, die sie beim Militär erlebt hat. Eine Abenteuerlust, die nicht nur durch den Blick auf den ersten Drachen in Urdelyn geweckt wurde, sondern auch von einer Person, deren Neugier und Tatendrang sie bis heute fasziniert. Einer Person, der sie wohl verbundener ist als vielen anderen in ihrem Leben. Selbst denen, die sie deutlich näher an sich herangelassen hat.

Aber was ist da nun in Gráinne? Mehr Licht oder mehr Schatten? Sie ist sich manchmal selbst nicht mehr sicher, möchte mehr das strahlende Licht sein, das sie früher einmal gewesen ist. Häufig lachend, strahlend und freudig bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Aufgaben, die ihr heute Schatten unter die Augen zeichnen, weil sie sich erneut in ihrem Perfektionismus verloren hat und in der Tatsache, dass sie ungern abgibt. Obwohl sie ihrer Staffel vertraut und keine Zweifel daran hat, dass sie weitaus mehr Aufgaben delegieren könnte, um selbst nicht auszubrennen. Denn vielleicht ist genau das es, was die Leere verursacht, die sich in ihre Gedanken schiebt, wenn sie den Halbmond in ruhigeren Nächten betrachtet. Und dabei den stillen Wunsch so klar empfindet, dass sie gerne jemanden an ihrer Seite hätte, um ihre Erfolge zu teilen. Ihre Gedanken, ihre Träume und ihr großes Herz, das sie schon immer angetrieben hat, das jedoch dieser Tage zu wenig zum Vorschein kommt. Irgendwo gefangen ist zwischen Verpflichtung und eigenem Anspruch.
1 Ingameposts | 17.05.2026, 15:49
Militär Navarre
gespielt von Berrie
37 Jahre
Sonstige
”Es war einmal ein Mädchen mit einem Herz wie lauwarmes Licht.” An der Wand steht ein Regal, es ist aus Holz, alt, abgegriffen und verfärbt die Bücher darin. Geschichten von fliegenden Fabelwesen, halb Löwe, halb Adler. Geschichten von Drachen. Geschichten von der einzig wahren Liebe, vom Weg hin zu sich selbst und Herausforderungen, die mutige Prinzessinnen und hübsche Prinzen meistern. Verlieren kannst du dich in einer Welt von Fantasterei, glauben kannst du an höhere Mächte, an Magie, die dir doch nie zur Verfügung gestanden hatte. Hoffen kannst du, dass jedes Schicksal eines Tages gerechtfertigt wäre, dass auf jedes verwelkte Blütenblatt eine Knospe in schillernden Farben erstrahlen wird. Du bist Hoffnung, bist niemals-aufgeben, bist Kopf-hoch, während blonde Locken deine Wangen kitzeln. Du bist Frühling, Sommer, Herbst und Winter, keine Präferenz, Lebensmut und Demut gleichermaßen. Betrachtest die Welt aus anderen Winkeln und Perspektiven, still liegt sie dir zu Füßen – oder du ihr?

”Man bat es, leiser zu treten, bis selbst ihr Herz zu flüstern begann.” Fingerspitzen streichen über ausgeblichene Buchseiten, endlose Falten und Eselsohren zeugen von der Häufigkeit, in der du dich in fremde Welten flüchtest. Friedlich ist es dort, frei bist du dort. Ketten abzuschütteln, Schlösser gelöst mit Zauberstaub, die Arme von dir gestreckt, umgeben von Wasser und Blumen, einem Meer aus Blüten. In Träume flüchten ist, was dir bleibt, in dieser Realität. Zwei Zimmer, Küche, Waschkammer. Spielzeug, dem du nur knapp entgehst. Das fröhliche Glucksen, das dir ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Und während Magie nie Teil von dir war, du stets nur Statistin, fühlt sie sich an, wie Magie. Sie, rosa Wangen, Zahnlücke, Strahlen in ihrem Gesicht. Sie, Eden, blaue Augen, vier Jahre. Dein ganzes Leben. Dein Mittelpunkt, dein Sinn, das einzig wahrhaftig Gute, was du je geschaffen hast.

”Und weil sie ein Herz wie lauwarmes Licht hatte, tat sie, was man von ihr verlangte.” Ein halbes davon an dir vorbeigezogen: Leben. Teil von dir jede Erfahrung, jeder Tag, jede Nacht, ob hell, ob dunkel. Du bist Pastelltöne, weich und sanft. Du bist der erste und der letzte Sonnenstrahl. Schließt das Buch in deinem Schoß, vorsichtig. Kaputt könnte es gehen, ist zerbrechlich, wie du. Geschichten trägst du in dir, bist gezeichnet. Feine Stickereien verbergen, was sich anderer Menschen Augen entzieht. Was sich deinen Augen entzieht. Du bist unsichtbar für die Welt und sie ist unsichtbar für dich. Alles was zählt sind blonde Locken, die durch deine Finger gleiten. Alles was zählt ist ein Lächeln, so rein. Alles was zählt, bist nicht du. Musst nicht sehen können, um zu wissen, wie sich Liebe anfühlt. Dein Herz aus lauwarmen Licht leitet dich durch den Tag, durch die Nacht, durch finstere und schimmernde Träume. Und das Leben.
11 Ingameposts | 12.06.2025, 08:20
Zivil Poromiel

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