Charakterliste
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gespielt von alice
36 Jahre
Reiter
Dein Lachen ist ansteckend und ungehemmt, dein Lächeln ist offen und herzlich und ehrlich — mit dir in der Nähe kann man’s gut aushalten. Bist lieber leicht als schwer, siehst hin statt weg, bist hilfsbereit, bist aufmerksam und einfühlsam. Mama sagt, du hast eine zarte, liebevolle Seele. Hast als Kind verletzte Vögel aus dem Wald nach Haus getragen und kleine Schnecken vom Waldweg vorsichtig zurück ins hohe Gras gesetzt. Du schätzt das Leben und das fast ohne Ausnahme — kein Wunder, dass deine Siegelkraft das Gegenteil von einer der vielen verheerenden Mächte ist. Du zerstörst nicht, du lässt wachsen und neu entstehen und wächst dabei regelmäßig über dich selbst hinaus. Dass man dich nicht nur einmal (aber meist hinter deinem Rücken) als wandelnde green flag bezeichnet, hat nichts mit deinem Händchen für Pflanzen zu tun, sondern mit einem Herzen am rechten Fleck und einer Einstellung, auf die deine Eltern stolz sind — weil du die Werte, die sie dir mitgegeben haben nie verloren hast.
Fast nie. Dass du in der Schlacht von Aretia auf Seiten des Königreiches viel getan und viel gesehen und sehr viel verloren hast, hat deinen Schatten dunkelrot gefärbt und auch, wenn du dir davon heut nur noch selten etwas anmerken lässt (oder anmerken lassen willst), verändert hat’s dich trotzdem. Über die Zeit sprichst du so gut wie nie, noch weniger über die alte Verletzung, die nie komplett geheilt ist und dich nach besonders langen Tagen oder bei besonders heißem Wetter heimsucht; wie ein Geist, der mit Ketten rasselt und dich nicht vergessen lässt was fünf Jahre her ist. Nur, dass du dich darüber nicht definieren willst. Du bist ein lebensfroher und lebensbejahender und lebensschätzender Mensch, du hast die Frau für’s Leben gefunden, du liebst deine Familie, du hast Freunde und der Vater deiner Freundin ist wie ein Vater vor Ort für dich, wo dein eigener nicht so schnell erreichbar ist. Du rückst Nymrith immer wieder in ein hübsche(re)s Licht, weil du weißt wie viel Blumen und Bäume ausmachen können (Hoffnung, vor allem geht’s um Hoffnung). Du bist ein Kindermagnet und kannst ziemlich gut mit kleinen Menschen. Du stellst eigenen Honig her, hast die Bienen im Garten deines sozusagen (noch nicht ganz, aber hoffentlich bald) Schwiegervaters angesiedelt und manchmal bringst du heut noch ein verletztes Vögelchen nach Hause. Du bereitest Picknicke im Sonnenuntergang vor — auch, wenn dein Drache dich für deine romantische Ader still belächelt; ihr seid dennoch ein verdammt gutes und eingespieltes Team. Ihr fliegt zusammen immer mal wieder durch’s halbe Königreich um anfordernden Stützpunkten mit Nutzpflanzen die Versorgung zu erleichtern und du liebst es, das Rumkommen, das Aushelfen, aber du liebst es noch mehr danach wieder Zuhause zu sein. Bei ihr. Du liebst sie. Oh, und du wärst ein wundervoller Vater und hoffst, dass du das irgendwann auch wirklich bist. Du bist Leben und Liebe und Wachstum und Hoffnung und du bist ein guter Mann.
21 Ingameposts | 21.06.2025, 13:59
Militär Navarre
gespielt von alice
30 Jahre
Flieger
„Hey, Pearl — fang!“
Du reagierst schnell genug um die Portion Seetang abzufangen statt direkt ins Gesicht geklatscht zu kriegen (nicht, dass dich das wirklich gestört hätte) und du wirfst postwendend zurück; seichte Wellen tragen nicht nur dich, sondern auch dein Lachen. Hier draußen weiß eigentlich fast jeder, dass man sowas mit dir machen kann, dass man keine Sorge vor einer Retourkutsche in Form von geballten Fäusten zu befürchtet hat, obwohl du (sein wir mal ganz ehrlich) total danach aussiehst. Ist die Mischung aus einem trainierten Körper und den vielen Tätowierungen, den Ringen im Ohr und in der Nase und dem Blick, der einfach deiner ist, auch wenn du überhaupt keine resting bitch bist. Du bist — nett. Also, du bist wirklich nett. Hilfsbereit. Zuvorkommend. Aufmerksam. Du kannst gut geben, besser als ohne Gegenzug zu nehmen. Mit dir kann man nicht nur Spaß haben sondern auch Späße machen, du bist nicht besonders nachtragend und nimmst Dinge nicht zu ernst, es sei denn es sind Dinge die wirklich ernstzunehmen sind (das kannst du schon ganz gut differenzieren) — oder man verletzt wirklich, aber das geht nicht so schnell. Du bist ein guter Zuhörer und verdammt emphatisch, hast ein natürliches Gespür für andere Menschen und eine Gabe, die das nur noch unterstützt und dich zu einem ziemlich guten Leser (und Freund) macht. Dein verbissener Wille und die Fähigkeit genau zu wissen, was du willst und wo du sein und wo du (heute, morgen, übermorgen) stehen willst, hätte dich sicher zu einem verdammt guten Erben des Familiengeschäfts gemacht — aber das bist nicht du. Du willst frei davon sein und dich selbst entscheiden und du selbst sein. Für deine Eltern ist es widersprüchlich, dass du aus diesen Gründen ausgerechnet Flieger geworfen bist, weil’s in ihren Augen das Gegenteil von Freiheit bedeutet. Aber du siehst das anders. Nichts Neues, du siehst Vieles anders als deine Eltern, nur ein Grund mehr um nicht in ihre Fußstapfen zu treten, sondern deinen eigenen Weg zu gehen. Gegen an, wenn’s sein muss, auch wenn du am Ende eigentlich gar nicht so sehr Rebell bist, wie du oberflächlich betrachtetest den Anschein machst. Was du stattdessen bist?! Harte Schale, weicher Kern. Das ist, was dich am besten beschreibt; die harte Schale, wie die von ‘ner Perle und dein weicher Kern, der besteht aus Salzwasser und Gischt. Du liebst die Sonne im Gesicht genau so sehr wie den Sturm in den Haaren und die Schwerelosigkeit, wenn unter, über, vor und hinter dir, wenn überall nur’s Meer ist. Mama hat nicht umsonst schon vor so vielen Jahren gesagt, dass du Fischblut in den Venen hast.
42 Ingameposts | 04.06.2025, 18:41
Militär Poromiel
gespielt von Miri
38 Jahre
Reiter
Dein Lachen ist laut. Da, hier, wo’s laut sein darf. Frei. Rollst mit den Augen, immer noch lachend. Hast Blicke bei denen, die dir Geschichten so erzählen, dass sie lebendig werden. Immer zwei offene Ohren und den Mund, die Lippen, Kinnlade, ein Stück runter. Eine Frage, noch eine, zwei, drei. Kannst nie genug wissen, nie genug haben. Die Neugierde, die hinter den aufmerksamen Blicken steckt, die’s schließlich nie gestillt. Manchmal da fällt es dir richtig leicht die richtigen Fragen zu stellen, an den richtigen Orten zu sein, da zu sein. Dann ist dieses: ein guter Freund sein, so leicht als wär das alles was du bist. Obwohl du oft genug das Gegenteil davon bist, das Gegenteil von leicht, das Gegenteil von gut.
Die Ruhe, die Stille, das Abwarten. Sturm, der unter deinem Brustkorb tobt und nur die Miene, die nach Außen nichts durchscheinen lässt. Bist kontrolliert, gefasst, nachdenklich. Lieber zwei Worte zu spät, als überhaupt etwas sagen, weil du deine Zeit brauchst um Entscheidungen zu treffen mit denen du dich wohl fühlst. Du willst nichts falsch machen. Sei es bei den einfachen Dingen, oder den großen. Deine Mutter sagt, dass du hättest dem Brot beim Backen zusehen können, weil ihr in eurer Ruhe, dem stillen aufgehen, so gleicht. Da sind Geheimnisse, Dinge, die du nicht sagst, nur denkst, still trägst, die sich mit wenigen, mit beinahe niemanden und dann mit niemanden teilen lassen. Gewicht, das auf deinen Schultern sitzt. Verantwortung, der du nie ausweichst, auch wenn du nicht danach gefragt hast, weil du immer ja sagen, immer helfen würdest. Nicht, dass du es zugibst, das Weiche oft versuchst zu verstecken, aber’s ist da. In den kleinen Gesten, die so nebensächlich wirken, dass sie’s niemals wirklich sind. Du bist der zum Anlehnen, wo die Tür immer offen steht, wo man nicht nachfragen muss, wenn man aus Albträumen aufwacht und wo nächtelang gesprochen werden kann, weil man weiß, dass du dem Zuhören nicht müde wirst. Noch einen Ratschlag mehr geben kannst. Mehr geben willst. Du hältst, hältst fest und bist der doppelte Boden, das sichere Netz, immer offene Arme, die bereit sind zum Fangen. Man muss an den ganzen offensichtlichen Dingen schon vorbei sehen wollen, um die Tränen, das Zerbrechliche zu sehen. Da wo der Schmerz sitzt, bist du so fürchterlich still, dass da beinahe gar nichts ist. Hast früher so gern gesprochen, über den Mann der du sein wolltest und verlierst heute so wenig Worte über den Mann der du bist. Nicht über die Frage, ob sie stolz wären. Deine Mutter, dein Vater. Stolz über den Reiter zu dem du Herangewachsen bist. Stolz über die Stürme, denen du trotzt und liebevoll zu den Unruhen in dir selbst. Wüsstest gern, ob sie Angst hätten, weil du Teil von etwas Großem bist, ob sie dich noch wieder erkennen würden, oder ob du schon so lange schweigst, dass da nichts mehr zu erkennen ist.
17 Ingameposts | 01.05.2025, 12:06
Militär Navarre
gespielt von alice
21 Jahre
Reiterin
Du bist wie eine Katze — landest immer auf den Pfoten.
Mit Krallen und Zähnen kennst du dich auch aus. Du ziehst an Haaren, du kratzt und du beißt, wenn du musst (oder willst). Deine Finger sind so flink, dass du damit früher nicht nur Brote klauen konntest, auch Münzen im Vorbeigehen aus Taschen irgendwelcher Herren, die definitiv mehr Glück in der Lebenslotterie gehabt haben, als du. Dass du deinen Vater nie kennengelernt hast, ist eine Sache, nennen wir’s: Pech (oder Glück?!). Dass deiner Mutter die Mittel gefehlt haben, ihren Kindern ‘ne warme Mahlzeit auf den Tisch zu stellen, ist doppelt Pech. Hast früh gelernt dich durchzuschlagen. Ellenbogen raus. Du bist nicht leise, du bist laut — außer dann, wenn du schnell wie der Wind durch die enge Gasse rennst, Herzschlag bis zum Hals, hier abbiegst und da über eine Mauer springst, nein, fliegst und du liebst das Gefühl. Ob du auch Drachenreiterin geworden wärst, wenn du’s nicht gemusst hättest? (Ja. Nein. Vielleicht.) Hast nie die Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Kein Platz für Träume zwischen aufgeschürften Knien und blauen Flecken, zwischen: wer spuckt am weitesten und wer lacht am hässlichsten. Dir fehlen lange Zeit gute Vorbilder, auch wenn du’s nicht zugeben willst. Dir fehlt die strenge Hand des Vaters (oder eines anderen Mannes), denken Nachbarn und du denkst: fick dich und zeigst deinen Mittelfinger. Du lässt dir deine Welt nicht erklären, lässt dir die Butter nicht vom Brot nehmen, bist Straßenköter wenn es darum geht, deine Meinung durchzusetzen. Du bist ein Wildfang, nur fangen lässt du dich nicht. Hätte alles besser werden können. Erst die Exekution. Dann die neue Familie. Ein anderes Umfeld, eine andere Stadt, eine Mutter, die wirklich da ist, ein Vater, der gutes Geld nach Hause bringt (und manchmal greifst du einfach zu und niemand merkt’s — weil sie nicht damit rechnen oder weil sie die Münzen nicht vermissen, ist dir scheiß egal). Aber nichts wird besser. Du bist wütend und traurig und allein und du wirst noch lauter, schleichst dich heimlich weg, nachts, tags, immer dann wenn man dich zwei Minuten aus den Augen lässt, dann bist du weg. Dich kann man nicht einsperren, du findest immer einen Weg. Bist lieber überall, nur nicht da, wo man dir Worte in den Mund legt, die nicht deine sind und dich in Kleider steckt, die dir nicht passen wollen. Du schlägst deiner „neuen Schwester“ ‘nen Zahn aus, weil sie schlecht über deine tote Mutter spricht. Du klaust eine goldene Uhr auf einem vollen Marktplatz und wirst zum ersten Mal erwischt. Tränendrüse rettet dich. Du bist froh, als du da weg kannst und du bist traurig (schon wieder), weil’s heißt, dass du Calanthe erstmal nicht mehr siehst. Der einzige Mensch, der dir (noch wirklich) wichtig ist. Das Gute an Basgiath?! Du musst nicht mehr um deine warme Mahlzeit kämpfen. Das Schlechte?! Überall sind Männer, die denken, sie müssen dir die Welt erklären. Das findest du ä t z e n d und zum k o t z en . Aber du findest auch die Freundinnen, mit denen man das aushalten kann — und wenn du heut noch klaust, dann entweder Messer auf der Matte oder einfach nur zum Spaß oder den Süßkram anderer, weil’s sich mit Schokolade eben am besten lästern lässt.
38 Ingameposts | 21.04.2025, 14:31
Basgiath War College
gespielt von alice
23 Jahre
Reiterin
„Du siehst aus wie deine Mutter.“ — ja, das weißt du.
Das hast du schon so oft gehört. Immer, eigentlich. Jedes Mal, wenn deine Oma zu Besuch kommt, immer, wenn’s mal wieder alte Familienfreunde schaffen, nach Wochen, Monaten oder Jahren in Montserrat vorbei zu sehen. Selbst der eine, uralte Heiler in Basgiath hat’s gesagt, als du zum ersten Mal mit einer angeknacksten Rippe und einer aufgeplatzten Lippe bei ihm auf einer Liege sitzt. Dann hat er dir erzählt, dass sie eine seiner Lieblinge war, so eine sanfte Seele und so eine liebevolle und nette Frau und dann sagt dir dieser Mann, der dich eigentlich gar nicht kennt, dass er das auch in dir sieht. Und er hat Recht. Du bist deiner Mutter nicht nur wie aus dem Gesicht geschnitten. Es sind nicht bloß ihre Augen, ihre Haare, ihre Wangenknochen, ihr süßes Lächeln, die helle Porzellanhaut und die zierliche Statur. Es ist noch mehr: du hast auch ihre Empathie bekommen und das hohe Maß an Mitgefühl und Einfühlungsvermögen. Du hast die gleiche, sanfte Seele und ein ähnliches, zartes Gemüt. Manchmal hängt dein Kopf zwischen Wolken und Sternen fest, aber wenn’s drauf an kommt, bist du da. Immer. Ganz. Wach. Ja, vielleicht liegt dir Theorie nicht besonders gut. In praktischen Fächern bist du schon während der Schulzeit besser als in Mathe und Geschichte. Du bist kreativ, die kannst backen und kochen und du malst für dein Leben gerne, du bist gern draußen und barfuß und, ja, du bist vielleicht auch eine Träumerin, dann und wann. Du liest gern, findest dich in Buchzeilen wieder — oder gehst darin verloren. Du schreibst gern Briefe. Du magst Sommer lieber als den Winter weil du nicht gerne frierst, du magst Tiere und bist der Meinung, dass sie’s Leben genauso verdient haben wie du selbst. Du bist süß, niedlich, auf den ersten Blick nicht so ein furchteinflößender oder furchtloser Drachenreiter, wie’s die meisten anderen sind. Du bist — anders, ja, vielleicht, aber deswegen nicht schlechter in deiner Arbeit. Dein Drache denkt für dich mit und du vertraust ihm, aber an deiner Siegelkraft hast du von dir aus immer hart und immer viel gearbeitet, tust du auch heute noch, willst noch viel lernen. Oh, und du schießt mit einer Armbrust verdammt zielsicher, auch (oder eher: besonders) auf bewegte Ziele. Liegt vielleicht daran, dass du ein ganz natürliches Gefühl dafür hast, Situationen zu lesen und, ja, nächste kleine Schritte vorherzusehen. Das hilft dir im Kampf, vor allem im Einsatz deiner Gegenmagie. Aber darüber hinaus?! Würdest du kein Schwarz tragen, dann würde man dich auf den ersten Blick ganz sicher den Heilern zuordnen. So wie deine Mutter. Da zeigt’s sich: auch, wenn du ihr so ähnlich bist, bist du am Ende doch ganz anders. Du reitest einen Drachen und das sagt doch schon alles, oder!? Und jetzt, an diesem neuen Ort an dem niemand deine Mutter kennt, hast du zum ersten Mal die Chance nur Aella (oder Aelly) zu sein und nicht "die Tochter von" und nicht "du siehst so aus wie sie", nein — hier siehst du nur aus wie du. Ein Blatt Papier auf dem nicht schon ein anderer Name über deinem eigenen steht. Und das ist neu und aufregend und spannend. (Oh und manchmal vielleicht ein kleines bisschen beängstigend.)
13 Ingameposts | 23.05.2025, 18:25
Militär Navarre
gespielt von Josi
43 Jahre
Diplomat
Dass Diplomat nur seine Berufsbezeichnung ist, hat bisher weder seine Eltern, noch Brüder noch Freunde geschafft Leif so richtig klar zu machen. Seine neutrale Grundeinstellung lebt er sowohl im privaten wie im beruflichen Leben beinahe instinktiv und vor allem konstant aus. Es ist schwer ihn aus der Reserve zu locken, es ist schwer eine wirklich spontane Reaktion von ihm zu erlangen. Der absolute Kopfmensch trifft selten eine emotionale Entscheidung und findet sich dabei selbst auch vollkommen vernünftig. Seinen Verstand hat er schließlich, um ihn auch zu benutzen, nur der Spaß bleibt dabei manchmal auf der Strecke. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, wobei böse Zungen behaupten es gäbe einfach Keines in seinem Leben. Arbeitet er zu viel? Mit Sicherheit. Bereitwillig schlägt er sich die Nächte um die Ohren und priorisiert die Erledigung der Dinge die ihm aufgetragen werden stets hoch. Er hat gelernt mit wenigen Stunden Schlaf auszukommen und er kann auch im Alltag nicht ganz damit aufhören, Vor- und Nachteile oder mögliche Folgen seiner Handlungen abzuwägen. Ja, er denkt zu viel, hat aber eben auch gelernt, dass Fühlen sich manchmal schwieriger gestaltet, als planen, abwägen und logikbasiert entscheiden. Eine Mitschuld an der gescheiterten Ehe gibt er sich genau so wie der Ex-Frau. Seine Arbeit war vielleicht immer ein bisschen zu wichtig, besonders in den letzten fünf Jahren, aber Tyrrendor liegt ihm nun einmal am Herzen. Die alte Heimat nur noch Schutt und Asche, das Elternhaus nicht mehr existent, wie könnte er sich nicht dafür einsetzen, dass es der Gegend in der er lebt nicht langsam wieder besser geht? Das Herz, nämlich durchaus vorhanden, gebrochen als er erfahren hat, dass sein Kind eben genau das nicht ist. Seins. Der endgültige Bruch in der Beziehung, die nun schon zwei Jahre zurück liegt, das Herz? Geheilt, vielleicht nicht beim ersten Blick auf die wohl wundervollste Frau die ihm jemals begegnet ist, aber es hat auch nicht furchtbar lange gedauert. Fasziniert war er von Beginn an, von ihrer Wärme, ihrem Lachen, ihrem Glitzer, ihrer Lebensfreude. Sie lockt ihn aus der Reserve, bringt seine Selbstbeherrschung ins Schwanken, bringt ihn zum Lachen, an jedem Tag in ihrer Nähe. Calanthe gibt ihm ein Gefühl von zu Hause, wie er es beinahe vergessen hatte, dass es existieren kann und mit jedem Blick in türkiesblaue Augen ist die Welt in Ordnung, auch wenn sie es um ihn Herum nicht immer ist. Es ist herausfordernd, die politische Lage im tyrrischen Herzogtum und manchmal ist es ermüdend, nach fünf Jahren noch immer viele offene Punkte, aber wenig Verbesserung zu sehen, dann, wenn man hinter die Kulissen schaut, nicht die geschönten öffentlichen Nachrichten. Den alten Freund der so unerwartet zum Herzog wurde weiter zu unterstützen, helfen den Frieden zu sichern, wieder aufzubauen was kaputt ging, das sind die großen, fernen Ziele in seinem Leben. Die Kleinen, beinhalten Cal jeden Tag zu sehen, manche Gewohnheit hinter sich zu lassen, genießen, dass dieses Leben doch noch so viel mehr als Arbeit zu bieten hat, dass ihm mehr als eine Sache viel bedeuten kann. Sie passen nicht zusammen, sagen vielleicht manche und es fühlt sich doch genau passend an.
23 Ingameposts | 20.04.2025, 11:39
Zivil Navarre
gespielt von Josi
22 Jahre
Reiterin
Der Name Fallon ist im militärischen Kontext kein unbekannter, taucht er doch in der Historie immer mal wieder auf einflussreichen Posten auf. Es gab sogar einmal einen Commanding General, vor mehr als hundert Jahren. Ich lernte meinen Urgroßvater noch kennen und er betonte das immer sehr gern. Zusammen mit der Hoffnung, dass wir vielleicht auch den Nächsten CG stellen, doch diese Hoffnung starb mit meinem Vater und in gewisser Weise auch ein Stück von meinem Stolz. Ein Name ist letztendlich nur das. Ein Name. Keine Garantie auf Erfolg, kein Lohn, keine Vereinfachung im Leben, manchmal eher Fluch als Segen, wenn es ein bekannter ist... aber am Ende... nur ein Name. Ich könnte meine Verwandtschaft zu zwei weiteren großen Namen zur Sprache bringen, Ambour, ebenfalls eher militärisch geprägt, Canmor mit eher wirtschaftlichem Einfluss, aber ich ziehe es vor, über meine Verwandten zu sprechen, weil ich sie liebe, nicht weil sie einflussreiche Namen haben. Ich liebe sie und ich liebe es, zu beiden Seiten so große Familien zu haben, mich zu so vielen Menschen zugehörig zu fühlen. Ich habe vielleicht keine Geschwister, aber ich habe Cousins und Cousinen und beinahe unzählige Onkel und Tanten und ich habe meinen Vater verloren, aber ich musste mich nie allein fühlen.
Mein vollständiger Name? Lyla Fallon. Senior Jahrgang am Basgiath War College, Schwarmführerin im 1. Geschwader Klauenschwarm, Mitglied in der 2. Staffel in eben jenem, 22 Jahre alt, oder jung, wie man es nimmt, Siegelkraft Schwächenidentifikation. Ich wuchs auf Grund der Berufe meiner Eltern und den weitverzweigten schon erwähnten Familien an diversen Orten im Königreich Navarre auf und wollte schon immer Reiterin werden. Vielleicht werde ich eines Tages die nächste Commanding General, die den Namen Fallon trägt, ich halte es weder für unbedingt realistisch, noch gänzlich unmöglich, aber ich war schon immer überzeugt davon, dass man Träume haben darf, gar irgendwie muss, um im Leben irgendetwas zu erreichen. Wenn man immer nur im hier und jetzt bleibt, auf der Stelle tritt, wohin soll einen das schließlich bringen? Also träume ich, manchmal von großen Dingen, manchmal nur von Kleinigkeiten. Es hat mir im Leben nie an etwas gefehlt, man kann wohl sagen ich bin ziemlich privilegiert aufgewachsen, aber ich habe trotzdem gelernt, mich auch an kleinen Dingen zu erfreuen und im Grunde nichts als selbstverständlich zu erachten. Es hat nicht einmal bis zu dem Moment gedauert, an dem ich entscheiden musste, welche wenigen Sachen ich in meinen Rucksack packe um sie mit über das Viadukt zu nehmen. Was drin war? Spielt im Grunde keine Rolle. Sachen die mir heute nicht mehr passen. Nicht weil ich noch viel gewachsen bin, aber weil ich mich hier verändert habe, so wie es alle sagen. Ich war schon immer eher vernünftig, wenig übermütig, eher realistisch, wenig weltfremd, in den vergangenen zwei Jahren bin ich eher noch bodenständiger geworden, ruhiger, vielleicht überlegter, bin eher Taktikerin als Macherin, glänze vor allem in den theoretischen Fächern und ich trage bereitwillig Verantwortung. Auch die, die man mir als Schwarmführung erst in diesem Jahr anvertraut hat. Ich mag die Herausforderung, weil ich selbst herausfinden will, was ich noch schaffen kann, wie weit wachsen, ich komm mir noch nicht fertig vor und glaube daran, da muss noch mehr sein.
18 Ingameposts | 31.05.2025, 17:44
Basgiath War College
gespielt von Miri
28 Jahre
Flieger
„Lächel‘ doch mal.“ Deine Mutter rollt mit den Augen, sagt dir später, dass du dir aus den Worten deiner Großmutter nichts machen sollst und du nickst bloß. Zuckst mit den Schultern. Schon okay.
Du machst dir nichts draus. Nicht aus diesem dummen Spruch, nicht aus allen die noch folgen. Aus denen, die Abstand halten, weil dein Gesicht genau das ausstrahlt. Macht‘s dir nichts aus voreiligen Schlüssen und dem Abstand, der sich auftut. Ist nicht deine Welt, nicht das, nicht der oberflächliche Small Talk, nicht der ganze Scheiß den‘s normalerweise braucht um herauszufinden, ob man sich sympathisch findet. Nett. (Hast du gehört — ich glaube — er soll ja —) Schulterzucken, Schulterzucken. Schaffst es beim Training ein bisschen mehr zu geben, ein bisschen offener zu sein. Dann wenn das Thema und der Raum festgesetzt sind, die Linien klar verständlich. Alles davon ab, das fällt dir meistens schwerer. Hältst dich dann zurück, lässt andere eher den Raum einnehmen, andere die‘s besser können, laut, lustig, oder weich(er) zu sein. Zuhören ist leicht — im Vergleich. Kannst gut das offene Ohr geben und musst selber einmal zu oft hören, dass du ein toller Zuhörer bist. Dass es dir schwer fällt im richtigen Moment zu gehen oder reinzugrätschen, da fragt niemand nach (und du wüsstest auch nicht wie du‘s erklären solltest). Verstehen ist das eine, das erklären das andere. Fühlen das eine, das ausdrücken — was ganz anderes. Behältst das meist alles lieber nur für dich. Du sparst dir die Worte. Oft (Schulterzucken). Wenn du den Mund aufmachst, dann ist es ehrlich, direkt raus, ungefiltert. Damit muss man umgehen können. Bist die Ruhe selbst. Der Blick ist meist klar, fokussiert. Wirkt so als würde dir nichts entgehen und als könnte dich nichts wirklich umhauen, nichts überraschen. Bringst 'ne wahnsinnige Ruhe in den Raum rein. Unbeirrt, (stur, dickköpfig), manchmal. Ist was deine Mutter in den Wahnsinn treibt. Weil‘s ihr schwerfällt das zu verstehen und weil du nicht die Zähne auseinander kriegst um es ihr leichter zu machen. Nicht bis du allein bist, nicht bis es alles als Wut nach oben blubbert und zu stundenlangem Training wird. Zum Schreien im Dunklen raus auf‘s Meer bis der Druck sich weniger anfühlt. Bis sich das Schulterzucken wieder authentisch anfühlt. Es ist nichts. Und es ist wieder das kleine Regengesicht und der dicke Wolkenvorhang und bloß nicht drüber reden. Schon okay.
45 Ingameposts | 02.06.2025, 17:31
Militär Poromiel
gespielt von Jani
28 Jahre
Fliegerin
Dein Lachen hallt durch die Mauern – es ist laut, fast ein bisschen zu hell für den Ort an dem ihr seid. Aber du hast gelernt, es nicht zurückzuhalten. Hast gelernt, es als Befreiung für das zu sehen, was es ist: von der Schwere eines endlosen Kampfes. Hast mit angesehen, wie deine Heimat an zwei Fronten zeitgleich gegenwärtig sein muss, um das zu schützen, was euch am Wichtigsten ist. Eure Familien. Die Hoffnung auf eine Zukunft statt der endgültigen Vernichtung. Deswegen lässt du die Stille um dich herum nur selten zu, nur in Momenten, in denen du dich sicher genug fühlst, um selbst ruhig zu werden. Dich deinen Gedanken hinzugeben, deine Sorgen zu adressieren und die Scherze zu vergessen, die dir sonst so mühelos über die Lippen kommen. Das Augenrollen, das sie begleiten. Bist bekannt dafür, die Stimmung anzuheben, die Welt für andere besser zu machen – weil es das ist, was dich glücklich macht. Die Menschen zufrieden zu sehen, die dir am Herzen liegen. Vielleicht ist es dein geheimes Talent, dass du die Dinge auf andere Weise betrachtest, nichts zu ernst nimmst, weil du ansonsten selbst deinen Verstand verlieren würdest. Du magst das Gefühl nicht, erdrückt zu werden – deswegen entgehst du ihm bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Hältst an dem unerschütterlichen Glauben fest, dass sich irgendwann auch das schwerste Rätsel lösen lassen wird, dass das letzte Puzzleteil seinen Weg an die richtige Stelle findet. Du brauchst keinen Tempel dafür, dir reichen Träume aus. Vermutlich ist dir deswegen die Gabe zuteil geworden, ihnen folgen zu können. Sie nach deinen Vorstellungen zu formen. Es hat dir das Leben gewissermaßen erleichtert, brauchst keine mühseligen Worte mehr, um Ideen so zu platzieren, dass sie Anklang finden: kannst sie in die Gedanken von Personen setzen, die mehr zu sagen haben. Einfluss besitzen. Du brauchst keinen Ruhm, auch wenn du es magst, mit der Aufmerksamkeit zu spielen. Aber das, was du wirklich willst, weißt du selbst den Großteil der Zeit über nicht: hast Angst, dich zu sehr an Menschen zu binden, weil sie dich verlassen könnten, kannst gleichzeitig aber nicht gut allein sein. Du pflegst Freundschaften, brauchst aber Zeit um auch über die tiefergehenden Themen zu sprechen. Die Oberflächlichkeit zu verlassen. Bist nicht nachtragend, aber vergisst auch keine Enttäuschungen, weil sie das Vertrauen verletzen, was du in die jeweiligen Personen setzt. Sicherlich wäre es klug, mehr infrage zu stellen: aber deine Loyalität ist beinahe grenzenlos. Bist überzeugt davon, dass dein Schwadron ein Teil deiner Familie ist. Es die Menschen sind, für die du ohne einen Zweifel dein Leben geben würdest.
33 Ingameposts | 09.02.2025, 15:37
Militär Poromiel
gespielt von Berrie
35 Jahre
Reiter
Gibt nur wenige Regeln im Umgang mit Drachen. Dreh' dich nicht weg, lauf nicht davon, senke den Blick - und bete zu den Göttern, dass sie dich nicht trotzdem bei lebendigem Leib verbrutzeln. Vor über zehn Jahren hast du all diese Regeln live und in Farbe gelebt, hast am Basgiath War College zwei Mal das erste Jahr durchlebt, nachdem beim ersten Mal offenbar keiner der bindungswilligen Drachen dein Potenzial erkannt hat (O-Ton). War zunächst ein herber Schicksalsschlag für dich, war für dich immer klar, dass du ein verdammt guter Reiter werden würdest. Dass du immer eher ein Händchen für Drachen hast, die nicht deine sind, war vielleicht ausschlaggebend, vielleicht auch nicht. Hat ja aber schließlich doch dazu geführt, dass dein Leben nicht so trostlos wurde, wie angenommen. Neben deiner körperlichen Fitness war dein Köpfchen eigentlich schon immer deine stärkste Waffe. Wärst damals schon von Anfang an gut bei den Heilkundigen untergebracht gewesen, aber Menschen heilmachen war irgendwie nicht dein Ding. Drachen hingegen ... Vor 'nem Jahrzehnt hat man dich dafür belächelt, sogar ganz offen über dich gelacht. Heute flattern Briefe in deine Gemächer, Befehle und Bitten gleichermaßen, die dich durch das ganze Königreich führen, um fremder Leute Drachen zu behandeln. Manchmal wirst du der Drachenflüsterer genannt; bist der, der eine Bindung zu ihnen aufbauen kann, ohne sich zu (erneut) binden. Der Respekt von denen bekommt, die keinen Respekt vor sich selbst haben. Bist somit rastlos, nirgends wirklich heimisch, nie länger an einem Ort. Obwohl du dein Engagement in deiner Staffel in Samara ernst nimmst, ist deine Anwesenheitsquote nicht selten sporadisch. Bist häufig da, wo du eigentlich gar nicht sein wolltest: an Außenposten, irgendwo nahe der Grenze. Dort, wo man dich gesehen hat, kurz, nachdem die große Blaue mit dem Dolchschwanz dich gebunden und für Raunen und Aufsehen gesorgt hat. Bist auch ein ausgemachter Glückspilz: erst gar nicht gebunden werden und dann von einer der seltenen blauen, die man sich besser nicht zum Feind macht. In der Hinsicht passt ihr wirklich ausgezeichnet zueinander. Wenn du schon sonst nur selten jemanden wirklich als ‘an deiner Seite stehend’ bezeichnen kannst, bist du dir bei ihr so sicher, wie bei niemandem sonst. Dann allerdings nicht in der Front Row zu stehen und ihren Dolchschwanz in die gefiederte Brust zu kurz geratener Löwe-Adler-Mischungen zu bohren, hat überraschend nicht für Wohlwollen gesorgt. Da stehst du nun also, machst irgendwie nie das, was man von dir erwartet. Brichst mit althergebrachten Traditionen und über Jahrhunderte hinweg übermittelten Wissen. Bist experimentierfreudig, denn nur, weil was die letzten 6 Jahrhunderte geklappt hat, heißt das ja nicht zwangsläufig, dass man das nun auch so beibehalten muss. Findest du. Sonst niemand. Ist dir aber auch egal.
12 Ingameposts | 08.02.2025, 15:39
Militär Navarre
gespielt von Miri
39 Jahre
Reiter
Du hast die Augen geschlossen.
Valdin. Du hörst gar nicht richtig hin. Valdin? Öffnest die Augen, langsam blinzelnd. Müdigkeit, die nur gemächlich aus deinem Gesicht weicht. Du bist gut darin so zu tun als wären dir Sachen egal. Arme verschränkt. Der Gesichtsausdruck immer ein bisschen gelangweilt. Als könnte dich nichts wirklich beeindrucken, als würde nichts passieren, das dich irgendwie was angeht. Manchmal lässt sich darin noch der bockige, kleine Junge erkennen, der keine Zeit hatte Kind zu sein. Ist der Grund warum‘s dir schwer fällt deine Grenzen zu wahren, dein Leben nicht zu behandeln als hättest du fünf. Rutscht von einem extrem ins nächste, von: nur Grenzen und keinen Schritt zum Leben, zu: dem genauen Gegenteil. Tief durchatmen. Dich beruhigen. Alles Dinge, die nie funktionieren. Für gute Ratschläge ist es dann, wenn du längst einen Schritt zu weit, mit dem Dickkopf durch die Wand bist, längst zu spät. Dein Grummeln ist manchmal laut, manchmal leise. Kritischer Blick, eine Augenbraue oben. Das kannst du gut. Erstmal dagegen sein, erstmal so tun als wär‘s scheiße. Auch wenn du es ganz anders wahrnimmst, auch wenn du dich eigentlich nur beschwerst um dich zu beschweren und naja — nicht weil es dich wirklich stört. Hast‘s Bedürfnis oft und viel deine Meinung zu sagen, selbst wenn du davon wenig hast. Gern mit dem Finger in die Wunde. Alles, nur um von den eigenen Dingen abzulenken. Dabei kannst du auch weicher, verletzlicher sein. Versteckst es gut hinter der Fassade mit der du irgendwann in Basgiath dachtest durchzukommen. Weil sich vorgetäuschte Stärke beinahe wie echte angefühlt hast. Hast nur irgendwann vergessen, dass du das eigentlich gar nicht mehr brauchst. Dass du aufhören kannst zu spielen, ein bisschen mehr — echt sein könntest. Wozu die Scharade hinter bissigen Kommentaren, die Distanz wahren sollen. Nur damit niemand dich verletzen kann? Zu spät. (War was?) Versuchst dir nicht anmerken zu lassen was alles hinter dir liegt. Schweigst, wenn andere von Zuhause, ihren Eltern erzählen. Willst nichts von den schlechten Erinnerungen teilen. Als könntest du dann den Schmerz und die Angst, die hinter dir liegt vergessen. Ungelesene Briefe in Schubladen, die eine andere Sprache sprechen, sowie Nächte in denen du schweißgebadet aufwachst. Findest keine Worte für das was du erlebt hast. Für das Zucken, wenn jemand nur die Hand nach dir ausstreckt und den Schmerz, der in deinem Namen ruht.
37 Ingameposts | 14.04.2025, 16:10
Militär Navarre
gespielt von Lini
41 Jahre
Reiter
Geboren und aufgewachsen in einer traditionsreichen Familie die bisher nur aus Reitern bestand. Somit war dein Weg schon lange vorbestimmt, ob du es wolltest oder nicht. Für dich gab es keine andere Option, als eines Tages das Basgiath War College und den Reiterquadranten zu besuchen. Ob du es überleben würdest oder nicht, das stand in den Sternen. Deine Eltern haben auf jeden Fall dafür gesorgt, dass du und deine Geschwister, kaum, dass ihr richtig laufen konntet, gelernt habt, was es bedeutet ein Reiter zu werden. Besonders mit deiner Zwillingsschwester hattest du einen Trainingspartner der dir ebenbürtig war, wahrscheinlich auch deshalb, weil ihr euch einfach sehr ähnlich wart. Entgegen der Erwartung der Familie war dein kleiner Bruder anders, deshalb bist du vielleicht auch nie so ganz mit ihm warm geworden. Bevor du deinen Weg zum College angetreten bist, hast du eine Frau kennen gelernt, ein paar Jahre älter, aber ihr habt euch sofort verstanden. Nur dumm, dass sie schwanger wurde, du allerdings ins College musstest. So hast du die ersten Jahre deiner Tochter verpasst. Vielleicht war sie auch der Hauptantrieb, wieso du alles dafür getan hast um das College zu überleben - nachdem der Tod deiner Schwester auf dem Viadukt dich stark getroffen hatte. Dennoch hast du es nicht nach außen gezeigt. Man hat dich doch dein ganzes Leben auch gelehrt, dass Schwäche nicht geduldet wurde, ganz besonders nicht von Drachen. Vielleicht warst du beim Dreschen kurz ernüchtert, als einer der kleinsten Drachen in der Runde sich an dich gebunden hat. Allerdings warst du irgendwie auch überrascht, weil die Schuppen des Drachens in einem gefährlichen Orange schimmerten. Aber der Moment der Ernüchterung hielt nur kurz an, denn mittlerweile bist du überzeugt, dass Myra und du ein perfektes Team bildet und ihre Wahl genau richtig war.
Nach deiner Ausbildung hast du versucht den Spagat zwischen Familie und Beruf hinzubekommen. Du hast die Mutter deiner Tochter geheiratet und man könnte glatt meinen, ihr wart eine kleine, glückliche Familie - nur wusstest du nicht, dass deine Frau ein Geheimnis in sich trägt, wovon sie irgendwann eurer Tochter berichten würde. Vielleicht hast du mehr Stolz als Angst verspürt, als deine Tochter offenbarte, dass sie in deine Fußstapfen treten und auch eines Tages Reiterin werden wollte. Dennoch hattest du auch Angst. Nicht, weil du nicht in die Fähigkeiten deiner Tochter vertraust, sondern, weil du weist, wie gefährlich der Reiterquadrant ist. Wie gefährlich die anderen Kadetten sein können. Dennoch hast du nicht versucht ihr etwas auszureden. Du hast es akzeptiert und sie vorbereitet als sie alt genug war. Vorher durfte sie einfach Kind sein, ihre Kindheit genießen und einfach alle Erfahrungen sammeln, die man als Kind sammeln konnte. Es ist irgendwie wohl kaum verwunderlich, dass deine Tochter so sehr nach dir kommt. Die Sturheit hat sie dir nicht gestohlen, genauso wenig den Ehrgeiz und das Durchhaltevermögen. Dennoch erkennst du in ihr auch so viel von deiner Frau. Heute noch mehr als früher. Schicksalsschläge prägen dein Leben, wohl nicht ungewohnt in dieser Welt und dennoch nicht leicht zu bewältigen. Nachdem deine Zwillingsschwester den Tod auf dem Viadukt fand, starb deine Frau vor fünf Jahren bei der Rebellion von Tyrrendor. Nicht, weil sie daran beteiligt gewesen wäre, zumindest bist du davon ausgegangen, sondern, weil sie einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Ein Schlag der deine Tochter Yevhen und dich schwer getroffen hat. Aber du musstest weiter machen, durftest dir nicht viel anmerken lassen. Die Rebellion hat überall tiefe Spuren und Narben hinterlassen. Am Ende hat es deine Tochter und dich enger zusammen geschweißt, hat dich aber auch verschlossener und ernster werden lassen. Noch mehr als vorher sowieso schon. Es gibt allerdings auch seltene Momente in denen du lachen kannst und sogar eine richtig humorvolle und witzige Seite an den Tag legst. Seine Tochter ist wohl eine der wenigsten Menschen, neben deinem Drachen, die auch die liebevollere und fürsorglichere Seite zu Gesicht bekommen haben. Auch deshalb, weil er eben besonders vor Myra nichts verstecken kann und die Drachendame durchaus auch emphatisch sein kann, wenn sie es will. Mittlerweile hat dein Weg dich als Lehrer an das Basgiath War College zurück geführt, auch wenn deine Zeit hier wohl begrenzt scheint. Das liegt daran, weil deine Drachendame an einen anderen Drachen gebunden ist und dieser sich letztes Jahr an eine Rookie, dazu noch eine Gezeichnete, gebunden hat. Das Erste was du der Rothaarigen verdeutlicht hast, war die Tatsache, dass ihr trotz des nun vorhandenen Bandes nichts in den Gedanken des Anderen zu suchen habt. Deine Abneigung gegenüber Gezeichneten bekommt wohl vor allem sie zu spüren, auch wenn du als Lehrer nicht ungerecht bist. Nur eben sehr streng und fordernd, immerhin bildest du hier die nächsten Drachenreiter für das navarrische Militär aus. Für die Sicherheit aller in Navarre.
16 Ingameposts | 02.04.2025, 09:12
Militär Navarre
gespielt von Lini
40 Jahre
Reiter
Wenn man den Beginn deines Lebens betrachtet, hätte man wohl nie geglaubt, dass du auch nur annähernd so weit kommen würdest, wie du es bis jetzt geschafft hast. Deine Mutter war eine Frau die sich immer nur an den nächsten Mann hing, um irgendwie über die Runden zu kommen und es war wohl kaum verwunderlich, dass dabei auch Kinder entstanden. Neben dir gibt es noch deinen älteren Halbbruder Jacoby, der wohl der Einzige war, der sich wirklich um dein Wohlbefinden gekümmert hat. Dein leiblicher Vater war ein Reiter, der sich mit deiner Mutter ein paar Mal vergnügt hatte und der auch von dir wusste. Ein wenig finanziell hatte er deine Mutter unterstützt, mehr aber auch nicht. Somit hast du die ersten fünfzehn Jahre deines Lebens mit deiner Mutter und deinem Halbbruder verbracht, wobei du dich immer an deinem Bruder orientiert hast. Er war für dich dein sicherer Hafen dem du gefolgt bist und bei dem du dich wohl gefühlt hast.
Nach fünfzehn Jahren war deinem Vater eingefallen, dass er ja noch ein Kind hatte. Neben deinem großen Halbbruder hast du noch zwei jüngere Halbschwestern väterlicherseits. Für deinen Vater war klar, dass du ein Reiter werden würdest, für dich eigentlich nicht so. Es war nicht dein Traum von klein auf eines Tages Drachenreiter zu werden, da du auch gar nicht die Voraussetzungen hattest so ganz ohne Training, Vorbereitung oder dergleichen. Somit hattest du dich eigentlich in Gedanken dem Quadranten der Infanterie angeschlossen, aber dein Vater hatte andere Pläne. Da deine Mutter immer weniger dazu in der Lage war euch zu versorgen, hatte dein Vater dich zu sich genommen, um dich zu formen und dich auf den Reiterquadranten vorzubereiten. Mit aller Härte und Strenge die er aufbringen konnte. Du warst kein Kind für ihn, du warst ein Lehmklumpen den er zu einem Soldaten ausbildete und das mit aller Macht die ihm zur Verfügung stand. Fünf Jahre wurdest du von deinem Vater trainiert und auf den Reiterquadranten vorbereitet. Fünf Jahre in denen du deine Kindheit hinter dir lassen und erwachsen werden musstest, ob du wolltest oder nicht. Doch die fünf Jahre haben dich geprägt, haben dich stärker gemacht und dafür gesorgt, dass du sogar glaubtest, dass du es schaffen könntest. Dass du bereit warst, stark genug ein Reiter zu werden und deinen Vater stolz zu machen. Außerdem warst du gespannt darauf, ob dein Bruder, der ein Jahr vor dir in den Reiterquadranten eingetreten war, noch am Leben war und sogar einen Drachen hatte. Sehr zu deiner Freude lebte dein Bruder noch und hatte einen Drachen gebunden. Dein Bruder schien ebenso froh zu sein, dass du noch am Leben warst und den Viadukt überquert hattest. Anfangs schien er aber nicht aus der Rolle des großen Bruders zu kommen und öfters dafür zu sorgen, dass du nicht ernst genommen wurdest, weil er sich immer vor dich stellte. Du hattest ihm mehrmals verbal und schließlich auch nicht mehr verbal deutlich gemacht, dass du deinen eigenen Weg gehen musstest, um ernst genommen zu werden, um als Reiter Erfolg zu haben. Irgendwann sah dein Bruder es ein und ihr wart auf Augenhöhe. Eine ganze Weile, bis du dich weiter entwickelt hast und immer weiter voran gekommen bist durch deine Qualitäten. Du warst dafür gemacht zu führen und genau deshalb warst du auch als Junior Staffel- und als Senior Schwarmführer. Deine Siegelkraft machte dir etwas Probleme am Anfang, genauso wie dein Drache, der alles andere als freundlich oder erheiternd war. Aber mit der Zeit hast du gelernt mit beidem umzugehen und daran zu wachsen. Du wurdest zu einem exzellenten Reiter und Soldaten. Hast Befehle befolgt und dich bewiesen. Immer und immer wieder. Du hast eine Frau gefunden und ihr habt einen Sohn bekommen. Was warst du stolz auf deinen Nachwuchs und dir war klar, du würdest ihn eines Tages vorbereiten. Nicht zwingend darauf ein Reiter zu sein und auch nicht mit den Methoden die dein Vater benutzt hat - aber du würdest ihn vorbereiten sich durchzusetzen und stark zu sein. Doch so weit sollte es nicht kommen. Deine Familie wurde dir entrissen, auf grausame Art und Weise. Du kamst zu spät um sie zu retten und ihr Verlust hat eine tiefe Kerbe in deinem Herzen hinterlassen. Noch heute trägst du die Kette deiner Frau bei dir, sowie den kleinen Drachen aus Holz den du für deinen Sohn geschnitzt hattest. Erinnerungen die schwerer wiegen als ein Drache. Erinnerungen die dich in ein tiefes Loch gerissen haben, welches du emotional nie verlassen hast. Aber du hast weiter funktioniert. Als Reiter, als Soldat. Nach einem verheerenden Angriff und der Zerstörung des Außenpostens wurdest du nach Keldavi versetzt und befördert, bekamst die Staffelführung. Stolz machte sich in dir breit, gleichzeitig gab es neben deinem Bruder und deiner Mutter niemanden mehr groß, mit dem du das teilen konntest. Doch lange solltest du nicht in Keldavi sein, ehe der nächste Schlag dich zu Boden riss - im wahrsten Sinne des Wortes. Von einem Greifenschwarm - eigentlich eine Beleidigung. Du bist gestürzt, von deinem Drachen. Du hast gesehen, wie dein Drache schlingerte und zu Boden ging. Doch ihr habt überlebt. Schwer verletzt und nicht wissend, ob man euch durch bringt, aber es gelang. Ein Heilmacher rettete euch vor dem sicheren Tod. Doch die Narben am Körper und der Seele waren erneut tief. Ihr habt euch erholt, seid an euren alten Stützpunkt in Chakir zurück gekehrt und habt euch erneut hoch gekämpft. Ihr beide. Ein Team. Unzertrennlich. Selbst nicht durch ein Greifenschwarm. Eine Ehre war es für dich, als du schließlich zur Schwarmführung befördert wurdest, nachdem du dich erneut bewiesen hast. Gezeigt hast, dass du bereit bist bis zum Letzten zu kämpfen, für dein Königreich. Denn so arg viel mehr war dir nicht mehr geblieben. Du machst weiter. Jeden Tag. Mittlerweile ist das Lächeln auf deinen Zügen längst erstorben. Deine ganze Haltung distanziert, kalt und dennoch bist du für andere da, wenn es drauf ankommt. Besonders für deine Staffel, deinen Schwarm, deinen Bruder und, auch wenn es oftmals nicht so wirkt, deine Mutter. Trotz allem ist sie ja dennoch deine Mutter und hat ihr Möglichstes getan, was leider nicht viel war.
25 Ingameposts | 17.05.2025, 21:15
Militär Navarre
gespielt von Maj
27 Jahre
Reiter
Wie hoch ist sie? Die Verlustquote für BWC-Absolventen, die im ersten Jahr ihres aktiven Dienstes sterben? Nun… Helia Veldine ist einer der Namen, die schon im August 633 einer Gefallenenliste hinzugefügt wurden. Ihn umgeben die Namen von beinahe allen Reitern seiner Staffel, war diese doch in einen Hinterhalt Poromiels geraten und fast gänzlich ausgelöscht worden.
Zwei oder drei Atemzüge lang ist das zu bedauern, denn Helias Leistungen am College waren körperlich und kognitiv immer gut. Sehr gut fast, wenn man ausblendete, wie viele Kämpfe Helia in den letzten Jahren nicht nur zum Training und aufgrund seines Ehrgeizes geführt hat. Er fiel auf mit Einmischung und Widerspruch und tat sich schwer damit, sich mit jeglichen Entscheidungen eines Vorgesetzten einfach zufrieden zu geben oder auf diese zu warten. Und er fiel auf damit, die meisten physischen Kämpfe über Magie statt Waffen zu gewinnen. – Zugegeben: Bisschen unheimlich ist es schon, in Helias Griff plötzlich keinen Zugriff mehr auf die eigene Siegelkraft zu haben oder gar zu erleben, wie sich diese gegen einen wandte. Aber am Ende… war es doch nur Gegenmagie, die er da einsetzte und an Helia außer Vitamin B nichts Besonderes: Sein Großvater ist ein Heilmacher und ehemaliger Lehrer am College. Sein Vater ist bei der königlichen Leibgarde und kennt somit den Landesherrscher persönlich. Helia selbst ist am Hof aufgewachsen. Irgendwer von denen aber hat dafür gesorgt, dass Helia eine zweite Chance im Reiterquadranten bekam: Er hat nicht einfach nur das erste Jahr wiederholt, weil er beim Dreschen nicht gebunden wurde, sondern hat zwischen erstem und zweitem Anlauf zwei Jahre im Heilerquadranten verbracht. In Kombination mit seiner vorherigen Schulbildung ist Helia vertraut mit vielen Elementen der Heilkünste. Aber ein versierter Kämpfer? Nein, das soll er nie gewesen sein. Dadurch überrascht es nicht, dass Helia in seinen ersten Monaten nach dem Abschluss gefallen ist. Gefallen ist Helia jedoch nicht in den Tod, sondern nur in einem übertragenen Sinn. Er und so viele aus dieser Staffel sind nicht tot, sondern geflohen. Sie haben Land, König und Werte verraten, um in Poromiel nicht etwa die bessere Karriere zu machen, sondern erst mal das eigene Leben zu retten und dann die Ereignisse zu verstehen. Zufällig sind Helia und die Reiter seiner Einheit über die Existenz der Veneni gestolpert und sind vor Navarres – angeblich – tödlichen Geheimhaltungsambitionen geflohen. Nach Wochen in einem poromischen Stützpunkt ist nun endlich klar, wie damit umgegangen wird. Frisch an die Ostgrenze hat Helia sich versetzen lassen und unterstützt eine Schwadron in Mirik, gehört jedoch nicht zu ihnen, nicht zum poromischen Militär – und das ist keine bloße Frage der emotionalen Zugehörigkeit, sondern Helia hat sich tatsächlich herausgeschlagen, Söldner zu sein. Befehlsverweigerung bei Bedarf ist dadurch für ihn von einem Kriegsverbrechen zu einem Recht geworden. Dadurch aber bleibt er noch einmal mehr ein Fremder und die neue Einheit braucht noch Zeit, zu entscheiden, was von dem schweigsamen jungen Mann eigentlich zu halten sei. Und schweigsam, still, - dies ist nicht zu leugnen - ist Helia. Es ist eine bewusste, präsente Stille, die weder Schüchternheit, noch Arroganz repräsentiert. Helia nimmt stets mehr Anteil an seinem Umfeld, als es scheint, als gut für ihn ist - denn Anteilnahme geht leicht in persönliche Belastung über. Empathie und Beobachtungsgabe sind bei ihm stark ausgeprägt, was davon unterstützt wird, dass Helia sich über seine eigenen Emotionen oft sehr klar ist und diese auch kommunizieren könnte. Oft genug trifft er das Empfinden anderer so gut auf den Punkt, dass man ihm Wahrsagen als zweite Siegelkraft nachsagt, und es bringt andere ebenso gegen ihn auf, wie Helia sie damit für sich einnimmt.
28 Ingameposts | 09.02.2025, 17:15
Militär Poromiel
gespielt von Lini
23 Jahre
Flieger
Seine Hochwohlgeboren Thamir Yazqhar, Erbgraf von Esmaryel - Eine Anrede, die du weder magst, noch eigentlich wirklich etwas bedeutet. Zumindest für dich. Klar weißt du, dass sowohl dein Vater als auch deine Geschwister – naja und du – diesen Titel habt, aber in der Erbfolge viel zu weit hinten seid, um irgendetwas wirklich zu erben. Von daher schenkst du dem Titel auch keine große Beachtung. Er ist nicht du und du bist nicht der Titel. Du bist – wie dein Vater – den Fliegern beigetreten und das ist auch das, was dir liegt. Es liegt dir dich in Militärstrukturen einzufügen und ebenso, zu führen. Du bist gut darin, anderen zu helfen, sie zu führen. Sowohl mit Witz, aber auch mit Strenge, wenn es sein muss. Du weißt genau, was sowohl im militärischen als auch im familiären Kreis von dir erwartet wird und du versuchst es immer allem und jedem recht zu machen – verlierst dabei aber nicht deine Integrität und vor allem deine Stimme, die du für dich und andere, vor allem Schwächere einsetzt. Gerade durch deine Familie hast du gelernt wie wichtig Zusammenhalt und Unterstützung füreinander ist, genau das münzt du auch auf dein Schwadron, welches für dich wie eine zweite Familie geworden ist.
Für dich war schon früh klar, dass du zu den Fliegern gehen würdest. Du wolltest beschützen, Verantwortung übernehmen und ganz zu schweigen davon, wie cool man bitte aussieht, wenn man auf einem Greifen sitzt. Abgesehen davon, magst du Greifen sehr, immerhin hast du schon von klein auf engen Kontakt mit dem Greifen deines Vaters gehabt. Du durftest ihn streicheln, knuddeln und dein Vater ist sogar schon mal einen Rundflug mit dir auf Malior geflogen. Spätestens nach diesem Rundflug hättest du wohl sowieso entschieden Flieger zu werden. Somit hast du auch fernab von der schulischen Bildung und Lehrern, auch Kampfunterricht bekommen. Deine Eltern wollten, dass du bestmöglich auf den Quintanten der Flieger und dein späteres Leben als Flieger vorbereitet bist. Neben den Fähigkeiten als Flieger hast du auch schon früh gelernt Verantwortung zu übernehmen. Nicht zwingend als Vorbereitung, sondern eher, weil du sowohl für deine Mutter als auch deine Schwestern da sein wolltest, wenn dein Vater unterwegs war. Besonders bei deiner Schwester Julissa hast du schon früh viel Verantwortung übernommen. Deiner Mutter unter die Arme gegriffen und auf deine Schwester aufgepasst. Sie war – oder eher ist noch immer – krank und hat eine Unverträglichkeit, weshalb ihr da genau schauen musstest. Als ihr im Teenager- und Jugendlichenalter wart, bist du mit ihr auf Partys gegangen, hast auf sie aufgepasst und sie beschützt. Das sahst du als deine Pflicht und Aufgabe als großer Bruder an. Vielleicht war es auch ein Stück weit Freiheit für dich, als du nach Cliffsbane gegangen bist, um deinen Weg als Flieger zu gehen, weil du eben nicht ständig in Alarmbereitschaft wegen deiner Schwester warst. Du konntest deinen Weg gehen und dich entfalten – auch wenn du den Beschützerinstinkt nie abgelegt hast und auch nie ablegen willst. Denn eigentlich bist du gerne für andere da, passt gerne auf andere auf – aber es ist ein Unterschied, ob es deine Entscheidung ist oder du das Gefühl hast, dass du es musst, auch wenn deine Eltern es nie direkt von dir gefordert haben. In Cliffsbane hast du dir schnell einen gewissen Freundeskreis aufgebaut. Gerade deine besonnene und oft gut gelaunte Art kommt gut an. Du weißt, wann es darauf ankommt ernst zu sein und zu bleiben. Du hast bewiesen, dass du das Zeug zum Anführen hast, weshalb du auch in deinem Seniorjahr zur Schwadronsführung ernannt wurdest. Stolz hast du deinen Eltern davon erzählt und dir vorgenommen noch besser auf dein Schwadron aufzupassen.
11 Ingameposts | 21.08.2025, 14:06
Cliffsbane Akademie
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